HaKok­hav HaBa 2019

Etli­che vor­de­re Plät­ze beim Euro­vi­si­on Song Con­test sowie die aktu­el­le Sie­ge­rin Net­ta Bar­zi­lai sind aus dem Cas­ting­show-For­mat HaKok­hav HaBa (Der nächs­te Star) her­vor­ge­gan­gen, das heu­te Abend wie­der sei­ne Pfor­ten öff­net. Zwei­mal wöchent­lich, sams­tags und diens­tags, jeweils zur bes­ten Prime­time ab 20:15 Uhr deut­scher Zeit, kom­men­tiert eine fünf­köp­fi­ge Jury unter Mit­tä­ter­schaft der ehe­ma­li­gen ESC-Teil­neh­mer/in­nen Harel Skaat (2010) und Shiri Mai­mon (2005) die Auf­trit­te hoff­nungs­fro­her Nach­wuchs­kräf­te, die gegen das uner­bitt­li­che Votum der Zuschauer/innen anträl­lern: bekom­men sie zu wenig Anru­fe, geht die Video­wand her­un­ter, bevor sie fer­tig gesun­gen haben. Aller­dings kann auch die Jury jeder­zeit ein­grei­fen und ihren Lieblingskandidat/innen zusätz­li­che Stim­men zuschum­meln, soll­te ihnen das Aus dro­hen. Die Show läuft auf dem Pri­vat­sen­der Kes­het 12, erst wenn im Febru­ar 2019 der Sie­ger gefun­den ist, über­nimmt der öffent­lich-recht­li­che Kanal Kan und sucht das Lied.

Web­site

Live­stream Kes­het 12

Die Wür­fel sind gefal­len: es geht 2019 nach Tel Aviv!

Das ICC in Tel Aviv

Hur­ra, end­lich star­tet sie ganz offi­zi­ell, die ESC-Sai­son 2019! Heu­te, am 13. Sep­tem­ber 2018, gab die EBU nach lan­gem Gezer­re doch noch die von Fans her­bei­ge­sehn­te Ent­schei­dung bekannt: der nächs­te Euro­vi­si­on Song Con­test fin­det am 14., 16. und 18. Mai 2019 (wie immer: Diens­tag und Don­ners­tag die zwei Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­den, Sams­tag das gro­ße Fina­le) im Inter­na­tio­nal Con­ven­ti­on Cen­ter (ICC) auf dem Expo-Gelän­de in Isra­els Par­ty­me­tro­po­le Tel Aviv statt. Damit haben sich die libe­ra­len Kräf­te gegen­über den Tra­di­tio­na­lis­ten durch­ge­setzt, die das inter­na­tio­na­le Event in der poli­ti­schen und reli­giö­sen Haupt­stadt des Lan­des sehen woll­ten. Nicht nur den quee­ren Fans dürf­te heu­te ein Stein vom Her­zen gefal­len sein, son­dern auch den TV-Macher/in­nen. Tho­mas Schrei­ber vom NDR zählt die wich­tigs­ten Grün­de auf, die ver­mut­lich den Aus­schlag gaben: “aus­rei­chend Hotel­zim­mer mit kur­zen Wegen, kei­ne zeit­li­chen Ein­schrän­kun­gen für Pro­ben, dazu eine Stadt am Mit­tel­meer, die nie­mals schläft. Wir freu­en uns auf Tel Aviv!” Und wie!

Dann kann der Gol­den Boy ja jetzt sein Ver­spre­chen “Befo­re I lea­ve / let me show you Tel Aviv” wahr machen. Ich freu mich drauf!

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Alles wie vor­her: ESC 2019 bleibt trotz Finanz­streit in Isra­el

Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor”: die­ses Faust-Zitat passt ganz wun­der­bar zu den aktu­el­len Rän­ke­schmie­den um die Aus­rich­tung des Euro­vi­si­on Song Con­test 2019 in Isra­el. Dass der Wett­be­werb nach dem Sieg von Net­ta Bar­zi­lai in Lis­sa­bon in dem Nah­ost­land statt­fin­den soll, wis­sen wir bereits seit Mai 2018. Dass es eine Feh­de um den mög­li­che Aus­tra­gungs­ort gibt, mit dem welt­of­fe­nen Tel Aviv und der umstrit­te­nen reli­giö­sen Haupt­stadt Jeru­sa­lem als aus­sichts­reichs­te Bewer­ber, auch. Nun stand in den letz­ten Tagen die gesam­te Aus­rich­tung auf Mes­sers Schnei­de, weil sich der Sen­der Kan und die israe­li­sche Regie­rung eine Aus­ein­an­der­set­zung um die Finan­zie­rung des von der EBU gefor­der­ten Pfand­gel­des in Höhe von 12 Mil­lio­nen Euro (!) lie­fer­ten. Das ver­lan­gen die Gen­fer seit die­sem Jahr als Aus­fall­ga­ran­tie für den Fall, dass die Show aus irgend­wel­chen Grün­den (Orga­ni­sa­ti­ons­cha­os, Poli­tik, höhe­re Gewalt) kurz­fris­tig ver­legt wer­den muss. Kan woll­te die­sen Betrag nicht aus sei­ner Scha­tul­le neh­men, die bereits durch die Aus­rich­tung des Wett­be­werbs belas­tet ist, und for­der­te Hil­fe vom Finanz­mi­nis­te­ri­um. Dort war man aller­dings der Mei­nung, bei einem Jah­res­bud­get von 177 Mil­lio­nen Euro müs­se der Sen­der den Betrag selbst finan­zie­ren. Auf­grund des anhal­ten­den Ver­hand­lungs­ma­ra­thons ver­län­ger­te die EBU die Zah­lungs­frist bereits um 14 Tage – bis zum gest­ri­gen Stich­tag.

I don’t care about your Ste­fa, Baby”: Net­ta ist Geld egal. Der EBU nicht.

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Von Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­le 2018

Hat das Land so eine Art von Geheim­ver­trag mit dem Kar­ma? Oder wie schafft Isra­el es sonst, sei­ne Euro­vi­si­ons­sie­ge mit einer der­ar­ti­gen mathe­ma­ti­schen Prä­zi­si­on in Abstän­den von jeweils exakt 20 Jah­ren über die Grand-Prix-Geschich­te zu ver­tei­len? Und das auch noch mit einem jeweils ziem­lich ähn­li­chen Kon­zept: 1978 schaff­te es Izhar Cohen auf dem Höhe­punkt der Dis­co­wel­le mit einem tanz­ba­ren, von der uni­ver­sa­len Lie­be unter den Men­schen han­deln­den Kin­der­lied namens ‘A Ba Ni Bi’ und einer sen­sa­tio­nel­len Mar­ge-Simp­son-Fri­sur, die Jurys im Sturm zu erobern; 1998 gelang der kämp­fe­ri­schen Trans­se­xu­el­len Dana Inter­na­tio­nal mit dem Tanz­flä­chen­fül­ler ‘Diva’ der bis heu­te wich­tigs­te, weil ein unüber­seh­ba­res, die gesell­schaft­li­che Libe­ra­li­tät beflü­geln­des Zei­chen für Tole­ranz und Respekt gegen­über dem Anders­sein set­zen­de Sieg in der Euro­vi­si­ons­his­to­rie. Und nun, wei­te­re 20 Jah­re spä­ter, führt die fan­tas­ti­sche, vor selbst­be­wuss­tem Charme nur so sprü­hen­de Wucht­brum­me Net­ta Bar­zi­lai die­se pro­gres­si­ve Tra­di­ti­on fort und gewinnt mit der unglaub­lich spa­ßi­gen, eben­falls extrem tanz­ba­ren Eman­zi­pa­ti­ons­hym­ne ‘Toy’, einem so unver­krampf­ten wie kraft­vol­len Bei­trag zur aktu­el­len Femi­nis­mus­de­bat­te, die euro­päi­schen Lie­der­wett­spie­le. Wie wun­der­bar!

Sie sei eine “schö­ne Krea­tur”, behaup­tet die hier vor ihren gol­de­nen “Bären” (Peter Urban) zu sehen­de Net­ta in ihrem Song über sich selbst. Völ­lig zu Recht. Und ein Vor­bild dazu (IL).

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Hys­te­rie in der Bub­ble: Ele­ni ist neue Wett­quo­ten­kö­ni­gin

Seit Mona­ten führ­te die Israe­lin Net­ta Bar­zi­lai mit ihrem Bei­trag ‘Toy’ unan­ge­foch­ten die Lis­ten der inter­na­tio­na­len Wett­bü­ros für einen Sieg beim Euro­vi­si­on Song Con­test 2018 an. Bis heu­te früh. Gewis­ser­ma­ßen auf dem letz­ten Meter über­hol­te sie da die für Zypern antre­ten­de Ele­ni Fou­rei­ra mi ihrer Num­mer ‘Fue­go’. Und ein schö­ne­res Para­de­bei­spiel für über­schnap­pen­de Fan-Hys­te­rie in der her­me­tisch in ihrem eige­nen Saft schmo­ren­den Bub­ble könn­te es mei­nes Erach­tens nicht geben. Sowie für die Art und Wei­se, wie das Beloh­nungs­zen­trum in unse­rem Gehirn, der Nucleus accum­bens, arbei­tet. Der schüt­tet bekannt­lich Dopa­min aus, den Boten­stoff, der uns mit Glücks­ge­füh­len belohnt, wenn etwas (eine Situa­ti­on, eine Leis­tung) deut­lich bes­ser ist als unse­re Erwar­tun­gen hier­an. So, wie gera­de bei ‘Fue­go’. Als die­ser Song im März die­sen Jah­res in Form eines mit gespon­ser­ten Ana­nas und Bana­nen ver­zier­ten Video­clips das Licht der Welt erblick­te, nahm die inter­es­sier­te Öffent­lich­keit ihn als ein hoch­glanz­po­lier­tes Stück “Fast Food Music”Sal­va­dor Sobral) mit faden­schei­ni­gen Lyrics und hohem Poten­ti­al für einen Car Crash wahr. Lie­gen die Fähig­kei­ten ihrer Inter­pre­tin doch bekannt­lich eher im Tän­ze­ri­schen als beim Sin­gen.

Merk­wür­dig: wenn der schwar­ze Block bei Demos unschul­di­ge Autos abfa­ckelt, sind alle empört…

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Ich dach­te immer, Du seist bil­lig: fünf­ter Pro­ben­tag in Lis­sa­bon

Am heu­ti­gen Don­ners­tag dreh­te sich alles um Unfäl­le in der zwei­ten Pro­ben­run­de der ers­ten Semi­fi­na­lis­ten zum Euro­vi­si­on Song Con­test 2018 in Por­tu­gal. Auf­grund eines Ver­kehrs­un­fal­les, der einen Stau in der Lis­sa­bon­ner Innen­stadt ver­ur­sach­te, kam die dort fest­ste­cken­de islän­di­sche Dele­ga­ti­on heu­te Mor­gen zu spät, so dass Ari Olafs­sons Pro­be ver­scho­ben wer­den muss­te. Die grö­ße­re Rol­le spiel­ten jedoch die Rücken­ver­let­zun­gen, die sich der tsche­chi­sche Teil­neh­mer (und Sie­geraspi­rant) Miko­las Josef ver­gan­ge­nen Sonn­tag bei einem Sal­to zuge­zo­gen hat­te und die einen Kran­ken­haus­auf­ent­halt not­wen­dig mach­ten. Josef erschien, wie bereits ange­kün­digt, den­noch heu­te zum zwei­ten Durch­lauf und absol­vier­te – mit zusam­men­ge­bis­se­nen Zäh­nen, wie die Blog­ger vor Ort beob­ach­te­ten – bra­vou­rös auch etli­che klei­ne­re Tanz­be­we­gun­gen und die artis­tisch-alber­nen Spie­le­rei­en mit sei­nem Ruck­sack, dem ihm sei­ne Begleittänzer/innen zuerst von der Schul­ter lupf­ten, ein­mal durch die Luft wir­bel­ten und dann wie­der drauf­pack­ten. Er ach­te­te jedoch akri­bisch dar­auf, sich nicht über­zu­stra­pa­zie­ren und brach die Durch­läu­fe mehr­fach wegen irgend­wel­cher Klei­nig­kei­ten ab: da scheint noch ein gehö­ri­ges Trau­ma in ihm zu ste­cken.

Heu­te nur im Schon­gang: mit sicher­heits­hal­ber noch ange­zo­ge­ner Hand­brem­se ver­liert Miko­las’ Per­for­mance lei­der viel von ihrem Spaß-Fak­tor.

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Die Rück­kehr des Flat­ter­lap­pens: ers­ter Pro­ben­tag in Lis­sa­bon

So, höchs­te Zeit, dass die­ser Blog aus sei­nem Dorn­rös­chen­schlaf erwacht: am gest­ri­gen Sonn­tag eröff­ne­te das – ange­reis­ten Schwur­na­lis­ten zufol­ge viel zu klei­ne – Pres­se­zen­trum in der Lis­sa­bon­ner Alti­ce-Are­na zur Über­tra­gung der ers­ten Kame­ra­pro­ben für das in acht Tagen ange­setz­te ers­te Semi des Euro­vi­si­on Song Con­test 2018. 19 Songs buh­len in die­sem bekannt­lich um einen der knap­pen zehn Plät­ze für das Fina­le. Und auch wenn die­se haupt­säch­lich für die Kame­ra­ein­stel­lun­gen und den Sound­check gedach­ten Pro­ben noch kei­nen umfas­sen­den Auf­schluss über die end­gül­ti­ge Per­for­mance in den bei­den Shows geben, in denen es zählt – näm­lich dem Jury­fi­na­le am kom­men­den Mon­tag und der TV-Show am 8. Mai, – so lässt sich doch zumin­dest ein Blick auf die Cho­reo­gra­fie- und Out­fit-Ide­en der Dele­ga­tio­nen erha­schen. Und da scheint sich in die­sem Jahr ein klei­ner Trend zurück zum Flat­ter­lap­pen zu ent­wi­ckeln, also zur Büh­nen­kla­mot­te mit lan­gen, kei­nem unmit­tel­ba­ren Beklei­dungs­zweck dien­li­chen Exten­si­ons, die man wun­der­bar effek­tiv im Sturm der Wind­ma­schi­ne wehen las­sen kann, um auch ohne LED-Wän­de etwas Dyna­mik in den Auf­tritt zu bekom­men.

Jeden Moment hebt sie ab: Aser­bai­dschans Aisel trotz der stür­mi­schen Hoch­see.

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IL 2018: Kuku­ri­ku

Schon des Näch­tens sup­pte er durch, der eigent­lich bis zur offi­zi­el­len Prä­sen­ta­ti­on heu­te Abend unter Ver­schluss zu hal­ten­de israe­li­sche Euro­vi­si­ons­bei­trag 2018. Wor­auf­hin das Land in den Wett­bü­ros sofort auf den Spit­zen­platz schoss. Kein Wun­der: Net­ta Bar­zi­lais femi­nis­ti­sche Hym­ne ‘Toy’ ver­eint einen außer­ge­wöhn­li­chen, authen­ti­schen Gesangs­stil mit einem aktu­el­len gesell­schafts­po­li­ti­schen Anlie­gen – der in Hol­ly­wood gestar­te­ten, aber mitt­ler­wei­le glo­ba­len #metoo-Bewe­gung – und, am Wich­tigs­ten, einem star­ken, Spaß machen­den Pop-Track. Zusam­men­ge­hal­ten wird das von Doron Meda­lie (‘Gol­den Boy’, IL 2015) kom­po­nier­te und aus 140 Ein­sen­dun­gen aus­ge­wähl­te ‘Toy’ von der natur­ge­wal­ti­gen Per­sön­lich­keit der Wucht­brum­me Net­ta, einer Art israe­li­scher Beth Dit­to: dick, laut, talen­tiert und abso­lut fabel­haft! Die berech­tig­te Sie­ge­rin der vom Sen­der rein zur Ermitt­lung der Reprä­sen­tan­tin genutz­ten Euro­vi­si­ons-Cas­ting­show HaKok­hav Haba scheut weder vor dem Ein­satz eines Loo­pers noch vor iro­nisch ein­ge­setz­tem Gackern zurück. Und unter­streicht damit nur die läs­si­ge Ernst­haf­tig­keit ihrer Mes­sa­ge, dass Frau­en kei­ne Spiel­zeu­ge für Jungs sind.

Eine Hen Night der ande­ren Art: Net­ta gackert für mehr Frei­heit.

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IL 2018: Vor­sprung durch Tech­nik

Da kommt eine span­nen­de Grund­satz­de­bat­te auf uns zu: wie weit darf der Ein­satz von Tech­nik beim Euro­vi­si­on Song Con­test gehen? Am gest­ri­gen Abend gewann die 25jährige Wucht­brum­me Net­ta Bar­zi­lai mit­hil­fe der Jury ziem­lich knapp die israe­li­sche Grand-Prix-Cas­ting­show HaKok­hav Haba, hier­zu­lan­de gefloppt unter dem Titel Rising Star. Net­tas Mar­ken­zei­chen in der Show war der exzes­si­ve Ein­satz eines Loo­pers, also eines manu­ell gesteu­er­ten tech­ni­schen Trick­käst­chens, mit des­sen Hil­fe man Instru­men­te, Geräu­sche oder die eige­ne Stim­me auf­neh­men, elek­tro­nisch belie­big bear­bei­ten (sprich: mit Hall unter­le­gen, ver­stär­ken, ver­dop­peln, ver­frem­den) und in Dau­er­schlei­fe gewis­ser­ma­ßen als selbst­ge­mach­ten Begleit­chor oder musi­ka­li­sche Unter­ma­lung zum eige­nen Live-Gesang abspie­len kann. Die­se rela­tiv preis­güns­ti­gen Gerä­te erfreu­en sich seit Jah­ren zuneh­men­der Beliebt­heit, beson­ders vir­tuo­se Anwender/innen sind damit in der Lage, aca­pel­la und live ein Lied mit kom­plet­ter Instru­men­tie­rung und allen Fines­sen zu bau­en. Net­ta beein­druck­te bei HaKok­hav Haba dank des Loo­pers mit sen­sa­tio­nel­len Bear­bei­tun­gen von Hits wie ‘Rude Boy’ oder ‘Gang­nam Style’.

Erklärt mehr als tau­send Wor­te: Net­ta führt der israe­li­schen Jury die Ein­satz­mög­lich­kei­ten des Loo­pers vor (Reper­toire­bei­spiel).

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Zwei­tes Semi­fi­na­le 2017: We have lost our Vero­na

Zwei der iri­schen Backings © Mar­tin Schmidtner

War­um macht ihr so etwas, lie­be Büh­nen­bild­ver­ant­wort­li­che? War­um ver­steckt ihr in die­sem Jahr prak­tisch alle die Chorsänger/innen hin­ter der Büh­ne? Schon im ers­ten Semi­fi­na­le 2017 am ver­gan­ge­nen Diens­tag irri­tier­te es maß­los, wenn man mit den Augen ledig­lich eine ein­zel­ne, völ­lig ver­lo­ren im Far­ben­wir­bel des Back­drops ver­schwin­den­de Per­son auf der Büh­ne sah, gleich­zei­tig jedoch mit den Ohren wah­re Cho­rä­le erschal­len hör­te und das völ­lig über­for­der­te, bedau­erns­wer­te Gehirn die­se bei­den sich gegen­sei­tig wider­spre­chen­den Sin­nes­wahr­neh­mun­gen irgend­wie zusam­men bekom­men soll­te, ohne dabei zu implo­die­ren. Bei der gest­ri­gen zwei­ten Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de dann, erneut aus­ge­tra­gen in der nur mäßig besetz­ten Inter­na­tio­na­len Aus­stel­lungs­hal­le zu Kiew, erneut bestückt mit der irgend­wo zwi­schen Raum­schiff Enter­pri­se und der Außen­re­kla­me für das berühmt-berüch­tig­te Ree­per­bahn-Eta­blis­se­ment Zur Rit­ze chan­gie­ren­den Büh­ne sowie den drei kom­plett unlus­ti­gen Mode­ra­to­ren Tick, Trick und Track, nerv­te es nur noch. Zumal man uns damit um eini­ge Augen­wei­den brach­te, so bei­spiels­wei­se um die zwei rot­haa­ri­gen Hin­gu­cker des milch­bü­bi­gen Iren Bren­dan Mur­ray, die deut­lich mehr her­ge­macht hät­ten als der arm­se­li­ge, wind­schie­fe und zu allem Übel auch noch am Boden blei­ben­de Fes­sel­bal­lon, den die RTÉ-Dele­ga­ti­on statt­des­sen als schlecht über­leg­tes Büh­nen­gim­mick mit­brach­te.

Zwei­ein­vier­tel Stun­de frag­wür­di­ge Musik und noch frag­wür­di­ge­re Gar­de­ro­ben: das zwei­te Semi­fi­na­le 2017 am Stück

wei­ter­le­senZwei­tes Semi­fi­na­le 2017: We have lost our Vero­na