Dima Bilan

Auch 2015: Semis in die Sparte

Wie der Prinz-Blog gestern rapportierte, überträgt die ARD die beiden Qualifikationsrunden des Eurovision Song Contest 2015 live im Fernsehen, allerdings nicht im Ersten. Dafür kann man unter gleich drei der gefühlt 700 ARD-Spartensender wählen: für aufmerksamkeitsdefizitäre Internetaffine blendet EinsFestival zusätzlich zur Liveübertragung im Splitscreen-Verfahren wieder pseudojugendliche, uninteressante Facebook-Kommentare und Tweets ein. EinsPlus bietet mit einem Gebärdendolmetscher hingegen echten Mehrwert, auch wenn vermutlich nicht mit einer Darbietung im Stile von Tommy Krångh zu rechnen ist. Und für die Puristen überträgt der Ereigniskanal Phoenix die beiden Semis ohne jeglichen Begleitschnickschnack, aber in HD - sofern man nicht, wie der Blogger, Kunde des schlechtesten Kabelanbieters der Welt…
Weiterlesen

Russ­land 2014: das war ja überfällig!

Seit Tagen starrt die Welt gebannt auf Russland. Denn das Land ist überfällig - nein, nicht nur auf der Krim, sondern, viel schlimmer, was die Präsentation ihres Beitrags zum Eurovision Song Contest 2014 angeht! Am Montag war offizieller Abgabetermin bei der EBU, und heute erst machten die Tolmachevy-Zwillinge ihren Song der Öffentlichkeit zugänglich, womit wir das komplette Line-up für Kopenhagen endlich kennen. Dabei wollte Mütterchen Russland ihren Beitrag ursprünglich bereits Silvester vergangenen Jahres in einer Vorentscheidung bestimmen - die verschob man dann aber zunächst vage "auf März", um vor wenigen Tagen erst die Siegerinnen der Kindereurovision von 2006 als Vertreterinnen…
Weiterlesen

Dima Bilan zieht Bei­trag zurück

Traurige Nachrichten für alle Fans von größenwahnsinnigen Drogenopfern: überraschend zog das Team von Dima Bilan seine angekündigte Bewerbung um eine Wildcard in der russischen Vorentscheidung (und damit seine sichere dritte Teilnahme für die Großmacht) mit dem von Philip Kirkorov geschriebenen Titel 'White Nights' zurück, wie Eurofire soeben unter Berufung auf eine Moskauer Tageszeitung meldet. Sah man am Ende doch ein, dass auf einen zweiten Platz 2006 und den ersten Platz 2008 einfach keine Steigerung mehr folgen kann? Oder kann Dima nach zu vielen 'White Nights' (hier schniefendes Geräusch dazu denken) schlicht nicht mehr? Verschenkt: die Demoversion der weißen Nächte  
Weiterlesen

Ver­wir­rung um Dima Bil­ans “Freun­din”

Peinlich: da ließ Hollywood-Haudrauf Mickey Rourke (57) über die New York Post verbreiten, er wolle im Frühjahr das russische Model Jelena Kuletskaja ehelichen. Die 24jährige lernte er bei der Vorbereitung zu seinem neuen Film Iron Man 2 kennen, für den sie ihm Russischunterricht gab. Dumm nur, dass Jelena diese Meldung nun dementiert - mit dem Hinweis, sie plane weiterhin, den Sieger des Eurovision Song Contest 2008, Dima Bilan, zu heiraten. Sie und Rourke seien nur "Nachbarn", mehr als "gemeinsame nächtliche Spaziergänge" habe es nie gegeben. Klingt danach, als habe Frau Kuletskaja um die Höhe der Sandprinzessinnen-Apanage nachverhandelt und sich nicht…
Weiterlesen

Dima Bilan zeigt sei­ne Sandprinzessin

Wie es um die Homophobie in Russland bestellt ist, zeigt traurigerweise nicht nur das jährlich wiederkehrende Verbot des CSDs in Moskau und die darauffolgenden gewalttätigen Auseinandersetzungen, sondern auch das Versteckspiel, zu welchem sich der russische Eurovisionssieger Dima Bilan genötigt sieht. Um den Gerüchten über seine Homosexualität entgegenzutreten, die von den jetzt wieder ausgegrabenen über zwei Jahre alten Nacktfotos von ihm befeuert werden, präsentierte er in Deutschlands auflagenstärkstem Lügenblatt seine "Freundin", das tschechische Model Elena Kuletskaya. Die lebe in "Paris, wo ich sie oft besuche", so Dima laut Bild. Wie praktisch, wenn die Sandprinzessin so weit weg wohnt! Inbrünstig und theatralisch,…
Weiterlesen
<span class="caps">ESC</span> Fina­le 2008: Lie­be schmeckt wie Kaviar

ESC Fina­le 2008: Lie­be schmeckt wie Kaviar

Zwölf Anläufe hatte der flächengrößte und einwohnerstärkste Teilnehmerstaat des Eurovision Song Contest für seinen ersten Grand-Prix-Sieg gebraucht. Seinen Führungsanspruch und seine kulturelle Zugehörigkeit zu Europa wollte Russland damit unterstreichen - und vertiefte doch nur die Gräben, denn kaum ein Siegertitel rief im Westen so eine starke Ablehnung hervor wie Dima Bilans musikalisch malades und überanstrengt dargebotenes 'Believe', welches der Sargnagel für das hundertprozentige Zuschauervoting sein sollte. Für den russischen Plattenmillionär, dem bei seinem Erstversuch 2006 mit dem deutlich besseren 'Never let you go' nur die finnischen Monsterrocker Lordi in die Quere kamen, reichte es lediglich für einen schwachen Rang 54 in…
Weiterlesen
<span class="caps">ESC</span> Fina­le 2006: Hard Rock? Hallelujah!

ESC Fina­le 2006: Hard Rock? Hallelujah!

Dass ich das noch erleben durfte: die Finnen gewinnen! Athen warf ein bis dato unumstößliches Grand-Prix-Gesetz über den Haufen. Was kommt als nächstes? Ein Sieg Portugals? Andorra im Finale? Eine osteuropäische Sängerin, deren Rock die Scham bedeckt? Man darf gespannt sein! Die meistens Fans in der Athener Olympiahalle reagierten geschockt, als der Sieg der Monsterrocker sich abzeichnete. Nur wenige zeigten sich (wie ich) begeistert, unterstützten jede Zwölf-Punkte-Wertung für Lordi mit einem spontanen "Lapponia"-Gesang oder rockten bei der Siegerreprise auf dem Stuhl stehend mit. https://youtu.be/SGnnH2gbsdE Dabei ist 'Hard Rock Hallelujah' unter der harmlos-albernen Monstermaskierung ein echter Gute-Laune-Schlager, zu dem man herrlich…
Weiterlesen
<span class="caps">ESC</span> Semi 2006: I’ll fuck­ing win

ESC Semi 2006: I’ll fuck­ing win

Westeuropäische Grand-Prix-Fanclubs bestehen in der Regel - in exakter Umkehrung der üblichen Bevölkerungsanteile - zu 95% aus schwulen Männern. Und die haben, logischerweise, einen völlig anderen Musikgeschmack als das beim Eurovision Song Contest abstimmende Massenpublikum an den Bildschirmen. Natürlich scherzten die im Athener Olympiastadion versammelten Fans noch vor Beginn des Halbfinales, dass man hinterher, wenn die zehn Finalisten feststünden, wohl mal wieder kopfschüttelnd in der Halle säße. Und genau so kam es auch. https://youtu.be/itM8IzJakNU Die beiden größten Schocks stellten das Ausscheiden der Fan-Favoritin Kate Ryan[ref]Die Belgierin hatte einst mit blasphemischen Coverversionen von unantastbaren Mylène-Farmer-Songs in ganz Westeuropa Hitparadenerfolge gefeiert und…
Weiterlesen