Fun, Love and Money: Natio­nen­lim­bo beim ESC

Groß war die Auf­re­gung, als die EBU weni­ge Wochen vor dem 2016er Euro­vi­si­on Song Con­test den rumä­ni­schen Sen­der TVR wegen nicht bezahl­ter Schul­den in Höhe von rund 15 Mil­lio­nen Euro aus der Sen­de­uni­on aus­schloss und der bereits in einem Vor­ent­scheid bestimm­te Reprä­sen­tant Ovi­diu Anton unfrei­wil­lig zu Hau­se blei­ben muss­te. Weni­ge Wochen nach dem Con­test erweist sich die Gen­fer Stra­te­gie, mit der vor allem Druck auf die Regie­rung des Kar­pa­ten­lan­des aus­ge­übt wer­den soll­te, dem klam­men Sen­der finan­zi­ell unter die Arme zu grei­fen, als erfolg­reich: wie euro­fire berich­tet, wer­de in Buka­rest gera­de ein Gesetz vor­be­rei­tet, das es ermög­licht, Staats­kne­te in die öffent­lich-recht­li­che Anstalt zu pum­pen, was bis­lang recht­lich nicht mög­lich gewe­sen sei. Zudem will man zur Schul­den­rück­zah­lung auch die Mit­tel ver­wen­den, die zum Erwerb der Aus­strah­lungs­rech­te für die Fuß­ball-Euro­pa­meis­ter­schaft und der Olym­pi­schen Som­mer­spie­le 2016 vor­ge­se­hen waren, die TVR wegen des EBU-Aus­schlus­ses nun eben­falls nicht über­tra­gen kann (was auch der wesent­li­che­re Grund für das Nach­ge­ben der Rumä­nen gewe­sen sein dürf­te). Soll­te alles lau­fen wie geplant, dürf­te das Bal­kan­land 2017 in der Ukrai­ne wohl wie­der mit von der Par­tie sein. Dann aller­dings ohne Ovi­diu, der nach eige­ner Aus­sa­ge mit dem Wett­be­werb nie mehr etwas zu tun haben möch­te. Aber Mihai Trais­ta­riu (RO 2006) steht sicher schon in den Start­lö­chern…

Tri­um­pha­le Rück­kehr oder Toten­tanz für Rumä­ni­en beim ESC?

Wei­ter­le­senFun, Love and Money: Natio­nen­lim­bo beim ESC

Mas­siv: Mede & Måns mode­rie­ren!

Fans ver­mu­te­ten es schon lan­ge, die schwe­di­sche Bou­le­vard­pres­se gerüch­te­te es bereits am Wochen­en­de und heu­te bestä­tig­te der aus­rich­ten­den Sen­der SVT die fro­he Kun­de: der smar­te Vor­jah­res­sie­ger Måns Zelmerlöw und die fabel­haf­te Petra Mede, die bereits als Gast­ge­be­rin des 2013er Con­tests in bes­ter Erin­ne­rung ist, weil sie unter ande­rem Lin­da Mar­tin (IE 1992) als “Drag-Queen” bezeich­ne­te und lus­ti­ge Scher­ze mit und über die schwu­len Fans in der Hal­le mach­te, mode­rie­ren gemein­sam die drei Shows im Mai 2016. SVT-Pro­du­zent Mar­tin Öster­dahl über­schlug sich in der offi­zi­el­len Pres­se­mel­dung mit Lob­hu­de­lei­en: “Wir sind unglaub­lich stolz, in die­sem Kon­text ein Duo von Super­stars prä­sen­tie­ren zu kön­nen. (…) Mit ihren ver­ein­ten Fähig­kei­ten kön­nen wir noch mehr Aner­ken­nung ern­ten und Euro­pa etwas lie­fern, was es bis­lang noch nicht gese­hen hat”. Da bin ich mal sehr gespannt, was das sein wird: ein nack­tes Mönz­chen? Ein Cameo-Auf­tritt von Lore­en als Krab­be? Die Meß­lat­te liegt jeden­falls hoch!

Herr­lich selbst­iro­nisch: Petra Mede und das Schwe­dens­pe­cial

Das Mönz­chen und die Mede mode­rie­ren. Das ist…

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ESC 2015: Mönz­chen mode­riert

Wie Euro­vi­si­on Aus­tria heu­te Mor­gen unter Bezug­nah­me auf schwe­di­sche Pres­se­be­rich­te mit­teilt, wird der offi­zi­el­le Euro­vi­si­ons­sie­ger von Wien, Måns Zelmerlöw, den 61. Song Con­test in Stock­holm mode­rie­ren. Der Sän­ger bekun­de­te sein Inter­es­se an die­sem Job bereits vor Wochen, nun soll es sich bewahr­hei­ten. Erfah­run­gen in der Mode­ra­ti­ons­tä­tig­keit sam­mel­te das Mönz­chen bereits beim Melo­di­fes­ti­va­len. Ob er noch eine Kol­le­gin zur Sei­te gestellt bekommt, sei noch offen – wenn, dann aber wohl eher für die Green-Room-Mode­ra­ti­on oder ande­re ergän­zen­de Auf­ga­ben. Die so über­flüs­si­ge wie zähe Drei­fach­mo­de­ra­ti­on, wie sie der ORF zuletzt prak­ti­zier­te, wol­le sich das schwe­di­sche Fern­se­hen wohl erspa­ren. Euro­vi­si­on Aus­tria zufol­ge habe sich Zelmerlöw aus­be­dun­gen, dem Publi­kum “auch sei­ne künst­le­ri­schen Fähig­kei­ten prä­sen­tie­ren” zu dür­fen – die Nach­fol­ge­sin­gle zu ‘Heroes’ wird uns also wohl nicht erspart blei­ben. Aber das ist ja auch okay. Ich hof­fe nur, dass Monz in Stock­holm die­sel­be haut­enge David-Cive­ra-Gedächt­nis-Lederi­mi­tat-Hose zur Schau stel­len wird wie schon in Wien…

Gibt es noch Hoff­nung auf glo­rio­se Euro­vi­si­ons­mu­sik? Frag den Monz!

Bos­ni­ens Sen­der bald plei­te, Måns schwul?

Für die bal­di­ge Rück­kehr des von mir schmerz­lich ver­miss­ten Bos­ni­en-Her­ze­go­wi­na zum Euro­vi­si­on Song Con­test sieht es fins­ter aus: einer Pres­se­mel­dung der EBU von letz­ter Woche zufol­ge ste­he der Staats­sen­der BHRT “kurz vor dem Kol­laps”. Die bos­ni­sche Regie­rung habe es seit Jah­ren ver­säumt, ein adäqua­tes und funk­tio­nie­ren­des Gebüh­ren­ein­zugs­mo­dell zu ver­ab­schie­den. In dem poli­tisch zwi­schen Bos­nia­ken und Ser­ben geteil­ten Land bestehen mit RTFBiH (Bos­ni­en) und RTRS (Repu­bli­ka Srps­ka) zwei wei­te­re auf das jewei­li­ge Bun­des­land aus­ge­rich­te­te  Sen­der, die sich laut EBU “als Riva­len ver­hal­ten”, anstatt mit der über­ge­ord­ne­ten, für die gesam­te Nati­on zustän­di­gen Sta­ti­on zusam­men­zu­ar­bei­ten. Das poli­tisch gewoll­te finan­zi­el­le Aus­blu­ten von BHRT, das bereits zur Fol­ge hat­te, dass das Land seit 2013 aus Kos­ten­grün­den nicht mehr am Euro­vi­si­on Song Con­test teil­nimmt, ver­hin­de­re nun auch die frist­ge­rech­te Umstel­lung des Sen­de­for­mats von ana­log auf digi­tal. “Die Ver­ant­wort­li­chen sind drin­gend auf­ge­for­dert, die öffent­li­chen Medi­en zu respek­tie­ren und zu unter­stüt­zen, anstatt ihre Unab­hän­gig­keit und Glaub­wür­dig­keit wei­ter zu unter­höh­len,” so die EBU-Direk­to­rin Ingrid Del­ten­re.

Kei­ne Lie­be unter den Eth­ni­en: in Bos­ni­en ver­hin­dert Poli­tik die ESC-Rück­kehr

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