DVE 2011: Reruns are a ris­ky Busi­ness

MiniPopIcon von Lena, DE 2011
Die Titel­ver­tei­di­ge­rin

Das Unglaub­li­che, das nicht mehr Erwar­te­te, das Wun­der war im Vor­jahr gesche­hen: das in Ste­fan Raabs Cas­ting­show Unser Star für Oslo ent­deck­te neue deut­sche Fräu­lein­wun­der Lena Mey­er-Land­rut hat­te nach 28 Jah­ren Durst­stre­cke das Mär­chen wahr gemacht und die Grand-Prix-Kro­ne heim geholt. Deutsch­land war im kol­lek­ti­ven Freu­den­tau­mel und die mit Staats­eh­ren zu Hau­se emp­fan­ge­ne Lena unse­re unum­schränk­te Volks­hel­din. Noch im Sie­ges­rausch von Oslo ent­scheid Raab, Lena zur Titel­ver­tei­di­gung in die­sem Jahr noch­mals antre­ten zu las­sen. Und ließ sich auch durch ungläu­bi­ge bis ent­setz­te Reak­tio­nen von Medi­en und Öffent­lich­keit nicht mehr davon abbrin­gen. So funk­tio­nier­te er die Vor­ent­schei­dung 2011 in eine drei­tei­li­ge, ins­ge­samt sie­ben­stün­di­ge Dau­er­wer­be­sen­dung für das von ihm pro­du­zier­te zwei­te Mas­sen-Land­flucht-Album ‘Good News’ um. Und bescher­te uns damit die wohl lang­wei­ligs­te und zähes­te Euro­vi­si­ons­vor­ent­schei­dung in der Geschich­te.

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We don’t wan­na Raab-him

Gleich dop­pelt ist unse­re Euro­vi­si­ons­ver­tre­te­rin Lena Mus­ter-Füll­gut heu­te mit eher rand­stän­di­gen Nich­tig­kei­ten The­ma in einer auf­la­gen­star­ken deut­schen “Zei­tung” (Zitat Dirk Bach). Die weckt die Hoff­nung, dass der Kelch einer Mode­ra­ti­on der dies­jäh­ri­gen Show durch den für sol­cher­lei Auf­ga­ben von natio­na­ler Trag­wei­te völ­lig unge­eig­ne­ten Ste­fan Raab doch noch an uns vor­über gehen könn­te – falls näm­lich Lena in Düs­sel­dorf eins sei­ner Lie­der singt. Bei­na­he genug Grund, beim Vor­ent­scheid-Fina­le doch für ‘What hap­pen­ed to me’ anzu­ru­fen! Außer­dem hängt der Raab-Vor­gän­ger und Grand-Prix-Opi Ralph Sie­gel mal wie­der sein Fähn­chen in den Wind und kriecht der von ihm bis vor Kur­zem noch gediss­ten Lena bis zum Anschlag hin­ten rein. Grund: er hät­te auch ger­ne mal wie­der einen Bei­trag beim deut­schen Vor­ent­scheid.

httpv://youtu.be/B1HaB-95jyU
Sie­gels mal­te­si­sches Lena-Imi­tat

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Suo­mi rok­kaa: fin­ni­sches Satel­li­te-Cover

Ich lie­be die Fin­nen! Obwohl sie mit ihrem eige­nen, gran­dio­sen Bei­trag ‘Työl­ki ell­ää’ völ­lig unver­dient im Semi aus­schie­den, schmol­len sie nicht, son­dern beför­der­ten ‘Satel­li­te’ auch bei ihnen an die Charts­spit­ze. Und ehr­ten den deut­schen Song jetzt sogar noch mit einer groß­ar­ti­gen fin­ni­schen Cover­ver­si­on!


Ist das nicht geil? Oh Mann, ich lie­be die­se unglaub­lich lus­tig klin­gen­de Spra­che mit ihren hart rol­len­den Rs! Kii­tos, Suo­mi!

Lena auf Pro­mo­tour in Eng­land

Der­zeit tourt Lena durch das Ver­ei­nig­te König­reich, wo sie in einer TV-Show ihren Wil­len bekräf­tig­te, nächs­tes Jahr noch mal antre­ten zu wol­len. Gegen­über dem groß­ar­ti­gen bri­ti­schen Gos­sip-Blog Pop­bitch ver­riet sie auch bereits den Titel ihres nächs­ten, auf Deutsch gesun­ge­nen Grand-Prix-Bei­trags und sang schon mal die Hook­li­ne:


Sen­sa­tio­nel­le Num­mer! Damit dürf­te der Dop­pel­sieg sicher sein

Satel­li­te wird zum WM-Hit

Jetzt geht es ein­deu­tig zu trööööööööööööööööööt! mit der Hete­ro­se­xua­li­sie­rung des trööööööööööööööööööt! Song Con­tests! Es ist zum Haa­re­rau­fen: da haben wir den Grand Prix Euro­vi­si­on extra als trööööööööööööööööööt! zur Bol­l­er­he­ten-Mas­sen­ver­an­stal­tung Fuß­ball gegrün­det, qua­si trööööööööööööööööööt! eige­ne Euro­pa­meis­ter­schaft, und nun das! Nicht nur, dass Frank­reich die­ses Jahr mit trööööööööööööööööööt! Mata­dors ‘Allez! Ola! Olé!’ die offi­zi­el­le WM-Hym­ne der Blau­en zum Song Con­test schick­te – nun kaper­ten Müns­te­ra­ner trööööööööööööööööööt! Lena Mey­er-Land­ruts Sie­ger­ti­tel ‘Satel­li­te’ und mach­ten dar­aus den inof­fi­zi­el­len deut­schen trööööööööööööööööööt! zum Geki­cke in Süd­afri­ka. Mit einem zuge­ge­be­ner­ma­ßen ganz trööööööööööööööööööt! Video­clip, in dem der bär­ti­ge Uwu Lena eine sehr trööööööööööööööööööt! Lena-Par­odie abgibt, und einem inhalt­lich gar nicht mal unsym­pa­thi­schen Text. Das ging über die trööööööööööööööööööt! Netz­wer­ke inner­halb kür­zes­ter Zeit rund, und nach­dem Ste­fan trööööööööööööööööööt! Brain­pool in der bran­chen­in­tern übli­chen Ver­blen­dung den Clip erst mal kurz­zei­tig vom trööööööööööööööööööt! neh­men ließ, wit­ter­te die­ser die Chan­ce, noch mehr Geld raus zu holen und pro­du­ziert nun die trööööööööööööööööööt! Am Frei­tag steht sie als digi­ta­ler trööööööööööööööööööt! zur Ver­fü­gung. Und ver­dirbt jedem auf­rech­ten Grand-Prix-Fan und Fuß­ball­has­ser (wie mir) trööööööööööööööööööt! ent­gül­tig den Spaß an unse­rem zwei­ten Sie­ger­ti­tel nach trööööööööööööööööööt!. Ist denn nichts mehr trööööööööööööööööööt!


Und wenn ich noch einen mit so einer trööööööööööööööööööt! Vuvu­ze­la erwi­sche, dem trööööööööööööööööööt! ich das Ding in den trööööööööööööööööööt!

 

Lena char­tet euro­pa­weit, doch Sie­gel will den Thron nicht räu­men

Nach ihrem Über­ra­schungs­sieg beim Euro­vi­si­on Song Con­test führt Lena in zahl­rei­chen Län­dern Euro­pas die Down­load­charts an, wie eurovision.tv berich­tet. So konn­te sie sich am gest­ri­gen Mitt­woch an die Spit­ze der iTu­nes-Charts in Öster­reich, Däne­mark, Finn­land, Grie­chen­land, Irland, Luxem­burg, Schwe­den und der Schweiz set­zen. Auch in ande­ren Län­dern gelang ein Ein­stieg in den Top Ten. Jes­sy Mata­dor aus Frank­reich (‘Allez ola olé’), Tom Dice aus Bel­gi­en (‘Me and my Gui­tar’) und der Pau­sen-Act Mad­con (‘Glow’, die Musik zum fabel­haf­ten Euro­vi­si­on Flashmob Dance) plat­zier­ten sich eben­falls in zahl­rei­chen Län­dern. Auch in Deutsch­land gene­rier­te Lena noch­mal zahl­rei­che Down­loads. Und zog sich den erwart­ba­ren Neid des ver­bit­ter­ten alten Man­nes Ralph Sie­gel zu.


Fan­tas­ti­sche Idee: der Flashmob Dance. Ganz groß, lie­be Nor­we­ger!

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ESC 2011: Gescha­cher um den Aus­tra­gungs­ort und die “Titel­ver­tei­di­gung”

Unse­re strah­len­de Grand-Prix-Hel­din Lena Mey­er-Land­rut war heu­te Nach­mit­tag kaum in Han­no­ver gelan­det, da ging auch schon das Hau­en und Ste­chen um den Aus­tra­gungs­ort des Euro­vi­si­on Song Con­test 2011 los. Nicht weni­ger als fünf deut­sche Städ­te ste­hen mitt­ler­wei­le auf der Bewer­ber­lis­te, dar­un­ter so bizar­re Kan­di­da­ten wie Essen oder Han­no­ver. Ste­fan Raab brach­te unter­des­sen noch­mals sei­ne wohl dem Schlaf­ent­zug geschul­de­te Schnaps­idee zur Spra­che, Lena auch im kom­men­den Jahr “zur Titel­ver­tei­di­gung” antre­ten zu las­sen. Das Ers­te schob nicht weni­ger als drei Son­der­sen­dun­gen über die Rück­kehr der Tri­um­pha­to­rin ein, und auch Pro Sie­ben unter­brach lau­fen­de Spiel­fil­me, um Lena ange­mes­sen zu fei­ern.


Bei 0:30 Min.: Lena läst Wulff ein­fach ste­hen, um Sabi­ne Hein­richs zu umar­men. Geil!

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Lena Mey­er-Land­rut gewinnt den ESC 2010!

Das Unfass­ba­re ist gesche­hen: mit 246 Punk­ten holt Lena Mey­er-Land­rut den Pott für Deutsch­land nach Hau­se! Ich bin noch immer geschockt und sprach­los – ganz ehr­lich hät­te ich nicht mehr damit gerech­net, nach 1982 noch einen wei­te­ren deut­schen Sieg beim Grand Prix erle­ben zu dür­fen. Aber anschei­nend stach Lena mit ihrer natür­li­chen, fri­schen Art und ihrem fröh­li­chen Pop­song aus dem dies­jäh­ri­gen Feld vol­ler lah­mer Bal­la­den und Depres­si­ons­lie­der ange­nehm her­aus. Und ich freu mich ganz, ganz hart!


“Ich weiß nicht, wo ich jetzt hin soll” – so lie­ben wir unse­re Lena!

 

ESC Fina­le 2010: Do I have to sing again?

Logo des Eurovision Song Contest 2010 (Finale)
Das Jahr des Akkor­de­ons

Ein Mei­len­stein­con­test und das Ende eines hei­mi­schen Trau­mas: 28 Jah­re, nach­dem eine block­flö­ten­haf­te jun­ge Saar­län­de­rin im Kom­mu­ni­on­s­kleid Euro­pa über­zeu­gen konn­te, dass Deutsch­land nicht mehr den tota­len Krieg will, son­dern nur noch “ein biß­chen Frie­den” (DE 1982), und zwölf Jah­re, nach­dem ein zot­tel­haa­ri­ger Der­wisch dem ungläu­big stau­nen­den Aus­land demons­trier­te, dass Deut­sche doch Humor haben (‘Guil­do hat Euch lieb’, DE 1998), ver­dreh­te eine char­man­te Han­no­ve­ra­ne­rin einem gan­zen Kon­ti­nent den Kopf, in dem sie bewies, dass wir auch läs­sig sein kön­nen. Im Gegen­satz zu den dies­jäh­ri­gen Flu­ten von hör­bar auf den ver­mu­te­ten Jury­ge­schmack hin pro­du­zier­ten, saft- und kraft­lo­sen Seicht­bal­la­den oder den mit viel Geld und Auf­wand zu Tode cho­reo­gra­fier­ten Büh­nen­spek­ta­keln ver­mit­tel­te Lena Mey­er-Land­rut glaub­wür­dig den Ein­druck, einen Sieg nicht um jeden Preis erzwin­gen zu wol­len.

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Wett­quo­ten: Lena auf Platz zwei bei den Buch­ma­chern

Nach dem sich die deut­schen Medi­en gera­de in eine regel­rech­te Lena-Hys­te­rie hin­ein­schrei­ben und schon wie­der von einem mög­li­chen Sieg spe­ku­lie­ren, las­sen sich schein­bar auch die Buch­ma­cher anste­cken. In den bri­ti­schen Wett­bü­ros liegt der deut­sche Bei­trag der­zeit auf Platz 2, hin­ter Aser­bai­dschan. Ein gutes Omen für Oslo oder machen wir uns wie­der, wie so oft, fal­sche Hoff­nun­gen? Ich mei­ne: ein biss­chen von bei­dem. Denn ange­sichts des schwa­chen Wett­be­werbs­um­felds in die­sem Jahr haben wir erst­mals seit 17 Jah­ren über­haupt wie­der so etwas wie den rea­lis­ti­schen Hauch einer Chan­ce auf einen Medail­len­platz. Ande­rer­seits dür­fen wir nicht schon wie­der den Texas-Light­ning-Feh­ler bege­hen, näm­lich auf­grund kol­lek­ti­ver Begeis­te­rung im Hei­mat­land einen ähn­li­chen Emp­fang auf euro­päi­schem Par­kett vor­aus­zu­set­zen.


Kei­ne Fan­ta ohne Deckel! Lena auf allen Kanä­len

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