ESC 1956: Da hilft auch kein Flat­ti­ern

Logo des Eurovision Song Contest 1956
Das Jahr des Anfangs

Wer hat’s erfun­den?”: der bekann­te Wer­be­c­laim eines schwei­ze­ri­schen Hus­ten­pas­til­len­her­stel­lers bil­det die per­fek­te Über­schrift zur Illus­tra­ti­on des Dis­pu­tes um die Urhe­ber­schaft des belieb­tes­ten und erfolg­reichs­ten Unter­hal­tungs­events der Welt, des Euro­vi­si­on Song Con­test. Gilt nach all­ge­mei­ner Über­ein­kunft und offi­zi­el­ler Geschichts­schrei­bung der sei­ner­zei­ti­ge eid­ge­nös­si­sche TV-Gene­ral­di­rek­tor und ver­ant­wort­li­che Pro­gramm­be­auf­trag­te der Euro­päi­schen Rund­funk­uni­on (EBU), Mar­cel Bezençon, als geis­ti­ger Vater des pan­eu­ro­päi­schen Events, so rekla­miert der bri­ti­sche Buch­au­tor Gor­don Rox­burgh in sei­ner 2012 erschie­ne­nen Fibel Songs for Euro­pe, Volu­me 1, zumin­dest eine Mit­tä­ter­schaft des hei­mi­schen Schau­spie­lers Micha­el Brenn­an und des dama­li­gen BBC-Gene­ral­di­rek­tors Sir Ian Jacob an der Ein­füh­rung des euro­päi­schen Gesangs­wett­be­werbs.

Nur als Audio­mit­schnitt erhält­lich: der Pre­mie­ren­con­test von 1956.

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San-Remo-Fes­ti­val 1956: Die Wur­zel alles Guten

Logo San­re­mo 1956 © Rai

Als Vor­bild des Euro­vi­si­on Song Con­tests gilt es nach herr­schen­der Leh­re: das Fes­ti­val del­la Can­zo­ne ita­lia­na, hier­zu­lan­de nach sei­nem Ver­an­stal­tungs­ort eher bekannt unter dem Namen San-Remo-Fes­ti­val (SRF). Der erst­ma­lig im Febru­ar 1951 in der ligu­ri­schen Kur­stadt aus­ge­tra­ge­ne Lie­der­wett­streit dien­te der nur ein Jahr zuvor in Genf gegrün­de­ten European Broad­cas­ting Uni­on (EBU), dem Zusam­men­schluss der euro­päi­schen Rund­funk­an­stal­ten, als Blau­pau­se bei ihrer Suche nach einem Zuschau­er­kö­der für das damals noch ver­hält­nis­mä­ßig neue Medi­um Fern­se­hen. Anfäng­lich nur im Radio über­tra­gen, brach­te der ita­lie­ni­sche Staats­sen­der Rai die Lie­der­ga­la 1955 mit ihrer fünf­ten Aus­ga­be erst­ma­lig auf die Bild­schir­me. Und das gleich euro­pa­weit: mit Aus­nah­me Luxem­burgs über­tru­gen sämt­li­che Teil­neh­mer­län­der des ers­ten Grand Prix von 1956, gewis­ser­ma­ßen als Übung, das SRF als Euro­vi­si­ons­sen­dung in ihren Pro­gram­men. Den­noch rich­te­te sich die Show musi­ka­lisch natür­lich in ers­ter Linie an das hei­mi­sche Publi­kum auf der stie­fel­för­mi­gen Halb­in­sel.

I got it bad / You don’t know how bad I got it: Vil­la mit dem San-Remo-Sie­ger­song 1955.

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