Schlagwort: EBU

2016, Die Zwanzigzehner, ESC Finale, Jurys sind Wichser

ESC-Voting: Jury und Zuschau­er gehen getrenn­te Wege

Überraschung! Wie die EBU heute verkündete, gilt ab diesem Jahr ein neues Abstimmungsverfahren beim Eurovision Song Contest, das man vielleicht mit der Formel "aus 50/50 wird 100+100" umschreiben könnte. Um die Auszählung, bekanntlich das Herzstück der Sendung, spannender zu gestalten, werden die Ergebnisse der Jurys und des Zuschauervotings nicht mehr zusammengefasst und gemittelt, sondern einzeln verkündet und aufaddiert. Jedes Lied kann also zwei mal 12 Punkte je Land erhalten, bei 43 teilnehmenden Nationen somit insgesamt 1.008 Punkte anstatt 504. Rein theoretisch natürlich. Von der EBU pompös als "größte Änderung seit 1975" annonciert, handelt es sich praktisch um eine Weiterentwicklung der Punktevergabe - die aber natürlich nicht ohne Auswirkungen bleibt. Wie bisher stimmen die aus f...
2014, Die Zwanzigzehner, Diese Welt

EBU: Schär­fe­re Regeln gegen Abstimm-Hoo­li­gans

Wie die EBU heute bekannt gab, sollen ab 2014 schärfere Regeln in Bezug auf Manipulationsversuche an der Abstimmung zum Eurovision Song Contest gelten. Letztes Jahr stellte das von der EBU beauftragte deutsche Unternehmen Digame mehrere Versuche von Powervoting fest, die jedoch nicht in das Endergebnis mit einflossen, da man die verdächtigen Stimmen vorher aussortierte. Mehrere Finger zeigten insbesondere auf den aserbaidschanischen Sender Ictimei TV. Eine daraufhin eingeleitete offizielle EBU-Untersuchung hätte, so der NDR, zwar "den Verdacht erhärtet, dass Versuche der Manipulation unternommen wurden," eine direkte Beteiligung konnte man Ictimei jedoch nicht nachweisen. Daher bleib der Versuch ohne Folgen. Können diese Augen lügen? (mehr …)
2014, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, Internationale Vorentscheidungen, Türkvizyon

EBU ver­län­gert Frist für Grie­chen­land

"Sicherzustellen, dass so viele Länder wie möglich in Kopenhagen teilnehmen, hat für uns hohe Priorität," sagte der EBU-Beauftragte für den Eurovision Song Contest, Jan Ola Sand, heute in Genf. Daher räumt die EBU den Griechen eine verlängerte Anmeldefrist ein. An sich endet die Deadline für die verbindliche Zusage der teilnahmewilligen Sender am kommenden Freitag. Abgesagt haben bislang Zypern und Kroatien, dafür will Portugal wieder mitmachen. Die Griechen auch - allerdings verfügen sie derzeit über keinen teilnahmeberechtigten TV-Sender. Im Juni diesen Jahres löste die griechische Regierung in einer bislang beispiellosen Aktion vom einen auf den anderen Tag den bisherigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk ERT ersatzlos auf und entließ sämtliche Mitarbeiter, was auch den Protest der EBU na...
2013, Die Zwanzigzehner, Diese Welt

My secret Com­bi­na­ti­on: EBU schraubt am Pro­ben­plan

Er wird wohl als Reformcontest in die Geschichte eingehen, der Jahrgang 2013. Nach dem Wegfall der Startplatzauslosung und des bestuhlten Innenraums verkürzt das schwedische Fernsehen in Zusammenarbeit mit der EBU nun auch Dauer und Ablauf der Probenwochen. Einen Tag später als gewohnt, am Montag in der Vorwoche zum Finale, geht es künftig los. Damit will man, wie bereits in Baku angekündigt, Kosten für die Delegationen (und die als Journalisten getarnten Hardcorefans) sparen. Nachdem sich in den letzten Jahren zunehmend Delegationen beschwerten, weil Mitschnitte der nur als Kamerastellprobe gedachten ersten Probendurchläufe ins Netz gestellt wurden und in internationalen Fanforen zu teilweise hysterisch geführten Besprechungen führten, finden die ersten Probendurchläufe künftig hinter ver...
2013, Die Zwanzigzehner, Diese Welt

Offi­zi­ell: 39 Län­der in Mal­mö

An sich keine wirklichen News, dennoch von der EBU heute Mittag mit großer Fanfare veröffentlicht: die offizielle Teilnehmerliste des Eurovision Song Contest 2013 in Malmö. 39 Länder (Übersicht in der Seitenleiste rechts) haben zugesagt, das sei die selbe Anzahl wie 2010 in Oslo, als unsere Lena gewann. Aus finanziellen Gründen abgesagt haben, wie bereits berichtet, Portugal, Polen (war 2012 auch schon nicht dabei, aber wieder im Gespräch), die Slowakei und Bosnien. Die gute Nachricht ist, dass das bis zuletzt als Wackelkandidat gehandelte, bekanntlich hart gebeutelte Griechenland dabei ist. "Überrascht" zeigte sich die EBU über den Rückzug der Türkei, die mit dem Jury-Televoting-Mix und dem Sonderstatus der Big Five unzufrieden sind - Regelungen, die schon seit 1997 respektive 2009 besteh...
Diese Welt

Neu­es Euro­vi­si­ons­lo­go vor­ge­stellt

Während Portugal und Polen wegen der aktuellen Finanzkrise bereits ihre Teilnahme am Eurovision Song Contest 2013 absagten und weitere Länder wie Zypern aus dem gleichen Grund wackeln, scheint bei der EBU noch genügend Geld für ein neues animiertes Logo, die sogenannte Eurovisionsvignette, vorhanden zu sein. Klar, die letzte ist ja auch schon von 2009, hat also gewissermaßen nur noch antiquarischen Wert. Da muss natürlich dringend eine neue her. Damit kann man dann auch spielend das schwache Bild vergessen lassen, welches die EBU im Zusammenhang mit Baku abgegeben hat und illustriert ein bisschen auch den Neuaufbruch beim Song Contest, den die Schweden ja derzeit mit dem Umkrempeln der Veranstaltung in Richtung "Hauptsache fernsehgerecht" inszenieren. Auch wenn die Vignette vor sämtlichen ...
2013, Die Zwanzigzehner, ESC Finale, ESC Semifinale

Die Wür­fel fal­len nicht mehr: SVT ver­gibt Start­plät­ze selbst

Wie die EBU heute Nachmittag bekannt gab, entfällt ab diesem Jahr die traditionelle Startplatzauslosung. Stattdessen entscheidet der produzierende Sender - in diesem Falle also SVT - selbst, in welcher Reihenfolge die Beiträge in den Semis und im Finale drankommen. Mit diesem Schritt, der sowohl vom Eurovisions-Lenkungsgremium (Reference Group) als auch von der EBU abgesegnet wurde, wolle man, so der EBU-Verantwortliche Jan Ola Sand, "besseres Fernsehen" machen und sicherstellen, dass "jeder Teilnehmer zur Geltung kommt und nicht von ähnlichen Beiträgen umschlossen wird". Die bisher praktizierte Startplatzvergabe per Los hatte in der Vergangenheit öfters dazu geführt, dass sich zufällige Zusammenballungen von Balladen oder Uptemposongs ergaben, die für das Publikum zu wenig Abwechslung bot...