Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: von Ver­zweif­lung und Haus­frau­en

Wenig Gna­de mit ihren ehe­ma­li­gen Reprä­sen­tan­ten zeig­ten die Abstim­men­den ges­tern Abend beim Semi­fi­na­le des Mal­ta Song for Euro­pe: sowohl die Ver­tre­te­rin des Eilands von 1996, Miri­am Chris­ti­ne, deren aktu­el­ler Bei­trag wohl selbst den Mal­te­sern zu ‘Safe’ war, blieb in der Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de kle­ben, als auch der zwei­ma­li­ge (2001, 2006) Euro­vi­si­ons­teil­neh­mer Fabri­zio Fani­el­lo. Letz­te­rem nütz­te auch das Blank­zie­hen nichts: alle Semi­fi­na­lis­ten stell­ten sich in kur­zen tou­ris­mus­wer­be­för­dern­den Ein­spie­lern vor, in denen die Sän­ge­rin­nen haupt­säch­lich beim Ein­kauf an wun­der­hübsch deko­rier­ten Markt­stän­den in der pit­to­res­ken Alt­stadt von La Valet­ta – Kul­tur­haupt­stadt 2018 – insze­niert wur­den. Nicht so unser Mon­chi­chi: der posier­te als Nackt­mo­dell für eine Kunst­klas­se an der ört­li­chen Volks­hoch­schu­le (wobei man den klei­nen Fani­el­lo nicht zu Gesicht bekam). Wirk­te ein biss­chen ver­zwei­felt, und so klang sein leicht gepress­tes Schaf­stim­bre auch beim Sin­gen. Soll­te es jemals eine mal­te­si­sche Aus­ga­be des Dschun­gel­camps geben: Fabri­zio ist der prä­de­sti­nier­te Kan­di­dat!


Wirkt von Auf­tritt zu Auf­tritt schwu­ler: Fabri­zio Fani­el­lo

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Per­len der Vor­ent­schei­dung: Mal­ta in homöo­pa­thi­schen Dosen

Ges­tern Abend gab der mal­te­si­sche Sen­der die 24 Bei­trä­ge für das Semi­fi­na­le des Mal­ta Song for Euro­pe am 3. Febru­ar 2012 bekannt. Und auch dies­mal ent­täuscht die Mit­tel­meer­in­sel die Freun­de von bil­li­gem Dis­co-Trash nicht: wie­der ver­sam­meln sich die bekann­ten Namen und Gesich­ter, um uns mit unglaub­li­chen Titeln (‘While her Eyes still glow’, ‘Whoop it up!’ oder ‘You make me wan­na go uh uh’) zu amü­sie­ren. Über ein Vier­tel der Songs stammt aus der Feder des mal­te­si­schen Ralph Sie­gel, Phil­ipp Vel­la. Und selbst­ver­ständ­lich sind auch bei­de Geschwis­ter Fani­el­lo wie­der am Start. Es wird ein Fest! esc­to­day prä­sen­tier­te heu­te eine drei­tei­li­ge Über­sicht mit jeweils ein­mi­nü­ti­gen Aus­schnit­ten der gest­ri­gen Song­prä­sen­ta­ti­on in der Show Xara­bank. Gewis­ser­ma­ßen Trash in homöo­pa­thi­schen Dosen, damit die Geschmacks­ner­ven nicht völ­lig kol­la­bie­ren. Wie umsich­tig!

httpv://www.youtube.com/watch?v=pMa24C4FOto
Teil 1: von Augen und Auto­bio­gra­fi­en

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Mal­ta 2008: Aus­ge­sie­gelt

Der Euro­vi­si­on Song Con­test sei ja ein Kom­po­nis­ten­wett­be­werb, behaup­te­ten fehl­ge­lei­te­te Men­schen frü­her ger­ne mal. Eini­ge die­ser Kom­po­nis­ten kom­men mitt­ler­wei­le ganz schön rum: so hat der schwe­di­sche Schla­ger­schrei­ber Tho­mas G:son die­ses Jahr jeweils einen Bei­trag in Bel­gi­en und in Polen am Start, nach dem er letz­tes Jahr Nor­we­gen und Spa­ni­en belie­fer­te. Gerard James Borg aus Mal­ta ist eben­falls in Bel­gi­en aktiv – und hat beim Mal­ta­song gleich fünf Eisen im Feu­er. Nur Ralph Sie­gel, der es eben­falls auf dem Mit­tel­meer­ei­land ver­such­te, ist lei­der aus dem Ren­nen.


Schau her, Rebe­ka Dre­melj: so geht eine ordent­li­che SM-Per­for­mance!

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ESC Fina­le 2006: Hard Rock? Hal­le­lu­jah!

Logo des Eurovision Song Contest 2006 (Semifinale)
Das Jahr der Mons­ter­ro­cker

Dass ich das noch erle­ben durf­te: die Fin­nen gewin­nen! Athen warf ein bis dato unum­stöß­li­ches Grand-Prix-Gesetz über den Hau­fen. Was kommt als nächs­tes? Ein Sieg Por­tu­gals? Andor­ra im Fina­le? Eine ost­eu­ro­päi­sche Sän­ge­rin, deren Rock die Scham bedeckt? Man darf gespannt sein! Die meis­tens Fans in der Athe­ner Olym­pia­hal­le reagier­ten geschockt, als der Sieg der Mons­ter­ro­cker sich abzeich­ne­te. Nur weni­ge zeig­ten sich (wie ich) begeis­tert, unter­stütz­ten jede Zwölf-Punk­te-Wer­tung für Lor­di mit einem spon­ta­nen “Lap­po­nia”-Gesang oder rock­ten bei der Sie­ger­re­pri­se auf dem Stuhl ste­hend mit.

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ESC 2001: …is always repea­ting its­elf

Logo des Eurovision Song Contest 2001
Das Jahr der bes­ten Song

Seit jeher beken­ne ich mich, wie der geneig­te Leser sicher ahnt, als eiser­ner Ver­fech­ter des hun­dert­pro­zen­ti­gen Tele­vo­ting, eben weil es ein demo­kra­ti­sches Ver­fah­ren ist. Und zwar auch dann, wenn ich, wie in die­sem Jahr, selbst unter den Ergeb­nis­sen zu lei­den habe wie ein Hund. Gleich drei der bes­ten Euro­vi­si­ons­bei­trä­ge aller Zei­ten bot die­ser Jahr­gang auf: gera­de mal einer davon schaff­te es unter die ers­ten Drei. Die ers­ten bei­den Plät­ze des Zuschau­er­ran­kings bele­gen unter­des­sen Spit­zen­po­si­tio­nen in mei­ner per­sön­li­chen Haß­lie­der-Lis­te. Kehr­sei­te der Medail­le: seit sich der Con­test, eben auch dank des Tele­vo­ting, von einer nur noch von Schwu­len ver­folg­ten Rand­ver­an­stal­tung wie­der zu einem Mas­sen­event ent­wi­ckel­te, stimmt lei­der auch die hete­ro­se­xu­el­le Bevöl­ke­rungs­mehr­heit mit ab. Und die ver­fügt bekannt­lich über kei­ner­lei Musik­ge­schmack.

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