ESC 1992: Why her?

Logo des Eurovision Song Contest 1992
Das Jahr des feh­len­den “I”.

Nor­disch unter­kühlt das schwe­di­sche Mode­ra­ti­ons­paar, belang­los das Gros der vor­ge­tra­ge­nen Lie­der: wenig blieb hän­gen vom musi­ka­li­schen Auf­ge­bot die­ses Abends. Auch in den Charts: völ­li­ge Fehl­an­zei­ge. So waren es mal wie­der die opti­schen Ein­drü­cke, die den Bericht loh­nen. Wie bei­spiels­wei­se der kreg­le Zei­chen­trick­vo­gel Song Trush, der die Post­kar­ten ein­läu­te­te (und heu­te sei­ne vir­tu­el­le Hei­mat auf der exzel­len­ten Song­tex­te-Sei­te Dig­gi­loo gefun­den hat). Oder das rie­si­ge Wikin­ger­schiff auf der Büh­ne, das die Zuschau­er dar­an erin­nern soll­te, wer hier Mil­lio­nen für fla­che Unter­hal­tung aus­gab. Und das die Sän­ger mit Tro­cken­eis­rauch aus sei­nem Dra­chen­kopf am Bug von der Büh­ne scheuch­te, wenn die­se ihre drei Minu­ten zu über­zie­hen droh­ten.

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ESC 1977: Kojak, Hijack, me and you

Logo des Eurovision Song Contest 1977
Das Jahr der Kult­knal­ler

Der die­sen Wett­be­werb aus­rich­ten­de bri­ti­sche Sen­der hat­te in die­sem Jahr kein glück­li­ches Händ­chen: nur zwei Stun­den vor der geplan­ten Aus­strah­lung sei­ner Vor­ent­schei­dung A Song for Euro­pe tra­ten die Kame­ra­leu­te der BBC in einen unbe­fris­te­ten Streik, wes­we­gen auch der ursprüng­lich für den 2. April 1977 ter­mi­nier­te Song Con­test ver­scho­ben wer­den muss­te. Dann fie­len die Post­kar­ten zwi­schen den Songs, die – wie schon 1970 – in den jewei­li­gen Teil­neh­mer­län­dern auf­ge­zeich­net wer­den soll­ten, Bud­get­kür­zun­gen zum Opfer. Zwar dreh­te die BBC statt­des­sen mit den ange­reis­ten Dele­ga­tio­nen in einem Lon­do­ner Restau­rant, ent­schloss sich dann aber, das Film­ma­te­ri­al nicht ein­zu­set­zen: Bil­der von den Sänger/innen, wie sie auf Kos­ten der Gebüh­ren­zah­ler spei­sen, kämen viel­leicht nicht so gut, fiel den Machern erst in letz­ter Minu­te ein. So muss­ten Kame­ra­schwenks auf das Publi­kum im Kon­fe­renz­zen­trum der Ten­nis­hoch­burg Wim­ble­don die Zeit zwi­schen den Bei­trä­gen über­brü­cken.

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