Helena Paparizou

Schwe­den 2014: plea­se undo this Result!

Ganz ehrlich, es ermüdet mich ja selbst, Jahr für Jahr die selbe unrealistische Forderung zu wiederholen, aber was bleibt mir angesichts des Ergebnis des gestrigen Melodifestivalen anderes übrig? Also, zum hundertsten Mal: bitte kollektiventmündigt endlich die Schweden! Die schlugen sich gestern im ultraknappen Fotofinish zwischen der bei den internationalen Jurys zweitplatzierten siebenhundertfachen Mello-Teilnehmerin Sanna Nielsen und der erfrischend rotzgörigen Ace Wilder mit hauchdünner Mehrheit auf die Seite der blonden Balladesse, die vor lauter Rührung bei der Siegerreprise den Text vergaß, und erteilten mit sage und schreibe zwei "Poäng" Vorsprung das Plazet für 'Undo', einem von insgesamt vier (!) Frederik-Kempe-Titeln im…
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Vier­ter Super­sams­tag: die Nacht der leben­den Lei­chen

Gute Güte, was für ein katastrophaler Eurovisionssamstag! In gleich zwei ehemals supercoolen Grand-Prix-Nationen verschissen es die Jurys nach wirklich allen Regeln der Kunst, in einem dritten verschissen sie es nur ganz knapp nicht, obwohl man dort eigentlich nichts falsch machen konnte, und in einem vierten war das Resultat nur halb erfreulich. Doch der Reihe nach! Die wohl schlimmste Fehlentscheidung dieser Saison fällten die Juroren in Rumänien. Die dortige Selecția Națională wartete heuer mit zwölf Titeln auf, deren Niveau das diesjährige maltesische Finale in Sachen Harmlosigkeit und Nullrelevanz locker unterbot und die größtenteils noch nicht mal als Unterhaltung auf einem Kreuzfahrtschiff, wo…
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Ers­ter Super­sams­tag 2014: Brö­der Lou­ie

Gleich acht nationale Entscheide und Semis brachte uns der heutige Samstag. Zwei weitere Titel für Kopenhagen stehen fest, in sechs Ländern liefen Vorrunden. Unmöglich, das alles mitzuverfolgen (mittlerweile bin ich kurz davor, eine Internetpetition zu starten, welche die EBU auffordert, die Termine der nationalen Vorentscheidungen zu koordinieren), daher hier nur die wichtigsten drei: Finnland (Finale), Schweden (Semi) und die Schweiz (Finale). Anfangen möchte ich mit der ersten Runde des Melodifestivalen, das damit begann, dass die Moderatoren sich sympathischerweise über den dänischen Siegertitel des Vorjahres mokierten und auf der Bühne öffentlich Flöten verbrannten. Das war dann auch schon der Höhepunkt dieses MF-Qualis,…
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Melo­di­fes­ti­va­len: neu­er Anlauf für Alca­zar

Mit der Veröffentlichung der Teilnehmerlisten für die vier Vorrunden des schwedischen Vorentscheidungsverfahrens Melodifestivalen durch den Sender SVT diese Woche bestätigten sich, wie zu erwarten, die bereits als Gerücht genannten großen Namen: sowohl die früheren Eurovisionsvertreter Helena Paparizou (GR 2005) und Martin Stenmarck (SE 2005) stehen auf der Liste, als auch die teils vielfachen Mello-Teilnehmer Shirley Clamp, Anton Ewald, die frisch gebackene Mutter Linda Bengtzing, Sanna Nielsen und Vorjahres-Publikumssieger Yohio. Einen weiteren Versuch starten außerdem die Disco-Helden Alcazar, die trotz ihrer europaweiten Popularität mit Smash-Hits wie 'Cryin' at the Discotheque' im Heimatland bislang stets am bekanntlich geschmacksbehinderten schwedischen Publikum scheiterten. Mit 'Blame…
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Hele­na Papa­riz­ou beim Melo­di­fes­ti­va­len?

Das schwedische Boulevardblatt Aftonbladet legt mit weiteren (natürlich unbestätigten) Teilnehmernamen für das Melodifestivalen 2014 nach. So wolle es der diesjährige klare Televotingsieger Yohio erneut versuchen, in der vagen Hoffnung, dass sich die leider auch beim MF übermäßig einflussreichen, diabolischen Jurys angesichts der von Österreich bereits fix nominierten bärtigen Frau Conchita Wurst diesmal etwas nachsichtiger mit dem auffällig geschminkten und frisierten schwedischen Pokémon zeigen und ihn nicht ein zweites Mal mit einem gezielten Downvoting um den verdienten Sieg bringen. A propos Sieg: auch die griechische Grand-Prix-Gewinnerin von 2005 und Drittplatzierte von 2001, Helena Paparizou, soll laut Aftonbladet am MF teilnehmen, mit…
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Diven-Dou­ble beim Melo­di­fes­ti­va­len?

Wie die Schlagerboys heute unter Bezug auf das schwedische Aftonbladet berichten, könnte uns beim Melodifestivalen 2012 ein Divenduell der Spitzenklasse bevorstehen: Helena Paparizou gegen Charlotte Perrelli! Chuckys Braut arbeite angeblich wieder mit Frederik Kempe zusammen, von dem immerhin drei der letzten vier schwedischen Beiträgen stammen, darunter des Botoxmonsters letzter Versuch . httpv://www.youtube.com/watch?v=FoMjCubWM9k Mein Hero: Schlagerdiva Charlotte (mehr …)
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<span class="caps">ESC</span> Fina­le 2005: Why don’t you kill me?

ESC Fina­le 2005: Why don’t you kill me?

Angedroht war, dass die letztjährige Siegerin, die von Staatschef Wiktor Juschtschenko zur Eurovisionsbeauftragten ernannte Volksheldin Ruslana, durch den Abend führen solle. Die Galionsfigur der Orangenen Revolution sagte aber in letzter Sekunde ab. Weil sie so viel zu tun habe, dass sie sich nicht richtig vorbereiten könne, so die offizielle Begründung. Jegliche Spekulation über einen Zusammenhang mit ihren eher fragmentarischen Englischkenntnissen ist hingegen so bösartig wie wohl begründet. Ob Mascha und Pascha, die Ersatzmoderatoren, nun so viel besser Englisch sprachen? Es gab an diesem Abend keine rechte Antwort darauf. Denn sie zwitscherte ihre Texte zwischen stets zum debilen Dauergrinsen gebleckten Perlweißzähnen heraus…
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<span class="caps">ESC</span> 2001: …is always repea­ting its­elf

ESC 2001: …is always repea­ting its­elf

Seit jeher bekenne ich mich, wie der geneigte Leser sicher ahnt, als eiserner Verfechter des hundertprozentigen Televoting, eben weil es ein demokratisches Verfahren ist. Und zwar auch dann, wenn ich, wie in diesem Jahr, selbst unter den Ergebnissen zu leiden habe wie ein Hund. Gleich drei der besten Eurovisionsbeiträge aller Zeiten bot dieser Jahrgang auf: gerade mal einer davon schaffte es unter die ersten Drei. Die ersten beiden Plätze des Zuschauerrankings belegen unterdessen Spitzenpositionen in meiner persönlichen Haßlieder-Liste. Kehrseite der Medaille: seit sich der Contest, eben auch dank des Televoting, von einer nur noch von Schwulen verfolgten Randveranstaltung wieder zu einem Massenevent entwickelte, stimmt leider auch…
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