Vier Todes­fäl­le und eine Hoch­zeit: der schlim­me Super­sams­tag

Fünf Natio­nen wähl­ten ges­tern gleich­zei­tig ihre Bei­trä­ge aus für den Euro­vi­si­on Song Con­test 2016 in Stock­holm an die­sem stres­sigs­ten aller Super­sams­ta­ge der lau­fen­den Sai­son. Als ers­te von ihnen star­te­te bereits um 18:40 Uhr MEZ die mol­da­wi­sche Vor­ent­schei­dung, wo wir erfuh­ren, dass die Zahl 16 (wie in 2016) dort “șaiș­pe” heißt, was sich nicht von unge­fähr wie “Schei­ße” anhört. Fol­ge­rich­tig griff das rumä­ni­sche Bru­der­land, wie fast alle ges­tern Abend aus­wäh­len­den Natio­nen, tief ins Klo bei ihrer Ent­schei­dung. Sehr, sehr tief. Das sah wohl sogar die Sie­ge­rin so, die man nach ihrer Akkla­ma­ti­on erst mal hek­tisch suchen muss­te (war sie eine rau­chen gegan­gen?). Und ich kann es noch nicht mal auf die kor­rup­te Jury schie­ben, denn es waren die mol­da­wi­schen Televoter/innen, die den dis­so­nant vor sich hin krei­schen­den Hexen­be­sen namens Lidia Isac mehr­heit­lich zu ihrer Ver­tre­te­rin bestimm­ten, mit einem (natür­lich von einem schwe­di­schen Team geschrie­be­nen) abso­lu­ten Nichts von einem Song. ‘Fal­ling Stars’ heißt der und dürf­te ver­mut­lich als Omen für die Punk­te­er­war­tung in Stock­holm ste­hen. Gut, ein paar Län­der müs­sen ja auch im Semi aus­schei­den, und in die­sem Fall schmerzt es wenigs­tens nicht.

Zwei Ven­ti­la­to­ren aus dem Bau­markt als Wind­ma­schi­ne: es sieht so bil­lig aus, wie der Song klingt (MD)

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Kei­ne Bal­kan Girls beim ESC 2015?

Betrüb­li­che Nach­rich­ten kom­men die­ser Tage aus dem erwei­ter­ten Mit­tel­meer­raum, was die Bestü­ckung des 60. Euro­vi­si­on Song Con­tests im Mai 2015 in Wien betrifft: die Teil­nah­me Rumä­ni­ens könn­te mas­si­ven Spar­zwän­gen zum Opfer fal­len, wel­che die Exis­tenz des Staats­sen­ders TVR bedro­hen, wie Wiwi­bloggs berich­tet. Dem­nach sei die finan­zi­el­le Lage der Rund­funk­an­stalt trotz bereits erfolg­ter Mas­sen­ent­las­sun­gen so desas­trös, dass TVR nach Aus­sa­ge des Sen­der­chefs Ste­li­an Tana­se gegen­über der rumä­ni­schen Pres­se­agen­tur Media­fax im kom­men­den Früh­ling für wenigs­tens einen Monat schlie­ßen müs­se. Zwar wol­le man, wie die Pro­gramm­di­rek­to­rin Iri­na Radu nach­schob, alles Men­schen­mög­li­che ver­su­chen, um eine Teil­nah­me des Lan­des am Euro­vi­si­on Song Con­test den­noch zu ermög­li­chen, weil man auf der euro­päi­schen Büh­ne wei­ter­hin Prä­senz zei­gen möch­te und der Wett­be­werb im Land sehr hohe Ein­schalt­quo­ten erzie­le. Ob das aber ange­sichts der ange­spann­ten Lage mög­lich sein wird, bleibt abzu­war­ten. TVR wäre damit nach dem grie­chi­schen Staats­sen­der ERT und der isrea­li­schen IBA bereits das drit­te EBU-Mit­glied, das aus poli­ti­schen und / oder finan­zi­el­len Grün­den dicht macht: eine beun­ru­hi­gen­de Ent­wick­lung.


Liegt ein Fluch (Dida Drăgan bei der ESC-Vor­auswahl 1993) über Rumä­ni­en?

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