Deutsch­land 2017: hel­lo last Place, my old Fri­end

Der NDR lernt es ein­fach nie. Zehn Kom­bi­na­tio­nen von Künstler/in und Song wären bei Unser Song 2017 heu­te Abend theo­re­tisch mög­lich gewe­sen, mit zwei­en davon hät­ten wir unter Umstän­den in Kiew mehr als null Punk­te holen kön­nen: ‘Wild­fire’ in der fröh­li­chen Uptem­po­ver­si­on von Feli­cia Lu Kür­biß, die sie aber erst gar nicht vor­stel­len durf­te, weil sie sich den fal­schen Cover-Song für die Vor­stel­lungs­run­de aus­ge­sucht hat­te, und ‘Per­fect Life’ in der Fas­sung von von Axel Fei­ge. Bei­de blie­ben auf­grund des abso­lut alber­nen Aus­wahl­ver­fah­rens jedoch unter­wegs auf der Stre­cke. Statt­des­sen bestritt Levina Lueen allei­ne mit bei­den Titeln das völ­lig anti­kli­ma­ti­sche Super­fi­na­le, und dass es am Ende mit 69% der abge­ge­be­nen Zuschau­er­stim­men ‘Per­fect Life’ wur­de, spiel­te dann schon kei­ne Rol­le mehr. Denn bei aller berech­tig­ten Begeis­te­rung über die wirk­lich her­vor­ra­gen­de stimm­li­che Leis­tung der blon­den Bon­ne­rin (die natür­lich auch des­we­gen so glänz­te, weil die drei ande­ren Küken, die wie aus der Mini Play­back Show ent­lie­hen wirk­ten, ihr nicht das Was­ser rei­chen konn­ten): musi­ka­lisch ebne­te sie bei­de Songs, sowohl den ursprüng­lich flot­ten Pop­ti­tel ‘Wild­fire’ als auch das als kan­ti­ge Bond-Bal­la­de gedach­te ‘Per­fect Life’, zu ein­heit­li­chem, töd­lich lang­wei­li­gen Mid­tem­pos­eich ein, der mich per­sön­lich null erreich­te. Den ers­ten inter­na­tio­na­len Fan-Reak­tio­nen in den ein­schlä­gi­gen Foren zufol­ge übri­gens auch die Men­schen außer­halb Deutsch­lands nicht. Wir kön­nen uns also schon mal auf ein neu­er­li­ches Ren­dez­vous mit unse­rem alt­be­kann­ten Freund, dem letz­ten Platz im Fina­le, ein­stel­len.

Per­fek­tes Hin­ter­grund­ge­du­del fürs Ein­kaufs­ra­dio, aber kein ESC-Sie­ger: der deut­sche Bei­trag 2017

Wei­ter­le­senDeutsch­land 2017: hel­lo last Place, my old Fri­end

Unser Song 2017”: Lena sucht die neue Lena

Nach den Voll­flops der bei­den letz­ten Jah­re kehrt der NDR für die Ermitt­lung des deut­schen Grand-Prix-Bei­trags 2017 zur Cas­ting­show zurück, wie der Sen­der heu­te bekannt gab. Die­ses For­mat brach­te in Per­son von Lena Mey­er-Land­rut (→ DE 2010, 2011) schließ­lich bereits eine Euro­vi­si­ons­sie­ge­rin her­vor. Sel­bi­ge Lena wird auch Teil der drei­köp­fi­gen, nicht stimm­be­rech­ti­gen Jury sein (neben dem Pop-Weich­spü­ler Tim Bendzko und Volks­mu­si­kant Flo­ri­an Sil­be­rei­sen), deren Auf­ga­be ledig­lich dar­in besteht, die Auf­trit­te der Nach­wuchs­ta­len­te zu kom­men­tie­ren. Anders als beim klas­si­schen Cas­ting-For­mat wird es aber nur eine ein­zi­ge TV-Sen­dung geben, am 9. Febru­ar 2017, mode­riert von der bewähr­ten Bar­ba­ra Schö­ne­ber­ger. Hier tre­ten fünf Euro­vi­si­ons­hoff­nun­gen an, jeweils mit laut Sen­der­an­ga­ben von “natio­nal und inter­na­tio­nal erfolg­rei­chen Pro­du­zen­ten spe­zi­ell für den ESC 2017 vor­ge­schla­ge­nen” Songs. Wer von den Fün­fen (zuge­las­sen sind nur Einzelsänger/innen, kei­ne Bands) dann nach Kiew fährt, ent­schei­den allei­ne die ARD-Zuschau­er/in­nen. Eine über die Euro­vi­si­ons-App orga­ni­sier­te inter­na­tio­na­le Inter­net-Abstim­mung soll zudem ein “Stim­mungs­bild” dar­über lie­fern, wie der eige­ne Lieb­lings­ti­tel beim Publi­kum außer­halb Deutsch­lands ankom­men könn­te. Mit dem rund­erneu­er­ten Vor­ent­schei­dungs­kon­zept erhofft sich die ARD nach den Wor­ten des Pro­gramm­di­rek­tors Vol­ker Her­res dies­mal wie­der “eine Chan­ce auf eine Top-Ten-Plat­zie­rung”.

Teil der Jury 2017: der Sil­ber­schnie­del. Dür­fen wir also auch auf ein wenig Schla­ger hof­fen?

Wei­ter­le­senUnser Song 2017”: Lena sucht die neue Lena

Lena singt im ARD-Rah­men­pro­gramm zum ESC

Zuletzt war es etwas ruhi­ger gewor­den um die deut­sche Euro­vi­si­ons­sie­ge­rin von 2010, Lena Mey­er-Land­rut. Doch nun bringt sie ihr vier­tes Stu­dio­al­bum ‘Crys­tal Sky’ auf den Markt, für das sie mit einem Lon­do­ner Pro­du­zen­ten­team zusam­men­ar­bei­te­te und das nach eige­ner Aus­sa­ge im Inter­view mit dem öster­rei­chi­schen Stan­dard “elek­tro­ni­scher, noch aus­ge­fal­le­ner und mei­nen per­sön­li­chen Musik­ge­schmack reflek­tie­rend” sein soll. Die Vor­ab­sin­gle ‘Traf­fic Lights’ stieg die­se Woche bereits auf Rang 14 in den deut­schen Ver­kaufs­charts ein. Jenen Song prä­sen­tiert lovely Lena in 14 Tagen auch im ARD-Auf­wärm­pro­gramm zum Euro­vi­si­on Song Con­test, der live von der Ree­per­bahn gesen­de­ten Grand Prix Par­ty, mit der die Zeit zwi­schen dem Ende der tages­schau (20:15 Uhr) und dem Beginn der Über­tra­gung aus Wien (21:00 Uhr) über­brückt wird. Mit von der Par­tie sind auch die deut­schen Juro­ren: Les­lie Clio, Johan­nes Stra­te (mit sei­ner Band Revol­ver­held), Hip­ster­bär­chen Mark Fors­ter und Hip-Hop-Hasch­keks Fer­ris MC prä­sen­tie­ren eben­falls ihre aktu­el­len Titel.

Schö­ne Stro­phen, mau­er Refrain: Lenas Neu­es­te

Wei­ter­le­senLena singt im ARD-Rah­­men­­pro­gramm zum ESC

Lena Mey­er-Land­rut macht sich nass

Trotz ihres klei­nen Faux-Pas bei der Prä­sen­ta­ti­on der deut­schen Län­der­punk­te wäh­rend des Fina­les des Euro­vi­si­on Song Con­test 2013 (Lena woll­te unbe­dingt Punk­te an Nor­we­gen geben, die deut­sche Top 3 bestand jedoch aus Island, Däne­mark und Ungarn) läuft es der­zeit ganz gut für die Gewin­ne­rin von 2010: ihre aktu­el­le Sin­gle ‘Mr. Arrow Key’, die sie ihm Grand-Prix-Rah­men­pro­gramm vor­stell­te, steigt die­se Woche auf Platz 46 in den Top 100 Sin­glecharts ein, wie escfans.de berich­tet. Und dann hat sie mal wie­der ein Wer­be­en­ga­ge­ment: für den Brau­se­kopf­her­stel­ler Doosh stellt sie sich – natür­lich (!) voll­stän­dig ange­zo­gen – unter die Dusche und singt mit leicht ver­än­der­ter Stim­me einen Rock­song. Und Lena wäre nicht Lena, käme am Ende nicht noch ein klei­ner Gag. Lus­tig könn­te es auch ab Juli wer­den, wenn RTL das win­ter­li­che Dschun­gel­camp um ein som­mer­li­ches Wüs­ten­camp in Nami­bia erwei­tert. Zu den D‑Promis der ers­ten Staf­fel von Wild Girls – auf Stö­ckeln durch Afri­ka gehö­ren unter ande­rem Sen­na Guem­mour, die 2007 als Teil der Girl­group Mon­ro­se mit ‘Even Hea­ven cries’ in der deut­schen Vor­ent­schei­dung schei­ter­te, sowie die fabel­haf­te Con­chi­ta Wurst (Öster­reich rockt den Song­con­test).


Funk­tio­niert: nach die­sem Clip will ich so einen Dusch­kopf haben!

Lena ver­liest die deut­schen Punk­te

Die Sei­te escfans.de ver­brei­te­te es vor Stun­den bereits als Gerücht, nun steht es nach Mel­dung von escx­tra fest: lovely Lena Mey­er-Land­rut ver­liest am Sams­tag in ihrer ganz eige­nen, char­man­ten Wei­se die deut­schen acht, zehn und zwölf Punk­te. Wei­te­re pro­mi­nen­te Spre­cher: die ehe­ma­li­gen Teil­neh­mer André Hov­nan­yan (2006) für Arme­ni­en, Johan­na Dragne­va (Deep Zone, 2008) für Bul­ga­ri­en, Alsou (2000) für Russ­land, der stets erfolg­lo­se Eesti-Laul-Fina­list Rolf Roo­sa­lu für Est­land, die Vor­jah­res­teil­neh­mer Anma­ry (Lett­land) und Too­ji (Nor­we­gen), sowie zu guter Letzt Mel­lo-Tele­vo­ting-Sie­ger Yohio für das Gast­ge­ber­land.


Könn­te Cezar Kon­kur­renz machen: Rolf Roo­sa­lu punk­tet für Est­land

Vor­ent­scheid-Nach­le­se: Cas­ca­da “so zeit­ge­mäß wie Toast Hawaii”?

Schlech­te Quo­ten erziel­te der gest­ri­ge deut­sche Vor­ent­scheid Unser Song für Mal­mö (3,24 Mil­lio­nen Zuschau­er) Pres­se­mel­dun­gen zufol­ge. Und schlech­te Pres­se gab es noch mehr: von einer “bizar­ren Wer­tung” ist nicht nur bei Focus Online die Rede – gemeint ist der omi­nö­se eine Punkt für die Publi­kums­lieb­lin­ge LaBrass­Ban­da (die übri­gens Blut geleckt haben und sich 2014 erneut bewer­ben wol­len). Die Mün­che­ner Abend­zei­tung ver­brei­tet gar die abstru­se Ver­schwö­rungs­theo­rie, die Jury hät­te absicht­lich “die Not­brem­se gezo­gen”, weil vier der fünf Juro­ren bei Uni­ver­sal unter Ver­trag sind, die Bay­ern aber beim Kon­kur­ren­ten Sony. Was der NDR natür­lich zurück­weist: „Die Jury hat ihre Ent­schei­dung getrof­fen, bevor sie die Radio­er­geb­nis­se kann­te,” so Tho­mas Schrei­ber. Die fabel­haf­te Mary Roos wies übri­gens nach Pöbe­lei­en von LaBrass­Ban­di­tas inzwi­schen auf Face­book dar­auf hin, dass sie den Bay­ern Punk­te gege­ben (und auch schon ihr Album gekauft) habe! Dan­ke für die­se Klar­stel­lung und um mit Anke zu spre­chen: “Ich lie­be Dich, Mary”!


“Sie­ger der Her­zen”: LaBrass­Ban­da spie­len ein biss­chen zu frei

Wei­ter­le­senVor­­en­t­­scheid-Nach­­­le­­se: Cas­ca­da “so zeit­ge­mäß wie Toast Hawaii”?

Lena Mey­er-Land­rut fliegt zu den Ster­nen

Übli­cher­wei­se stel­le ich hier auf rechtgehn.de grund­sätz­lich kei­ne Nach­fol­ge­al­ben ehe­ma­li­ger Euro­vi­si­ons­teil­neh­mer vor: wenn es nicht für den Grand Prix gedacht ist, exis­tiert es nicht. Aber Grund­sät­ze sind auch dazu da, sie zu bre­chen – und schließ­lich geht es hier um unse­re Euro­vi­si­ons­kö­ni­gin, um das deut­sche Fräu­lein­wun­der, um unser Som­mer­mär­chen 2010, um die Wach­ab­lö­se­rin, um die Frau, die den Euro­vi­si­on Song Con­test in Deutsch­land wie­der cool gemacht hat: Lena Mey­er-Land­rut hat ein neu­es Album am Start. ‘Stardust’ heißt es, kommt am 15. Okto­ber raus, Ste­fan Raab hat nicht mehr sei­ne Fin­ger im Spiel und Lena die meis­ten Songs (mit-)geschrieben. Heu­te erschien die gleich­na­mi­ge Vor­ab­sin­gle. Und schön ist sie gewor­den, hüb­scher Som­mer­pop, ein­gän­gig, fröh­lich, unauf­dring­lich. Ein biss­chen erwach­se­ner, aber immer noch durch­zo­gen von die­sem Lena-Ding, die­sem zau­ber­haf­ten, kecken Mäd­chen­charme. Macht Lau­ne. Gehet also hin und kauf­et! Sonst, so hat Lena bereits ange­droht, macht sie näm­lich eine Hun­de­pen­si­on auf. Und als Michel­le-Nach­fol­ge­rin ist sie defi­ni­tiv zu jung. Und zu gut.


LMLs ‘Stardust’, das offi­zi­el­le Video.

Wie fin­dest Du die neue Lena-Sin­gle?

  • Schön! Aus der wird noch was! (71%, 115 Votes)
  • Nichts Welt­be­we­gen­des, aber hör­bar. (19%, 31 Votes)
  • Lena wer? (8%, 13 Votes)
  • Lang­wei­lig. Die alten Sachen waren bes­ser. (2%, 3 Votes)

Total Voters: 162

Loading ... Loa­ding …

Lena Mey­er-Land­rut in Baku: she wents ever­y­whe­re for us

Ein Grand Prix ohne Lena Mey­er-Land­rut: das fühlt sich doch irgend­wie nicht rich­tig an, oder? Doch kein Grund zum Ver­zwei­feln: gemein­sam mit ihren Kol­le­gen Ell & Nik­ki, Alex­an­der Rybak, Dima Bilan und Mari­ja Šerif­o­vić tritt sie im gro­ßen Sie­ger­med­ley der letz­ten fünf Jah­re als Pau­se­nact im zwei­ten Semi­fi­na­le am Don­ners­tag an, wie der NDR heu­te bekannt gab. Hur­ra! Und so reiht sich auch unser Fräu­lein­wun­der ein in die Rie­ge des tin­geln­den Euro­vi­si­ons­zir­kus­ses ehe­ma­li­ger Sie­ger – mal schau­en, in wel­chem ost­eu­ro­päi­schen Vor­ent­scheid sie nächs­tes Jahr als Star­gast auf­taucht, im Zeh­ner­pack mit Lys Assia, John­ny Logan, Rus­la­na und all den ande­ren Unver­meid­li­chen. Für den lau­fen­den Jahr­gang wol­len wir vor allem hof­fen, dass der Glanz der cha­ris­ma­ti­schen LML in Baku nicht den unse­res aktu­el­len Ver­tre­ters, des zwar äußerst knuf­fi­gen, aber eben auch ein wenig harm­los wir­ken­den Roman Lob (der übri­gens heu­te ab 18:45 Uhr zu Gast in der N3-Sab­bel­sen­dung DAS! ist), über­strahlt. Ande­rer­seits: ich mag ja alle die in die­sem Arti­kel Genann­ten auf die ein oder ande­re Wei­se, und so ist doch schön, dass sie alle in Baku zu unse­rer Unter­hal­tung (und sicher auch zu ihrem Ver­gnü­gen) dabei sind!

httpv://youtu.be/IkRmKKnIHGA
Lena mit Fah­ne

Die­sen Sonn­tag geht’s übri­gens schon los mit den ers­ten Pro­ben: ich bin schon ganz hib­be­lig vor Vor­freu­de! Ihr auch?

Sonn­tag geht es schon los mit den ers­ten Pro­ben. Schon auf­ge­regt?

  • Und wie! Ich kann’s noch gar nicht fas­sen und freu mich schon! (69%, 59 Votes)
  • Geht so. Die­ses Jahr reißt mich nix so wirk­lich vom Hocker. (21%, 18 Votes)
  • Gar nicht. Ich fin­de, man soll­te Baku boy­kot­tie­ren. (10%, 9 Votes)

Total Voters: 86

Loading ... Loa­ding …

Jed­ward: Kas­sen­gift am Kiosk

Wäh­rend der iri­sche Sen­der RTÉ gerüch­te­wei­se über­legt, Jed­ward erneut zum Song Con­test antre­ten zu las­sen, bescher­ten die Gri­mes-Buben der deut­schen Jugend­zeit­schrift Bra­vo ein Rekord­tief: wie Meedia.de heu­te berich­tet, ver­kauf­te sich die Aus­ga­be 38/2011, mit dem Zwil­lings­pär­chen auf dem Cover, um fast 20% schlech­ter als üblich. Mit nur 280.000 abge­setz­ten Exem­pla­ren, rund 50.000 weni­ger als im Durch­schnitt, erreich­te die Tee­nie-Pos­til­le ihr schwächs­tes Ergeb­nis aller Zei­ten. Die zwei­ma­li­ge deut­sche Ver­tre­te­rin Lena Mey­er-Land­rut gewann unter­des­sen die Inter­net­abstim­mung um den “Best Ger­man Act” bei den MTV Euro­pe Music Awards. Und ist nun im Ren­nen um die Tro­phäe für Euro­pas belieb­tes­ten Künst­ler, die am 6. Novem­ber ver­lie­hen wird, iro­ni­scher­wei­se im nord­iri­schen Bel­fast.

httpv://www.youtube.com/watch?v=zW2UZSoZs‑w
Ob das nun noch gilt?

ESC Fina­le 2011: I’m sca­red ton­ight

Logo ESC 2011 Finale
Das schwe­di­sche Jahr

Euro­pa macht mir Angst. Erst ver­wies es, natür­lich unter tat­kräf­ti­ger Mit­hil­fe der geron­ti­schen Jurys, in den Semis mei­ne bei­den jewei­li­gen Lieb­lings­bei­trä­ge, das wun­der­bar opti­mis­ti­sche ‘Haba haba’ (NO) und das exzel­lent dra­ma­ti­sche ‘San Ange­los s’a­ga­pi­sa’ (CY), auf die vor­letz­ten Plät­ze. Und dann bestimm­te es im Fina­le einen musi­ka­lisch glatt­ge­bü­gel­ten, belie­bi­gen Seicht­kram zum Sie­ger, in dem sehr offen­sicht­lich die Zwangs­he­te­ro­se­xua­li­sie­rung eines bedau­erns­wer­ten, sehr offen­sicht­lich nicht inter­es­sier­ten Jüng­lings durch eine an Jah­ren und Erfah­rung rei­che Frau zele­briert wird. Bei evan­ge­li­ka­len Fun­da­men­ta­lis­ten mit ihren absur­den Homo-Hei­lungs-Pro­gram­men dürf­ten die Sekt­kor­ken geknallt haben. Für mich wur­de an die­sem Abend ein beträcht­li­ches Stück der schwu­len Iden­ti­tät des Grand Prix Euro­vi­si­on zu Gra­be getra­gen. Ein trau­ri­ger Tag für mei­ne Lieb­lings­ver­an­stal­tung.

Wei­ter­le­senESC Fina­le 2011: I’m sca­red ton­ight