Schlagwort: Ljiljana Petrović

1963, Die Sechziger, Internationale Vorentscheidungen

YU 1963: Hüpf auf mein Schiff, Baby

Zeigt sich die Datenlage bezüglich der Eurovisionsvorentscheidungen im seinerzeit noch vereinten Jugoslawien der Sechzigerjahre generell als ziemlich bruchstückhaft, so klafft im Jahre 1963 ein kratergroßes schwarzes Loch. Es gilt zwar als gesichert, dass eine solche stattfand und dass die insgesamt acht Regionen des Vielvölkerstaates hierfür jeweils einen musikalischen Repräsentanten und einen Juroren nach Belgrad entsandten. Das genaue Austragungsdatum der Jugovizija 1963 und ihre Lieder sind allerdings im Nebel der Geschichte versunken. Die bosnische Ausgabe der Wikipedia benennt Ljiljana Petrović (→ YU 1961), Majda Sepe, Sabahudin Kurt (→ YU 1964), Đorđe Marjanović und Anica Zubović als Teilnehmer/innen dieses Jahrgangs. Zweifelsfrei überliefert ist jedoch alleine der Siegertitel von V...
1961, Die Sechziger, ESC Finale, Jurys sind Wichser, Schwules, Unsere Lieblinge

ESC 1961: Stand up for your Love Rights

Schon zum zweiten Mal in der noch jungen Grand-Prix-Geschichte gastierte der Wettbewerb 1961 in Cannes. Und erneut präsentierte das französische Fernsehen die selbe Eröffnungssequenz wie schon 1959. Sowie die selbe Moderatorin, Jacqueline Joubert, die so viel Mascara aufgelegt hatte, dass sie ständig angestrengt gen Himmel schauen musste, damit ihr die Augenlider nicht zusammenpappten. Lediglich auf die charakteristischen Drehgestelle verzichtete man. Stattdessen versammelten sich die 16 Teilnehmer/innen zum Auftakt der erstmals an einem Samstag ausgestrahlten Sendung auf einer opulenten Showtreppe und stellten sich artig nacheinander persönlich vor. Was für die Zuschauer/innen den unschätzbaren Vorteil bot, die Interpretennamen zur Abwechslung in fehlerfreier Aussprache hören zu können....
1961, Die Sechziger, Internationale Vorentscheidungen

Jugo­vi­zi­ja 1961: Mor­gen fängt das Leben erst an

Viel Geld und technisches Know-How hatten die Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg den staatlichen westeuropäischen Sendeanstalten zukommen lassen, um sie für die Propagandaschlacht im nachfolgenden Kalten Krieg gegen den feindlichen kommunistischen Osten zu rüsten. Auch der Eurovision Song Contest sollte nach den Vorstellungen des hierbei federführenden US-Geheimdienstes dem kulturellen Aneinanderrücken der "freiheitlichen" (lies: kapitalistischen) Staaten dienen und mit seinem nach eigenem Empfinden glamourösen und unterhaltsamen Programm, das man, soweit es die Antennen zuließen, gerne auch ins sozialistische Ausland ausstrahlte, um dort Neid und Unzufriedenheit in der Bevölkerung zu schüren, die klare Überlegenheit des Westens in Sachen Pop demonstrieren. Dies jedenfalls ist der zieml...