Maze­do­ni­en 2008: Geschwis­ter­lie­be

Und auch die maze­do­ni­sche Ent­schei­dung gilt es noch nach­zu­rei­chen. In Skop­je schaff­te es der Alba­ner Adri­an Gaxha, der schon mehr­fach als Wunsch­kan­di­dat für sein Hei­mat­land im Gespräch war, dort aber nicht an der Vor­ent­schei­dung teil­nahm. Bei Vrčak, dem Zwei­ten im Bun­de, han­delt es sich ent­ge­gen mei­ner ers­ten Ver­mu­tung nicht um sei­nen Bru­der: der Mann heißt bür­ger­lich Rade Vrča­kov­ski und stammt aus Maze­do­ni­en. In wel­cher Bezie­hung die Bei­den wie­der­um zu Tama­ra Todevs­ka ste­hen, ist mir nicht bekannt – sicher ist nur, dass es sich bei ihrem Song um das dis­so­nan­tes­te Gekrei­sche han­delt, das Ost­eu­ro­pa jemals her­vor­brach­te. Wel­ches auch dadurch nicht bes­ser wird, dass Adri­an gele­gent­lich mal “Zil­ler­tal! Zil­ler­tal!” rappt. Die 12 Punk­te aus Alba­ni­en dürf­ten den­noch sicher sein.


Adri­an ist ein Hot­tie, aber das ist auch alles

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Staats­be­gräb­nis für Toše Proeski

Am Mitt­woch wur­de der maze­do­ni­sche Ver­tre­ter beim Euro­vi­si­on Song Con­test 2004, Toše Proeski, mit einem Staats­be­gräb­nis in sei­ner Hei­mat­stadt Kru­se­vo bei­gesetzt. Der erst 26jährige Bal­kan-Super­star starb am Diens­tag bei einem Ver­kehrs­un­fall auf der Auto­bahn nach Zagreb. Die maze­do­ni­sche Regie­rung erklär­te den Mitt­woch zum Tag der natio­na­len Trau­er.


Angel si ti, Toše!

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Vier­ter Super­sams­tag 2007 (AM, BE, BG, MK)

Mas­sig neue Euro­vi­si­ons­bei­trä­ge lie­fen die­ses Wochen­en­de auf. Kön­nen natür­lich nicht alles Knal­ler sein. Hier also die Sek­ti­on “Fer­ner lie­fen”. Es beginnt mit einer opti­schen Kreu­zung aus David Has­sel­hoff und Tom Jones für Arme­ni­en. Akus­tisch ein Mix aus Hari Mata Hari (BA 2006) und Nuno Resen­de (BE 2005), ist ‘Any­ti­me you need’ von Hay­ko (lei­der ohne May­ko, harr harr) Hako­by­an nichts ande­res als drei Minu­ten gepfleg­te Lan­ge­wei­le. Hay­ko hat noch nicht mal eine unan­ge­neh­me Stim­me und er singt mit Lei­den­schaft, den­noch bleibt das Stück fade. Viel­leicht klän­ge es in Lan­des­spra­che etwas weni­ger drö­ge als in dem hör­bar schlech­ten Eng­lisch, mit dem er sich abmüht. Sor­ry, das war’n Griff ins Klo!


Das ist doch eine Duduk, die da dezent flö­tet? (AM)

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ESC Semi 2004: Take my Shoes and go strai­ght

Logo des Eurovision Song Contest 2004 (Finale)
Das Jahr der wil­den Tän­ze

Wer nicht zu den aller­ein­ge­fleisch­tes­ten Euro­vi­si­ons­fans gehört, für den könn­te der Begriff “Semi” bis heu­te Neu­land sein. Kein Wun­der: die deut­schen Medi­en – inklu­si­ve der ARD – schwei­gen die­se Neue­rung beharr­lich tot. Seit dem mas­sen­haf­ten Zustrom ost­eu­ro­päi­scher Län­der muss­ten bis­lang jedes Jahr etli­che Antritts­wil­li­ge aus­set­zen, was in den regel­mä­ßig betrof­fe­nen Län­dern zu einem star­ken Rück­gang des öffent­li­chen Inter­es­ses führ­te. Als Abhil­fe schuf die EBU 2004 ein brand­neu­es Vor­sor­tier­fah­ren: die Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de a.k.a. Semi, durch das alle durch­muss­ten, die 2003 schlech­ter als Platz 10 abge­schnit­ten hat­ten. Mit Aus­nah­me der Big Four: Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en, Spa­ni­en und Deutsch­land, die auf­grund ihrer Finanz­kraft und Zuschau­er­mas­sen stets direkt fürs Fina­le gesetzt sind. Wegen des zu erwar­ten­den gerin­gen Inter­es­ses ver­steck­te der NDR die Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de in sei­nem drit­ten Pro­gramm.

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