ULfI: you smell like Schul­te, again

Gleich drei ehe­ma­li­ge The-Voice-Cas­ting­stern­chen, zwei klamp­fen­de Ed-Sheeran-Ele­ven, zwei Musi­cal-Haupt­dar­stel­ler/in­nen, zwei Indie-Pop-Elfen und exakt null bekann­te Namen: auf die­sen Nen­ner lässt sich die heu­ti­ge Bekannt­ga­be von sechs der bis zu acht Fina­lis­ten des deut­schen Euro­vi­si­ons­vor­ent­scheids 2019 brin­gen, wel­chen der NDR im eif­ri­gen Bemü­hen um die Ver­wäs­se­rung der Mar­ke vom ursprüng­li­chen, in das bewähr­te Ras­ter pas­sen­de Unser Lied für Tel Aviv in letz­ter Minu­te in Unser Lied für Isra­el umbe­nann­te. Ver­mut­lich, weil das Akro­nym ULfI viel schluffig-harm­lo­ser klingt als das etwas ker­ni­ge­re ULfTA und man so die vom Unter­hal­tungs­chef Tho­mas Schrei­ber letz­tes Jahr selbst geweck­ten, hohen Erwar­tun­gen nach “kan­ti­gen” Künstler/innen und Songs ein wenig dämp­fen kann. Denn ein ers­ter Blick auf das Port­fo­lio der heu­te Vor­ge­stell­ten zeigt, dass die­se in gro­ßen Tei­len eher auf der akus­tisch-wei­ner­li­chen Sei­te des musi­ka­li­schen Spek­trums ange­sie­delt sind. Immer­hin gibt es mit Aly Ryan und lil­ly among clouds zwei recht viel­ver­spre­chen­de Aus­nah­men, die zumin­dest einen Hauch von Edgy­ness in den Wett­be­werb tra­gen.

She’s alright: die gebür­ti­ge Frank­fur­te­rin Aly Ryan ist bis dato mei­ne Favo­ri­tin (Reper­toire­bei­spiel).

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