Jed­wards dro­hen mit ESC-Come­back

Das hat man davon, wenn man sei­nen Vor­ent­scheid für Jeder­mann öff­net: in der iri­schen Sun gaben die Jed­wards heu­te zu Pro­to­koll, erneut beim Euro­vi­si­on Song Con­test antre­ten zu wol­len – dies­mal für das Ver­ei­nig­te König­reich. “Da wären wir defi­ni­tiv ger­ne dabei, das wäre eine fan­tas­ti­sche Gele­gen­heit,” sag­te Edward Gri­mes der Zei­tung. “Die­ses Mal sind wir aber dabei, um zu gewin­nen”. Die hyper­ak­ti­ven Zwil­lings­brü­der mit der Via­gra-Fri­sur tra­ten auf dem Höhe­punkt ihrer Popu­la­ri­tät 2011 und 2012 für ihre Hei­mat Irland an und erreich­ten den ach­ten respek­ti­ve den 19. Platz. Der­zeit spie­len sie in den USA neu­es Mate­ri­al ein. Bekannt­heit erlang­te das Geschwis­ter­duo durch sei­ne Teil­nah­me an der bri­ti­schen Aus­ga­be der Cas­ting­show X‑Factor, wes­we­gen sie sich auch gute Chan­cen bei einem öffent­li­chen Vor­ent­scheid auf der Insel aus­rech­nen. Bleibt noch die Fra­ge, ob die BBC ein sol­ches Ansin­nen zu ver­hin­dern weiß – oder sie ihnen im Fal­le ihres Sie­ges ein etwas wür­di­ge­res Show-Gim­mick finan­ziert als den müden Zim­mer­spring­brun­nen vom letz­ten Auf­tritt…

You smell like Lip­s­tick, again: Jed­ward wollen’s noch mal wis­sen

Die Edwards wür­den ger­ne noch mal mit­ma­chen.

  • Geil! Die sind so schön unter­halt­sam. Ich würd mich freu­en! (35%, 23 Votes)
  • Nichts lang­weilt so sehr wie der Witz von vor­ges­tern. Nein, dan­ke. (32%, 21 Votes)
  • Um Him­mels Wil­len! Bit­te nicht schon wie­der die­se unmu­si­ka­li­schen ADHS-Zwil­lin­ge! (18%, 12 Votes)
  • Von mir aus ger­ne – aber dann gilt: drei Mal dabei, bit­te nicht wie­der­wäh­len. (15%, 10 Votes)

Total Voters: 66

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Fri­sche, eis­ge­kühl­te Wurst: Con­chi­ta bei Wet­ten dass

Am 8. Novem­ber kommt die vor­letz­te Aus­ga­be des ZDF-Unter­hal­tungs­di­no­sau­ri­ers Wet­ten, dass? aus Graz. Dies­mal gibt es sogar einen Grund, ein­zu­schal­ten: die aktu­el­le Grand-Prix-Köni­gin Con­chi­ta Wurst stellt näm­lich in der Show ihre mit Span­nung erwar­te­te, neue Sin­gle ‘Heroes’ vor. Die wer­de kein biss­chen wie ‘Rise like a Phoe­nix’ klin­gen und auch ohne gro­ßes Orches­ter aus­kom­men, wie die Wurst der Nach­rich­ten­agen­tur APA sag­te: “Ich war selbst über­rascht ob der Tat­sa­che, dass ich so cool klin­gen kann”. An ihrem Album bas­telt sie wei­ter­hin in aller Ruhe, dies soll erst 2015 erschei­nen, um einen künst­le­risch ent­täu­schen­den Schnell­schuss zu ver­mei­den. Wir­bel gab es zwi­schen­zeit­lich um ihren Auf­tritt vor dem Euro­pa­par­la­ment, wo sie Anfang des Monats auf Ein­la­dung meh­re­rer Frak­tio­nen ein Mini-Kon­zert gab und in einer anschlie­ßen­den Pres­se­kon­fe­renz mehr Enga­ge­ment für glei­che Rech­te ein­for­der­te. Dies behag­te nicht jedem: so pro­tes­tier­te unter ande­rem die deut­sche AfD-Abge­ord­ne­te Bea­trix von Storch, in der Ver­gan­gen­heit schon öfters durch homo­pho­be Äuße­run­gen auf­ge­fal­len, gegen den “bes­ten­falls über­flüs­si­gen” Auf­tritt der bär­ti­gen Drag­queen. Con­chi­tas Replik: “Sie müs­sen mich nicht mögen, aber sie müs­sen respek­tie­ren, dass ich hier bin”.

Unbrea­ka­ble: die Wurst in Brüs­sel

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Amt­lich: iri­scher Vor­ent­scheid mit Jed­ward

Euro­vi­si­ons­ge­rüch­te bewahr­hei­ten sich ja in 95% aller Fäl­le. So auch hier: heu­te bestä­tig­te der iri­sche Sen­der RTÉ end­lich offi­zi­ell, dass Jed­ward beim Vor­ent­scheid der Insel für Baku dabei sind. Aller­dings nicht allei­ne: wie schon 2011 soll es einen Wett­be­werb mit fünf Fina­lis­ten unter der Betreu­ung pro­mi­nen­ter Paten geben. Die Gri­mes-Zwil­lin­ge kön­nen sich wohl über die müt­ter­li­che Für­sor­ge Lin­da Mar­tins (‘Why me’) freu­en – und dürf­ten ange­sichts ihrer der­zei­ti­gen Popu­la­ri­tät mit kei­ner ernst­haf­ten Kon­kur­renz zu rech­nen haben. Wenn­gleich sie sich, auch dar­an soll erin­nert sein, in die­sem Jahr in einer Zit­ter­par­tie mit nur zwei Pünkt­chen Vor­sprung ham­mer­knapp gegen Nik­ki Kava­nagh durch­zu­set­zen ver­moch­ten.

httpv://youtu.be/blpZyOsug30
Everything’s beau­ti­ful at the Bal­let…

Dana: then she’s gone, dam da dam

Unge­fähr so beliebt wie hier­zu­lan­de Gui­do Wes­ter­wel­le scheint in ihrem Hei­mat­land die eins­ti­ge Euro­vi­si­ons­sie­ge­rin Dana (1970, ‘All kinds of every­thing’) zu sein. Erwar­tungs­ge­mäß lan­de­te die bür­ger­lich auf den Namen Rose­ma­ry Scal­lon hören­de Sän­ge­rin, die sich als eine von sie­ben Kandidat/innen um das Prä­si­den­ten­amt der Grü­nen Insel bewarb, bei der Wahl am Wochen­en­de mit knapp 3% abge­schla­gen auf dem vor­letz­ten Platz. Die streng reli­giö­se Dana, die sich bereits schon ein­mal erfolg­los für die­se Funk­ti­on, wie in Deutsch­land ledig­lich eine Art Grüß­au­gust ohne wirk­li­che poli­ti­sche Macht, zur Wahl stell­te und auch eine Zeit­lang im Euro­pa­par­la­ment saß, tritt poli­tisch vor allem für ein strik­tes Abtrei­bungs­ver­bot und gegen glei­che Rech­te für Schwu­le und Les­ben ein. Um so pikan­ter, dass der Homo-Akti­vist David Nor­ris mehr als dop­pelt so vie­le Stim­men wie sie bekam. Es gewann am Ende übri­gens der 70jährige (was für eine hüb­sche nume­ri­sche Koin­zi­denz) Labour-Kan­di­dat Micha­el Higgins.

httpv://www.youtube.com/watch?v=kDGFuXAbxnI
Mit der rosa Bril­le eher mehr­heits­fä­hig: Dana Natio­nal

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Jed­ward: Kas­sen­gift am Kiosk

Wäh­rend der iri­sche Sen­der RTÉ gerüch­te­wei­se über­legt, Jed­ward erneut zum Song Con­test antre­ten zu las­sen, bescher­ten die Gri­mes-Buben der deut­schen Jugend­zeit­schrift Bra­vo ein Rekord­tief: wie Meedia.de heu­te berich­tet, ver­kauf­te sich die Aus­ga­be 38/2011, mit dem Zwil­lings­pär­chen auf dem Cover, um fast 20% schlech­ter als üblich. Mit nur 280.000 abge­setz­ten Exem­pla­ren, rund 50.000 weni­ger als im Durch­schnitt, erreich­te die Tee­nie-Pos­til­le ihr schwächs­tes Ergeb­nis aller Zei­ten. Die zwei­ma­li­ge deut­sche Ver­tre­te­rin Lena Mey­er-Land­rut gewann unter­des­sen die Inter­net­abstim­mung um den “Best Ger­man Act” bei den MTV Euro­pe Music Awards. Und ist nun im Ren­nen um die Tro­phäe für Euro­pas belieb­tes­ten Künst­ler, die am 6. Novem­ber ver­lie­hen wird, iro­ni­scher­wei­se im nord­iri­schen Bel­fast.

httpv://www.youtube.com/watch?v=zW2UZSoZs‑w
Ob das nun noch gilt?

Jed­ward: Euro­vi­si­ons­dop­pel?

Wie das Bou­le­vard­blatt The Star heu­te ver­brei­tet, pla­nen die iri­schen Hyper­ak­ti­vi­täts­zwil­lin­ge James und Edward Gri­mes (ali­as Jed­ward), in Baku erneut für die grü­ne Insel anzu­tre­ten. Ihr Mana­ger Lou­is Walsh sag­te der Zei­tung: “Die wol­len das unbe­dingt. In den letz­ten fünf Mona­ten konn­ten sie sich eine Fan­ba­sis in Län­dern wie Schwe­den, Polen, Russ­land, Deutsch­land und Est­land auf­bau­en. Sie sind über­zeugt, dies­mal gewin­nen zu kön­nen.” Und Keith Mills von AKOE berich­tet im ESC­na­ti­on Mes­sa­ge Board, jemand vom iri­schen Sen­der RTÉ habe ihm bestä­tigt, dass es Ver­hand­lun­gen mit Jed­ward hin­sicht­lich einer erneu­ten Teil­nah­me gebe. Dann kön­nen wir uns wohl schon mal auf eine Rück­kehr der hüp­fen­den Hoch­fri­su­ren freu­en!

httpv://www.youtube.com/watch?v=wHh8MWhQJV0
Ste­hen wir so viel geball­te Hip­pe­lig­keit noch­mal durch?

ESC Fina­le 2011: I’m sca­red ton­ight

Logo ESC 2011 Finale
Das schwe­di­sche Jahr

Euro­pa macht mir Angst. Erst ver­wies es, natür­lich unter tat­kräf­ti­ger Mit­hil­fe der geron­ti­schen Jurys, in den Semis mei­ne bei­den jewei­li­gen Lieb­lings­bei­trä­ge, das wun­der­bar opti­mis­ti­sche ‘Haba haba’ (NO) und das exzel­lent dra­ma­ti­sche ‘San Ange­los s’a­ga­pi­sa’ (CY), auf die vor­letz­ten Plät­ze. Und dann bestimm­te es im Fina­le einen musi­ka­lisch glatt­ge­bü­gel­ten, belie­bi­gen Seicht­kram zum Sie­ger, in dem sehr offen­sicht­lich die Zwangs­he­te­ro­se­xua­li­sie­rung eines bedau­erns­wer­ten, sehr offen­sicht­lich nicht inter­es­sier­ten Jüng­lings durch eine an Jah­ren und Erfah­rung rei­che Frau zele­briert wird. Bei evan­ge­li­ka­len Fun­da­men­ta­lis­ten mit ihren absur­den Homo-Hei­lungs-Pro­gram­men dürf­ten die Sekt­kor­ken geknallt haben. Für mich wur­de an die­sem Abend ein beträcht­li­ches Stück der schwu­len Iden­ti­tät des Grand Prix Euro­vi­si­on zu Gra­be getra­gen. Ein trau­ri­ger Tag für mei­ne Lieb­lings­ver­an­stal­tung.

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ESC 2. Semi 2011: Cau­se I know it’s pasi­bel

Logo des Eurovision Song Contest 2011 (Semi 2)
Das schwe­di­sche Jahr

Es geht doch, wenn man nur will: die ARD kann eine Euro­vi­si­ons­sen­dung ohne pein­li­che Tech­nikpan­nen stem­men; Anke Engel­ke kann auch rich­ti­ge Abend­klei­der tra­gen (und dar­in fan­tas­tisch aus­se­hen); Ste­fan Raab kann wit­zig sein (als Side­kick von Anke Engel­ke, die bereits mit der Mode­ra­ti­on der bei­den Semis allen Schmach, den uns Mar­le­ne Cha­rells über­am­bi­tio­nier­tes Strau­cheln 1983 bescher­te, mehr als wett­mach­te) und das Ers­te kann einen rich­tig guten Pau­se­nact orga­ni­sie­ren, der mul­ti­kul­tu­rell wirkt und den­noch etwas mit dem ver­an­stal­ten­den Land zu tun hat. A pro­pos Mul­ti­kul­ti: noch nie war ich so begeis­tert von den Post­kar­ten! Die schöns­ten Sei­ten Deutsch­lands im Märk­lin-Style, ver­knüpft mit hier leben­den und arbei­ten­den Men­schen aus dem jewei­li­gen Teil­neh­mer­land: ich glau­be, welt­of­fe­ner und sym­pa­thi­scher hät­ten wir uns nicht prä­sen­tie­ren kön­nen. Ich lie­ben!

Wei­ter­le­senESC 2. Semi 2011: Cau­se I know it’s pasi­bel