Jo Roland

Vor­ent­scheid CH 1956, 1957, 1959, 1960, 1961, 1963, 1964.
Der als Rolan­do Bonar­del­li gebo­re­ne Sohn eines ita­lie­ni­schen Opern­sän­gers und einer fran­zö­si­schen Schau­spie­le­rin (*1932), auch bekannt als “Schwei­zer Per­ry Como”, ver­such­te es sie­ben Mal erfolg­los beim hel­ve­ti­schen Vor­ent­scheid. 1961 trat er mit sei­nem Bei­trag statt­des­sen beim pol­ni­schen Sopot-Fes­ti­val, dem dama­li­gen “Grand Prix des Ostens”, an – und sieg­te.

Schwei­zer Vor­ent­scheid 1964: Sag mir quan­do, sag mir wann?

Schwei­zer Vor­ent­scheid 1964: Sag mir quan­do, sag mir wann?

Sie sind schon ein Haufen chaotischer Leichtfüßler und Hallodris, diese Schweizer:innen, das muss man einmal klar und deutlich so sagen. Ordnung scheint ihnen völlig fremd zu sein, die eigene Geschichte unbedeutend, archivarische Verpflichtungen nichts als unnützer Ballast! Was sie ironischerweise mit den Dänen eint, deren geschobener Sieg im Vorjahr zur Folge hatte, dass der Eurovision Song Contest 1964 nicht in Lausanne oder Lugano stattfand, sondern in Kopenhagen. Und dass dieser Jahrgang heute nicht mehr existiert, weil der dänische Rundfunk die Aufzeichnung verschlampte. Ob das unter der Ägide des Schweizer Fernsehens anders gelaufen wäre? Vermutlich nicht, denn was den helvetischen Eurovisionsvorentscheid…
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Schwei­zer Vor­ent­scheid 1963: Water­loo und Robin­son

Schwei­zer Vor­ent­scheid 1963: Water­loo und Robin­son

Zwei Unverdrossene, ein Unbekannter und ein werdender Weltstar: das Line-up der helvetischen Eurovisionsvorentscheidung von 1963 hätte nicht diverser und irgendwie auch grotesker ausfallen können. So bewarben sich, erneut erfolglos, die beiden Dauerteilnehmer:innen Jo Roland und Anita Traversi, Letztere gar mit gleich drei Beiträgen. Doch nicht einmal das nach eigener Behauptung 'Schönste Lied der Welt' nutzte ihr hier etwas. Denn neben einer weiteren Randfigur mit dem im deutschsprachigen Raum anonymstmöglichen Künstlernamen Willy Schmid, der mit 'Einmal in Mexico' den Veranstaltungsort des diesjährigen Contests um mehrere Kontinente verfehlte, war es dem Schweizer Fernsehen gelungen, eine junge, vielseitig begabte Schauspielerin und Sängerin israelischer…
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Schwei­zer Vor­ent­scheid 1961: Der Rüber­ma­cher

Schwei­zer Vor­ent­scheid 1961: Der Rüber­ma­cher

Seit Anbeginn der Grand-Prix-Zeitrechnung, also seit 1956, nahm der in Genf als Rolando Bonardelli gebürtige Entertainer Jo Roland nun bereits durchgängig am schweizerischen Vorentscheid teil, oftmals mit gleich mehreren Beiträgen. Und das stets erfolglos: kein einziges Mal sollte der im Heimatland als Sänger und Showmaster durchaus beliebte Roland das ESC-Ticket erringen. Also reichte Jo das von seinen Eidgenossen heuer so schnöde zurückgewiesene Chanson 'Nous deux' ('Wir zwei') eben beim Internationalen Songfestival im polnischen Sopot ein, das just im Sommer 1961 Premiere feierte. Und dort, im sozialistischen Ausland, schätzte man den zu Hause Verschmähten: Roland gewann (!) die Erstausgabe des langlebigen Liederwettstreites, welcher…
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Schwei­zer Vor­ent­scheid 1960: Le Java sans Tra­la­la

Schwei­zer Vor­ent­scheid 1960: Le Java sans Tra­la­la

Welch' ein Durcheinander in der sonst doch als so ordentlich geltenden Schweiz! Fehlte beim helvetischen Vorentscheid von 1959 bereits das Tessin als eines von drei aus Gründen des Sprachregionenproporzes stets zu repräsentierenden Landesteilen, so lässt sich aus dem 1960er Line-up noch nicht einmal mehr herauslesen, wer nun für welchen Part der Eidgenossenschaft startete. So stammte der einzige (!) deutschsprachige Titel im Aufgebot mit dem immergrünen Thema 'Frühling' von einem heute völlig vergessenen Sänger mit italienischem Namen, nämlich Bianco Cavallini. Was auch noch klingt wie ein Tetrapack-Tafelweißwein aus dem Discounter für 1,59 € der Liter. Als einzige verlässliche Größe sorgte der eidgenössische Dauerteilnehmer Jo Roland…
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Schwei­zer Vor­ent­scheid 1959: Die Lys ist weg!

Schwei­zer Vor­ent­scheid 1959: Die Lys ist weg!

Etwas Ungeheuerliches musste geschehen sein. Stand die helvetische Konföderation vor einer inneren Zerreißprobe? Seit Anbeginn der Grand-Prix-Zeitrechnung (sprich: in den Jahren 1956 und 1957, für 1958 liegen leider keinerlei Informationen über das eidgenössische Auswahlverfahren vor) traten beim schweizerischen Vorentscheid stets drei Künstler:innen gegeneinander an, jeweils entsandt aus den drei verschiedenen Sprachregionen der Eidgenossenschaft, so dass niemand sich benachteiligt oder unberücksichtigt fühlen konnte. 1959 hingegen fand sich nicht ein einziges italienischsprachiges Canzone im Aufgebot. Und auch die für die Deutschschweiz bis dato immer verlässlich parat stehende und im Vorentscheid stets siegreiche Lys Assia blieb dem Bewerb unerklärlicherweise fern, obschon sie doch…
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Schwei­zer Vor­ent­scheid 1957: Für zwei Gro­schen Musik

Schwei­zer Vor­ent­scheid 1957: Für zwei Gro­schen Musik

Wie in den Niederlanden setzte man in den späten Fünfzigerjahren auch in der Eidgenossenschaft auf Kontinuität beim Eurovisionsvorentscheid. Wie bereits 1956 traten erneut drei Künstler:innen (je eine:r pro Landesteil) mit insgesamt elf Titeln zum Vorsingen an. Dabei schickte die Romandie, wie noch so oft, erneut Jo Roland, der 'Avec vingt Sous', mit 20 Pfennigen also, im Hochpreisland Schweiz nicht sehr weit kam. In Deutschland hätte das zumindest für einen Wunschtitel in der Jukebox gereicht, denn dort bekam man bekanntlich 'Für zwei Groschen Musik'! Der Sender des deutschsprachigen Teils delegierte wiederum die Vorjahressiegerin Lys Assia, die mit ganzen fünf Beiträgen den Abend komplett…
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Schwei­zer Vor­ent­scheid 1956: Auf­tritt einer Legen­de

Schwei­zer Vor­ent­scheid 1956: Auf­tritt einer Legen­de

Die Schweiz beherbergt in ihrer zweitgrößten Gemeinde Genf den Hauptsitz der europäischen Rundfunkunion EBU, welche bekanntlich 1955 den Eurovision Song Contest aus der Taufe hob. Dessen Premiere ging 1956 ebenfalls in der Eidgenossenschaft über die Bühne, und zwar in Lugano im malerischen Tessin. Kein Wunder also, dass das Land sich selbst gerne als ideelle Heimat des Grand Prix beschreibt. Und um so erstaunlicher, dass die Geschichtsschreibung hinsichtlich der Details der helvetischen Vorentscheidungen der Fünfzigerjahre ziemlich im Trüben fischt. Für die Erstveranstaltung ist immerhin soviel bekannt, dass die Vorauswahl wenige Wochen vor dem internationalen Wettbewerb in Lausanne stattfand. Drei Künstler:innen nahmen daran…
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