Eesti Laul 2019, Final

Krea­ti­ve Wege zur Refi­nan­zie­rung der Euro­vi­si­ons­teil­nah­me geht das est­ni­sche Fern­se­hen: der Sen­der kas­siert seit die­sem Jahr von jedem, der einen Bei­trag zur Eesti Laul ein­rei­chen möch­te, einen Teil­nah­me­bei­trag in Höhe von min­des­tens 25 €. 216 Lie­der kamen zusam­men, davon rund die Hälf­te von aus­län­di­schen Kom­po­nis­ten, die wie­der zuge­las­sen sind, aber ein höhe­res Schutz­geld von 50 € bezah­len müs­sen. 8.100 € nahm ERR aus den Gebüh­ren ins­ge­samt ein. Die­ses Geld bekommt der Sie­ger des Vor­ent­scheids aus­ge­hän­digt – aller­dings zweck­ge­bun­den: es dient als Bud­get für das Sta­ging beim Euro­vi­si­on Song Con­test, aus dem sich der Sen­der finan­zi­ell kom­plett zurück­zieht. Mit den Teil­nah­me­ge­büh­ren wol­le man auch unpro­fes­sio­nel­le “Scherz-Bei­trä­ge” ver­hin­dern, wie der neue Eesti-Laul-Pro­du­zent Tomi Rahu­la sag­te. Das Fina­le wur­de von zehn auf 12 Plät­ze auf­ge­stockt und fin­det tra­di­tio­nell in der Saku Suur­hall statt, Kar­ten gibt es im Vor­ver­kauf ab 24,90 €.

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Eesti Laul 2019, Pool­fi­nal 2

Eesti Laul Logo © EET­Ves

Krea­ti­ve Wege zur Refi­nan­zie­rung der Euro­vi­si­ons­teil­nah­me geht das est­ni­sche Fern­se­hen: der Sen­der kas­siert seit die­sem Jahr von jedem, der einen Bei­trag zur Eesti Laul ein­rei­chen möch­te, einen Teil­nah­me­bei­trag in Höhe von min­des­tens 25 €. 216 Lie­der kamen zusam­men, davon rund die Hälf­te von aus­län­di­schen Kom­po­nis­ten, die wie­der zuge­las­sen sind, aber ein höhe­res Schutz­geld von 50 € bezah­len müs­sen. 8.100 € nahm ERR aus den Gebüh­ren ins­ge­samt ein. Die­ses Geld bekommt der Sie­ger des Vor­ent­scheids aus­ge­hän­digt – aller­dings zweck­ge­bun­den: es dient als Bud­get für das Sta­ging beim Euro­vi­si­on Song Con­test, aus dem sich der Sen­der finan­zi­ell kom­plett zurück­zieht. Mit den Teil­nah­me­ge­büh­ren wol­le man auch unpro­fes­sio­nel­le “Scherz-Bei­trä­ge” ver­hin­dern, wie der neue Eesti-Laul-Pro­du­zent Tomi Rahu­la sag­te. Die Plät­ze in den bei­den Semis wur­den auf ins­ge­samt 24 auf­ge­stockt, es muss in allen Sen­dun­gen wie­der live gesun­gen wer­den. Die Semis fin­den (ver­mut­lich eben­falls zum Kos­ten­spa­ren) in der Sport­hal­le der Uni von Tar­tu statt, Kar­ten gibt es im Vor­ver­kauf ab 19,40 €.

That Esto­ni­an Cool: ‘Seis’, der bes­te Eesti-Laul-Bei­trag 2016.

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Eesti Laul 2019, Pool­fi­nal 1

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Krea­ti­ve Wege zur Refi­nan­zie­rung der Euro­vi­si­ons­teil­nah­me geht das est­ni­sche Fern­se­hen: der Sen­der kas­siert seit die­sem Jahr von jedem, der einen Bei­trag zur Eesti Laul ein­rei­chen möch­te, einen Teil­nah­me­bei­trag in Höhe von 25 bzw. 50 €. 216 Lie­der kamen zusam­men, davon rund die Hälf­te von aus­län­di­schen Kom­po­nis­ten, die wie­der zuge­las­sen sind, aber das höhe­re Schutz­geld bezah­len müs­sen. 8.100 € nahm ERR aus den Gebüh­ren ins­ge­samt ein. Die­ses Geld bekommt der Sie­ger des Vor­ent­scheids aus­ge­hän­digt – aller­dings zweck­ge­bun­den: es dient als Bud­get für das Sta­ging beim Euro­vi­si­on Song Con­test, aus dem sich der Sen­der finan­zi­ell kom­plett zurück­zieht. Mit den Teil­nah­me­ge­büh­ren wol­le man auch unpro­fes­sio­nel­le “Scherz-Bei­trä­ge” ver­hin­dern, wie der neue Eesti-Laul-Pro­du­zent Tomi Rahu­la sag­te. Die Plät­ze in den bei­den Semis wur­den auf ins­ge­samt 24 auf­ge­stockt, es muss in allen Sen­dun­gen wie­der live gesun­gen wer­den. Die Semis fin­den (ver­mut­lich eben­falls aus peku­niä­ren Grün­den) in der Sport­hal­le der Uni von Tar­tu statt, Kar­ten gibt es im Vor­ver­kauf ab 19,40 €.

Der groß­ar­tigs­te Eesti-Laul-Bei­trag aller Zei­ten: ‘Par­mu­pil­li­hul­lus’ von Meis­ter­ja­an.

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Eesti Laul 2019 mit Künst­ler-Crowd­fun­ding

Krea­ti­ve Wege zur Refi­nan­zie­rung der Euro­vi­si­ons­teil­nah­me geht das est­ni­sche Fern­se­hen: wie gut infor­mier­te Quel­len berich­ten, kas­siert der Sen­der ERT künf­tig von jedem, der einen Bei­trag zur dor­ti­gen Vor­ent­schei­dung Eesti Laul ein­rei­chen möch­te, einen Teil­nah­me­bei­trag in Höhe von 25 bzw. 50 €. Da übli­cher­wei­se so um die 300 Vor­schlä­ge zusam­men­kom­men, dürf­ten sich die Ein­nah­men hier­aus schnell auf rund 10.000 € läp­pern. Die­ses Geld bekommt im Anschluss der Sie­ger des Vor­ent­scheids aus­ge­hän­digt – aller­dings zweck­ge­bun­den: es dient als Bud­get für das Sta­ging beim Euro­vi­si­on Song Con­test, aus dem sich der Sen­der finan­zi­ell kom­plett zurück­zieht. Im Gegen­satz zu frü­he­ren Jah­ren steht die Eesti Laul künf­tig auch wie­der aus­län­di­schen Komponist/innen offen, aller­dings zah­len die­se das höhe­re Schutz­geld, wenn ihr Bei­trag nicht in Lan­des­spra­che ist. Mit die­ser Dis­kri­mi­nie­rungs­stra­te­gie wol­le man unpro­fes­sio­nel­le “Scherz-Bei­trä­ge” ver­hin­dern, wie der neue Eesti-Laul-Pro­du­zent Tomi Rahu­la sag­te. Ob da ein schnö­der Fünf­zi­ger aller­dings zur Abschre­ckung aus­reicht?

Die Kos­ten für die­se Licht­ef­fek­te führ­ten zu einer erbit­ter­ten öffent­li­chen Debat­te: Eli­na und ‘Der Furz’.

wei­ter­le­senEesti Laul 2019 mit Küns­t­­ler-Crow­d­­fun­­­ding

Trick­kleid­dra­ma um Eli­na Netša­je­va

Exakt einen Monat vor dem ers­ten Semi­fi­na­le des Euro­vi­si­on Song Con­test 2018 ent­spannt sich ein Finan­zie­rungs­pro­blem rund um die Teil­nah­me der est­ni­schen Pope­ra-Diva Eli­na Netša­je­va. Die trat beim hei­mi­schen Vor­ent­scheid Eesti Laul bekannt­lich in einem Pro­jek­ti­on­s­kleid auf, also einem Dress mit einem tex­til­rei­chen grau­en Unter­teil, das als Lein­wand für sehr ein­drück­li­che, auf­ge­spiel­te Visu­als fun­giert und das einen nicht uner­heb­li­chen Teil zum beein­dru­cken­den audio­vi­su­el­len Gesamt­kon­zept bei­trug. Das woll­te Eli­na in Lis­sa­bon eigent­lich so bei­be­hal­ten, was aber am Geld schei­tern könn­te: wie der est­ni­sche Dele­ga­ti­ons­lei­ter Mart Nor­met nach einem Bericht von Wiwi­bloggs vor­rech­net, sum­mie­ren sich die geschätz­ten Kos­ten für die Mie­te leis­tungs­star­ker Pro­jek­to­ren wäh­rend der Euro­vi­si­ons­wo­chen in Por­tu­gal auf min­des­tens 65.000 €, auch weil man für den vol­len Effekt gleich drei der Gerä­te benö­tigt. Der Sen­der ERR sieht sich jedoch nicht in der Lage, solch einen Betrag auf­zu­brin­gen.

Wird aus ‘La For­za’ ohne das Trick­kleid nun ‘La Furza’?

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EE 2018: Ein Furz, ja?

Sie ist ein­ge­tre­ten, die einer­seits erwar­te­te und ande­rer­seits undenk­ba­re Kata­stro­phe. Mit, wie man hört, 70% der Anru­fe und der vol­len Jury-Unter­stüt­zung schickt mein einst­mals gelieb­tes Est­land, der klei­ne, hel­den­haf­te Bal­ten­staat, die Nati­on des unnach­ahm­li­chen “Esto­ni­an Cool das viel­leicht schlimms­te Mach­werk aus der furcht­bars­ten Musik­gat­tung der Welt zum Euro­vi­si­on Song Con­test 2018. Die Sopra­nis­tin Eli­na Netša­je­va (eng­li­sche Schreib­wei­se: Nechay­e­va), im Vor­jahr noch Mode­ra­to­rin des Eesti-Laul-Semis, gewann ges­tern mit dem pom­pö­sen Pope­ra-Stück ‘La For­za’ den Vor­ent­scheid ihres Hei­mat­lan­des und spal­tet nun die Fan-Nati­on in zwei erbit­tert sich gegen­über­ste­hen­de Lager: wäh­rend (erstaun­lich vie­le) Men­schen mit einer chro­ni­schen Geschmacks­be­hin­de­rung bereits die Hotel­zim­mer für Tal­linn im Mai 2019 reser­vie­ren, win­den sich ande­re, so wie der Rezen­sent, mit kramp­fen­den Ein­ge­wei­den auf dem Boden und hof­fen auf die Gna­de eines Hör­stur­zes. Denn natür­lich, lang­jäh­ri­gen Leser/innen die­ses Blogs muss ich es nicht erläu­tern, ist Pope­ra des Teu­fels, außer, sie kommt als selbst­iro­ni­scher, augen­zwin­kern­der Trash daher wie bei ‘La Voix’ (→ SE 2009) oder ‘Cvet z Juga’ (→ SI 2007). Die ehe­ma­li­ge Est­land-sucht-den-Super­star-Absol­ven­tin lie­fert ihre lose Auf­lis­tung zusam­men­hangs­lo­ser ita­lie­ni­scher Opern­zi­ta­te jedoch mit hei­li­gem Ernst ab.

Ver­pass­te vor ihrem Auf­tritt anschei­nend schnell noch Dis­co Stu einen Hand­job: Eli­na.

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Fünf­ter Super­sams­tag 2018, Teil 1: schö­nes Haar ist Dir gege­ben

Es war ein Abend der end­lo­sen euro­vi­sio­nä­ren Über­for­de­rung, der gest­ri­ge Super­sams­tag, an dem gleich acht Vor­run­den und ein natio­na­les Fina­le gleich­zei­tig um die Auf­merk­sam­keit des Grand-Prix-Fans ran­gen. Dar­un­ter mit den Semis der slo­we­ni­schen EMA und der Eesti Laul die­je­ni­gen aus gleich zwei mei­ner liebs­ten Per­len-vor-die-Säue-Län­dern, in denen jedes Jahr die aller­schöns­ten Lie­der unter die Räder kom­men und statt­des­sen (fast) immer der größ­te Mist zum Song Con­test geschickt wird. Die Esten tru­gen ihre Final­chan­cen ja bereits ver­gan­ge­nen Sams­tag zu Gra­be (und ver­ga­ben ges­tern eine wei­te­re Gele­gen­heit), in Ljub­lja­na hin­ge­gen ret­te­te man zu mei­nem gro­ßen Erstau­nen gleich meh­re­re viel­ver­spre­chen­de Titel ins EMA-Fina­le. Den­noch muss­te die Hälf­te der 16 im EMA-Semi vor­ge­stell­ten Songs drau­ßen blei­ben, und auch unter ihnen fan­den sich Mus­ter­bei­spie­le dafür, was den Vor­ent­scheid des ehe­mals jugo­sla­wi­schen Bun­des­lands so wert­voll macht: der uner­schüt­ter­li­che Glau­be näm­lich an essen­ti­el­le euro­vi­sio­nä­re Grund­ge­rüs­te wie die Syn­chrontanz-Cho­reo­gra­fie, die Wind­ma­schi­ne und das Büh­nen­re­qui­sit, vor allem aber an musi­ka­li­sche Tugen­den wie zügi­ges Tem­po und eine Melo­die.

Nuša Deren­da hat ange­ru­fen und will ihr Büh­nenout­fit zurück: die kom­ple­men­tär­far­be­ne Ana­bel (SI).

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Vier­ter Super­sams­tag 2018: ent­mün­digt die Esten!

Rei­hen­wei­se fan­den am gest­ri­gen Super­sams­tag neben den abschlie­ßen­den Ent­schei­dun­gen in Däne­mark und Ita­li­en noch Semi­fi­na­le quer durch Euro­pa statt, bei denen sich die abstim­mungs­be­rech­tig­ten Zuschauer/innen und Juror/innen mal wie­der von ihrer schlech­tes­ten Sei­te zeig­ten und eine kata­stro­pha­le Fehl­ent­schei­dung nach der ande­ren tra­fen. Am wenigs­tens aus­ge­prägt erstaun­li­cher­wei­se dies­mal in Schwe­den, wo sich das zwei­te Semi­fi­na­le des all­ge­mein belieb­ten Melo­di­fes­ti­va­len musi­ka­lisch noch schwä­cher prä­sen­tier­te als das eigent­lich schon unter­ir­di­sche ers­te vom vor­ver­gan­ge­nen Sams­tag. Mit den Augen­sch­mäu­sen Lima­oo und Samir & Vic­tor wähl­ten die Skandinavier/innen drei ker­ni­ge Kna­ben mit träs­hi­gen Titeln ins Fina­le wei­ter, woge­gen sich natür­lich nicht das Gerings­te ein­wen­den lässt. In die Wir-quä­len-Dich-ein-zwei­tes-Mal-Run­de Andra Chan­sen dele­gier­te man die pol­ni­sche Kräch­ze Mar­ga­ret, deren Aus­schei­den beim Vor­ent­scheid ihres Hei­mat­lan­des im Jah­re 2016 mit dem in den inter­na­tio­na­len ESC-Wett­quo­ten bis dato bereits ganz weit oben lie­gen­den Titel ‘Cool me down’ für euro­pa­wei­te Ner­ven­zu­sam­men­brü­che bei den Fans sorg­te.

Eine wei­te­re Mit­rei­sen­de auf dem ‘Despacito’-Zug: Mar­ga­ret lockt uns in ihre Strand­hüt­te (SE).

wei­ter­le­senVier­ter Super­sams­tag 2018: ent­mün­digt die Esten!

Lost in Vero­na: wen die Jurys 2017 im Semi kill­ten

Wie unter­schied­lich die Mei­nun­gen von Publi­kum und Jury sind, Wahn­sinn!” ent­fuhr es einem erstaun­ten Peter Urban Sams­tag­nacht wäh­rend der Punk­te­ver­ga­be im Fina­le des Euro­vi­si­on Song Con­test 2017, wo sich mal wie­der zeig­te, dass die angeb­li­chen Musik­pro­fes­sio­nel­len, die im sich übri­gen hem­mungs­los dem → Nach­bar­schafts­vo­ting hin­ga­ben (soll­ten sie eigent­lich nicht genau das einst ver­hin­dern?), auf einem völ­lig ande­ren Pla­ne­ten leben als der Rest der Mensch­heit. Oder auch nur, dass eine zufäl­li­ge Aus­wahl von gera­de mal fünf Per­so­nen schon aus sta­tis­ti­scher Not­wen­dig­keit her­aus immer nur zufäl­li­ge, nicht reprä­sen­ta­ti­ve und damit völ­lig wert­lo­se Ergeb­nis­se her­vor­bringt. Immer­hin waren sich die Jurys dies­mal aus­nahms­wei­se mit den Zuchauer/innen einig, was den ver­dien­ter Sie­ger des Jahr­gangs anging, den wun­der­bar ver­schro­be­nen por­tu­gie­si­schen Jazz-Schlumpf Sal­va­dor Sobral. Und das ist ja schon ein deut­li­cher Fort­schritt im Ver­gleich mit den ver­gan­ge­nen Jah­ren. Auch in den Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­den stimm­ten sie übri­gens mit den Televoter/innen beim ers­ten Rang über­ein, der jeweils an – kei­ne Über­ra­schung – Sal­va­dor (ers­tes Semi) und den bul­ga­ri­schen Wun­der­kna­ben Kris­ti­an Kostov (zwei­tes Semi) fiel. Dort aller­dings, wo es um Leben und Tod ging, also um den Final­ein­zug, sah die Sache schon wie­der ganz anders aus: selbst­re­dend ver­hin­der­ten die dia­bo­li­schen Pro­fi-Wer­ter/in­nen auch in die­sem Jahr wie­der erfolg­reich den Ein­zug eini­ger Publi­kums­lieb­lin­ge in die Sams­tags-Show, allen vor­ne­weg – wie bereits ver­mu­tet – den der Modern-Tal­king-Epi­go­nen Koit Too­me (→ EE 1998) und Lau­ra Põld­ve­re (→ EE 2005). Das von sei­nem Bezie­hungs­en­de am Urlaubs­ort ‘Vero­na’ sin­gen­de est­ni­sche Schla­ger­pär­chen erhielt im zwei­ten Semi­fi­na­le 69 Punk­te von den Televoter/innen und kam damit auf einen so soli­den wie ver­dien­ten sechs­ten Rang. Die hoch­nä­si­gen Schnepf/innen von der Jury, die sich wohl zu fein waren, sich mit den Mas­sen im Sound des groß­ar­tigs­ten Musik­jahr­zehnts zu suh­len, konn­ten gera­de mal mage­re 16 Pünkt­chen (Rang 17) erüb­ri­gen und tor­pe­dier­ten das bal­ti­sche Geschmacks-U-Boot damit erfolg­reich. Sterbt und schmort in der Höl­le, alle­samt!

Grin­sen ver­mut­lich trotz des Semi-Aus noch immer: Koit & Lau­ra (EE)

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Zwei­tes Semi­fi­na­le 2017: We have lost our Vero­na

Zwei der iri­schen Backings © Mar­tin Schmidtner

War­um macht ihr so etwas, lie­be Büh­nen­bild­ver­ant­wort­li­che? War­um ver­steckt ihr in die­sem Jahr prak­tisch alle die Chorsänger/innen hin­ter der Büh­ne? Schon im ers­ten Semi­fi­na­le 2017 am ver­gan­ge­nen Diens­tag irri­tier­te es maß­los, wenn man mit den Augen ledig­lich eine ein­zel­ne, völ­lig ver­lo­ren im Far­ben­wir­bel des Back­drops ver­schwin­den­de Per­son auf der Büh­ne sah, gleich­zei­tig jedoch mit den Ohren wah­re Cho­rä­le erschal­len hör­te und das völ­lig über­for­der­te, bedau­erns­wer­te Gehirn die­se bei­den sich gegen­sei­tig wider­spre­chen­den Sin­nes­wahr­neh­mun­gen irgend­wie zusam­men bekom­men soll­te, ohne dabei zu implo­die­ren. Bei der gest­ri­gen zwei­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de dann, erneut aus­ge­tra­gen in der nur mäßig besetz­ten Inter­na­tio­na­len Aus­stel­lungs­hal­le zu Kiew, erneut bestückt mit der irgend­wo zwi­schen Raum­schiff Enter­pri­se und der Außen­re­kla­me für das berühmt-berüch­tig­te Ree­per­bahn-Eta­blis­se­ment Zur Rit­ze chan­gie­ren­den Büh­ne sowie den drei kom­plett unlus­ti­gen Mode­ra­to­ren Tick, Trick und Track, nerv­te es nur noch. Zumal man uns damit um eini­ge Augen­wei­den brach­te, so bei­spiels­wei­se um die zwei rot­haa­ri­gen Hin­gu­cker des milch­bü­bi­gen Iren Bren­dan Mur­ray, die deut­lich mehr her­ge­macht hät­ten als der arm­se­li­ge, wind­schie­fe und zu allem Übel auch noch am Boden blei­ben­de Fes­sel­bal­lon, den die RTÉ-Dele­ga­ti­on statt­des­sen als schlecht über­leg­tes Büh­nen­gim­mick mit­brach­te.

Zwei­ein­vier­tel Stun­de frag­wür­di­ge Musik und noch frag­wür­di­ge­re Gar­de­ro­ben: das zwei­te Semi­fi­na­le 2017 am Stück

wei­ter­le­senZwei­tes Semi­fi­na­le 2017: We have lost our Vero­na