Linda Martin

Hari Mata Hari für Bos­ni­en 2015?

Wie Wiwibloggs am Freitag unter Bezugnahme auf eine bosnische Tageszeitung rapportierte, könnten die Vertreter des nach einer zweijährigen Pause voraussichtlich 2015 wieder zum Eurovision Song Contest zurückkehrenden Landes alte Bekannte sein: nämlich Hari Mata Hari, die Band um Mastermind Hajrudin Varesanovic, die dem exjugoslawischen Staat 2006 mit der von Željko Joksimović (RS 2004, 2012) komponierten, herzzerreißend schönen Balkanballade 'Lejla' seine bislang beste Platzierung bescherte. Joksimović wird in dem Artikel auch als erneuter möglicher Komponist genannt, neben dem für die sterbensschönen Lyrics von 'Lejla' verantwortlichen Fahrudin Pecikoza-Peca und Goran Bregovic, dem Songschreiber von 'Ovo je Balkan' (RS 2010). All das sind aber bislang nichts als Gerüchte,…
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Irland 2014: River­dance und Catfights

Ein Hauch von Denver-Clan lag in der Luft, als es gestern beim irischen Eurovisionsvorentscheid in der Late Late Show beinahe zu einem Handgemenge zwischen der Grand-Prix-Siegerin von 1992, Linda Martin, und dem Songpaten Billy McGuinness (kann man sich einen irischeren Namen vorstellen?) kam. McGuinness, der dem gleichnamigen Starkbier vor Beginn der Sendung offenbar bereits zugesprochen hatte, echauffierte sich lautstark über die Mitwirkung des Boyzone-Erfinders, Jedward-Managers und X-Factor-Jurors Louis Walsh in der (nicht stimmberechtigen) "Expertenjury". Sein Zorn entzündete sich daran, dass Eoghan Quigg, einer der Favoriten des Abends und somit Konkurrent von McGuinness' Schützling Laura O'Neill, durch eben jenes X-Factor Berühmtheit erlangte,…
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ECG-Fan­club­tref­fen 2013 mit vier Eurovisionsstars

Gleich vier mehr oder minder aktuelle Eurovisionsteilnehmer, darunter zwei Sieger/innen, konnte der Eurovision Club Germany als Stargäste für sein Fanclubtreffen am 23. November 2013 im plüschigen Gloria zu Köln gewinnen. Quasi frisch von der ESC-Bühne in Malmö kommen die diesjährigen Vertreter Irlands, Ryan Dolan (voraussichtlich leider ohne seine knackigen Begleittänzer), und Österreichs, Natália Kelly, komplettiert durch die unverwüstliche Linda Martin (irische Siegerin von 1992) und den aserbaidschanischen Sieger von Düsseldorf, Eldar Gasimov alias Elle, Gott sei Dank ohne seine damalige Duettpartnerin Nikki. Moderiert wird der Abend vom deutschen Kommentator von 2009, Tim Frühling, und der Kölner Dragqueen Heppi Herrlich. Karten…
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<span class="caps">ESC</span> 1992: Why her?

ESC 1992: Why her?

Nordisch unterkühlt das schwedische Moderationspaar, belanglos das Gros der vorgetragenen Lieder: wenig blieb hängen vom musikalischen Aufgebot dieses Abends. Auch in den Charts: völlige Fehlanzeige. So waren es mal wieder die optischen Eindrücke, die den Bericht lohnen. Wie beispielsweise der kregle Zeichentrickvogel Song Trush, der die Postkarten einläutete (und heute seine virtuelle Heimat auf der exzellenten Songtexte-Seite Diggiloo gefunden hat). Oder das riesige Wikingerschiff auf der Bühne, das die Zuschauer daran erinnern sollte, wer hier Millionen für flache Unterhaltung ausgab. Und das die Sänger mit Trockeneisrauch aus seinem Drachenkopf am Bug von der Bühne scheuchte, wenn diese ihre drei Minuten zu…
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<span class="caps">ESC</span> 1984: Im Augen­blick der Illusion

ESC 1984: Im Augen­blick der Illusion

Ein Katastrophenjahrgang, so das einhellige Urteil in der Pressenachschau. Dem konnte man als Zuschauer nur beipflichten: mittlerweile schickten fast alle Länder ausschließlich auf den vermuteten Jurygeschmack zugeschnittene Liedkost. Die bestand entweder aus seichten, künstlich munteren Plastikpopnummern mit ewiggleicher Choreografie oder aus altbackenen Balladen, in denen Sängerinnen aus der vierten und fünften Reihe versuchten, mit dünnen Stimmchen dick aufzutragen. Ernst zu nehmende, auch kommerziell erfolgreiche Popacts, die noch in den Siebzigern den Song Contest bevölkerten, suchte man vergebens. Einen Lichtblick bot lediglich Desirée Nosbusch, die trotz ihres jugendlichen Alters fünfsprachig und mit Witz und Esprit durch die Show führte, so als sei…
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