ESC Fina­le 2006: Hard Rock? Hal­le­lu­jah!

Logo des Eurovision Song Contest 2006 (Semifinale)
Das Jahr der Mons­ter­ro­cker

Dass ich das noch erle­ben durf­te: die Fin­nen gewin­nen! Athen warf ein bis dato unum­stöß­li­ches Grand-Prix-Gesetz über den Hau­fen. Was kommt als nächs­tes? Ein Sieg Por­tu­gals? Andor­ra im Fina­le? Eine ost­eu­ro­päi­sche Sän­ge­rin, deren Rock die Scham bedeckt? Man darf gespannt sein! Die meis­tens Fans in der Athe­ner Olym­pia­hal­le reagier­ten geschockt, als der Sieg der Mons­ter­ro­cker sich abzeich­ne­te. Nur weni­ge zeig­ten sich (wie ich) begeis­tert, unter­stütz­ten jede Zwölf-Punk­te-Wer­tung für Lor­di mit einem spon­ta­nen “Lap­po­nia”-Gesang oder rock­ten bei der Sie­ger­re­pri­se auf dem Stuhl ste­hend mit.

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ESC Semi 2006: I’ll fuck­ing win

Logo des Eurovision Song Contest 2006 (Finale)
Das Jahr der Mons­ter­ro­cker

West­eu­ro­päi­sche Grand-Prix-Fan­clubs bestehen in der Regel – in exak­ter Umkeh­rung der übli­chen Bevöl­ke­rungs­an­tei­le – zu 95% aus schwu­len Män­nern. Und die haben, logi­scher­wei­se, einen völ­lig ande­ren Musik­ge­schmack als das beim Euro­vi­si­on Song Con­test abstim­men­de Mas­sen­pu­bli­kum an den Bild­schir­men. Natür­lich scherz­ten die im Athe­ner Olym­pia­sta­di­on ver­sam­mel­ten Fans noch vor Beginn des Halb­fi­na­les, dass man hin­ter­her, wenn die zehn Fina­lis­ten fest­stün­den, wohl mal wie­der kopf­schüt­telnd in der Hal­le säße. Und genau so kam es auch.

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Lor­di vs. Nico­le: Ein biß­chen Spaß muß sein

Ach, was täten wir nur ohne unse­re Nico­le? Vor allem, was wür­de Mark Pit­tel­kau von der Bild ohne Deutsch­lands ers­te Grand-Prix-Sie­ge­rin anfan­gen? Wel­che hane­bü­che­ne Sto­ry der Euro­vi­si­ons­schmier­fink des Bou­le­vard­blat­tes sich auch aus den Fin­gern saugt, die altern­de Schla­ger­di­va ist zuver­läs­sig mit einem State­ment zur Stel­le. Ob sie nun, statt beim Vor­ent­scheid eine gekürz­te Ver­si­on von ‘Ein biss­chen Frie­den’ zu sin­gen, lie­ber “Piz­za essen” geht oder über Kroa­ti­ens Paris Hil­ton Seve­r­i­na Vuč­ko­vić und ihren von Bild aus­ge­gra­be­nen zwei Jah­re alten Heim­por­no her­zieht: ohne Nico­les absur­de Kom­men­ta­re wären die haus­ge­mach­ten Skan­däl­chen nur halb so amü­sant.


Da ging sie auch lie­ber Piz­za essen: Nico­le glänz­te in Kopen­ha­gen mit Abwe­sen­heit

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