Schlagwort: Margot Hielscher

DE 1957, 1958; Vor­ent­scheid DE 1956, 1957, 1958.
Die seit den Vier­zi­ger­jah­ren und bis in die Acht­zi­ger hin­ein erfolg­rei­che Schau­spie­le­rin, Talk­mas­te­rin und Sän­ge­rin (1919–2017) ver­trat Deutsch­land zwei Mal hin­ter­ein­an­der beim Euro­vi­si­on Song Con­test. Sie war Trä­ge­rin des Bun­des­ver­dienst­kreu­zes.

1958, Die Fünfziger, ESC Finale, Jurys sind Wichser

ESC 1958: Risot­to am Lago Mag­gio­re

"Dreimal dabei: bitte nicht wiederwählen!" hieß es, die Älteren erinnern sich, in der ZDF-Hitparade immer dann, wenn sich ein Schlager zum dritten Mal in Folge "placiert" hatte, wie Dieter Thomas Heck es so schön pseudopolyglott aussprach. Dann durfte man als Zuschauer:in für selbigen keine Postkarte mehr schicken bzw. nicht mehr anrufen. Eine solche Regel existiert beim Eurovision Song Contest zwar logischerweise nicht, dennoch endete im dritten Jahr seines Bestehens die Dauerteilnahme von gleich zwei Künstlerinnen, die ihn beide bereits seit dem Start in Lugano begleiteten. Nämlich zum einen die Niederländerin und Vorjahressiegerin Corry Brokken, die auch diesmal die Tabelle anführte - allerdings vom anderen Ende aus gesehen. Das nenne ich mal einen harten Absturz! Wenn auch einen verd...
1958, Deutsche Vorentscheidung, Die Fünfziger

Deut­scher Vor­ent­scheid 1958: Wollt Ihr hei­ße Musik?

Um mit den Teletubbies zu sprechen: "Noch mal, noch mal"! Nicht nur die Schweiz und die Niederlande übten sich in den Fünfzigerjahren beim Aufstellen ihrer Eurovisionsvertreterinnen im Ewiggleichen, sondern auch die Deutschen. Denn wie schon im Vorjahr gewann erneut die unverwüstliche Margot Hielscher die heimische Vorauswahl zum Grand Prix, welche diesmal als Kooperation des Hessischen Rundfunks und des WDR in Dortmund stattfand. Auch die Siegerin hielt sich an Bewährtes und blieb dem Thema Unterhaltungselektronik treu. Nach dem 'Telefon, Telefon' besang sie diesmal die Jukebox, den schrankgroßen, meist in Gaststätten stationierten Vorläufer des MP3-Players (bzw. von Spotify), an welchem es damals 'Für zwei Groschen Musik' gab. https://youtu.be/Z12n3vK8gOc Miss Muziekapparat: Madame H...
<span class="caps">ESC</span> 1957: Hal­lo, Kopen­ha­gen?
1957, Die Fünfziger, ESC Finale

ESC 1957: Hal­lo, Kopen­ha­gen?

Kein Jahrgang ohne grundlegende Neuerungen, zumindest in der Anfangsphase des Eurovision Song Contests: stimmten die Juroren bei der Grand-Prix-Premiere von 1956 noch geheim ab und erfuhren wir außer dem Siegertitel keine Platzierungen, so feierte das heutige Herzstück der TV-Show, die stets das komplette letzte Drittel der Sendezeit okkupierende und stets die höchsten Einschaltquoten des Abends erzielende öffentliche Stimmenauszählung, beim zweiten Wettbewerb in meiner Geburtsstadt Frankfurt am Main seinen Einstand. Die Durchgabe der Ländervoten erfolgte natürlich fernmündlich. Geschickt nahmen die Gastgeber hierauf Bezug: "Telefon, Telefon / Lang war ich allein / Sag, wann werde ich zum Lohn / Endlich glücklich sein" frug die deutsche Vertreterin Margot Hielscher sich und das Publikum....
1957, Deutsche Vorentscheidung, Die Fünfziger

Deut­scher Vor­ent­scheid 1957: Wenn Dein Ruf erklingt

1957, im zweiten Jahr seines Bestehens (und zehn Jahre vor meiner Geburt), sollte der Grand Prix Eurovision in meiner heißgeliebten Heimatstadt gastieren, in Frankfurt am Main! Im prachtvollen großen Sendesaal des hässlichen Hessischen Rundfunks, nach Kriegsende ursprünglich mal als Domizil für den Deutschen Bundestag errichtet, bevor auf heimtückisches Hintertreiben des damaligen Kanzlers Konrad Adenauer (CDU) ein rheinländisches Kaff namens Bonn völlig absurderweise den Hauptstadt-Zuschlag bekam, traf die (*hüstel*) europäische Chanson-Elite zusammen. Der deutsche Vorentscheid fand an selbiger geheiligter Stätte statt, integriert allerdings in eine ARD-Unterhaltungsshow mit dem beliebten Showmaster Hans-Joachim "Kuli" Kulenkampff. https://youtu.be/xqK03M6Utlg Zur Punktevergabe brauch...
Deut­scher Vor­ent­scheid 1956: Ach die armen, armen Leu­te
1956, Deutsche Vorentscheidung, Die Fünfziger

Deut­scher Vor­ent­scheid 1956: Ach die armen, armen Leu­te

Zugegeben: 1956, als der Eurovision Song Contest zum ersten Mal stattfand, damals im schweizerischen Lugano, weilte ich noch nicht auf diesem Planeten; da war ich noch nicht mal in der Planung. Der erste Grand Prix, den ich mit Sicherheit live (vor dem Fernseher) sah, war der von 1979. Für die Zeit davor kann ich mich nur auf Videoaufzeichnungen stützen, wobei für 1956 allerdings keine solche existiert. Oder wiedergeben, was andere Quellen offenbaren, insbesondere Jan Feddersens kompetente (und sehr empfehlenswerte) Eurovisionsbibel 'Ein Lied kann eine Brücke sein' von 2001. Doch für das Gründungsjahr des Grand Prix Eurovision de la Chanson stochern auch diese ziemlich im Nebel. https://youtu.be/RlYq861-XqY Südamerikanische Rhythmen vor süddeutscher Wirtshauskulisse: die Schlagerfilm-I...