Schlagwort: Gunnar Wicklund

Melo­di­fes­ti­va­len 1966: Some­thing old, some­thing new, some­thing hip and some­thing cool
1966, Die Sechziger, Internationale Vorentscheidungen

Melo­di­fes­ti­va­len 1966: Some­thing old, some­thing new, some­thing hip and some­thing cool

Als das Musterbeispiel schlechthin für einen kontroversen, die Menschheit in glühende Anhänger/innen und völlig verständnislos mit dem Kopf schüttelnde Gegner/innen teilenden Grand-Prix-Beitrag kann der Siegertitel des schwedischen Melodifestivalen 1966 gelten. Sowie als bester Beleg dafür, warum ein derartig umstrittenes Lied in einem Wettbewerb wie dem Eurovision Song Contest einem gefälligen, um keinen Preis anecken wollenden Mainstreamsong zwangsläufig überlegen sein muss (und ja, lieber NDR, der Zaunpfahl, mit dem ich gerade im Schweiße meines Angesichts winke, richtet sich an Dich!). Alles an 'Nygammal Vals' ('Neu-alter Walzer') war ungewöhnlich und schräg. Das fing schon bei den beiden Interpreten an, bzw. mit dem Fakt, dass ein Duo das Lied sang, was beim eher auf Einzelkünstler/in...
1963, Die Sechziger, Internationale Vorentscheidungen, Jurys sind Wichser

SE 1963: von Bie­nen und Blu­men

Es gibt ihn wohl überall, den Typus des unverdrossenen Vorentscheidungsteilnehmers, der es stoisch immer wieder aufs Neue probiert, das Ticket fürs internationale Finale zu ersingen. Bernhard Brink mit seinen sechs Versuchen beim deutschen Vorentscheid ist ein klassisches Beispiel hierfür. Kaum jemand legte dabei indes eine derartige Penetranz an den Tag wie Brinks schwedische Schlagerkollegin Ann-Louise Hanson, die mit insgesamt 13 stets erfolglosen Bewerbungen beim Melodifestivalen (plus einer ebenso folgenlosen Teilnahme am deutschen Vorentscheid 1962) den Rekord hält. Zuletzt ward sie im Jahre 2004 im Mello-Finale gesehen. 1963 gab sie ihr Debüt mit dem kinderliedhaften 'Zum zum zum, lilla Sommarbi', einem possierlichen kleinen Cha-Cha-Cha, der das typische Geräusch thematisierte, welc...
1961, Die Sechziger, Internationale Vorentscheidungen

Melo­di­fes­ti­va­len 1961: Dar­auf sei gepfif­fen!

Dergestalt aprilfrisch ging es zu beim schwedischen Melodifestivalen von 1961, das man meinen konnte, die Show sei von Lenor gesponsert. Der ausrichtende Sender SVT experimentierte fleißig mit dem jungen Format und strich die bisher üblichen acht Radiovorrunden. Stattdessen wählte eine Jury aus rund 550 Einsendungen fünf Songs aus für das im Rahmen der Nordvision erneut ebenfalls in Dänemark, Finnland und Norwegen ausgestrahlte TV-Finale, die wiederum in jeweils zwei verschieden stark orchestrierten Fassungen von unterschiedlichen Sänger/innen interpretiert wurden. Zwei dieser fünf Stücke trugen das Wort 'Frühling' ('Vår') direkt im Titel, ein weiteres besang den Monat 'April', und das vierte hieß 'Spela på Regnbågen'; ein im Lenz besonders häufig anzutreffendes Wetterphänomen. Der meteoro...