Fina­le 2019: ESC is a losing Game

Da hat­te die EBU in die­sem Jahr eigens erneut das Aus­zäh­lungs­ver­fah­ren geän­dert, um die Sache span­nen­der zu gestal­ten. Und doch trat die lang­wei­ligs­te aller mög­li­cher Optio­nen ein: wie bereits seit Mona­ten von allen Wett­bü­ros eisern vor­her­ge­sagt, gewann heu­te Nacht der Nie­der­län­der Dun­can Lau­rence den Euro­vi­si­on Song Con­test 2019. Der 24jährige Musi­ker ver­ein­te die in die­sem Jahr augen­schein­lich wich­tigs­ten Eigen­schaf­ten für eine erfolg­rei­che Grand-Prix-Teil­nah­me: er ist männ­lich, voll­bär­tig, gut­aus­se­hend und er jaul­te wei­te Tei­le sei­ner gefühl­vol­len Kla­vier­bal­la­de ‘Arca­de’ in Fal­sett­stim­me. Sein Lied han­delt dem rei­nen Text nach von einer unglück­li­chen Bezie­hung, die der Prot­ago­nist nicht been­den kann, weil er süch­tig nach ihr ist; nach der Aus­sa­ge des Inter­pre­ten jedoch betraue­re er den Ver­lust einer gelieb­ten Per­son. Eben­so zwie­späl­tig wie die Lyrics gestal­te­te sich auch Dun­cans Sieg, der mich genau­so rat­los und unbe­frie­digt zurück­lässt wie zuletzt der von Ell & Nik­ki in Düs­sel­dorf und der streng­ge­nom­men auch gar kei­ner war: sowohl beim Publi­kum als auch bei den Jurys lag in der Abstim­mung jeweils ein ande­rer Act vor­ne, der apar­te Hol­län­der gewann ein­zig auf­grund der mas­si­ven Unei­nig­keit der “pro­fes­sio­nel­len” Voter mit den Zuschauer/innen und konn­te sich als jeweils Dritt- bzw. Zweit­plat­zier­ter kumu­liert einen aus­ge­spro­chen schä­bi­gen Gesamt­sieg erschlei­chen.

Dun­can bei der Sie­ger­re­pri­se, die gleich viel bes­ser wirk­te als sei­ne Wett­be­werbsper­for­mance, wo er ver­krampft wie ein ver­bo­ge­ner Klei­der­ha­ken hin­ter dem Pia­no saß.

wei­ter­le­senFina­le 2019: ESC is a losing Game

Rank & File 2019: Platz 36 – Sis­ter

Patrio­tisch gestimm­te Leser/innen die­ses Blogs müs­sen nun sehr tap­fer sein oder soll­ten bei Nei­gung zu Blut­hoch­druck viel­leicht lie­ber woan­ders wei­ter­le­sen, denn bei dem vater­lands­lo­sen Gesel­len von aufrechtgehn.de hat es der deut­sche Euro­vi­si­ons­bei­trag mal wie­der nur in die unters­ten Rän­ge des Ran­kings geschafft.

Platz 36: Deutsch­land – Sis­ters: Sis­ter (Schwes­ter)

Fai­rer­wei­se soll gleich gesagt sein: dafür kön­nen die bei­den vom NDR für das in der Schweiz ein­ge­kauf­te und nach­träg­lich ins Star­ter­feld gehiev­te Lied eigens gecas­te­ten Inter­pre­tin­nen noch am Wenigs­ten. Vor allem die dun­kel­haa­ri­ge Lau­ra Käs­tel trug ihre jün­ge­re und beim Vor­ent­scheid noch etwas auf­ge­regt wir­ken­de Kol­le­gin Car­lot­ta Tru­man mit sanf­ter, aber bestimm­ter Hand durch den gemein­sa­men Auf­tritt und unter­strich, auch durch den stim­mi­gen Har­mo­nie­ge­sang, damit die text­li­che Bot­schaft der Schwes­ter­lich­keit. Das aber kann die Retor­ten­haf­tig­keit des Bei­trags lei­der nicht über­de­cken. Micha­el Schul­tes eds­heera­nes­ke Bal­la­de zün­de­te im Vor­jahr auch des­we­gen so stark, weil er eine sehr per­sön­li­che Geschich­te sehr glaub­haft erzähl­te und die Her­zen der Zuschauer/innen (und Juror/innen) damit erreich­te. Die­ser Fun­ke fehlt bei den Sis­ters, authen­tisch wirkt das Gan­ze auf mich nicht. Und ja, ich gebe es zu: ich bin noch immer ver­är­gert, weil wir bei Unser Lied für Isra­el mit Aly Ryan und lily among clouds gleich zwei aus­ge­spro­chen glaub­wür­di­ge Künst­le­rin­nen mit tol­len, auf­fäl­li­gen und auf ihre Art “kan­ti­gen” Songs im Wett­be­werb hat­ten, der NDR aber auf Bie­gen und Bre­chen noch die­se strom­li­ni­en­för­mi­ge Durch­schnitts­num­mer dabei haben woll­te, von der ich bis heu­te nicht begrei­fe, wie sie gewin­nen konn­te. Dass die Ham­bur­ger aus­ge­rech­net dafür das viel­ver­spre­chen­de neue Kon­zept gleich im zwei­ten Jahr fahr­läs­sig beschä­dig­ten und dass die Zuschauer/innen dies auch noch belohn­ten, bringt mich gegen unser Lied auf. Es gibt Men­schen, die kön­nen Grand-Prix-Bei­trä­ge los­ge­löst von ihrer Vor­ent­schei­dungs­ge­schich­te betrach­ten. Das fin­de ich toll. Ich gehö­re aber nicht dazu. Sor­ry, Sis­ters.

Und ja, für das “!” im Band­na­men gab es auch noch mal min­des­tens vier Plät­ze Abzug.

wei­ter­le­senRank & File 2019: Platz 36 – Sis­ter

Unser Song für Tel Aviv: Sis­ters are doin’ it for them­sel­ves

Immer, wenn sich der NDR nach Jah­ren des ziel­lo­sen Her­um­sto­cherns einen Ruck gege­ben und mit viel Mühe und har­ter Arbeit ein neu­es, trag­fä­hi­ges Kon­zept für die Aus­wahl des hei­mi­schen Bei­trags zum Euro­vi­si­on Song Con­test gefun­den hat; eines, das einen mehr­heits­fä­hi­gen Titel und eine gute Plat­zie­rung im inter­na­tio­na­len Wett­be­werb her­vor­bringt, dann geht er im Fol­ge­jahr hin und reißt mit dem Arsch alles wie­der ein, was er gera­de erst mühe­voll auf­bau­te. Klingt harsch? Nun, anders lässt sich das Ergeb­nis des deut­schen Vor­ent­scheids Unser Lied für Isra­el vom Frei­tag nicht inter­pre­tie­ren, bei dem der Sen­der zunächst wie im Vor­jahr in einen hoch­kom­pli­zier­ten, mehr­stu­fi­gen Künst­ler/in­nen- und Song­fin­dungs­ver­fah­ren sechs jun­ge Talen­te mit einer für deut­sche Ver­hält­nis­se recht brei­ten musi­ka­li­schen Palet­te von Songs aus­hob, dann aber man­gels Zutrau­en ins eige­ne Sys­tem im Nach­gang unbe­dingt noch ein sieb­tes, ganz nach dem Geschmack der Ham­bur­ger unfass­bar durch­schnitt­li­ches Lied namens ‘Sis­ter’ unter­brin­gen muss­te, hier­für rasch ein weib­li­ches Gesangs­duo mit dem hoch ima­gi­na­ti­ven Namen Sis­ters zusam­men­cas­te­te und anschlie­ßend alle Hebel in Bewe­gung setz­te, dass die­ses auch gewinnt. Was dank der tat­kräf­ti­gen Mit­hil­fe der vom Sen­der eigen­hän­dig zusam­men­ge­stell­ten inter­na­tio­na­len Jury, zu mei­ner Kon­ster­na­ti­on aber auch dank des Tele­vo­tings schließ­lich gelang.

Es war wie­der Mär­chen­stun­de beim deut­schen Vor­ent­scheid: Schnee­weiß­chen und Rosen­rot, die zwei Under­dogs unter den Unbe­kann­ten, setz­ten sich durch. Und nein, die alber­ne offi­zi­el­le Schreib­wei­se ihres Band­na­mens ver­wen­de ich nur über mei­ne Lei­che!

wei­ter­le­senUnser Song für Tel Aviv: Sis­ters are doin’ it for them­sel­ves

ULfI 2019: Vor­ent­scheid wan­dert auf den Frei­tag

Heu­te Nach­mit­tag gaben der deut­sche Dele­ga­ti­ons­lei­ter Chris­toph Pel­lan­der und der ARD-Euro­vi­si­ons­ver­ant­wort­li­che Tho­mas Schrei­ber in einem knapp andert­halb­stün­di­gen Face­book-Livechat wei­te­re Ein­zel­hei­ten zum dies­jäh­ri­gen deut­schen Vor­ent­scheid Unser Lied für Isra­el bekannt und beant­wor­te­ten Fan-Fra­gen. Die bei­den wich­tigs­ten Details: nach­dem diver­se Euro­vi­si­ons­blogs seit Jah­ren auf die unglück­li­che ter­min­li­che Kon­kur­renz der stets don­ners­tags statt­fin­den­den Show zu Hei­di Klums dia­bo­li­scher, aber quo­ten­star­ker TV-Buli­mie­schmie­de hin­wie­sen, reagiert der NDR tat­säch­lich und ver­legt die Sen­dung löb­li­cher­wei­se auf den Frei­tag. Am 22. Febru­ar 2019 ab 20:15 Uhr geht die zwei­stün­di­ge Ver­an­stal­tung in Ber­lin-Adlers­hof über die Büh­ne. Zudem zau­ber­ten die Ham­bur­ger noch einen sieb­ten Act aus dem Hut: ent­täu­schen­der­wei­se nicht die von mir bis zuletzt erhoff­ten Laing, son­dern ein eigens für die Euro­vi­si­on zusam­men­ge­stell­tes Frau­en­duo namens Sis­ters. Hier ging man den umge­kehr­ten Weg wie bei den sechs rest­li­chen ULfInalis­ten: es gab zuerst den Song namens ‘Sis­ter’, den der NDR unbe­dingt im Vor­ent­scheid haben woll­te, und für den man eigens die bei­den Sän­ge­rin­nen Car­lot­ta Tru­man und Lau­ra Käs­tel cas­te­te.

Erin­nert optisch und stimm­lich ein wenig an Chris­ti­na Agui­le­ra: Car­lot­ta Tru­man (Reper­toire­bei­spiel).

wei­ter­le­senULfI 2019: Vor­ent­scheid wan­dert auf den Frei­tag

ECG-Fan­tref­fen 2018: ein Abend der Über­ra­schun­gen

Am gest­ri­gen Sams­tag lud der Euro­vi­si­on Club Ger­ma­ny mal wie­der ins bis auf den letz­ten Platz aus­ver­kauf­te Glo­ria in Köln. Und auch, wenn es das bereits xund­zwan­zigs­te Event sei­ner Art war, ent­pupp­te sich der hoch­ver­gnüg­li­che Abend als einer vol­ler Über­ra­schun­gen. Doch bevor wir uns die­sen zuwen­den, gilt es zunächst, die brand­hei­ßen Neu­ig­kei­ten von der NDR-Road­show abzu­ar­bei­ten, die dort ges­tern Nach­mit­tag eben­falls gas­tier­te (und von der ich dank der all­seits bekann­ten Unzu­ver­läs­sig­keit der Deut­schen Bahn lei­der nur einen Teil mit­be­kam). So ließ sich Tho­mas Schrei­ber zwar immer noch kei­nen amt­li­chen Ter­min für den deut­schen Vor­ent­scheid 2019 ent­lo­cken, gab aber den Hin­weis, dass Unser Lied für Isra­el “in der ach­ten Kalen­der­wo­che”, rich­ti­ger­wei­se erneut in der Haupt­stadt, über die Büh­ne gehen wird. Da die Show in letz­ten Jah­ren tra­di­tio­nell don­ners­tags statt­fand, kön­nen wir uns wohl auf den 21. Febru­ar 2019 ein­stel­len. Die offi­zi­el­le Bestä­ti­gung erfolgt aller­dings erst Mit­te Janu­ar.

Ein Ein­blick in das bereits abge­schlos­se­ne Song­wri­ting-Camp für ULfI.

wei­ter­le­senECG-Fan­­tre­f­­fen 2018: ein Abend der Über­ra­schun­gen

ULfI: you smell like Schul­te, again

Gleich drei ehe­ma­li­ge The-Voice-Cas­ting­stern­chen, zwei klamp­fen­de Ed-Sheeran-Ele­ven, zwei Musi­cal-Haupt­dar­stel­ler/in­nen, zwei Indie-Pop-Elfen und exakt null bekann­te Namen: auf die­sen Nen­ner lässt sich die heu­ti­ge Bekannt­ga­be von sechs der bis zu acht Fina­lis­ten des deut­schen Euro­vi­si­ons­vor­ent­scheids 2019 brin­gen, wel­chen der NDR im eif­ri­gen Bemü­hen um die Ver­wäs­se­rung der Mar­ke vom ursprüng­li­chen, in das bewähr­te Ras­ter pas­sen­de Unser Lied für Tel Aviv in letz­ter Minu­te in Unser Lied für Isra­el umbe­nann­te. Ver­mut­lich, weil das Akro­nym ULfI viel schluffig-harm­lo­ser klingt als das etwas ker­ni­ge­re ULfTA und man so die vom Unter­hal­tungs­chef Tho­mas Schrei­ber letz­tes Jahr selbst geweck­ten, hohen Erwar­tun­gen nach “kan­ti­gen” Künstler/innen und Songs ein wenig dämp­fen kann. Denn ein ers­ter Blick auf das Port­fo­lio der heu­te Vor­ge­stell­ten zeigt, dass die­se in gro­ßen Tei­len eher auf der akus­tisch-wei­ner­li­chen Sei­te des musi­ka­li­schen Spek­trums ange­sie­delt sind. Immer­hin gibt es mit Aly Ryan und lil­ly among clouds zwei recht viel­ver­spre­chen­de Aus­nah­men, die zumin­dest einen Hauch von Edgy­ness in den Wett­be­werb tra­gen.

She’s alright: die gebür­ti­ge Frank­fur­te­rin Aly Ryan ist bis dato mei­ne Favo­ri­tin (Reper­toire­bei­spiel).

wei­ter­le­senULfI: you smell like Schul­te, again

ULfTA: Nina Kut­sche­ra und Sebas­ti­an Schub sind raus

Die aus Offen­bach stam­men­de Nina Kut­sche­ra, eine der 20 Acts, die es in die enge­re Wahl für den dies­jäh­ri­gen deut­schen Euro­vi­si­ons­vor­ent­scheid Unser Lied für Tel Aviv schaff­ten, ist lei­der drau­ßen: wie die sym­pa­thi­sche Sän­ge­rin und The-Voice-Teil­neh­me­rin von 2011 auf Face­book bekannt gab, habe sie einen Anruf vom Team Euro­vi­si­on erhal­ten, wonach die Live-Sen­dung im Febru­ar 2019 ohne sie statt­fin­den wer­de. Nina reagier­te auf die schlech­te Nach­richt mit vor­bild­li­cher Gelas­sen­heit und Grö­ße: “Ich bin nicht trau­rig, obschon auch etwas ent­täuscht. ABER! Ich hab gese­hen wie stark wir hier sind. Kei­ne der Com­mu­nities (und die ande­ren sind alle grö­ßer) hat so der­ma­ßen gerockt und Lie­be ver­teilt,” was sich an ihre Fans rich­te­te.

Ein Bei­spiel, an dem sich der Indie-Pop­per Drang­sal ger­ne mal ein paar Schei­ben abschnei­den könn­te: Max Gru­ber, wie der 25jährige mit bür­ger­li­chem Namen heißt, hat­te sich bekannt­lich selbst öffent­lich um eine Teil­nah­me bewor­ben, kam aber nicht unter die letz­ten Zwan­zig, wor­auf­hin er auf Insta­gram die Fan-Jury als “Lem­min­ge” bezeich­ne­te und die erfolg­rei­che­ren Kandidat/innen als “ver­form­ba­re Ja-Sager”. Ech­te Klas­se, der Mann!

Weder eine Ja-Sage­rin noch ein Lem­ming: Nina Kut­sche­ra, mei­ne Her­zens­kan­di­da­tin für ULfTA, ist raus. Wie aus­ge­spro­chen scha­de!

wei­ter­le­senULfTA: Nina Kut­sche­ra und Sebas­ti­an Schub sind raus

ULfTA: die Wie­der­auf­be­rei­tungs­an­la­ge von The Voice?

Seit ges­tern sind sie abge­schlos­sen, die fünf Euro­vi­si­ons-Work­shops im Köl­ner Maar­weg­stu­dio. Zwan­zig von den bei­den Aus­wahl­ju­rys hand­ver­le­se­ne Kandidat/innen hat­te der NDR ein­ge­la­den. So wie es aus­sieht, folg­ten nicht alle dem Ruf des Sen­ders: nach den Berich­ten des Prinz-Blogs nah­men ledig­lich 15 Acts an den Auf­takt­run­den zum deut­schen Grand-Prix-Vor­ent­scheid 2019 teil. Davon bedun­gen sich vier Dis­kre­ti­on aus, so dass wir momen­tan ledig­lich elf Kombattant/innen nament­lich ken­nen. Von die­sen wie­der­um tra­gen acht eine Cas­ting­show-Ver­gan­gen­heit mit sich her­um – in hie­si­gen Zei­ten nicht wei­ter ver­wun­der­lich, stel­len die­se For­ma­te doch (bedau­er­li­cher­wei­se) so ziem­lich die ein­zi­ge ver­blie­be­ne Prä­sen­ta­ti­ons­flä­che für Musiker/innen im Fern­se­hen dar. Zumin­dest die ein­zi­ge mit nen­nens­wer­ten Ein­schalt­quo­ten. Den­noch ver­bleibt ange­sichts der auf­fäl­li­gen Häu­fung von ehe­ma­li­gen The-Voice- und DSDS-Partizipant/innen das ungus­tiö­se Geschmäck­le vom deut­schen Euro­vi­si­ons­vor­ent­scheid als Wie­der­auf­be­rei­tungs­an­la­ge für aus­ge­brann­te Cas­ting­show-Stern­chen nach dem Über­schrei­ten ihrer Halb­werts­zeit. Als pro­mi­nen­tes Bei­spiel dient hier­bei sicher­lich der Sie­ger von 2009 der men­schen­ver­ach­ten­den RTL-Show Deutsch­land sucht den Super­star, Dani­el Schuh­ma­cher.

Schuh­ma­cher bewarb sich bereits 2015 mit die­ser fei­nen Elek­tro-Pop-Per­le für die Wild­card-Run­de des deut­schen Vor­ent­scheids.

wei­ter­le­senULfTA: die Wie­der­auf­be­rei­tungs­an­la­ge von The Voice?

Der NDR stockt auf: mehr Start­plät­ze beim deut­schen Vor­ent­scheid 2019

Erfreu­li­che Nach­rich­ten aus Ham­burg: nach dem her­vor­ra­gen­den Erfolg des cha­ris­ma­ti­schen Micha­el Schul­te (übri­gens im Novem­ber 2018 Star­gast beim ECG-Fan­tref­fen in Köln!) und sei­nes die Her­zen rüh­ren­den Trä­nen­zie­hers ‘You let me walk alo­ne’ beim Euro­vi­si­on Song Con­test 2018 in Por­tu­gal behält der NDR nicht nur das im letz­ten Jahr grund­le­gend rund­erneu­er­te Vor­ent­schei­dungs­kon­zept bei, son­dern baut es sogar aus: wie die Prin­zen heu­te unter Bezug auf eine Ver­öf­fent­li­chung des Sen­ders berich­ten, soll es beim deut­schen Vor­ent­scheid 2019 deut­lich mehr Plät­ze geben als bei der Pre­miè­re: “etwa acht bis zehn Fina­lis­ten” sol­len erneut in zwei Run­den von einer Fan-Jury und einem mit inter­na­tio­na­len Pro­fis besetz­ten Gre­mi­um aus rund 200 vom NDR vor­aus­ge­sieb­ten Bewerber/innen aus­ge­wählt wer­den: zunächst wie­der an die 20 für das zwei­tä­gi­ge Boot-Camp, dar­aus dann etwa jede/r Zwei­te für das pro­fes­sio­nel­le Song-Camp, bei dem am Bei­trag gebas­telt wer­den kann, und für die TV-Show (für wel­che noch kein kon­kre­ter Sen­de­ter­min fest­steht). Damit erwei­sen sich die Ham­bur­ger als wei­ter­hin in löb­li­cher Wei­se zuhör- und lern­be­reit: die recht schma­le Aus­wahl an Künst­lern, die in der Show zum mas­si­ven Zeit­schin­den mit quä­lend lan­gen Intros und bis zum Erbre­chen wie­der­hol­ten Schnell­durch­läu­fen führ­te, war einer der Haupt­kri­tik­punk­te an Unser Lied für Lis­sa­bon.

So lief es 2018 und so soll es im Prin­zip auch 2019 funk­tio­nie­ren. Nur mit mehr Finalist/innen.

wei­ter­le­senDer NDR stockt auf: mehr Start­plät­ze beim deut­schen Vor­ent­scheid 2019

Von Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­le 2018

Hat das Land so eine Art von Geheim­ver­trag mit dem Kar­ma? Oder wie schafft Isra­el es sonst, sei­ne Euro­vi­si­ons­sie­ge mit einer der­ar­ti­gen mathe­ma­ti­schen Prä­zi­si­on in Abstän­den von jeweils exakt 20 Jah­ren über die Grand-Prix-Geschich­te zu ver­tei­len? Und das auch noch mit einem jeweils ziem­lich ähn­li­chen Kon­zept: 1978 schaff­te es Izhar Cohen auf dem Höhe­punkt der Dis­co­wel­le mit einem tanz­ba­ren, von der uni­ver­sa­len Lie­be unter den Men­schen han­deln­den Kin­der­lied namens ‘A Ba Ni Bi’ und einer sen­sa­tio­nel­len Mar­ge-Simp­son-Fri­sur, die Jurys im Sturm zu erobern; 1998 gelang der kämp­fe­ri­schen Trans­se­xu­el­len Dana Inter­na­tio­nal mit dem Tanz­flä­chen­fül­ler ‘Diva’ der bis heu­te wich­tigs­te, weil ein unüber­seh­ba­res, die gesell­schaft­li­che Libe­ra­li­tät beflü­geln­des Zei­chen für Tole­ranz und Respekt gegen­über dem Anders­sein set­zen­de Sieg in der Euro­vi­si­ons­his­to­rie. Und nun, wei­te­re 20 Jah­re spä­ter, führt die fan­tas­ti­sche, vor selbst­be­wuss­tem Charme nur so sprü­hen­de Wucht­brum­me Net­ta Bar­zi­lai die­se pro­gres­si­ve Tra­di­ti­on fort und gewinnt mit der unglaub­lich spa­ßi­gen, eben­falls extrem tanz­ba­ren Eman­zi­pa­ti­ons­hym­ne ‘Toy’, einem so unver­krampf­ten wie kraft­vol­len Bei­trag zur aktu­el­len Femi­nis­mus­de­bat­te, die euro­päi­schen Lie­der­wett­spie­le. Wie wun­der­bar!

Sie sei eine “schö­ne Krea­tur”, behaup­tet die hier vor ihren gol­de­nen “Bären” (Peter Urban) zu sehen­de Net­ta in ihrem Song über sich selbst. Völ­lig zu Recht. Und ein Vor­bild dazu (IL).

wei­ter­le­senVon Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­­le 2018