Rus­si­sche Zöll­ner hin­der­ten Hovi Star an der Ein­rei­se

Wie schreck­lich es mit der insti­tu­tio­nel­len rus­si­schen Homo­pho­bie bestellt ist, erfuhr in die­ser Woche der israe­li­sche Euro­vi­si­ons­ver­tre­ter Hovi Star am eige­nen Lei­be. Wie er einem Bericht von Wiwi­bloggs zufol­ge ges­tern Abend in der mal­te­si­schen Talk­show Xara­bank erzähl­te, hin­der­ten ihn Zöll­ner am Flug­ha­fen Mos­kau bei der Ein­rei­se in das Land, das er im Zuge einer Pro­mo­tour besu­chen woll­te. Hovi: “Sie sag­ten mir, ich dürf­te nicht rein. Sie schau­ten in mei­nen Pass, zer­ris­sen ihn und lach­ten mich aus”. Grün­de für die­se unglaub­li­che Behand­lung sei­en nicht genannt wor­den: “viel­leicht, weil ich schwul bin, viel­leicht, weil ich mich so anzie­he, viel­leicht, weil ich Make-up tra­ge – ich weiß es nicht,” so der Künst­ler im Inter­view. Trotz des skan­da­lö­sen Vor­falls, den sei­ne spa­ni­sche Kol­le­gin Barei, die das Gesche­hen als Augen­zeu­gin mit­ver­fol­gen muss­te, am Don­ners­tag in der Zei­tung Lavan­gar­dia publik mach­te, blieb Hovi Star in sei­ner Mit­te: “Mein Song ‘Made of Stars’ han­delt von der Gleich­heit; davon, dass alle gleich sind, gleich gebo­ren, gleich im Ster­ben. Und ich beto­ne immer: schenkt Lie­be – sie ist kos­ten­los. Es gibt kei­nen Grund für Hass, für Nega­ti­vi­tät. Ich habe mich ent­schie­den, es als Leh­re zu ver­bu­chen.” Er lie­be Russ­land, das er schon mehr­fach besucht habe, und wol­le es nicht per­sön­lich neh­men.

Wir leben, wir lächeln und wir geben jedem freie Lie­be”: Bra­vo, Hovi

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