Lou gets hap­py

Hap­py Bir­th­day Par­ty’ und ‘Let’s get hap­py’ waren die von Ralph Sie­gel ver­fass­ten Songs, mit denen die badi­sche Fest­zelt­sän­ge­rin Lou Hoff­ner 2001 und 2003 bei der deut­schen Vor­ent­schei­dung bzw. beim Euro­vi­si­on Song Con­test antrat. Nahm die rot­haa­ri­ge Stim­mungs­ka­no­ne das bei­den Titeln inne­woh­nen­de Motiv des fröh­li­chen Fei­erns mög­li­cher­wei­se etwas zu ernst? Dass sich mit kolum­bia­ni­schen Nasen­glück bes­ser fei­ern lässt, wis­sen Club­be­su­cher auf der gan­zen Welt. Dass die ehe­ma­li­ge Dro­ge der Rechts­an­wäl­te und TV-Mode­ra­to­ren mitt­ler­wei­le auch schon im Volks­mu­sik­sek­tor ange­kom­men ist, wis­sen wir spä­tes­tens, seit ein TV-Klatsch­ma­ga­zin auf den Toi­let­ten des Musi­kan­ten­stadls Schnee­spu­ren gefun­den haben will. Beruh­te also auch die auf­fäl­li­ge Fröh­lich­keit des Grand-Prix-Pumuckls bei ihrem Auf­tritt in Riga auf der ver­bo­te­nen Sub­stanz?


Hier macht sich Lou mit bun­ten Pil­len die Welt schön…

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DVE 2006: Nor­disch by Natu­re

Jane Comerford von Texas Lightning, DE 2006
Deutsch­lands Liebs­te

Nach der Schan­de von Kiew (letz­ter Platz für Gra­cia mit 4 Mit­leids­zäh­lern) gab der NDR-Unter­hal­tungs­chef Jür­gen Mei­er-Beer ent­nervt sei­nen Rück­tritt als Euro­vi­si­ons­ver­ant­wort­li­cher bekannt. In sei­ner Rat­lo­sig­keit, was er nun mit der Sen­dung anfan­gen soll­te, hol­te sich der öffent­lich-recht­li­che Sen­der Unter­stüt­zung dort, wo in Deutsch­land die Unter­hal­tungs­kom­pe­tenz behei­ma­tet ist: bei den Pri­va­ten. Genau­er: bei Pro­Sie­ben und des­sen Come­dy-Aus­hän­ge­schild Tho­mas Her­manns (Quatsch Come­dy Club, Pop Club). Der beken­nen­de Grand-Prix-Fan stürz­te sich mit Feu­er­ei­fer an die Auf­ga­be und pro­du­zier­te eine gla­mou­rö­se, schwel­ge­ri­sche Retro-Show rund um den fünf­zigs­ten Geburts­tag des Song Con­tests.

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DVE 2003: Ich hoff, es geht Dir schlecht

Lou Hoffner, DE 2003
Der Pumuckl

Da hat­te sich Jür­gen Mei­er-Beer, der Euro­vi­si­ons­be­auf­trag­te des NDR, nach dem Deba­kel von Corin­na May was vor­ge­nom­men. “Die­se Nie­der­la­ge gibt mir die Mög­lich­keit, auch in Deutsch­land end­gül­tig vom alten Grand-Prix-Image weg­zu­kom­men”, sag­te er noch in Tal­lin der Pres­se. Einen “ästhe­ti­schen Quan­ten­sprung vom Schla­ger­haf­ten zur Moder­ne des Pop” woll­te er hin­be­kom­men. Sah anfangs auch ganz gut aus: neben der noto­ri­schen Bild ver­kün­de­ten auch seriö­se Pres­se­or­ga­ne wie die Frank­fur­ter All­ge­mei­ne Zei­tung, die den gera­de zu Hit­eh­ren (‘Meer sehn’) gekom­me­nen Jun­gen mit der Gitar­re (DJMDG) stütz­te, und die links­al­ter­na­ti­ve tages­zei­tung, die gar unter ihren Lesern einen eige­nen Lyrik-Wett­be­werb aus­rief, Inter­es­se an der Vor­ent­schei­dung.

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