NO 1965: Nur die aller­bes­te Melk­ma­schi­ne

Erfri­schend kurz war er, der sechs­te Norsk Melo­di Grand Prix: nur etwas über eine hal­be Stun­de brauch­te man für die Anmo­de­ra­ti­on und die Vor­stel­lung der fünf zur Wahl ste­hen­den Titel, dar­ge­bo­ten jeweils von zwei ver­schie­de­nen Interpret/innen in unter­schied­li­chen Instru­men­tie­run­gen. Was dem Sen­der NRK die Chan­ce gab, ver­mit­tels einer geschick­ten Cho­reo­gra­phie von dem dür­ren musi­ka­li­schen Ange­bot abzu­len­ken: im ers­ten Durch­gang prä­sen­tier­te man die Lie­der mit einer auf das Not­wen­digs­te redu­zier­ten Begleit­band, gewis­ser­ma­ßen in einer beson­ders inti­men Fas­sung. Nach­dem sich das Publi­kum so einen Über­blick über das Menü ver­schaf­fen und jede/r für sich per­sön­lich schon mal den am wenigs­ten furcht­bars­ten Titel bestim­men konn­te, wie­der­hol­te der Sen­der alle fünf Lie­der, dies­mal in ande­rer Rei­hen­fol­ge, mit gro­ßem Orches­ter und ent­spre­chend aus dem Vol­len schöp­fen­den Arran­ge­ment, so dass die eher schwäch­li­chen Songs im Ver­gleich zur ers­ten Run­de bei­na­he schon gut klan­gen. Nach dem öffent­li­chen Auf­ruhr im Vor­jahr, als die Jury einen der größ­ten Hits der nor­we­gi­schen Euro­vi­si­ons­ge­schich­te, näm­lich Wencke Myh­res Revol­ten­schla­ger ‘Lat me være ung’, igno­rier­te, leg­te der NRK die Ent­schei­dung dies­mal in die Hän­de der Zuschauer/innen, die anschlie­ßend per Post­kar­ten­ent­scheid ihren Lieb­lings­ti­tel wäh­len durf­ten.

Nur das aller‑, aller­bes­te: die drei­ßig Minu­ten des nor­we­gi­schen Vor­ent­scheids 1965.

Wei­ter­le­senNO 1965: Nur die aller­bes­te Melk­ma­schi­ne