Fred Bertelmann

Ein Lied für Kopen­ha­gen 1964: Ist die Ent­täu­schung groß

Ein Lied für Kopen­ha­gen 1964: Ist die Ent­täu­schung groß

Bereits in den frühen Sechzigerjahren verlief kein Jahrgang wie der andere beim deutschen Vorentscheid - eine Tradition, die sich bis heute gehalten hat. Nach den glamourösen Deutschen Schlagerfestspielen von 1962, deren aktuelle Siegerin Siw Malmkvist mit ihrem Wettbewerbsbeitrag 'Liebeskummer lohnt sich nicht' die deutschsprachige Hitsingle des Jahres lieferte, und der in Sachen Einschaltquote extrem erfolgreichen One-Women-Show mit Heidi Brühl in Jahre 1963 fand diesmal im Großen Sendesaal des Hessischen Rundfunks in Frankfurt am Main wieder eine klassische öffentliche Vorentscheidung mit mehreren Interpret:innen statt. Diese stand erstmals unter dem dann für ein knappes Vierteljahrhundert gültigen Rubrum "Ein Lied für..." (ELF), gefolgt…
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Deut­scher Vor­ent­scheid 1961: Der Bem­bel des Todes

Deut­scher Vor­ent­scheid 1961: Der Bem­bel des Todes

Ins noble Kurhaus der im Speckgürtel der deutschen Finanzmetropole Frankfurt am Main liegenden Bonzengemeinde Bad Homburg vor der Höhe (Stadtslogan: “Tradition und Champagnerluft”) lud der Hessische Rundfunk (hr) zur Vorentscheidung 1961. Dabei bediente man sich rein äußerlich desselben Formats wie bereits im Vorjahr, nämlich eines öffentlichen Wettbewerbs mit einer Vielzahl von Teilnehmer:innen unter dem Rubrum Schlagerparade. Doch dieser, einen glamourösen Aufmarsch echter oder zumindest potentieller Hits suggerierende Sendetitel entpuppte sich gegenüber dem Publikum als grobe Täuschung. Denn in diesem Jahr übernahm der hr-Unterhaltungschef Hans-Otto Grünefeldt das deutsche Grand-Prix-Zepter (sowie den Vorsitz des sendereigenen Auswahlkomitees für die Beiträge). Und der Mann…
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Deut­scher Vor­ent­scheid 1958: Wollt Ihr hei­ße Musik?

Deut­scher Vor­ent­scheid 1958: Wollt Ihr hei­ße Musik?

Um mit den Teletubbies zu sprechen: "Noch mal, noch mal"! Nicht nur die Schweiz und die Niederlande übten sich in den Fünfzigerjahren beim Aufstellen ihrer Eurovisionsvertreterinnen im Ewiggleichen, sondern auch die Deutschen. Denn wie schon im Vorjahr gewann erneut die unverwüstliche Margot Hielscher die heimische Vorauswahl zum Grand Prix, welche diesmal als Kooperation des Hessischen Rundfunks und des WDR in Dortmund stattfand. Auch die Siegerin hielt sich an Bewährtes und blieb dem Thema Unterhaltungselektronik treu. Nach dem 'Telefon, Telefon' besang sie diesmal die Jukebox, den schrankgroßen, meist in Gaststätten stationierten Vorläufer des MP3-Players (bzw. von Spotify), an welchem es damals 'Für…
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