Schlagwort: Lys Assia

CH 1956, 1957, 1958; Vor­ent­scheid CH 1956, 1957, 1958, 2012, 2013, Vor­ent­scheid DE 1956.
Die als Rosa Mina Schä­rer gebo­re­ne Sän­ge­rin und Tän­ze­rin (1924–2018) geht als ers­te ESC-Sie­ge­rin in die Anna­len ein. Sie ver­trat ihr Hei­mat­land drei Mal und ver­such­te es im hohen Alter noch zwei wei­te­re Male beim Vor­ent­scheid. In den Fünf­zi­gern ein erfolg­rei­cher Schla­ger­star und mit einem gesun­den Selbst­ver­trau­en aus­ge­stat­tet, durf­te Assia bis zuletzt bei kei­ner Euro­vi­si­ons­ga­la feh­len.

Unsere Lieblinge

Eine Ära endet: Lys Assia ist tot

Für altgediente Eurovisionsfans kam die Nachricht wie ein Schock: am gestrigen Samstag verstarb Medienberichten zufolge die dreifache schweizerische Grand-Prix-Teilnehmerin und Siegerin der Premierenausgabe des Wettbewerbs von 1956, Lys Assia, im Alter von 94 Jahren in einem Krankenhaus in Zollikon bei Zürich. Damit geht eine Ära unwiederbringlich zu Ende, denn Assia hatte unter eingeschworenen Anhängern des europäischen Liederfestivals den Status einer Galionsfigur inne, die den selben Rang einnahm wie Cher im Bereich der Popmusik oder Keith Richards im Rock: dass die unverwüstliche "Grand Dame des Chanson" (Blick) selbst einen Atomkrieg unbeschadet überleben würde, auf jeden Fall aber uns gewöhnliche Sterbliche, galt als unerschütterliche Gewissheit. Und so trauert die Grand-Prix-Gemeind...
Zei­tungs­be­richt von 1956: Lys Assia gewann mit 102 Punk­ten
1956, Die Fünfziger, Diese Welt, Unsere Lieblinge

Zei­tungs­be­richt von 1956: Lys Assia gewann mit 102 Punk­ten

Wie die Fan-Seite Eurofestival Italia in dieser Woche enthüllte, soll es sich bei dem ersten Grand-Prix-Sieg in der mehr als sechzigjährigen Geschichte des Wettbewerbs um einen sehr eindeutigen gehandelt haben. Einer der Fan-Seite zufolge aus einem Archiv ausgegrabenen Besprechung des Premieren-Wettbewerbs im schweizerischen Lugano in der Tageszeitung La Stampa vom 25. Mai 1956 zufolge konnte Lys Assia (→ CH 1956, 1957, 1958) für ihr Lied 'Refrain' 102 Punkte auf sich vereinen. Bislang wusste man lediglich, dass die Jurys sie zur Siegerin gekürt hatten, danach aber alle Stimmzettel vernichteten, so dass kein genaueres Ergebnis bekannt war. Bis auf kurze Ausschnitte aus der Siegerreprise besteht auch keine Bildaufzeichnung des Ereignisses. Da bei der ersten Ausgabe des Wettbewerbs nur siebe...
2015, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, ESC Finale, ESC Semifinale, Unsere Lieblinge

Auch 2015: Semis in die Spar­te

Wie der Prinz-Blog gestern rapportierte, überträgt die ARD die beiden Qualifikationsrunden des Eurovision Song Contest 2015 live im Fernsehen, allerdings nicht im Ersten. Dafür kann man unter gleich drei der gefühlt 700 ARD-Spartensender wählen: für aufmerksamkeitsdefizitäre Internetaffine blendet EinsFestival zusätzlich zur Liveübertragung im Splitscreen-Verfahren wieder pseudojugendliche, uninteressante Facebook-Kommentare und Tweets ein. EinsPlus bietet mit einem Gebärdendolmetscher hingegen echten Mehrwert, auch wenn vermutlich nicht mit einer Darbietung im Stile von Tommy Krångh zu rechnen ist. Und für die Puristen überträgt der Ereigniskanal Phoenix die beiden Semis ohne jeglichen Begleitschnickschnack, aber in HD - sofern man nicht, wie der Blogger, Kunde des schlechtesten Kabelanbi...
2014, Die Zwanzigzehner, Diese Welt, Unsere Lieblinge

Som­mer­loch-News: Kat­ze beißt Lys

"Hund beißt Mensch" ist keine Meldung, so eine alte Journalistenregel. Die augenscheinlich für Schweizer Boulevardblätter wie den Blick nicht gilt, insbesondere dann, wenn es sich bei dem bissigen Tier um eine Katze handelte und bei der gebissenen Person um die große Lys Assia. Die mittlerweile Neunzigjährige Grand-Prix-Gerontin nutzt seit Jahren das Sommerloch für dramatische Spitalbesuche ("Die Ärzte wollten mich nicht mehr nach Hause lassen. So schlecht war mein Zustand."), ob sie nun von von der Waschmaschine angefallen wurde oder, wie heuer, von einer streunenden Katze. Wie Blick, das schweizerische Fachblatt für Lys-Assia-Fragen, minutiös berichtet, musste sich die Eurovisionssiegerin von 1956 gegen Wundstarrkrampf impfen lassen und die Hände "stundenlang" in ein Desinfektionsbad leg...
Unsere Lieblinge

Lys Assia: alles Gute zum Neun­zigs­ten!

So ein hohes Alter erreichen die Wenigsten: Grand-Prix-Urgestein Lys Assia, Siegerin beim allerersten Event von 1956, beging heute ihren neunzigsten Geburtstag. Und bekam dafür, wie das Schweizer Fernsehen berichtet, sogar Heimurlaub aus dem Krankenhaus, wo sie seit einem Sturz derzeit liegt: "Ich bin einbandagiert wie eine Mumie," so die Jubilarin. Hoffen wir mal, dass es ihr bis Mai wieder besser geht, denn ganz ehrlich: ein Eurovision Song Contest ohne Wortmeldung von Lys wäre nicht dasselbe. Möge sie uns noch lange erhalten bleiben! Europas erste Rapperin: Lys Assia (1958)
2014, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen, Unsere Lieblinge

Schock: Schwei­zer Vor­ent­scheid 2014 ohne Lys Assia

Große Enttäuschung allerorten: Songcontestveteranin Lys Assia (CH 1956) "hat sich entschieden, nicht beim diesjährigen Schweizer Vorentscheid mitzumachen," wie ihr Team gestern auf Facebook verkündete. Zwar mache sie noch Musik, habe aber nicht den richtigen Song für den Wettbewerb gefunden. Lys wünsche Valentina Monetta und Ralph Siegel "viel Glück für San Marino 2014." Damit ist natürlich weder ein Versuch in einem anderen Land noch ein Pausenclown-Auftritt beim ESC in Kopenhagen ausgeschlossen, dennoch betrübt Lys' Absage ans Heimatland. Ein wenig Trost kommt in Form der letztjährigen Vor-Vorentscheid-Kulthelden, des Männerchores Steili Kressä, die natürlich erneut mit einem aufs Gastgeberland maßgeschneiderten Beitrag antreten: 'Coupe Danmark' feiert tatsächlich die nach dem Land der W...
Diese Welt, Unsere Lieblinge

Dana: All Kinds of Abtrei­bung

Während ein gutes Drittel der aktuellen Eurovisionsfinalisten, darunter die Siegerin Emmelie de Forest, aber auch die unverwüstliche Lys Assia oder die fabelhafte Gina G. beim diesjährigen Stockholm Pride auftreten und so auch ein Zeichen der Toleranz und Fortschrittlichkeit setzen, verweilt die irische Siegerin von 1970, Dana, lieber im politischen Mittelalter und macht sich weiter für einen Erhalt des bedingungslosen Abtreibungsverbotes auf der katholischen Insel stark. Nach einem Bericht der Irish Times fordert sie eine Volksabstimmung über einen Gesetzesentwurf der Regierung, der einen Schwangerschaftsabbruch im Falle einer akuten Lebensgefahr für die werdende Mutter legalisiert und damit entsprechende Urteile des irischen Verfassungsgerichtes von 1992 und des Europäischen Gerichtshofs...
2013, Die Zwanzigzehner, Unsere Lieblinge

Lys Assia: “Taka­sa war mei­ne Idee”

Nun hat sie es trotz einer erst Anfang Mai erlittenen schweren Lungenentzündung ("Ich glaubte, ich müsste sterben", so die Sängerin gegenüber dem SonntagsBlick) doch noch nach Malmö geschafft: unsere Gott sei Dank unverwüstliche Lys Assia, ohne die es ja doch kein richtiger Grand Prix wäre. Erstaunliches erzählte sie gestern Wiwibloggs: die Idee, die Heilsarmee (oder, wie die ewige Erstsiegerin viel treffender sagte: "Hell's Army") für die Schweiz zum Eurovision Song Contest zu schicken, stamme von ihr! Sie habe selbst als Kind gerne gemeinsam mit den Freikirchlern in der Fußgängerzone gesungen (und selbstverständlich immer die vollste Spendendose erzielt!), weil die "so hübsche Hütchen aufhatten". Davon habe sie bei einer Plauderei einem Produzenten von Sony Music erzählt - und der habe d...
2013, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen, Unsere Lieblinge

Ralph Sie­gel for­dert eine Lex Assia

"Enttäuscht und schockiert" zeigte sich Lys Assia heute  erwartungsgemäß im Telefoninterview mit dem Schweizer Fernsehen von ihrer Nichtzurlassung zum dortigen Vorentscheid. Gerade wo sie doch extra ein Lied "für die Jungen" aufgenommen habe: "Ich hätte für ein anderes Land antreten sollen". Ihr Komponist Ralph Siegel griff unterdessen Lys' letztjährige Ausrede von der fehlenden Internetaffinität ihrer Altersgruppe auf und forderte eine "Sonderregelung" (lies: eine Wildcard) für seinen Schützling. Dies habe er "schon vor Monaten" dem Sender vorgeschlagen, "aber es scheint niemand genügend Feingefühl und Verständnis für die Situation zu haben", so der Grand-Prix-Grandseigneur. Das Schweizer Fernsehen indes denkt gar nicht daran, diesem anmaßenden Ansinnen statt zu geben, sondern reibt Onkel...
2013, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen, Unsere Lieblinge

Schweiz: Hel­lo, whe­re is the Flow?

Geht man etwa so mit der ersten Eurovisionssiegerin um? Heute früh verkündete das deutschsprachige Schweizer Fernsehen SF seine vier Finalisten für Die große Entscheidungsshow am 15.12. in Kreuzlingen. Schockierenderweise findet sich Lys Assia mit ihren vier Rapperbuben nicht auf der aus Internetvoten und Senderjury kompilierten Liste und kann damit ihre in Fankreisen bereits zum Kult avancierte Eröffnungszeile "Hello, how's the Flow" in Malmö nicht zum Besten geben. Außer, es erbarmt sich vielleicht noch ein eurovisionärer Kleinstaat wie San Marino oder Montenegro. Geschafft haben es die spanische Vorentscheidungsteilnehmerin von 2011, Melissa; der DSDS-Castingknabe Jesse Ritch; der im Affenkostüm auftretende Musik-TV-Kasper Anthony Bighead und, wie schon zu erwarten, die Heilsarmee. Vier...
2013, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen, Unsere Lieblinge

Per­len der Vor­ent­schei­dung: Every Sink’s in your Mind

Endlich ist es draußen: das mit atemloser Spannung erwartete Lys-Assia-Video! Seit heute Nachmittag kommt man auf der Eurovisionsseite des SF in den vollen, dreiminütigen Genuss des neuesten Geniestreichs aus der Feder von Ralph Siegel. Und, ganz ehrlich: ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Bereits die ersten 20 Sekunden sind pures Comedy-Gold, und ohne jede Frage dürfte "Hello, how is the Flow?" zur neuen Begrüßungsfloskel unter Eurovisionsaficionados werden. Lys Assia hat die grauenvollste englische Aussprache seit Alyosha ("Every sink's in your mind": will sie Badarmaturen verkaufen?) und scheint selbst in der Studiofassung schon mit dem Timing zu kämpfen. Live sehe ich da den totalen Carcrash auf uns zukommen. Auf jeden Fall sollte der Part aus dem Video, wo die vier Rap-Bu...
2013, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen, Unsere Lieblinge

Per­len der Vor­ent­schei­dung: erwischt, Kalk­ofe!

Während uns Altmeister Ralph Siegel und sein 88jähriges "Hip-Hop-Babe" (Pressetext Schweizer Fernsehen) Lys Assia mit kleinen Bröckchen hinhalten (mehr dazu später), reicht die umtriebige Konkurrenz ein Meisterwerk nach dem anderen zum eidgenössischen Vorentscheid ein. Neben einem tatsächlich hörbaren, beim schnarchnasigen Alpenpublikum aber völlig chancenlosen Rocksong namens 'Russian Roulette' der Allmendinger Schülerkappelle Grey Monday und einer putzigen, Bontempisound-und-Walzertakt-begleiteten "Na na na"-Melodei namens 'There is one Boy named Ilya' stechen zwei Nummern besonders heraus: da ist zum einen der für seine preisgekrönten Parodien bekannte deutsche TV-Komiker Oliver Kalkofe, der sich unter dem besonders listigen Tarnnamen Marcello Alexander eingeschlichen hat und die unfass...
2013, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen, Unsere Lieblinge

Schweiz: Lys Assia gibt nicht auf

Sie gehört einfach zum Eurovision Song Contest wie die Wespen zum Zwetschgenkuchen: das mittlerweile 88jährige Grand-Prix-Urgestein Lys Assia, die erste Siegerin von 1956. Und sie scheint fest entschlossen, auf Biegen und Brechen noch einmal mitzumachen: wie sie dem Boulevardblatt Blick erzählte, will sie erneut bei der schweizerischen Vorentscheidung antreten - wiederum mit einem Song aus der Feder von Ralph Siegel. Nachdem sie 2012 mit ihrer großen Final-Curtain-Ballade 'C'etait ma Vie' nicht zum Zuge kam, will sie es diesmal mit einem "modernen" Titel versuchen: einem "Popsong mit Rap-Einlagen", bei dem sie vier "Berner Buben" von New Jack, einem Hip-Hop-Act, unterstützen. "Das Lied hat Pfiff und spricht auch die Jungen an," zeigt sich die Assia überzeugt. Und auch für ihre jungen, schw...
2012, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen, Unsere Lieblinge

Bela­rus: Et bon­jour à toi, l’Ar­tis­te (BY 2012)

Ungeachtet etwaiger politischer Spannungen scheint ein starkes kulturelles Band zwischen der Ukraine und Weißrussland zu existieren. Nicht nur, dass beide Länder die wohl chaotischsten und korruptesten Eurovisionsvorentscheidungen hinlegen: nun nähert man sich auch hinsichtlich der Beiträge an. Beim heute Nachmittag zu einer arbeitnehmerfeindlichen Zeit (ab 16 Uhr) gestarteten Finale des Eurofests gewann mit Alyona Lanskaya eine optische wie stimmliche Alyosha-Doppelgängerin, die beim, nunja: singen ihrer struktur- wie melodielosen Leidensballade ebenso verzweifelt in die Kamera schaut wie die ukrainische Krähe von 2010. Von ihrer Aussprache mal ganz abgesehen ("All my Lie, I have waiting for your Apps to hold me"?). Um von dem superdrögen Songdesaster abzulenken, turnt derweil ein Trapezk...
Unsere Lieblinge

Lys Assia for­dert Ent­schul­di­gung von “die­sem Fle­gel”

"Ich bin eine gute Verliererin", sagt Lys Assia von sich. Und fordert im Interview mit dem Schweizer Boulevardblatt Blick im gleichen Atemzug vom Vorentscheidungs-Juroren Stämpf "eine schriftliche Entschuldigung für seine schlechten Manieren". Der 43jährige Musiker, Teil einer dreiköpfigen Jury beim Schweizer Vorentscheid, hatte es gewagt, der Grande Dame des Chansons in der Live-Sendung das Du anzubieten und ihren Beitrag 'C'était ma Vie' als Musik für die "Kaffeefahrt" herabzuwürdigen. "Ich war schockiert, fühlte mich vor der ganzen Schweiz gedemütigt", so schüttete die Eurovisionssiegerin von 1956 dem Klatschblatt ihr Herz aus, nachdem sie Stämpfs Verhalten bereits im Aftershow-Interview mit dem SF als "flegelhaft" geißelte. Schließlich sei ihr Lied "ein sehr schönes Chanson" und der Eu...
2012, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen, Unsere Lieblinge

Why do they always get it wrong? (CH 2012)

'Unbreakable' heißt das erste feststehende Lied für Baku. Erwartungsgemäß versiebte das Schweizer Publikum bei der heutigen Großen Entscheidungsshow die auf dem Silbertablett dargebotene Chance, mit der Nominierung der mittlerweile 87jährigen ersten Eurovisionssiegerin Lys Assia Grand-Prix-Geschichte zu schreiben. Und zwar brutal eindeutig: Lys kam noch nicht einmal ins Superfinale der ersten Drei, sondern landete mit mageren fünfeinhalb Prozent auf einem abgeschlagenen achten Platz! Stattdessen entschieden sich die Helvetier, wie vorhergesagt, für einen egalen Seichtrockpopsong der Tessiner Geschwisterband Sinplus. Die Schweizer sind halt so berechenbar wie eine Rechenaufgabe für Erstklässler. Und gehörten eigentlich kollektiv entmündigt - aber das geschieht ja derzeit nur mit Pleitestaat...
2012, Allgemein, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen, Unsere Lieblinge

Lys Assia will im Kleid von 1956 antre­ten

Dass Ralph Siegels Ausstattungsbudget für seine Eurovisionssänger/innen begrenzt ist, weiß man ja nicht erst seit Lou und ihren offensichtlich bei Kik eingekleideten Backings von 2003. Aber dass es jetzt solche Ausmaße annimmt! Wie das Schweizer Fernsehen twittert, wolle die Grand-Prix-Siegerin von 1956 beim Vorentscheid am 10.12. in Kreuzlingen ihr damaliges, wie sie einmal in einem Feddersen-Interview verriet, in Paris maßgefertigtes Kleid auftragen. "Ich hoffe, es passt noch", so die rüstige 87jährige. Und wir hoffen vor allem mal, es hält noch! httpv://youtu.be/JB1of5sfLyk Geschmackvoll ist es ja, Lys' Siegeskleid von 1956
2012, Internationale Vorentscheidungen, Unsere Lieblinge

Lys Assia im schwei­ze­ri­schen Fina­le

Vor wenigen Minuten bestätigte das Schweizer Fernsehen via Twitter, dass Lys Assia die deutschschweizerische Vorauswahl überlebt habe und sicher im Finale am 10.12. in Kreuzlingen sei. Dort tritt sie gegen 13 Konkurrenten an (die komplette Liste gibt es hier). Ob Lys dank der Unterstützung der Grand-Prix-Fans im Onlinevoting gut abschnitt oder ob die sicherheitshalber eingesetzte Jury nachhelfen musste, weil, wie Lys ja bereits mutmaßte, ihre Hauptzielgruppe sich mit diesem Internet nicht auskenne, darüber hüllte sich der SF in Schweigen. Jedenfalls kann das Ergebnis nicht verwundern, denn das Schweizer Fernsehen wäre ja mit dem Klammerbeutel gepudert, sich die erste Eurovisionssiegerin der Geschichte für ihr nationales Finale entgehen zu lassen! Ob das Publikum (und die Jury) sich dann do...
2012, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen, Unsere Lieblinge

Lys Assia: “Wer hat schon Inter­net”?

Lys Assia fürchtet um ihre Chancen beim schweizerischen Vorentscheid. Grund: in der Vorrunde des deutschsprachigen Fernsehens SF zur gesamthelvetischen Großen Entscheidungsshow am 10. Dezember 2011 erfolgt das Voting ausschließlich über das Internet. Das schlösse viele Menschen ihres Alters - und damit ihre Hauptzielgruppe - aus. Denn, so Lys: "Wer hat schon Internet"? Zudem beklagt sie, dass man sich zum Abstimmen mit Namen registrieren muss, was das Prozedere erschwere. Aber da kann ich Lys beruhigen, denn es sind Stimmen aus ganz Europa erlaubt. Und der Ralph, der hat dieses Internet. Und das Telefonbuch von München. Da stehen ganz viele Namen drin, auf die man sich registrieren kann! Außerdem hat auch die schweizerische Jury noch ein Wort mitzureden. Und die lässt unser Grand-Prix-Urge...
2012, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen, Unsere Lieblinge

Schweiz: Ralph Sie­gel schreibt Song für Lys Assia!

Ich gebe zu, als ich diese Meldung eben las, musste ich erst mal auf den Kalender schauen. Nein, es ist nicht der 1. April; nein, es handelt sich nicht um einen Fanorak-Scherz. Es scheint tatsächlich wahr zu sein: die mittlerweile 87jährige Grand-Prix-Legende Lys Assia, Siegerin des ersten Song Contests von 1956, bewirbt sich in diesem Jahr erneut um das Ticket für die Schweiz. Mit einem Song von (imaginärer Trommelwirbel): Ralph Siegel! Nein, ich habe mir das nicht ausgedacht! https://youtu.be/z7p8ccgPgpg Die schweizerische Antwort auf Eartha Kitt: Lys Assia (mehr …)
Unsere Lieblinge

Lys Assia: bei­na­he von der Wasch­ma­schi­ne getö­tet

Manche Menschen sind einfach nicht tot zu kriegen: zum Glück für uns alle sprang Eurovisions-Urgestein Lys Assia (85) vorletzte Woche dem grimmen Schnitter gerade noch mal so von der Schippe, wie sie dem schweizerischen Boulevardblatt Blick verriet: "Meine Waschmaschine hätte mich fast umgebracht!". Beim Beladen des heimtückischen Haushaltsgerätes erlitt die immer noch agile Grand-Prix-Gewinnerin von 1956 aufgrund eines defekten Kabels einen so starken Stromschlag, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, wo sie zwei Tage zur Beobachtung blieb. In der Zwischenzeit ist wieder alles okay - auch wenn sich Lys noch immer "aufgeladen" fühlt. Auch Farin Urlaub erlebte schon Ähnliches!  
2008, Das Millenium, ESC Semifinale, Trickkleid, Unsere Lieblinge

ESC 2. Semi 2008: Pira­te Ladies of the Sea

POR - TU - GAL!!! POR - TU - GAL!!! POR - TU - GAL!!! Ich muss um Verzeihung bitten, aber ich schreibe diese Zeilen noch ein wenig im Überschwang der Gefühle. Das letzte Mal, dass so viel Adrenalin durch meine Adern floss wie vor der Verkündung des zehnten und letzten Finalisten am Ende der zweiten Qualifikationsrunde in Belgrad gerade eben, sprang ich an einem Bungee-Seil 50 Meter in die Tiefe. Hätte der Name in dem allerletzten Umschlag, den die Moderatorin Jovana Janković nach endlosen Minuten hochgekochter Spannung verlas, nicht "Portugal" gelautet, wäre es in der Belgrader Halle wohl zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen. Und hier zu Hause vor meinem Computerbildschirm (dazu gleich mehr) auch! (mehr …)
Unsere Lieblinge

Lys Assia mag Sex im Alter

Grand-Prix-Veteranin Lys Assia mag auch mit 83 Jahren noch nicht auf Sex verzichten, wie sie den Neuen Luzerner Zeitung verriet. Problematisch sei es nur, in ihrem Alter noch geeignete Männer zu finden. Aber zum Trost gibt es ja noch Dackeldame Cindy. Sex gehöre auch im Alter zur Lebensqualität, zitiert der Onlinedienst Zisch aus dem NLZ-Interview: "Genausowenig wie ich mir meinen Dackel Cindy wegdenken kann, kann ich mir den Sex wegdenken." Das ist jetzt vielleicht etwas unglücklich formuliert,  und bevor sich die Tierschützer wieder aufregen: ich glaube nicht, dass die Siegerin von 1956 und dreimalige Teilnehmerin am Eurovision Song Contest eine lesbisch-sodomitische Beziehung zu Cindy unterhält. Auch wenn die Zahl der in Frage kommenden Männer aufgrund der hohen Ansprüche von Madame Ass...
<span class="caps">ESC</span> 1958: Risot­to am Lago Mag­gio­re
1958, Die Fünfziger, ESC Finale, Jurys sind Wichser

ESC 1958: Risot­to am Lago Mag­gio­re

"Dreimal dabei: bitte nicht wiederwählen!" hieß es, die Älteren erinnern sich, in der ZDF-Hitparade immer dann, wenn sich ein Schlager zum dritten Mal in Folge "placiert" hatte, wie Dieter Thomas Heck es so schön pseudopolyglott aussprach. Dann durfte man als Zuschauer:in für selbigen keine Postkarte mehr schicken bzw. nicht mehr anrufen. Eine solche Regel existiert beim Eurovision Song Contest zwar logischerweise nicht, dennoch endete im dritten Jahr seines Bestehens die Dauerteilnahme von gleich zwei Künstlerinnen, die ihn beide bereits seit dem Start in Lugano begleiteten. Nämlich zum einen die Niederländerin und Vorjahressiegerin Corry Brokken, die auch diesmal die Tabelle anführte - allerdings vom anderen Ende aus gesehen. Das nenne ich mal einen harten Absturz! Wenn auch einen verd...
<span class="caps">ESC</span> 1957: Hal­lo, Kopen­ha­gen?
1957, Die Fünfziger, ESC Finale

ESC 1957: Hal­lo, Kopen­ha­gen?

Kein Jahrgang ohne grundlegende Neuerungen, zumindest in der Gründungsphase des Eurovision Song Contests: stimmten die Juroren bei der Grand-Prix-Premiere von 1956 noch geheim ab und erfuhren wir außer dem Siegertitel keine weitergehenden Platzierungen, so feierte das heutige Herzstück der TV-Show, die stets das komplette letzte Drittel der Sendezeit okkupierende und stets die höchsten Einschaltquoten des Abends erzielende öffentliche Stimmenauszählung, beim zweiten Wettbewerb in meiner Geburtsstadt Frankfurt am Main seinen Einstand. Die Durchgabe der Ländervoten erfolgte natürlich fernmündlich. Geschickt nahmen die Gastgeber hierauf Bezug: "Telefon, Telefon / Lang war ich allein / Sag, wann werde ich zum Lohn / Endlich glücklich sein" frug die deutsche Vertreterin Margot Hielscher sich ...