Schlagwort: Dieter Bohlen

<span class="caps">DE</span> 1989: Wir sind so hoch geflo­gen
1989, Deutsche Vorentscheidung, Die Achtziger, Unsere Lieblinge

DE 1989: Wir sind so hoch geflo­gen

Nach dem Vorjahresfiasko mit ranziger Siegel-Schlagerware ging der Bayerische Rundfunk 1989 endlich einen mutigen Schritt zur Auffrischung der deutschen Vorentscheidung. Zum einen verpflichtete er Hape Kerkeling als Moderator, der im Verbund mit den mehr oder minder prominenten Paten der zehn Beiträge einen flachen Kalauer nach dem anderen ablieferte, dies jedoch mit sehr viel jugendlichem Charme. Zum anderen, viel wichtiger noch, bat der BR die zehn kommerziell erfolgreichsten deutschen Musikschaffenden des Vorjahres, jeweils einen Song aus eigener Feder oder Produktion beizusteuern. Unter diesen Tüchtigen befand sich Ralph Siegel zwar nicht, der aber durfte an Stelle von Fancy (DVE 2000) komponieren, der wie so viele andere der Angeschriebenen keine Lust hatte, seine künstlerische Glau...
1984, Deutsche Vorentscheidung, Die Achtziger, Schwules, Unsere Lieblinge

DE 1984: Mit Stolz in mei­nen Augen

Der knapp fünfjährige deutsche Lauf neigte sich unaufhaltsam dem Ende entgegen. Die Beiträge der diesjährigen Vorentscheidung, zu allem Übel auch noch moderiert durch den personifizierten Sprechdurchfall Sabine Sauer, zeichneten sich samt und sonders durch musikalische Grausamkeit und inhaltliche Belanglosigkeit aus. 'Wo warst Du, als ich starb?', diese von einem Teilnehmer gestellte Frage konnte stellvertretend für den deutschen Schlager stehen. Und aus Sicht der Zuschauer/innen beantwortet werden mit: vor dem Fernseher. Und zwar - am Vorabend des für April 1984 terminierten Starts des von Leo-Kirch-Spezl Helmut Kohl mit Kanzlermacht durchgedrückten Privatfernsehens - in durchaus beeindruckender Zahl. Das sollte aber nicht mehr all zu lange so bleiben, und nach diesem Offenbarungseid de...
1983, Deutsche Vorentscheidung, Die Achtziger, Unsere Lieblinge

DE 1983: Ver­band uns wirk­lich nur die Nacht?

Im Jahr Eins nach Nicole hielt sich Ralph Siegel aus der deutschen Vorentscheidung komplett heraus. Kein "Projekt Titelverteidigung" wie bei einem anderen großen Eurovisionsegomanen - Onkel Ralph wusste, dass sich die Magie des Augenblicks nicht einfach wiederholen lässt. Ansonsten blieb alles wie gehabt: abgehalfterte Schlagerstars und unbekannte Sternchen sangen (noch immer unter der selben Lichtorgel wie schon 1979!) eine Auswahl ermüdender Schlichtschlager - alles, was auch nur im Entferntesten nach Subversion oder Blödelei hätte klingen können, siebten die Juroren und die Hörer/innen der ARD-Schlagerwellen in den Vorwahlen gnadenlos aus. Die deutsche Vorentscheidung blieb ein Hort der spießig-heilen Schlagerwelt, ein Bollwerk gegen modernen Deutschpop, gegen das richtige Leben. (m...