Mal­ta 2008: Ever­y­whe­re is Bitch Talk

Bra­vo Mal­ta! Wer hät­te das gedacht? Aus einem nicht gera­de schma­len Ange­bot lus­ti­ger Trash-Per­len (und töd­lich lang­wei­li­ger Bal­la­den) tat­säch­lich die bes­te her­aus­zu­pi­cken, das hät­te ich den Insu­la­nern gar nicht zuge­traut. Mit dem Dro­gen­ver­herr­li­chungs­lied Spio­na­ge­schla­ger ‘Vod­ka’, von der quir­li­gen More­na vol­ler Ener­gie vor­ge­tra­gen, ent­schie­den sich die Mal­te­ser für her­aus­ra­gen­den Spit­zen­camp und haben mir für das Ers­te den Glau­ben an die Mensch­heit wie­der­ge­ge­ben. Dan­ke, Mal­ta!


Bond, More­na Bond.

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Mal­ta 2008: Aus­ge­sie­gelt

Der Euro­vi­si­on Song Con­test sei ja ein Kom­po­nis­ten­wett­be­werb, behaup­te­ten fehl­ge­lei­te­te Men­schen frü­her ger­ne mal. Eini­ge die­ser Kom­po­nis­ten kom­men mitt­ler­wei­le ganz schön rum: so hat der schwe­di­sche Schla­ger­schrei­ber Tho­mas G:son die­ses Jahr jeweils einen Bei­trag in Bel­gi­en und in Polen am Start, nach dem er letz­tes Jahr Nor­we­gen und Spa­ni­en belie­fer­te. Gerard James Borg aus Mal­ta ist eben­falls in Bel­gi­en aktiv – und hat beim Mal­ta­song gleich fünf Eisen im Feu­er. Nur Ralph Sie­gel, der es eben­falls auf dem Mit­tel­meer­ei­land ver­such­te, ist lei­der aus dem Ren­nen.


Schau her, Rebe­ka Dre­melj: so geht eine ordent­li­che SM-Per­for­mance!

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Ralph Sie­gel in Mal­ta dabei?

Wie die groß­ar­ti­gen Schla­ger­boys kol­por­tie­ren, soll sich unter den 36 Songs, die es in die enge­re Aus­wahl für den mal­te­si­schen Song for Euro­pe geschafft haben, auch ein Titel von Ralph Sie­gel befin­den. Der Song wird als “trei­bend und ein­gän­gig, aber ein biss­chen kit­schig” beschrie­ben – so jeden­falls die Gerüch­te­kü­che. Auch Chris & Moi­ra (MT 1972) und Mary Spi­te­ri (MT 1992) sei­en im Ren­nen – letz­te­re mit einer gro­ßen Bal­la­de namens “Mei­ne letz­te Zuga­be”. Das klingt viel ver­spre­chend!


Sie­gels letz­ter Aus­lands­ein­satz (CH)

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ESC Semi 2007: Wo ist Andor­ra?

Logo des Eurovision Song Contest 2007 (Finale)
Das Jahr der Damen­dar­stel­ler

Natür­lich hät­te ich auf die Ent­täu­schung vor­be­rei­tet sein müs­sen. Schließ­lich bin ich lan­ge genug Fan, um zu wis­sen, dass die fie­sen, geschmacks­ge­stör­ten Tele­vo­ter im Semi­fi­na­le immer die bes­ten Songs aus­sor­tie­ren. Gan­ze 28 Län­der tra­ten in die­sem Jahr in der Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de gegen­ein­an­der an, so vie­le wie noch nie seit der Ein­füh­rung der Semis. Ledig­lich zehn Slots für das Fina­le am Sams­tag gab es, aber 16 von mir favo­ri­sier­te Titel, die unbe­dingt hät­ten wei­ter­kom­men müs­sen! Selbst unter Zuhil­fe­nah­me der Fin­ger konn­te ich mir also aus­rech­nen, dass ein Gut­teil mei­ner Lieb­lin­ge auf der Stre­cke blei­ben wer­den.

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Ers­ter Super­sams­tag 2007 (EE, MT, PL, SI)

War das ein Super­sams­tag? Gleich vier Ent­schei­dun­gen fie­len an die­sem Wochen­en­de, und aufrechtgehn.de hat natür­lich pro­be­ge­hört und ‑gese­hen.


Eine Frau sieht pink… (EE)

Schau her, Gra­cia (DE 2005): so prä­sen­tiert man Pop­rock! Okay, der Ver­gleich ist ein biss­chen unfair: im Gegen­satz zu unse­rer Mün­che­ner Ich-kauf-mei­ne-Plat­ten-selbst-Schnal­le hat Tanel Padars Schwes­ter Ger­li näm­lich Power in der Stim­me! Und in der Per­for­mance! Die­ses Mädel rockt! Frei­lich, das Gan­ze lässt den Ver­dacht auf­kom­men, dass die Esten beim “Gen­ma­ni­pu­la­ti­on­klo­nen” (Dra­gan & Alder) inzwi­schen sehr weit fort­ge­schrit­ten sind und die gute Ger­li im Labor aus einer Auto­gramm­kar­te von Pink rekon­stru­iert haben. Und natür­lich ist ‘Part­ners in Crime’ übler Radio­rock, der mir Magen­schmer­zen macht. Den­noch Hut ab: wenn schon geklaut, dann wenigs­tens pro­fes­sio­nell!

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ESC Semi 2004: Take my Shoes and go strai­ght

Logo des Eurovision Song Contest 2004 (Finale)
Das Jahr der wil­den Tän­ze

Wer nicht zu den aller­ein­ge­fleisch­tes­ten Euro­vi­si­ons­fans gehört, für den könn­te der Begriff “Semi” bis heu­te Neu­land sein. Kein Wun­der: die deut­schen Medi­en – inklu­si­ve der ARD – schwei­gen die­se Neue­rung beharr­lich tot. Seit dem mas­sen­haf­ten Zustrom ost­eu­ro­päi­scher Län­der muss­ten bis­lang jedes Jahr etli­che Antritts­wil­li­ge aus­set­zen, was in den regel­mä­ßig betrof­fe­nen Län­dern zu einem star­ken Rück­gang des öffent­li­chen Inter­es­ses führ­te. Als Abhil­fe schuf die EBU 2004 ein brand­neu­es Vor­sor­tier­fah­ren: die Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de a.k.a. Semi, durch das alle durch­muss­ten, die 2003 schlech­ter als Platz 10 abge­schnit­ten hat­ten. Mit Aus­nah­me der Big Four: Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en, Spa­ni­en und Deutsch­land, die auf­grund ihrer Finanz­kraft und Zuschau­er­mas­sen stets direkt fürs Fina­le gesetzt sind. Wegen des zu erwar­ten­den gerin­gen Inter­es­ses ver­steck­te der NDR die Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de in sei­nem drit­ten Pro­gramm.

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ESC 2002: Yoorub’s lea­ving a Cele­bra­ti­on

Logo des Eurovision Song Contest 2002
Das Jahr der alten Hüte

Zwei Jah­re vor der offi­zi­el­len Ost­erwei­te­rung der EU fand der Euro­vi­si­on Song Con­test erst­mals in einem ehe­mals hin­ter dem Eiser­nen Vor­hang lie­gen­den Land statt. Das klei­ne, auf­stre­ben­de Est­land begriff die Aus­rich­tung der Show wohl auch als Visi­ten­kar­ten für den EU-Bei­tritt und gab sich erkenn­bar viel Mühe: die auf­wän­dig pro­du­zier­ten Post­kar­ten zwi­schen den Songs waren unter­halt­sam und oft sub­ver­siv bezie­hungs­reich. Dass die Gast­ge­be­rin Anne­ly Pee­bo ihre Mode­ra­tio­nen mehr sang als sprach, ent­zück­te genau­so wie ihre wind­schnit­ti­ge Sei­ten­spoi­ler­fri­sur. Den ein­zi­gen klei­nen Kon­tra­punkt setz­te der gefühlt drei­se­kün­di­ge Auf­tritt der Vor­jah­res­ge­win­ner Tanel Padar und Dave Ben­ton, zwi­schen denen Frost zu herr­schen schien.

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ESC 2001: …is always repea­ting its­elf

Logo des Eurovision Song Contest 2001
Das Jahr der bes­ten Song

Seit jeher beken­ne ich mich, wie der geneig­te Leser sicher ahnt, als eiser­ner Ver­fech­ter des hun­dert­pro­zen­ti­gen Tele­vo­ting, eben weil es ein demo­kra­ti­sches Ver­fah­ren ist. Und zwar auch dann, wenn ich, wie in die­sem Jahr, selbst unter den Ergeb­nis­sen zu lei­den habe wie ein Hund. Gleich drei der bes­ten Euro­vi­si­ons­bei­trä­ge aller Zei­ten bot die­ser Jahr­gang auf: gera­de mal einer davon schaff­te es unter die ers­ten Drei. Die ers­ten bei­den Plät­ze des Zuschau­er­ran­kings bele­gen unter­des­sen Spit­zen­po­si­tio­nen in mei­ner per­sön­li­chen Haß­lie­der-Lis­te. Kehr­sei­te der Medail­le: seit sich der Con­test, eben auch dank des Tele­vo­ting, von einer nur noch von Schwu­len ver­folg­ten Rand­ver­an­stal­tung wie­der zu einem Mas­sen­event ent­wi­ckel­te, stimmt lei­der auch die hete­ro­se­xu­el­le Bevöl­ke­rungs­mehr­heit mit ab. Und die ver­fügt bekannt­lich über kei­ner­lei Musik­ge­schmack.

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ESC 1975: Nicht jeder kommt ans Ziel

Logo des Eurovision Song Contest 1975
Das Jahr des dösen­den Orches­ters

Nach jah­re­lan­gen Dis­kus­sio­nen und etli­chen Fehl­ver­su­chen setz­te die EBU 1975 ein kom­plett neu­es Wer­tungs­ver­fah­ren für den belieb­tes­ten Musik­wett­be­werb der Welt in Kraft. Ein so erfolg­rei­ches, dass es sich bis heu­te hält: dass näm­lich aus jedem Land die zehn belieb­tes­ten Titel in auf­stei­gen­der Rei­hen­fol­ge Punk­te erhal­ten; die bei­den Lieb­lings­lie­der sogar noch einen Bonus, um einen mög­lichst ein­deu­ti­gen Sie­ger zu ermit­teln. 1–2‑3–4‑5–6‑7–8‑10–12, so lau­tet seit­her die magi­sche For­mel, “Dou­ze Points” das Maß aller Din­ge. Für Deutsch­land, das ent­schei­den­den Ein­fluss auf die Initi­ie­rung die­ses Stan­dards hat­te, führ­te er bei sei­ner Pre­miè­re zu einem höchst ver­drieß­li­chen Ergeb­nis.

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