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<span class="caps">ESC</span> 1966: Zwin­gen kann man kein Glück
1966, Die Sechziger, ESC Finale, Jurys sind Wichser, Schwules, Unsere Lieblinge

ESC 1966: Zwin­gen kann man kein Glück

Das zehnjährige Jubliäum des Eurovision Song Contests nahm die EBU zum Anlass, im Frühjahr 1966 bei den teilnehmenden TV-Anstalten Ideen für die künftige Gestaltung des Wettbewerbs zu sammeln. Dabei zeigten sich regional sehr unterschiedliche Schwerpunkte, wie Gordon Roxburgh in der Fibel Songs for Europe auflistet: so bestanden die skandinavischen Sender darauf, dass der "musikalischen Qualität" der Beiträge die absolute Priorität einzuräumen sei. Die westeuropäischen Anstalten wie die ARD, das belgische BRT, der ORF und das französische Fernsehen wollten vor allem die Teilnehmerzahl von zuletzt 18 Nationen reduzieren und schlugen verschiedene Formate für Semifinale vor, wie sie sich aber erst 2004 durchsetzen sollten. Die linguistisch zwiegespaltenen Belgier votierten dabei für die Zut...
Iri­scher Vor­ent­scheid 1966: From Hero to Zero
1966, Die Sechziger, Internationale Vorentscheidungen

Iri­scher Vor­ent­scheid 1966: From Hero to Zero

Ein Jahr nach seiner kompetenten Premierenperformance als erster irischer Eurovisionsvertreter nahm Butch Moore 1966 erneut an der Vorentscheidung der Grünen Insel teil. Und landete mit 'I see your Face' mit null Punkten auf dem letzten Platz. Das nenne ich mal einen schnellen Abstieg! Noch härter traf es den im Lande populären Sonny Knowles, der mit gleich zwei Beiträgen leer ausging, darunter dem auf Gälisch gesungenen 'Chuaigh mé suas don chluiche mór'. Für einen zweiten Platz und eine kleinere Hitparadennotierung reichte es hingegen für das Folktrio The Ludlows. Nein, keine Verwandten der kultigen rheinland-pfälzischen Schrotthändlerfamilie - der Name bezieht sich auf die US-amerikanische Kohlengräbergemeinde Ludlow und ein dortiges Grubenunglück, welches ihr Vorbild Woody Guthrie zu e...
1965, Die Sechziger, Internationale Vorentscheidungen

IE 1965: The Rain! The Rain! Cry­ing!

Erst im zehnten Jahr seines Bestehens debütierte die mit insgesamt sieben Siegen bis heute erfolgreichste Nation beim Eurovision Song Contest. 1956 bei der Grand-Prix-Premiere in Lugano konnte Irland indes noch gar nicht dabei sein: da verfügte die streng katholische und seinerzeit noch ein wenig rückständige Inselnation nämlich noch nicht über eine eigene Rundfunkstation. Erst 1961 gründete sich das Staatsfernsehen RTÉ, und vier Jahre später fühlte man sich dann fit genug, sich am kulturellen Kräftemessen der europäischen Nationen zu beteiligen. "Zu diesem Zeitpunkt schien die Eurovision in den Augen der Iren eine sehr anspruchsvolle Angelegenheit zu sein," schreibt der Autor David Blake Knox in seinem 2015 erschienenen Buch 'Ireland and the Eurovision', und die Auswahl des keltischen Ver...