Natio­naal Song­fes­ti­val 1959: Ein biss­chen sie­gen

Nach dem (ver­dien­ten) letz­ten Platz für die Nie­der­lan­de beim Euro­vi­si­on Song Con­test 1958 nahm der ver­ant­wort­li­che Sen­der eini­ge Ver­än­de­run­gen vor am hei­mi­schen Vor­ent­scheid, dem Natio­naal Song­fes­ti­val (NSF). Dem Vor­bild Ita­li­ens fol­gend, prä­sen­tier­te man die acht Wett­be­werbs­bei­trä­ge daher in jeweils zwei unter­schied­li­chen Ver­sio­nen, davon eine mit gro­ßem Orches­ter und eine in einer etwas zurück­ge­nom­me­ne­ren Vari­an­te. Die bis­her übli­che, für Mani­pu­la­tio­nen anfäl­li­ge Abstim­mung per Post­kar­te ersetz­te der Sen­der durch eine frü­he Art des Tele­vo­tings: in zwölf Gemein­den der Tul­pen­na­ti­on stimm­ten jeweils zehn hand­ver­le­se­ne Zuschauer:innen tele­fo­nisch ab, deren Ergeb­nis­se man als regio­na­le Jurys zusam­men­fass­te. Bei den am NSF teil­neh­men­den Künstler:innen hin­ge­gen griff man auf Bewähr­tes zurück: von Greet­je Kauf­feld über Bruce Low bis hin zur bis­he­ri­gen hol­län­di­schen Dau­er­re­prä­sen­tan­tin Cor­ry Brok­ken fan­den sich lau­ter Wiederkehrer:innen im Bewerb. Der Euro­vi­si­ons­sie­ge­rin von 1957 nahm das Publi­kum jedoch die schlech­te Grand-Prix-Plat­zie­rung vom Vor­jahr übel: sie kam im Vor­ent­scheid über einen drit­ten Rang nicht hin­aus.

Cor­rys klei­ner Sil­ber­stern, ihr zwei­ter Song, muss­te sich gar mit dem letz­ten Platz begnü­gen. Kein Wun­der, wenn man das Publi­kum ins Wach­ko­ma singt.

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