Schlagwort-Archiv: Finnland

Emmelie de Forest steigt auf Platz 5 der deutschen Charts ein

Mittlerweile scheinen es die Plattenfirmen mit der zeitnahen Bereitstellung der digitalen Downloads zu kapieren: insgesamt 13 von 26 Eurovisionstiteln steigen in die offiziell am Freitag erscheinende deutsche Top 100 ein. Erwartungsgemäß führt Eurovisionssiegerin Emmelie de Forest die Liste an: ihr gelang mit ‘Only Teardrops’ der höchste Neueinstieg auf Rang 5. Damit überrundet sie sogar Cascadas beste Platzierung noch um eine Position. ‘Glorious’ war bereits letzte Woche im Vorfeld des Song Contest auf #78 in die Charts zurückgekehrt. Die weiteren Neueinsteiger: auf #24 Margaret Berger, auf #39 ByeAlex, der die deutschen Douze Points erhielt, sowie zehn Plätze tiefer Anouks sterbende Vögel.

Anouk – Birds

Kleine Wiedergutmachung für das peinliche Punktedebakel: Anouk chartet in Deutschland

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Spätere Heirat nicht ausgeschlossen (2. Semi 2013)

Logo ESC 2013 2. Semi“Wie der Philosoph schon sagt: es steckt eine Frau im Rock eines jeden großen Mannes”: schöner hätte Gastgeberin Petra Mede (ich bleibe dabei: ein Glücksgriff für den Grand Prix) den letzten Auftritt des heutigen Abends, Rumäniens Transsylvestie-Star Cezar, nicht abmoderien können. Ein wunderschön runder Eurovisionsabend liegt hinter uns, mit einem wunderschön runden Ergebnis: 90% verdiente Finalisten, das findet sich selten in einer Qualifikationsrunde. Ärgern dürften sich nur die Verschwörungstheoretiker: mit Mazedonien und Albanien schieden heute auch noch die letzten Balkanstaaten aus, der Balkanblock ist damit Geschichte und hat als Ausrede für schlechte Westergebnisse ausgedient.

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Sechster Probentag in Malmö: zweites Semi, die Chancen

Ein langer Tag liegt vor uns: in Malmö proben heute die 17 Semifinalisten der zweiten Qualifikationsrunde vom Donnerstag zum zweiten Mal. Wie die Blogger berichten und meine Facebook-Meldungen mir bestätigen, trudeln immer mehr Fans in Malmö ein, das EuroFanCafé und der EuroClub füllen sich und die ersten bizarren Musikwünsche werden gespielt. Auch die deutsche Delegation landete heute in Schweden. Wenden wir uns aber nun den Teilnehmern des zweiten Semis und ihren Finalchancen zu, basierend auf dem heutigen Probentag.

Eurovision 1991 Finland – Kaija – Hullu yö

EuroClub-Track des Tages: ‘Hullu yö’ (FI 1991)

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Dritter Probentag in Malmö: Miss Kiss Ding Dong

I kissed a Girl

Krista Siegfrids (FI 2013)

Zehn Jahre ist es her, dass das russische Fake-Lesben-Duo t.A.t.U. beim Eurovision Song Contest mit einem gleichgeschlechtlichen Kuss auf offener Bühne für Aufmerksamkeit sorgen wollte – was ihnen die EBU seinerzeit verbot. Übrigens drei Jahre, nachdem sich zwei männliche Bandmitglieder der israelischen Band Ping Pong vor laufenden Kameras abschmatzten (beim ESC 2000, in Stockholm, Schweden). Gespannt dürfen wir also verfolgen, ob es der Kuss zwischen Krista Siegfrids und einer ihrer Chorsängerinnen, den sie bei der heutigen Probe zelebrierte (“aber ohne Zunge!”, wie ein Produktionsscherge sie anwies), auch in die Livesendung schaffen wird. Damit will die blonde Sängerin für die Einführung der Homo-Ehe in Finnland werben (sagt sie) bzw. billige Aufmerksamkeit für ihr kateperryeskes Liedchen ‘Marry me’ erregen (sagen Neider).

Krista Siegfrids – Marry Me (Finland) First Rehearsal

Laut und fröhlich: Kristas Energielevel ist ziemlich unfinnisch

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Never tender, always rough: Cezar gibt den Harten

Er liefert fraglos einen der unterhaltsamsten Beiträge dieses von eurovisionärer Konfektionsware beherrschten Jahrgangs ab: der Rumäne Cezar Ouatu, der mit seinem mit hoher, krächzender Fistelstimme intoniertem Discoschlager ‘It’s my Life’ für einen der leider raren “Was zur Hölle haben die sich nur dabei gedacht?”-Momente sorgt. Vor allem, da er die trashtastische Krassimir-Avramov-Gedächtnisnummer mit völligem Ernst und mit vor Anstrengung verkniffenem Gesicht performt. Noch einen drauf setzt der Countertenor im dieser Tage nachgereichten offiziellen Musikvideo, wo er sich als testosteronstrotzender Actionheld inszeniert, der zwischen seinen Freizeitaktivitäten (Fallschirmspringen, Speedbootfahren, Nötigungsdelikte im Straßenverkehr) nie vergisst, die Kleidung zu wechseln, um uns seinen muskelgestählten Oberkörper zu präsentieren. Ich bin schon ganz karussellig!

C E Z A R – It's my life – Official HD Video

Rechts überholen bringt nicht nur Punkte, sondern auch Frauen: Cezar

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Ding dong: Krista Siegfrids und die Homo-Ehe

Während, wie die Zeit in einem interessanten Essay konstatiert, gerade der “globale Kulturkampf” um das Recht von Schwulen und Lesben tobt, die selben Fehler begehen zu dürfen wie die Heteros, und es selbst im vermeintlich liberal-aufgeklärten Frankreich zu gewalttätigen Ausschreitungen durch Gegner der Homo-Ehe kommt, zeigen die Skandinavier mal wieder, wie es auch geht. Gestern veröffentlichten die Parody Boys, ein israelisches Eurovisionsfanprojekt, das uns schon in der Vergangenheit mit lustigen Parodien von Grand-Prix-Knüllern wie ‘Popular’ oder ‘Työlki ellää’ unterhielt, seine neueste Eurovisionshommage. ‘Marry me’, der finnische Beitrag von Krista Siegfrids, gibt hier die Titelmelodie für eine schwule Eheschließung ab. Und zwar mit ausdrücklicher Unterstützung der suomischen Sängerin, die im Abspann des Videos sogar grüßend auftaucht. Kein Wunder: schon bei ihrem Auftritt bei Eurovision in Concert in Amsterdam gewann Krista mit einer gespielten lesbischen Kusseinlage die Herzen der anwesenden gleichgeschlechtlich orientierten Fans.

The Gay "Marry Me" – Eurovision 2013 Parody for Marriage Equality (Finland

Man beachte auch die fabelhaften Flashmobs, u.a. aus Frankfurt!

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Die frischen Eurovisions-Remixe sind eingetroffen!

Eine knappe Woche noch bis zur offiziellen Deadline der EBU für das Einreichen der Eurovisionsbeiträge, und so langsam trudeln immer mehr offizielle Videoclips beim Youtube-Kanal von eurovision.tv ein. Ihre aufpolierten Eurovisionsfassungen präsentierten heute sowohl Albanien als auch die Ukraine. Große Überraschung: gerade die Skipetaren, die ja für das heftige Herumschrauben an ihren Songs bekannt sind, schafften es erstaunlicherweise, trotz massiven Kürzens von über vier auf regelkonforme drei Minuten die ‘Identitet’ ihres Beitrags zu bewahren.

Adrian Lulgjuraj & Bledar Sejko – Identitet (Albania) 2013 Eurovision Song Contest

Albanien, das Land des Plattenbaus: Adrian & Bledar

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Finnland macht uns einen Antrag (FI 2013)

Zum Thema Heiratsantrag

Zum Thema Heiratsantrag…

Das wurde auch Zeit: endlich kann der Jahrgang 2013 seinen ersten Guten-Laune-Beitrag vorweisen! Nach dem die Finnen im ersten Semi und der Zweite-Chance-Runde von UMK noch Mist bauten und den einzigen (!) wirklich guten Song ihres gesamten Vorentscheidungsrepertoires herauswählten (‘Ilmalaivalla’ von Rautakoura), retteten sie die Chose im soeben zu Ende gegangenen Finale gerade noch mal, in dem sie sich für den einzig noch verbliebenen, einigermaßen akzeptablen Titel entschieden: ‘Marry me’ von Krista Siegfrids. Die fröhliche Blonde tritt stilecht im Hochzeitskleid auf, umringt von Brautjungfern mit lustigen Plastikdiademen, und buhlt so nachhaltig um unsere Hand, dass man sie ihr kaum verwehren mag. Also, im musikalischen Sinne natürlich. Und so sage ich frohen Herzens: ja, ich will, Finnland! (Oh, und falls sich der Regelfetischist in Dir aufregt, weil Krista im UMK-Finale ein klein wenig mehr als die erlaubten fünf Personen mit auf der Bühne hatte: in ihrem Semi waren es nur die zwei Chorfrauen, und das kam auch überzeugend!)

Eurovision 2013 Finland Krista Siegfrids – Marry Me

Antrag angenommen: Krista

Krista Siegfrids – Marry Me (Finland) 2013 Eurovision Song Contest

Trailer Trash, anyone? Der fabelhafte Videoclip!

Kommt Finnland damit ins Finale in Malmö?

  • Diesen Antrag wird Europa abschlägig bescheiden. Müll! (37%, 50 Votes)
  • Ich würde sie nicht nehmen, aber fürs Finale reicht das allemal. (26%, 36 Votes)
  • So sicher wie das 'Ja' vor dem Traualtar! Tolle Nummer! (24%, 33 Votes)
  • Das Artikelfoto ist geschmacklos. (13%, 17 Votes)

Total Voters: 136

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Déjà vu: 2. Proben AL, RO, CH, BE, FI

Wenig Neues erbrachten die zweiten Probendurchläufe für die nächsten fünf Starter. Rona Nishliu hängt sich nach wie vor stimmlich bei ‘Suus’ mit voller Hingabe rein – ich hoffe und bete, dass sie am Dienstagabend noch bei Stimme ist, so wie sie sich verausgabt! Dankenswerterweise legte sie das Haarnetz mit den bunten Billardkugeln heute nicht mehr an, und auch ihr aus Rastalocken geflochtener Dutt sah nicht mehr so aus, als wohnten Tiere in ihm. Selbst ihr heutiges Kleidchen stand ihr viel besser. Im Semi, das sagte sie bereits, wird sie aber etwas anderes tragen. Augenscheinlich suchte sie vor der heutigen Probe einen Stukkateur auf: von ihren Hautkratern war nichts mehr zu sein. Ihre sperrige Ballade teilt die Zuhörerschaft weiterhin strikt in ihr zu Füßen liegende Fans (wie mich) und Hasser, die vermutlich fassungslos reagieren werden, wenn sie es, wie ich fest glaube, verdientermaßen ins Finale schafft.


Großartiger Ohrring, Rona! (AL)

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Well, would you? 1. Probe Schweiz, Belgien, Finnland

Und zum Schluß des heutigen ersten Probentages noch das Ödnis-Trio im Dreierpack. Es beginnt mit den beiden Pseudorockbrüdern aus dem schweizerischen Tessin, SinPlus, die zwischenzeitlich erstaunlicherweise gelernt haben, nicht mehr “swiem agänst ze Strimm” zu singen. Sondern “swimm against de Strimm”. Ist ja schon mal ein Fortschritt. Einer der Beiden trat bei der Probe in engen Lederjeans an – leider der Falsche, nämlich der Leadsänger. Der verfügt immer noch über so viel Charisma wie ein Aufbackbrötchen, und selbst wenn man hoch repetitiven Rockpop mag: hinter dem rumänischen Sommerhit ist diese dröge Nummer verloren. Zu Recht.


Ein echter Rockschuppen-Auftritt. Wie langweilig! (CH)

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