Schlagwort: Johnny Logan

Unsere Lieblinge

John­ny Logan: kei­ne Euro­vi­si­on mehr

Ein schöneres Weihnachtsgeschenk hätte er uns gar nicht machen können: wie die irische Zeitung Herald heute den zweimaligen Eurovisionssieger Johnny Logan (IE 1980, 1987) zitiert, schließe der Sänger und Komponist eine weitere Grand-Prix-Teilnahme kategorisch aus. Zwar habe ihm der Gastauftritt im Rahmenprogramm des Kopenhagener Contests "viel Spaß" gemacht, dies sei aber ein "bezahlter Job" gewesen. Bereits 2009 sei er nach eigener Aussage vom irischen Sender RTÉ angefragt worden, doch "die konnten mich leider nicht bezahlen," so Logan gegenüber der Zeitung. Sind wir also künftig sicher vor dem Iren? Schließlich gab es ähnliche Versprechungen auch schon aus dem Munde von Ralph Siegel, und wir wissen mittlerweile alle, was die wert waren... Johnny, der 2014 sein sechzigstes Lebensjahr voll...
2014, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen, Jurys sind Wichser, Unsere Lieblinge

Irland 2014: River­dance und Cat­fights

Ein Hauch von Denver-Clan lag in der Luft, als es gestern beim irischen Eurovisionsvorentscheid in der Late Late Show beinahe zu einem Handgemenge zwischen der Grand-Prix-Siegerin von 1992, Linda Martin, und dem Songpaten Billy McGuinness (kann man sich einen irischeren Namen vorstellen?) kam. McGuinness, der dem gleichnamigen Starkbier vor Beginn der Sendung offenbar bereits zugesprochen hatte, echauffierte sich lautstark über die Mitwirkung des Boyzone-Erfinders, Jedward-Managers und X-Factor-Jurors Louis Walsh in der (nicht stimmberechtigen) "Expertenjury". Sein Zorn entzündete sich daran, dass Eoghan Quigg, einer der Favoriten des Abends und somit Konkurrent von McGuinness' Schützling Laura O'Neill, durch eben jenes X-Factor Berühmtheit erlangte, in dem Walsh eine tragende Rolle spielt...
Unsere Lieblinge

John­ny Logan: I’m loving it

Ja, wie finden wir denn das? Eurovisionsteddy Johnny Logan beerbt Popschnuckel Justin Timberlake! Jedenfalls in der aktuellen irischen Werbekampagne des Bulettenbraters McDonald's für sein Eurosaver-Menü (hierzulande bekannt als 1-Euro-Menü). Das Eurovisionsblog fand die sehr lustigen Werbespots im Netz. Fast zeitgleich entdeckten die britischen Schlagerboys auf ihrer Dankeschön-Tour durch Malta ein Werbeplakat, das möglicherweise Ira Losco ('7th Wonder') beim Schnabulieren eines Salats des amerikanischen Schnellrestaurants zeigt. Coming out of the Closet: Johnny Logan! (mehr …)
1992, Die Neunziger, ESC Finale, Jurys sind Wichser

ESC 1992: Why her?

Nordisch unterkühlt das schwedische Moderationspaar, belanglos das Gros der vorgetragenen Lieder: wenig blieb hängen vom musikalischen Aufgebot dieses Abends. Auch in den Charts: völlige Fehlanzeige. So waren es mal wieder die optischen Eindrücke, die den Bericht lohnen. Wie beispielsweise der kregle Zeichentrickvogel Song Trush, der die Postkarten einläutete (und heute seine virtuelle Heimat auf der exzellenten Songtexte-Seite Diggiloo gefunden hat). Oder das riesige Wikingerschiff auf der Bühne, das die Zuschauer daran erinnern sollte, wer hier Millionen für flache Unterhaltung ausgab. Und das die Sänger mit Trockeneisrauch aus seinem Drachenkopf am Bug von der Bühne scheuchte, wenn diese ihre drei Minuten zu überziehen drohten. (mehr …)
1987, Die Achtziger, ESC Finale, Unsere Lieblinge

ESC 1987: Is het een orka­an?

Der Brüsseler Contest - ein einziges Déjà Vu: derselbe Sieger wie schon 1980; die gleichen deutschen Teilnehmer wie schon 1985, die wiederum dieselbe Platzierung erreichten wie bereits zwei Jahre zuvor, nämlich den zweiten Rang. Erneut erhielten wir nur einen Punkt aus der Schweiz - auch das war man gewohnt. Diesmal spielte es aber keine Rolle mehr: selbst mit zwölf helvetischen Zählern hätten Wind (DE 1985, 1992, DVE 1998, 1999) nicht mehr gewonnen. 'Lass die Sonne in Dein Herz', für dessen stumpfe Gleichschrittspräsentation Ralph Siegel eigens für teuer Geld eine "englische Choreografin, aus England" engagiert habe, wie er in einem ARD-Special stolz erzählte, hasste ich eigentlich immer abgrundtief. Bis zur 50-Jahre-ESC-Feier Congratulations in Kopenhagen: dort wurde ich bei der fröhli...
1984, Die Achtziger, ESC Finale, Jurys sind Wichser, Unsere Lieblinge

ESC 1984: Im Augen­blick der Illu­si­on

Ein Katastrophenjahrgang, so das einhellige Urteil in der Pressenachschau. Dem konnte man als Zuschauer nur beipflichten: mittlerweile schickten fast alle Länder ausschließlich auf den vermuteten Jurygeschmack zugeschnittene Liedkost. Die bestand entweder aus seichten, künstlich munteren Plastikpopnummern mit ewiggleicher Choreografie oder aus altbackenen Balladen, in denen Sängerinnen aus der vierten und fünften Reihe versuchten, mit dünnen Stimmchen dick aufzutragen. Ernst zu nehmende, auch kommerziell erfolgreiche Popacts, die noch in den Siebzigern den Song Contest bevölkerten, suchte man vergebens. Einen Lichtblick bot lediglich Desirée Nosbusch, die trotz ihres jugendlichen Alters fünfsprachig und mit Witz und Esprit durch die Show führte, so als sei sie dafür geboren. (mehr ...
1980, Die Achtziger, ESC Finale, Unsere Lieblinge

ESC 1980: Was ist schon ein Jahr?

Den Doppelsieg Israels in den beiden Vorjahren hatten viele Zuschauer/innen mit erbostem Gegrummel quittiert, alberne Vorwürfe der Preisklasse "Alles Politik!" oder "Schiebung!" ließen nicht lange auf sich warten (dass der irische Sieges-Hattrick in den Neunzigern für keinerlei Empörung mehr sorgte, erklärt sich durch das völlige Desinteresse der Medien und der Zuschauer am Eurovision Song Contest in diesem Zeitraum). Lehnte Israel deswegen die nochmalige Austragung des Wettbewerbs ab? Oder fehlte dem Sender IBA schlicht das Geld? Jedenfalls sprang diesmal nicht, wie sonst üblich, die BBC als Veranstalter ein, sondern die im Vorjahr zwölftplatzierten Holländer, die sich die Postkarten zwischen den Songs sparten und stattdessen die Titel von nationalen Ansager/innen (in unserem Fall: Caro...