Mon­te­vi­zi­ja 2019: vie­le Jurys ver­der­ben den Brei

Sie war ange­kün­digt als die “moderns­te Vor­ent­schei­dung, die RTCG jemals pro­du­ziert hat”: die dies­jäh­ri­ge Aus­ga­be der Mon­te­vi­zi­ja. Und tat­säch­lich durch­ström­te die am Sams­tag­abend aus dem Haupt­stadt­stu­dio des Sen­ders aus­ge­strahl­te Show das Flair eines west­eu­ro­päi­schen Vor­ent­scheids von ca. 1989 – ein deut­li­cher Fort­schritt gegen­über dem Vor­jahr. Einen Geschwin­dig­keits­re­kord stell­te man eben­falls auf in Pod­go­ri­ca: inner­halb nur einer knap­pen hal­ben Stun­de nach Sen­de­be­ginn jag­te man alle fünf Bei­trä­ge über die Anten­ne. Doch bis zur Ergeb­nis­ver­kün­dung soll­ten sich dann noch fast zwei Stun­den anschlie­ßen, da man sich für ein unnö­tig kom­pli­zier­tes Wer­tungs­ver­fah­ren mit gleich vier betei­lig­ten Insti­tu­tio­nen und einem Super­fi­na­le ent­schied. Und all das für die völ­lig vor­her­seh­ba­re Kata­stro­phe: gewann im Vor­jahr in einem Feld von vier ein­zel­nen Sän­ge­rin­nen und einem Sän­ger der Mann, so stan­den heu­er erneut vier ein­zel­ne Sän­ge­rin­nen (dar­un­ter mit Iva­na Popo­vić-Mar­ti­no­vić und Nina Pet­ko­vić die Sel­ben wie schon 2018) einem sechs­köp­fi­gen, gemischt­ge­schlecht­li­chen Chor mit dem däm­li­chen Namen D-Moll gegen­über, der mit dem gräus­li­chen, super­kit­schi­gen ‘Hea­ven’ schlim­me Erin­ne­run­gen an Six4one wach­rief. Und nun raten Sie, wer sieg­te?

Wie die mal­te­si­sche Karao­ke­ver­si­on von Ser­gey Laza­revs Mul­ti­funk­ti­ons­wand: D-Moll. Das “D” steht übri­gens für “dis­har­mo­nisch”.

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