Schlagwort: Margot Eskens

DE 1966; Vor­ent­scheid 1956, 1962, 1966.
Die gelern­te Zahn­arzt­hel­fe­rin Eskens (*1939) fei­er­te in den Fünf­zi­gern gro­ße Erfol­ge als Schla­ger­sän­ge­rin und ver­kauf­te im Lau­fe ihrer Kar­rie­re ins­ge­samt 40 Mil­lio­nen Ton­trä­ger. 1966 ver­trat sie Deutsch­land beim Euro­vi­si­on Song Con­test. 1963 war sie als Krank­heits­ver­tre­tung gebucht, kam dann aber nicht zum Ein­satz. Sie wirk­te dane­ben in eini­gen Schla­ger­fil­men mit.

<span class="caps">ESC</span> 1966: Zwin­gen kann man kein Glück
1966, Die Sechziger, ESC Finale, Jurys sind Wichser, Schwules, Unsere Lieblinge

ESC 1966: Zwin­gen kann man kein Glück

Das zehnjährige Jubliäum des Eurovision Song Contests nahm die EBU zum Anlass, im Frühjahr 1966 bei den teilnehmenden TV-Anstalten Ideen für die künftige Gestaltung des Wettbewerbs zu sammeln. Dabei zeigten sich regional sehr unterschiedliche Schwerpunkte, wie Gordon Roxburgh in der Fibel Songs for Europe auflistet: so bestanden die skandinavischen Sender darauf, dass der "musikalischen Qualität" der Beiträge die absolute Priorität einzuräumen sei. Die westeuropäischen Anstalten wie die ARD, das belgische BRT, der ORF und das französische Fernsehen wollten vor allem die Teilnehmerzahl von zuletzt 18 Nationen reduzieren und schlugen verschiedene Formate für Semifinale vor, wie sie sich aber erst 2004 durchsetzen sollten. Die linguistisch zwiegespaltenen Belgier votierten dabei für die Zut...
Deut­scher Vor­ent­scheid 1966: Vor­wärts und nie zurück
1966, Deutsche Vorentscheidung, Die Sechziger, Unsere Lieblinge

Deut­scher Vor­ent­scheid 1966: Vor­wärts und nie zurück

Karrierezerstörende → Null-Punkte-Resultate zu ersingen, darauf ließen sich Mitte der Sechziger die wenigsten deutschen Schlagerstars noch ein, und so hatte der Eurovisionsverantwortliche des Hessischen Rundfunks, Hans-Otto Grünefeld, langsam ernsthafte Probleme, noch Sänger/innen für den Grand Prix zu finden. Aber eine wollte - eine, die man vor drei Jahren zugunsten von Heidi Brühl (→ DE 1963) fallen gelassen hatte. Und auch diesmal, so kolportiert es Jan Feddersen in seiner Grand-Prix-Bibel 'Ein Lied kann eine Brücke sein', wollten die ARD-Oberen viel lieber die Niederländerin Corry Brokken (→ NL 1956, 1957, 1958) importieren, in Deutschland zuletzt mit dem todtraurigen Tränenzieher 'La Mamma' sehr erfolgreich. Doch die erinnerte sich vermutlich noch mit Grauen an die rüden Umgangsfor...
1963, Deutsche Vorentscheidung, Die Sechziger, Unsere Lieblinge

DE 1963: Das geht mir viel zu schnell

Die Idee, die vom Südwestfunk aus der Taufe gehobenen und von gleich vier ARD-Landessendern gemeinschaftlich veranstalteten Deutschen Schlagerfestspiele als Grand-Prix-Vorentscheid zu nutzen, hatte 1962 Modernität und Glanz in die Veranstaltung gebracht - und mit 'Zwei kleine Italiener' für einen frischen, kommerziell überaus erfolgreichen deutschen Beitrag gesorgt, den erfolgreichsten dieses Dezenniums gar. Würde man dieses rundum gelungene Experiment also fortsetzen, wie es jede menschliche Logik gebietet? Weit gefehlt! Denn Hans-Otto Grünefeldt, der Unterhaltungschef des Hessischen Rundfunks und damalige Eurovisionsverantwortliche der ARD, wollte ja gerade keine Hits, sondern ein "anspruchsvolles" Lied. Noch dazu belegte die auf diesem Wege ausgewählte Conny Froboess im Wettbewerb in ...
1962, Deutsche Vorentscheidung, Die Sechziger, Unsere Lieblinge

DE 1962: Der Weg des Was­sers wird es uns wei­sen

Nicht nur für den Eurovision Song Contest bildete das im ligurischen Kurort San Remo stattfindende Festival della Canzone Italiana einst das Vorbild. Wie in vielen anderen europäischen Nationen, die sich ebenfalls von den Italienern für eigene Schlagerfestivals inspirieren ließen, fanden in den Sechzigerjahren auch in deutschen Kurstädten gediegene Wettbewerbe der leichten Muse statt. So hatte das von Radio Luxemburg gegründete Deutsche Schlagerfestival im hessischen Wiesbaden bereits 1960 als Vorentscheid gedient, allerdings nur einmalig. 1961 hob der Südwestfunk in Konkurrenz hierzu die Deutschen Schlagerfestspiele aus der Taufe, an deren Erstausgabe unter anderem Lys Assia (→ Vorentscheid DE 1956, CH 1956, 1957, 1958, Vorentscheid CH 2012, 2013), Nora Nova (→ DE 1964) und Inge Brück (...
Deut­scher Vor­ent­scheid 1956: Ach die armen, armen Leu­te
1956, Deutsche Vorentscheidung, Die Fünfziger

Deut­scher Vor­ent­scheid 1956: Ach die armen, armen Leu­te

Zugegeben: 1956, als der Eurovision Song Contest zum ersten Mal stattfand, damals im schweizerischen Lugano, weilte ich noch nicht auf diesem Planeten; da war ich noch nicht mal in der Planung. Der erste Grand Prix, den ich mit Sicherheit live (vor dem Fernseher) sah, war der von 1979. Für die Zeit davor kann ich mich nur auf Videoaufzeichnungen stützen, wobei für 1956 allerdings keine solche existiert. Oder wiedergeben, was andere Quellen offenbaren, insbesondere Jan Feddersens kompetente (und sehr empfehlenswerte) Eurovisionsbibel 'Ein Lied kann eine Brücke sein' von 2001. Doch für das Gründungsjahr des Grand Prix Eurovision de la Chanson stochern auch diese ziemlich im Nebel. https://youtu.be/RlYq861-XqY Südamerikanische Rhythmen vor süddeutscher Wirtshauskulisse: die Schlagerfilm-I...