ECG-Fan­tref­fen 2018: ein Abend der Über­ra­schun­gen

Am gest­ri­gen Sams­tag lud der Euro­vi­si­on Club Ger­ma­ny mal wie­der ins bis auf den letz­ten Platz aus­ver­kauf­te Glo­ria in Köln. Und auch, wenn es das bereits xund­zwan­zigs­te Event sei­ner Art war, ent­pupp­te sich der hoch­ver­gnüg­li­che Abend als einer vol­ler Über­ra­schun­gen. Doch bevor wir uns die­sen zuwen­den, gilt es zunächst, die brand­hei­ßen Neu­ig­kei­ten von der NDR-Road­show abzu­ar­bei­ten, die dort ges­tern Nach­mit­tag eben­falls gas­tier­te (und von der ich dank der all­seits bekann­ten Unzu­ver­läs­sig­keit der Deut­schen Bahn lei­der nur einen Teil mit­be­kam). So ließ sich Tho­mas Schrei­ber zwar immer noch kei­nen amt­li­chen Ter­min für den deut­schen Vor­ent­scheid 2019 ent­lo­cken, gab aber den Hin­weis, dass Unser Lied für Isra­el “in der ach­ten Kalen­der­wo­che”, rich­ti­ger­wei­se erneut in der Haupt­stadt, über die Büh­ne gehen wird. Da die Show in letz­ten Jah­ren tra­di­tio­nell don­ners­tags statt­fand, kön­nen wir uns wohl auf den 21. Febru­ar 2019 ein­stel­len. Die offi­zi­el­le Bestä­ti­gung erfolgt aller­dings erst Mit­te Janu­ar.

Ein Ein­blick in das bereits abge­schlos­se­ne Song­wri­ting-Camp für ULfI.

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Vier­ter Super­sams­tag: der gei­le Kata­stro­phen­tag (FI, HU, MD 2015)

Neben Slo­we­ni­en ent­schie­den am heu­ti­gen vier­ten Super­sams­tag noch drei wei­te­re Län­der über ihre Bei­trä­ge. Im Gegen­satz zu den sich selbst als Mit­tel­eu­ro­pä­er ver­ste­hen­den Bal­kan­be­woh­nern gin­gen in Finn­land, Ungarn und Mol­da­wi­en den heu­ti­gen Ent­schei­dun­gen jeweils zahl­rei­che Vor­run­den vor­aus. Wie in Slo­we­ni­en sieg­ten auch hier die im Vor­feld als Favo­ri­ten getipp­ten Acts, aller­dings han­delt es sich bei allen drei Neu­zu­gän­gen für Wien um recht umstrit­te­ne Sie­ger­ti­tel. Und ich fin­de sie alle drei geil! Das gilt natür­lich im beson­de­re Maße für Finn­land, das mit der Wahl der aus vier rup­pig aus­se­hen­den Ker­len mit Lern­be­hin­de­rung bestehen­den Punk­band Pert­ti Kuri­kan Nimi­päiv­ät erneut sei­nen Sinn für unüber­treff­li­che Cool­ness und Risi­ko­be­reit­schaft unter Beweis stell­te. Das ging bekannt­lich 2006 mit Lor­di schon mal gut, und auch, wenn Punk sicher­lich noch weni­ger mehr­heits­fä­hig ist als Hard­rock und ich zuge­ge­be­ner­ma­ßen sehr froh bin, dass das kra­chi­ge ‘Aina mun pit­ää’ bereits nach gut 90 Sekun­den endet, so ver­die­nen PKN allei­ne schon für ihre Anders­ar­tig­keit Respekt. Zumal sie die auf tele­vi­sio­nä­re Per­fek­ti­on sekun­den­bruch­teils­ge­nau durch­ge­tak­te­te Show ver­mut­lich gehö­rig zum Stol­pern brin­gen – dar­auf freu ich mich schon tie­risch!

Stel­len den neu­en Rekord fürs kür­zes­te Lied: PKN (FI)

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ESC Fina­le 2011: I’m sca­red ton­ight

Logo ESC 2011 Finale
Das schwe­di­sche Jahr

Euro­pa macht mir Angst. Erst ver­wies es, natür­lich unter tat­kräf­ti­ger Mit­hil­fe der geron­ti­schen Jurys, in den Semis mei­ne bei­den jewei­li­gen Lieb­lings­bei­trä­ge, das wun­der­bar opti­mis­ti­sche ‘Haba haba’ (NO) und das exzel­lent dra­ma­ti­sche ‘San Ange­los s’agapisa’ (CY), auf die vor­letz­ten Plät­ze. Und dann bestimm­te es im Fina­le einen musi­ka­lisch glatt­ge­bü­gel­ten, belie­bi­gen Seicht­kram zum Sie­ger, in dem sehr offen­sicht­lich die Zwangs­he­te­ro­se­xua­li­sie­rung eines bedau­erns­wer­ten, sehr offen­sicht­lich nicht inter­es­sier­ten Jüng­lings durch eine an Jah­ren und Erfah­rung rei­che Frau zele­briert wird. Bei evan­ge­li­ka­len Fun­da­men­ta­lis­ten mit ihren absur­den Homo-Hei­lungs-Pro­gram­men dürf­ten die Sekt­kor­ken geknallt haben. Für mich wur­de an die­sem Abend ein beträcht­li­ches Stück der schwu­len Iden­ti­tät des Grand Prix Euro­vi­si­on zu Gra­be getra­gen. Ein trau­ri­ger Tag für mei­ne Lieb­lings­ver­an­stal­tung.

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ESC 1. Semi 2011: Halb­zeit means Halb­zeit

Logo des Eurovision Song Contest 2011 (Semi 1)
Das schwe­di­sche Jahr

Meh­re­re Über­ra­schun­gen hielt das ers­te Semi bereit: ein dank des unheil­vol­len Ein­grei­fens geschmacks­ge­stör­ter Geron­ten­ju­rys hoch­gra­dig scho­ckie­ren­des Abstim­mungs­er­geb­nis, ver­sa­gen­de Stim­men sowie eine pein­li­che Ton­pan­ne. Und das am Tech­no­lo­gie­stand­ort Deutsch­land! Am uner­war­tes­ten aber: eine hin­rei­ßend locke­re, amü­san­te Mode­ra­ti­on, trotz Ste­fan Raab (DE 2000) als einer der drei Gast­ge­ber des Abends! Wer auch immer die Eröff­nungs­mo­de­ra­ti­on mit dem Run­ning Gag “Looks don’t mat­ter in Ger­ma­ny” schrieb, gehört für den Grim­me-Preis nomi­niert. Ent­ge­gen mei­ner schlimms­ten Befürch­tun­gen prä­sen­tier­te sich Deutsch­land durch den unver­krampft-locke­ren Schlag­ab­tausch zwi­schen der groß­ar­ti­gen Anke Engel­ke und einem ange­nehm eigeniro­ni­schen Ste­fan Raab als sou­ve­rän und unter­halt­sam. Bra­vo!

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