Ukrai­ni­sches Fern­se­hen stellt Aus­strah­lung ein

Extre­me Besorg­nis” äußer­te der EBU-Obers­te Noël Cur­ran heu­te in einer Pres­se­mit­tei­lung hin­sicht­lich der Lage der ukrai­ni­schen öffent­lich-recht­li­chen Sen­de­an­stalt UA:PBC, nach­dem die­se auf­grund feh­len­der Geld­mit­tel die ana­lo­ge Ver­brei­tung ihrer Pro­gram­me im Lan­de stop­pen muss­te. Die­ses Jahr habe der Sen­der, der nach den Wor­ten Currans ohne­hin “mit einem der kleins­ten Bud­gets Euro­pas” aus­kom­men müs­se, ledig­lich die Hälf­te der ihm nach den natio­na­len Fest­le­gun­gen gesetz­lich zuste­hen­den Finanz­mit­tel erhal­ten. UA:PBC zeich­net auch für die ukrai­ni­sche Euro­vi­si­ons­teil­nah­me ver­ant­wort­lich (wobei der Vor­ent­scheid Vid­bir auf einen pri­va­ten Musik­ka­nal aus­ge­la­gert wur­de, um Kos­ten zu spa­ren) und hat­te erst in die­ser Woche bekräf­tigt, in Tel Aviv an den Start gehen zu wol­len. Soll­te die Anstalt ihren Betrieb jedoch voll­stän­dig ein­stel­len müs­sen, ent­gin­gen uns künf­tig die tra­di­tio­nell spek­ta­ku­lär insze­nier­ten Bei­trä­ge des kriegs­ge­schüt­tel­ten Lan­des. Doch selbst­re­dend nicht aus die­sem Grund, son­dern wegen der im nächs­ten Jahr anste­hen­den Prä­si­dent­schafts­wah­len for­der­te die EBU die Regie­rung in Kiew heu­te auf, die ana­lo­ge Aus­strah­lung “unver­züg­lich wie­der­her­zu­stel­len und die not­wen­di­gen Mit­tel bereit­zu­stel­len, damit die öffent­lich-recht­li­chen Medi­en ihre wich­ti­ge Rol­le für die Gesell­schaft und die Demo­kra­tie in der Ukrai­ne erfül­len kön­nen.”

Gigan­ti­sche Lun­gen­flü­gel, bol­lern­de Buko­vina-Beats und lus­ti­ges Seil­sprin­gen: die Ukrai­ne weiß beim ESC bes­tens zu unter­hal­ten. Hof­fen wir, dass sie uns wei­ter­hin erhal­ten bleibt!

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GE 2018: Neu­es aus Pora­da Nin­fu

Lie­bes geor­gi­sches Fern­se­hen, nur so als Tipp: wenn man schon mit vol­ler Absicht als Letz­ter auf der Par­ty ein­läuft, so für das stan­des­ge­mäß gro­ße Entrée, dann soll­te der Auf­tritt auch über­zeu­gen. Gespannt waren die Erwar­tun­gen, nach­dem Ihr, mit schon sei­ner­zeit wirk­lich unnach­ahm­li­chem Gefühl fürs Timing, am ver­gan­ge­nen Sil­ves­ter­abend, nur weni­ge Stun­den vor Mit­ter­nacht, Eure intern aus­ge­wähl­te Ver­tre­ter ver­kün­de­tet: Iriao, eine sie­ben­köp­fi­ge Eth­no-Jazz-Band rund um den um den auch in Deutsch­land täti­gen Kom­po­nis­ten David Mala­zo­nia, wel­che laut Eigen­be­schrei­bung die von der UNESCO zum imma­te­ri­el­len Welt­kul­tur­er­be gezähl­te, nur im Kau­ka­sus prak­ti­zier­te poly­pho­ne Gesangs­tech­nik des Cha­kru­lo, eines „drei­tei­li­gen Trink­lie­des zur Vor­be­rei­tung auf die Schlacht, mit zwei reich ver­zier­ten indi­vi­du­el­len Parts gegen einen sich lang­sam bewe­gen­den Dro­hen-Chor“ (Wiki­pe­dia) pflegt und sie mit tra­di­tio­nel­ler Folk­lo­re, per­si­schen Ein­flüs­sen und west­li­chem Jazz ver­schmilzt. Von all dem fehlt aller­dings in dem heu­te end­lich ver­öf­fent­lich­ten Lied für Lis­sa­bon jeg­li­che Spur.

Als habe Herr Mala­zo­nia ein Prak­ti­kum bei Jupi­ter Records absol­viert: der geor­gi­sche Bei­trag 2018.

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Geor­gi­en wan­delt 2018 auf Sal­va­dors Pfa­den

Sal­va­dor Sobrals Euro­vi­si­ons­sieg und sei­ne Fol­gen: unter die­sem Rubrum muss man wohl die Mel­dung ver­bu­chen, die das geor­gi­sche Fern­se­hen mit wirk­lich unnach­ahm­li­chem Gefühl fürs Timing am Sil­ves­ter­abend 2018, nur weni­ge Stun­den vor Mit­ter­nacht, in die Welt setz­te. In Tif­lis besinnt man sich näm­lich ange­sichts des Durch­marschs von “ech­ter Musik” beim ESC 2017 auf sei­ne eige­nen Wur­zeln zurück, ver­fügt das Kau­ka­sus­land mit der dort prak­ti­zier­ten poly­pho­nen Gesangs­tech­nik des Cha­kru­lo doch über eine von der UNESCO zum Welt­kul­tur­er­be gezähl­te Tra­di­ti­on, von wel­cher man erst in die­sem Jahr eine Auf­nah­me zu Nach­lass­zwe­cken ins Welt­all ent­sand­te. Als “drei­tei­li­ges Trink­lied zur Vor­be­rei­tung auf die Schlacht, mit zwei reich ver­zier­ten indi­vi­du­el­len Parts gegen einen sich lang­sam bewe­gen­den Dro­hen-Chor” cha­rak­te­ri­siert es die Alles­wis­sen­de Müll­hal­de. Also nicht gera­de klas­si­scher Schla­ger! Iriao, die vom Sen­der GPB heu­te intern nomi­nier­te Band um den auch in Deutsch­land täti­gen Kom­po­nis­ten David Mala­zo­nia, bedient sich ger­ne die­ses Erbes, wie Euro­fire berich­tet, und ver­schmilzt die unter offi­zi­el­lem Arten­schutz ste­hen­de Tech­nik mit tra­di­tio­nel­ler Folk­lo­re, per­si­schen Ein­flüs­sen und west­li­chem Jazz.

Nicht zu früh freu­en: das hier gezeig­te Reper­toire­bei­spiel gehört zu den pep­pigs­ten und pop­pigs­ten Stü­cken der Kapel­le!

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Euro­vi­si­on Death­match #5: Cry me a River

Im fünf­ten Zwei­kampf unse­res Leser/in­nen-Spiels wid­men wir uns einer bei vie­len Fans äußerst belieb­ten Spe­zi­es: der schrei­en­den Frau. Laut­stär­ke und lang­ge­zo­ge­ne Töne brin­gen nicht nur vie­le Juro­ren­her­zen zum Schmel­zen, son­dern sor­gen auch bei etli­chen Euro­vi­sio­nis­tas für Ohr­gas­men. Eine Tech­nik, die gera­de die Alba­ne­rin­nen beson­ders gut beherr­schen, und so soll­te es nicht ver­wun­dern, dass unse­re ers­te heu­ti­ge Kämp­fe­rin für das Land der Ski­pe­ta­ren antritt. Die in den USA leben­de Koso­va­rin behaup­tet in ihrer eth­no-ange­hauch­ten, hoch­dra­ma­ti­schen Bal­la­de ‘World’ zwar, des Kamp­fes müde zu sein und stellt die nicht ganz neue und nicht ganz unbe­rech­tig­te Fra­ge: “What’s this fight all for”? Doch so ganz möch­te man der 28jährigen die­se Anti­kriegs-Atti­tü­de nicht abneh­men. Wür­de sie sonst mit­ten im Song zu einem über zwan­zigs­ekün­di­gen, tech­nisch ein­wand­frei abge­lie­fer­ten Schrei anset­zen, bei dem man im Geis­te förm­lich erspü­ren kann, wie sich im Hin­ter­grund die Jury-Punk­te auf­ad­die­ren? Und auch den Spa­gat zwi­schen ihren unbe­lehr­bar auf das ver­meint­lich wett­be­werbs­fä­hi­ge­re Eng­lisch fixier­ten Lands­leu­ten und den Jahr für Jahr um Lan­des­sprach­lich­keit bet­teln­den inter­na­tio­na­len Grand-Prix-Fans meis­tert sie gran­di­os, in dem sie den angli­fi­zier­ten Text ein­fach mit alba­ni­schem Zun­gen­schlag into­niert und so bei­den Sei­ten ent­ge­gen­kommt. Cle­ver!

Schwebt stets im Abend­kleid durch die koso­va­ri­schen Wäl­der: Lin­di­ta (AL)

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Geor­gi­en 2017: they still don’t wan­na put in

Vor acht Jah­ren, als der Euro­vi­si­on Song Con­test in Mos­kau statt­fand, da gewann die gest­ri­ge Sie­ge­rin der geor­gi­schen Vor­ent­schei­dung, Tako Gach­echil­ad­se, schon ein­mal die Aus­wahl ihres Lan­des, sei­ner­zeit noch als Teil der For­ma­ti­on 3G. In Mos­kau sin­gen durf­te sie damals aber trotz­dem nicht, denn ihr sei­ner­zei­ti­ges dis­co­t­as­ti­sches Lied­chen hieß ‘We don’t wan­na put in’ und erreg­te den Unwil­len des rus­si­schen Macht­ha­bers Vlad­mir Putin, auf den der Text der Num­mer dann doch etwas zu unsub­til ziel­te. Die EBU zog die rote “Kei­ne Poli­tik”-Kar­te, Geor­gi­en sei­nen wohl auch als bewuss­te Pro­vo­ka­ti­on gedach­ten Bei­trag zurück und Tako bleib zu Hau­se. Ges­tern Nach­mit­tag nun (auf­grund der Zeit­ver­schie­bung begann die geor­gi­sche Vor­ent­schei­dung bei uns schon um 17 Uhr) setz­te sie sich als Solo­sän­ge­rin mit der düs­te­ren Frie­dens­bal­la­de ‘Keep the Faith’ gegen sage und schrei­be 24 Mitbewerber/innen durch. Musi­ka­lisch prä­sen­tiert sich das Stück als gera­de­zu klas­sisch auf­ge­bau­te Welt­frie­dens­num­mer mit ver­hal­te­nem Auf­takt, stän­di­gen Stei­ge­run­gen, bom­bas­ti­schem Refrain, → Rückung und dra­ma­ti­schem Schluss­ak­kord; gera­de so, als habe Ralph Sie­gel es geschrie­ben. Dabei stammt es aus Takos Feder selbst, die es in einem haut­eng geschnei­der­ten, illu­mi­nier­ba­ren gol­de­nen Kleid mit gro­ßer Ges­te, wenn­gleich wack­li­ger Stim­me into­nier­te. Inhalt­lich beschwört ‘Keep the Faith’ das Ver­trau­en auf die eige­ne inne­re Stär­ke in einer Zeit der glo­ba­len Kri­sen, wozu pünkt­lich zur zwei­ten Stro­phe zum Zwe­cke der Illus­tra­ti­on auf der Video­lein­wand hin­ter der Künst­le­rin Zei­tungs­aus­schnit­te mit eng­lisch­spra­chi­gen Schlag­zei­len ein­ge­blen­det wer­den, die von Krieg, Hun­ger und Ter­ro­ris­mus auf der gan­zen Welt berich­ten. Soweit könn­te man das alles noch für ange­staub­ten Grand-Prix-Kitsch hal­ten, doch dann gerät eine ver­rä­te­ri­sche, wenn­gleich rea­le Über­schrift dar­un­ter, näm­lich “Rus­sia inva­des Geor­gia”.

Dou­ze Points für die Haa­re: die geor­gi­sche Sie­ge­rin Tako

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Zwei­tes Semi­fi­na­le 2016: der sich den Wolf tanzt

Måns ist sehr ent­täuscht”: das war er, der Satz des Abends, gespro­chen vom deut­schen Kom­men­ta­tor Peter Urban, nach­dem Gast­ge­be­rin Petra Mede direkt im Anschluss an den Auf­tritt des Weiß­rus­sen Ivan infor­mier­te, dass die­ser ursprüng­lich nackt und in Beglei­tung von Wöl­fen zu per­for­men gedach­te, was die EBU im Hin­blick auf die Regeln lei­der ver­bie­ten muss­te. Zum Miss­fal­len des komo­de­rie­ren­den Vor­jah­res­sie­gers, der gera­de hin­ter Petra die Büh­ne enter­te – im Adams­kos­tüm, lei­der mit einem stra­te­gisch plat­zier­ten Plü­sch­wolf vor dem Gemächt. Wie dank­bar bin ich dem Schwe­den dafür, dass er ein der­ge­stalt scham­los selbst­ver­lieb­ter, zei­ge­freu­di­ger Exhi­bi­tio­nist ist, der wirk­lich kei­ne Gele­gen­heit aus­lässt, sei­nen durch­trai­nier­ten Kör­per mög­lichst tex­tilfrei der Öffent­lich­keit zu prä­sen­tie­ren. Und wie dank­bar bin ich den Schwe­den dafür, dass sie mit solch einer Leich­tig­keit durch die­sen Abend führ­ten und die Show mit einem wun­der­ba­ren Mini-Musi­cal eröff­ne­ten, das uns in vier Minu­ten dar­über auf­klär­te, was die Euro­vi­si­on eigent­lich ist und dabei so fach­lich akku­rat wie herr­lich selbst­iro­nisch daher­kam. Der Stimm­aus­zäh­lungs-Über­brü­ckungs­act ‘Man vs. Machi­ne’, eine Art Hom­mage an die Tanz­sze­nen aus dem Acht­zi­ger­jah­re-Strei­fen ‘Num­mer 5 lebt’, fiel gegen das bewe­gen­de Flücht­lings­bal­lett vom Diens­tag zwar etwas ab, ergab aber den­noch eine schö­ne Pau­sen­un­ter­hal­tung. SVT: 12 Points!

Nicht nur Måns ist ent­täuscht – ich eben­so: von der Grö­ße sei­nes, ähm, Wolfs!

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Kei­ne Ster­ne in Tel Aviv: die ers­ten ESC-Remi­xe sind da!

Mit dem schwe­di­schen Melo­di­fes­ti­va­len, tra­di­tio­nell immer nur weni­ge Tage vor dem offi­zi­el­len Abga­be­ter­min aller Bei­trä­ge bei der EBU ter­mi­niert, ging ges­tern Abend die Vor­ent­schei­dungs­sai­son für den Euro­vi­si­ons­jahr­gang 2016 zu Ende. Noch aber war­tet die Welt mit ange­hal­te­nem Atem auf zwei offe­ne Bei­trä­ge und zwei ESC-Ver­sio­nen bereits gewähl­ter Titel. Wäh­rend bereits seit gerau­mer Zeit fest­steht, dass die Alba­ne­rin Ena­da Tarifa ihr in der Ori­gi­nal­fas­sung ster­bens­schö­nes ‘Për­ral­lë’ in Stock­holm in einer (noch nicht ver­öf­fent­li­chen) angli­fi­zier­ten Ver­si­on als ‘Fai­ry­ta­le Love’ ver­hunzt, stieg in Rom noch immer kein wei­ßer Rauch auf: ob die San-Remo-Zwei­te Fran­ce­s­ca Mie­che­lin ‘Nes­sun Gra­de di Sepa­ra­zio­ne’, wie von den Fans erhofft, in Lan­des­spra­che singt oder eben­so den Feh­ler begeht, auf Eng­lisch zu set­zen, ist wei­ter­hin offen. Genau so wie die Fra­ge, für wel­chen Ersatz­ti­tel sich Ira Losco ent­schie­den hat: erst am 17. März 2016, also kom­men­den Don­ners­tag, soll der Nach­fol­ger für das von der Inter­pre­tin selbst nicht als kon­kur­renz­fä­hig erach­te­te ‘Cha­me­le­on’ das Licht der Öffent­lich­keit erbli­cken. Bereits mor­gen hin­ge­gen lüf­tet Bul­ga­ri­en den Schlei­er über dem Lied für Wie­der­keh­re­rin Poli Geno­va. Unter­des­sen tref­fen bereits die ers­ten ESC-Remi­xe ein, nach­fol­gend im Über­blick vor­ge­stellt.

Die Loli­tas auf der Suche nach dem Mit­ter­nachts­gold (GE)

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Lea­ving all my Mid­ni­ght Gold in Geor­gia

Als Geor­gi­ens Ver­tre­ter beim Euro­vi­si­on Song Con­test 2016 stand die intern aus­ge­wähl­te Indie-Rock-Kapel­le Young Geor­gi­an Loli­taz schon seit Mit­te Dezem­ber 2015 fest. Hin­sicht­lich des Songs schrieb der Sen­der des Kau­ka­sus­staa­tes einen inter­na­tio­na­len Kom­po­nis­ten­wett­be­werb aus, und angeb­lich sei­en mehr als 100 Vor­schlä­ge ein­ge­gan­gen. Ob da auch was vom Sie­gel dabei war? Fünf davon schaff­ten es jeden­falls in die enge­re Wahl, inter­es­san­ter­wei­se alle von Men­schen aus dem Umfeld der Band oder dem Lead­sän­ger Nika Koch­arov selbst ver­fasst. Am 4. Febru­ar 2016 stell­te der Sen­der GBP sie der Öffent­lich­keit vor und spiel­te sie seit­her regel­mä­ßig im Pro­gramm. Seit­dem durf­ten die Georgier/innen per SMS voten, und – das nen­ne ich mal eine Wahl­be­tei­li­gung! – rund 1.500 Stim­men gin­gen bis heu­te ein. Mehr als 1.300 davon ent­fie­len auf den Titel ‘Mid­ni­ght Gold’. Eine vier­köp­fi­ge inter­na­tio­na­le Jury, bestehend aus dem rus­si­schen Blog­be­trei­ber Andy Mikheev (escK­AZ), dem Mel­lo-Mas­ter­mind Chris­ter Björk­man (SE 1992) und den bereits für Geor­gi­en tätig gewe­se­nen Choreograph/innen Sasha Jean Bap­tis­te und Mar­vin Diet­mann, die ihre Voten heu­te Abend live in der Nach­rich­ten­sen­dung Komu­ni­ka­to­ri durch­ga­ben, ent­schied sich zwar mehr­heit­lich für ‘Sugar and Milk’, konn­te aber gegen die kla­re Über­macht der Zuschau­er­stim­men nichts aus­rich­ten.

Il pleut de l’Or, wie der Schwei­zer sagen wür­de

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Geor­gi­en schickt männ­li­che Loli­tas

Young Geor­gi­an Loli­taz, so nennt sich die aus mit­tel­al­ten, halb­ver­wil­der­ten Her­ren bestehen­de Indie-Rock-Kapel­le, wel­che die Geor­gi­er heu­er zum Song Con­test ent­sen­den. Die von Front­mann Nika Koch­arov gelei­te­te Elek­tro-Alter­na­ti­ve-Band steht aller­dings bis­lang noch eige­nen Bei­trag da, der Sen­der GBP schreibt daher einen offe­nen Kom­po­nis­ten­wett­be­werb aus: bis 8. Janu­ar noch kön­nen inter­es­sier­te Song­schrei­ber ihre Vor­schlä­ge nach Tif­lis schi­cken. Und bevor Ralph Sie­gel auf dum­me Ide­en kommt: gesucht wird etwas mit der “melo­di­schen Song­struk­tur des Alter­na­ti­ve- oder Indie-Rock; mit elek­tro­ni­schen Beats, Syn­ths oder Sam­ples; und mit der Club-Ori­en­tie­rung der Post-Dis­co-Zeit”. Was immer das sein mag. Zur Anre­gung kann man sich, wenn man über star­ke Gehör­nerven ver­fügt, ja den bis­he­ri­gen Musik­ka­ta­log der Loli­taz zu Gemü­te füh­ren, die immer­hin seit 2000 im Geschäft sind.

Bereits mit leich­tem ESC-Fan-Bezug: ‘Gay Swim­mer’ (Reper­toire­bei­spiel)

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Die Vil­la­ge Peop­le sind in Wien: ers­te Pro­ben ers­tes Semi 2015

Seit Mon­tag Mit­tag sind die Spie­le offi­zi­ell eröff­net: in der Wie­ner Stadt­hal­le prob­ten ges­tern und heu­te die 16 Teilnehmer/innen des ers­ten Semi­fi­na­les am kom­men­den Diens­tag. Und obgleich es sich um den aller­ers­ten, tech­ni­schen Durch­lauf han­del­te, der haupt­säch­lich zum Fin­den der rich­ti­gen Kame­ra­ein­stel­lun­gen und Beleuch­tung dien­te, berich­te­ten die zahl­reich in Wien bereits auf­ge­schla­ge­nen Schwur­na­lis­ten natür­lich aus­führ­lich über jedes noch so klei­ne Detail und erstell­ten umge­hend neue Pro­gno­sen. Wenn nicht gera­de kon­tro­vers über den Auf­re­ger des Tages debat­tiert wur­de: so rüs­tet die Wie­ner Stadt­ver­wal­tung der­zeit 120 Fuß­gän­ger­am­peln mit mit neu­en Sym­bo­len aus: händ­chen­hal­tend gemein­sam war­ten­de bzw. lau­fen­de Pär­chen – dar­un­ter auch gleich­ge­schlecht­li­che – sol­len für höhe­re eine Auf­merk­sam­keit der gefähr­de­ten Pas­san­ten sor­gen, ange­sichts des bevor­ste­hen­den Life Balls (Aids­hil­fe-Bene­fiz), des Song Con­tests und dem für Juni ter­mi­ni­n­er­ten CSD aber auch für Tole­ranz wer­ben. Und prompt füh­len sich die hete­ro­se­xu­el­len Euro­vi­si­ons­fans dis­kri­mi­niert, weil der Grand Prix damit in die Nähe einer schwu­len Ver­an­stal­tung gerückt wür­de (ach was!). Dabei mach­te gleich der ers­te Star­ter des ers­ten Semis klar, wes­sen Par­ty das hier ist!

Schwu­ler geht’s nim­mer: der Bahn­hofs­stri­cher und die Bul­len

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