Riverdance-Macher tanzt für Donald Trump

1994 setzte Michael Flately mit dem von ihm choreographierten Riverdance Maßstäbe für die Pausenunterhaltung beim Eurovision Song Contest: die fünfminütige, grandiose Stepptanz-Einlage überstrahlte sämtliche offiziellen Liedbeiträge dieses – allerdings auch besonders grausligen – Jahrgangs und gilt bis dato als kulturelles Aushängeschild Irlands. Eine hohe mediale Beachtung dürfte auch Flatleys heutiger Gig erfahren: der gebürtige Chicagoer mit irischen Wurzeln tritt mit seiner aktuellen Tanztruppe beim Amtseinführungsball des hochgradig umstrittenen, neu gewählten US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump auf – ein Gala-Event, für das ansonsten so ziemlich jeder große Name im Showbusiness absagte, darunter die 1988er Grand-Prix-Gewinnerin Céline Dion. Flatley, der seine Karriere eigentlich 2015 aus gesundheitlichen Gründen beendete, wird nach einem Bericht der Irish Times den Auftritt den Showact hauptsächlich anmoderieren und die Hauptarbeit seinen Tänzern überlassen, die nun gemeinsam mit einem Countrysänger, einer Südstaaten-Rockband und einer Castingshow-Teilnehmerin etwas Glanz in die Party zur Amtsübernahme bringen sollen. Wenn das dann mal nicht der Tanz auf dem Vulkan wird – angesichts der Tatsache, dass ein dermaßen unempathischer Narziss wie Trump demnächst die Abschusscodes der amerikanischen Atomraketen in der Hand hält, kann einem schon ein wenig Bange werden…

Erfreuen wir uns noch mal am Riverdance, solange wir es noch können…

Irland schickt ein blütenreines Boyband-Bübchen

Nach einer Reihe von nicht ganz so erfolgreichen Eurovisionsbeiträgen in den letzten Jahren spart sich das irische Fernsehen für 2017 einen Vorentscheid. Stattdessen beauftragte RTÉ den Musikmogul Louis Walsh damit, einen geeigneten Vertreter für die Grüne Insel zu finden. Der musste nicht lange suchen, hatte er 2014 doch höchstselbst eine sechsköpfige Boyband namens HomeTown aus der Taufe gehoben, die nun, zwei Jahre und zwei Nummer-Eins-Hits später, bereits ihr Verfallsdatum überschritten hat. Und aus der HomeTown-Konkursmasse stammt der Zwanzigjährige, erheblich jünger aussehende Brendan Murray. Ein zartes Knäblein mit der glockenhellen Stimme eines KellyFamily-Mitglieds vor dem Stimmbruch und einem dergestalt milchweißen Teint, dass er problemlos die Hauptrolle in jeder beliebigen Teenie-Vampir-Serie spielen könnte. Selbigen, von ihm gemanagten Murray annoncierte Walsh heute Abend in der irischen Late Late Show als Repräsentanten des katholischen Eilandes in Kiew. Bis 16. Januar 2017 sammelt der Sender nun Liedvorschläge für den Epheben. Ich darf mal spekulieren: etwas folkig-poppiges, so mainstreamiger Singer-Songwriter-Pop? Nicht unbedingt die ermutigendste Nachricht für den NDR, der sehr augenscheinlich ebenfalls auf die Frans-Karte setzt. Aus irischer Perspektive jedoch keine schlechte Strategie – kindliche Unschuld können sie auf der Insel schließlich verdammt gut, wie wir bereits seit Dana (→ IE 1970) wissen…

Murrays Ex-Band covert Adeles ‚Hello‘. Brendan ist derjenige, der den Refrain praktisch alleine stemmt, der Dritte von rechts, der mit dem schlimmsten Justin-Bieber-Mopp

Irland: Obdachlosenchor will zum Song Contest

Wie die irische Zeitung Independent berichtet, schmiedet ein Obdachlosenchor aus Cork Pläne für den Eurovision Song Contest 2017. Das 2014 auf Initiative des ehemaligen Dirigenten des RTÉ-Orchesters, David Brophy, aus der Taufe gehobene und vom Sender begleitete Projekt High Hopes Choir, mit dem Spendengelder für verschiedene Hilfsorganisationen gesammelt werden, landete bereits drei Hits in den irischen Charts. Der erste (und größte) davon, eine Coverversion des auch aus dem deutschen Kino-Kassenschlager ‚Fuck ju, Göhte‘ bekannten Titels ‚High Hopes‘ der irischen Band Kodaline, gab dem Chor, von dem mittlerweile drei Ableger bestehen, seinen Namen. Der jüngste davon, der aus Cork, trat vergangenes Wochenende bei einem dortigen Musikfestival auf, wo man die Eurovisionspläne öffentlich machte. Dazu arbeite man mit dem französischen Komponisten Fabrice Fortune zusammen, der für den Chor ein Lied geschrieben habe, an dem die obdachlosen Sänger/innen nun „hart arbeiten“. Es sei nicht als „Spaßbeitrag“ gedacht, sagte der Corker Chorleiter dem Independent. Vielmehr wolle man mit dem Song „der Eurovision ihr Herz zurückgeben. Wir hoffen, nicht nur eine Botschaft zu senden. Wir wollen diese Botschaft sein“. Eine sehr schöne, herzerwärmende Idee, die allerdings in der harten Realität an der überholten → Sechs-Personen-Regel scheitern dürfte. Aber vielleicht kann das irische Fernsehen die Hoffnungsvollen ja zum brandneuen Eurovision Choir Contest schicken, der 2017 erstmals in Riga stattfinden soll (falls genügend Interessenten zusammenkommen)?

Ein bisschen schief ist es ja schon noch, aber genau das könnte in dem immer perfekter und hochglanzpolierter werdenden Song Contest angenehm herausstechen

Zweites Semifinale 2016: der sich den Wolf tanzt

Måns ist sehr enttäuscht“: das war er, der Satz des Abends, gesprochen vom deutschen Kommentator Peter Urban, nachdem Gastgeberin Petra Mede direkt im Anschluss an den Auftritt des Weißrussen Ivan informierte, dass dieser ursprünglich nackt und in Begleitung von Wölfen zu performen gedachte, was die EBU im Hinblick auf die Regeln leider verbieten musste. Zum Missfallen des komoderierenden Vorjahressiegers, der gerade hinter Petra die Bühne enterte – im Adamskostüm, leider mit einem strategisch platzierten Plüschwolf vor dem Gemächt. Wie dankbar bin ich dem Schweden dafür, dass er ein dergestalt schamlos selbstverliebter, zeigefreudiger Exhibitionist ist, der wirklich keine Gelegenheit auslässt, seinen durchtrainierten Körper möglichst textilfrei der Öffentlichkeit zu präsentieren. Und wie dankbar bin ich den Schweden dafür, dass sie mit solch einer Leichtigkeit durch diesen Abend führten und die Show mit einem wunderbaren Mini-Musical eröffneten, das uns in vier Minuten darüber aufklärte, was die Eurovision eigentlich ist und dabei so fachlich akkurat wie herrlich selbstironisch daherkam. Der Stimmauszählungs-Überbrückungsact ‚Man vs. Machine‘, eine Art Hommage an die Tanzszenen aus dem Achtzigerjahre-Streifen ‚Nummer 5 lebt‘, fiel gegen das bewegende Flüchtlingsballett vom Dienstag zwar etwas ab, ergab aber dennoch eine schöne Pausenunterhaltung. SVT: 12 Points!

Nicht nur Måns ist enttäuscht – ich ebenso: von der Größe seines, ähm, Wolfs!

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Supersamstag 2016: Rettet die Schlagerdiven

Er geht als Abend der Überforderung ein in die Annalen der Eurovisionsforschung, der gestrige Samstag: in zehn Ländern gleichzeitig liefen Grand-Prix-Vorentscheidungen. Darunter drei Finale, von denen eines, nämlich das italienische San-Remo-Festival, ohne Ergebnis zu Ende ging, weil die dortigen Sieger einen Kümmert pullten und das angebotene Ticket nach Stockholm erst mal ausschlugen, sich dann aber doch Bedenkzeit ausboten. Befassen wir uns hier nun aber zunächst mit sechs der sieben Nationen, in denen Vorrunden stattfanden (Island wird von mir, wie angekündigt, mit Nichtachtung gestraft). Die meisten Eurovisionsfans entschieden sich angesichts des massiven Überangebotes wohl für das beliebteste Format, nämlich das schwedische Melodifestivalen, von dem die zweite Vorrunde über die Bühne ging. Und mit einem noch schlechteren musikalischen Aufgebot enttäuschte als die erste vor einer Woche. So richtete sich der Fokus auf das Rahmenprogramm, in dem die schwedische Siegerin von 1999 und erfolglose Titelverteidigerin von 2008, Charlotte Perrelli, einen witzigen (und vorbehaltlos zu unterstützenden) Aufruf zur Rettung der bedauerlicherweise langsam aussterbenden Spezies der Schlagerdiva zu Gehör brachte. Und zwar zur Killermelodie von Helene Fischers ‚Atemlos‘! Damit adelt sie den Titel zur neuen Kampfhymne aller europäischen Schlagerfans. Grandios!

„Rettet Schlagerdiven“, fordert Charlotte. Wo kann ich unterschreiben? (SE)

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Von der Punktefee zum Repräsentanten: Nicky Byrne für Irland

Drei Jahre hintereinander gab er beim Eurovision Song Contest die Punkte aus Dublin durch, nun hofft er selbst auf welche: wie bereits vor Tagen von der irischen Tageszeitung Independent geleakt, wird das ehemalige Westlife-Mitglied Nicky Byrne die grüne Insel vertreten. Der Sender RTÉ bestätigte gestern seine Direktnominierung (die erste in der Geschichte Irlands). Und auch der Titel steht schon fest: ‚Sunlight‘ heißt der, wurde vom Sänger mitkomponiert und klingt wie eine Melange sämtlicher dänischer Beiträge der letzten 15 Jahre. Also hundertprozentig steril und völlig durchschnittlich. Wobei es dem früheren Boyband-Chorsänger (der aufgrund seiner eher mäßigen Vokalkraft in Stockholm wohl ziemlich von seinen Backings abhängig sein wird) durch seinen unbestreitbaren Bryan-Adams-Charme und seine dazu passend leicht kratzige Stimme gelingt, dieses Manko ein wenig auszugleichen. Auch verfügt der Titel über Tempo, so dass man nicht gleich ins Koma fällt, während man seine Augen an Nicky weidet und die Textzeile „I’m your Lover Boy“ durch das gedankliche Hinzufügen eines Kommas an der richtigen Stelle umschwult. Heute in einem Monat will Nicky den Titel live in der Ray D’Arcy Show im irischen TV präsentieren.

Wer sehnt sich da nicht nach Sonnenlicht? Der irische Beitrag 2016

Und der zweite ESC-Song der Saison steht fest. Finalmaterial?

  • Hundertprozentig. Ein schöner Ohrwurm von einem schönen Menschen. Wie soll das nicht ins Finale kommen? (40%, 42 Votes)
  • Hängt wohl von der Präsentation ab, und wie gut seine Backings sind. (35%, 36 Votes)
  • Wohl kaum. Geht zum einen Ohr rein, zum anderen wieder raus. Und singen kann er auch nicht. (19%, 20 Votes)
  • Viel spannender finde ich die Frage, ob die Textzeile "Touch who you wanna" nicht noch zu einem #Aufschrei führt. (6%, 6 Votes)

Total Voters: 104

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Litauen handelt mit Zitronen(bäumen)

Gestern Abend begann in Litauen der endlose Abstimmungsmarathon für den Beitrag des Landes zum Eurovision Song Contest, der noch bis zum 27. Februar 2016 läuft und noch weitere sechs Vorrunden beinhaltet. Dabei steht der Sieger im Grunde genommen bereits fest: Donatas Montvydas, besser bekannt unter dem Namen Donny Montell, der den Baltenstaat bereits 2012 mit dem campen ‚Love is blind‘ vertrat. Der bekennende Michael-Jackson-Fan, der sich bei seinem Vorentscheidungsauftritt mit dem eingängigen, wenn auch arg mittelmäßigen ‚I’ve been waiting for this Night‘ sowohl optisch wie musikalisch als Eleve der EricSaade-Schule des Pop positionierte, gewann die erste Publikumsabstimmung aus dem Stand. Gefährlich werden kann ihm eigentlich nur noch seine Kollegin Erica Jennings (Skamp, LT 2001), die optisch als Wiedergängerin von Niamh Kavanagh (IE 1993) daherkam und mit ihrem zähen Balladenriemen ‚Leading me Home‘ bei den Juroren noch einen Ticken vor Donny lag, vermutlich aufgrund der von ihrem dreiköpfigen Begleitchor gelieferten spärlichen Gospel-Verzierungen.

Mein Gaydar sagt „Ding Dong“: Donny Montell als Ledermaid im Nachthemd

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Jedwards drohen mit ESC-Comeback

Das hat man davon, wenn man seinen Vorentscheid für Jedermann öffnet: in der irischen Sun gaben die Jedwards heute zu Protokoll, erneut beim Eurovision Song Contest antreten zu wollen – diesmal für das Vereinigte Königreich. „Da wären wir definitiv gerne dabei, das wäre eine fantastische Gelegenheit,“ sagte Edward Grimes der Zeitung. „Dieses Mal sind wir aber dabei, um zu gewinnen“. Die hyperaktiven Zwillingsbrüder mit der Viagra-Frisur traten auf dem Höhepunkt ihrer Popularität 2011 und 2012 für ihre Heimat Irland an und erreichten den achten respektive den 19. Platz. Derzeit spielen sie in den USA neues Material ein. Bekanntheit erlangte das Geschwisterduo durch seine Teilnahme an der britischen Ausgabe der Castingshow X-Factor, weswegen sie sich auch gute Chancen bei einem öffentlichen Vorentscheid auf der Insel ausrechnen. Bleibt noch die Frage, ob die BBC ein solches Ansinnen zu verhindern weiß – oder sie ihnen im Falle ihres Sieges ein etwas würdigeres Show-Gimmick finanziert als den müden Zimmerspringbrunnen vom letzten Auftritt…

You smell like Lipstick, again: Jedward wollen’s noch mal wissen

Die Edwards würden gerne noch mal mitmachen.

  • Geil! Die sind so schön unterhaltsam. Ich würd mich freuen! (35%, 23 Votes)
  • Nichts langweilt so sehr wie der Witz von vorgestern. Nein, danke. (32%, 21 Votes)
  • Um Himmels Willen! Bitte nicht schon wieder diese unmusikalischen ADHS-Zwillinge! (18%, 12 Votes)
  • Von mir aus gerne - aber dann gilt: drei Mal dabei, bitte nicht wiederwählen. (15%, 10 Votes)

Total Voters: 66

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Schweden und die HJ: erste Proben zweites Semi 2015

In Wien setzten sich am Mittwoch und Donnerstag die ersten Probedurchläufe fort, diesmal mit den Teilnehmer/innen des zweiten Semifinales vom kommenden Donnerstag. Eine Fortsetzung fand auch die Saga um die händchenhaltenden Ampelmännchen: ausgerechnet die sich selbst als „freiheitlich“ titulierende FPÖ drohte an, die hübsche Geste gegenüber der Eurovisions-Kernzielgruppe (und Umsetzung der Toleranzbotschaft der aktuell regierenden Eurovisionskaiserin Conchita) zur Anzeige zu bringen. Es handele sich um „grüne Klientelpolitik und Steuergeldverschwendung in Reinkultur,“ so der FPÖ-Mann Toni Mahdalik laut Kronenzeitung. Da Beides nicht verboten ist, begründete die FPÖ die Anzeige offiziell mit einem „Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung“ – und musste sich prompt belehren lassen, dass in der StVO „lediglich die Farben Rot, Grün, Gelb geregelt [sind], jedoch nicht die Form“, so Sonja Vicht von der Wiener Stadtverwaltung. Es gilt übrigens nochmals darauf hinzuweisen, dass unter den drei Motiven auch ein Hetero-Pärchen zu sehen ist – was uns wunderbar auf die ersten Starter im zweiten Eurovisionssemi hinleitet…

Beste Stelle bei 0:48 Minuten: ich weiß nicht warum, aber irgendwie scheint mir das mit der erhöhten Aufmerksamkeit nicht ganz zu funktionieren! 

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Irland 2015: When Words are not enough

Selbstaufgabe. Mit nur einen Wort lässt sich das Trauerspiel der irischen Eurovisionsvorentscheidung zusammenfassen, die gestern Abend (mal wieder) im Rahmen der RTÉ-Talkshow Late Late Show über die Bühne ging. Zwei Stunden lang zeigte man Clips der sieben irischen Grand-Prix-Gewinner/innen, präsentierte Medleys und Karaoke mit den bekanntesten Contestmelodien der grünen und ihrer britischen Nachbarinsel, natürlich keine davon frischer als von 1996, und erneut saß die unvermeidliche Linda Martin (IE 1984, 1992) im Kommentatorenpanel. Wohl im Angesicht des Sieges von Conchita Wurst ergänzte RTÉ die Kritikerrunde um eine zweite Dragqueen, Miss Panti Bliss, die laut Wikipedia Berühmtheit erlangte, weil sie 2014 im Fernsehen einige homophobe irische Journalisten und religiöse Institutionen als eben das bezeichnete, woraufhin diese klagten und von RTÉ mit insgesamt 85.000 € abgefunden wurden, was eine öffentliche Debatte um freie Meinungsäußerung und Homophobie auslöste. Aber auch Joe McCaul (IE 2005), Niamh Kavanagh (IE 1993, 2010) und Muriel Day (IE 1969) waren in der Sendung präsent. Zwischen all diesem Schwelgen in der glorreichen Vergangenheit stellte man irgendwie notgedrungen die fünf Titel vor, die für Wien zur Wahl standen – darunter nicht ein wirklich überzeugender.

Erst 16 und schon dreistellige Liebhaberzahlen: Molly spielt mit Nummern

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