Schlagwort: Kathy Kirby

1965, Die Sechziger, ESC Finale, Jurys sind Wichser

ESC 1965: Die Hit­ze der Jungs

Im zehnten Jahr seines Bestehens schien der Eurovision Song Contest endgültig bei sich angekommen zu sein, die gröbsten Kinderkrankheiten einigermaßen ausgemerzt: unverzeihliche archivarische Lücken durch eine fehlende Aufzeichnung der Live-Sendung wie noch 1956 und 1964 sollten künftig nicht mehr vorkommen; die Frage, wer auf der Bühne die Siegestrophäe überreicht bekommt - Interpret/in oder → Komponist/in - sorgte nicht mehr für Verwirrung und peinliche Situationen wie noch 1957; die Wertung unterlag zwar noch ständigen Verfahrensänderungen, hatte sich aber als unverzichtbarer Teil der Sendung etabliert; die Zahl der teilnehmenden europäischen Staaten zeigte einen erfreulich stabilen Aufwärtstrend von sieben im Anfangsjahr zu aktuell 18 Nationen und die BBC hatte 1963 erste Meilenstein...
1965, Die Sechziger, Internationale Vorentscheidungen

UK 1965: Just may­be I’m cra­zy

Im Vorjahr erstmalig zum Einsatz gekommen, erwies sich das neue Kombinationsverfahren aus interner Interpretennominierung und öffentlicher Vorentscheidung zur Auswahl des Songs für die Briten als ausgesprochen erfolgreich. Natürlich behielt man es dementsprechend bei. Nachdem fünf Mal in Folge Männer die Insel beim Eurovision Song Contest vertraten, war es 1965 nach Ansicht der BBC an der Zeit für eine weibliche Repräsentantin, und so entscheid man sich für einen der größten Stars dieser Zeit, nämlich die als Kathleen O'Rourke geborene Kathy Kirby, die mit dem Doris-Day-Titel 'Secret Love' einen großen Hit hatte und welche die Presse vom Äußerlichen her gerne sowohl mit nämlicher amerikanischen Schauspiel-Ikone als auch mit Marylin Monroe verglich. Nur, dass Kathy über ein deutlich größere...