Schlagwort: Evridiki

2007, Das Millenium, ESC Semifinale, Schwules, Trickkleid, Unsere Lieblinge

ESC Semi 2007: Wo ist Andor­ra?

Natürlich hätte ich auf die Enttäuschung vorbereitet sein müssen. Schließlich bin ich lange genug Fan, um zu wissen, dass die fiesen, geschmacksgestörten Televoter im Semifinale immer die besten Songs aussortieren. Ganze 28 Länder traten in diesem Jahr in der Qualifikationsrunde gegeneinander an, so viele wie noch nie seit der Einführung der Semis. Lediglich zehn Slots für das Finale am Samstag gab es, aber 16 von mir favorisierte Titel, die unbedingt hätten weiterkommen müssen! Selbst unter Zuhilfenahme der Finger konnte ich mir also ausrechnen, dass ein Gutteil meiner Lieblinge auf der Strecke bleiben werden. (mehr …)
1994, Die Neunziger, ESC Finale, Jurys sind Wichser, Schwules, Trickkleid

ESC 1994: Sie zu berüh­ren ist Sün­de

Ralph Siegel hält sich gerne zugute, dass er den europäischen Musikgeschmack kenne, oder vielmehr den der Jurys. Und ganz kann man ihm da nicht widersprechen: MeKaDo, deren 'Party'-Versuch sich als eines der wenigen schnelleren Stücke des Abends erwies und noch heute als garantierter Tanzflächenfüller bei jeder Eurovisionsdisco funktioniert, erreichten in Dublin den dritten Platz. Der deutsche Grand-Prix-Großvater dürfte sich wohl als Einziger richtig darüber gefreut haben. Denn zu Hause rief das gute Abschneiden Deutschlands nach langer Durststrecke nur noch Ratlosigkeit, Ablehnung und Desinteresse hervor. Ein peinliches Popstück, das niemand kaufen wollte und für das auch keiner abgestimmt hatte, bescherte uns einen vorderen Platz bei einem Musikereignis, das keinerlei relevante Popmus...
1992, Die Neunziger, ESC Finale, Jurys sind Wichser

ESC 1992: Why her?

Nordisch unterkühlt das schwedische Moderationspaar, belanglos das Gros der vorgetragenen Lieder: wenig blieb hängen vom musikalischen Aufgebot dieses Abends. Auch in den Charts: völlige Fehlanzeige. So waren es mal wieder die optischen Eindrücke, die den Bericht lohnen. Wie beispielsweise der kregle Zeichentrickvogel Song Trush, der die Postkarten einläutete (und heute seine virtuelle Heimat auf der exzellenten Songtexte-Seite Diggiloo gefunden hat). Oder das riesige Wikingerschiff auf der Bühne, das die Zuschauer daran erinnern sollte, wer hier Millionen für flache Unterhaltung ausgab. Und das die Sänger mit Trockeneisrauch aus seinem Drachenkopf am Bug von der Bühne scheuchte, wenn diese ihre drei Minuten zu überziehen drohten. (mehr …)