San-Remo-Fes­ti­val 1959: Ver­span­nun­gen im Vati­kan

Erfolg gebiert meist noch mehr Erfolg: nach­dem ‘Vola­re’, der Vor­jah­res­sie­ger­ti­tel des San-Remo-Fes­ti­vals (SRF), in zahl­lo­sen Cover­ver­sio­nen welt­weit die Hit­pa­ra­den erobert hat­te, wuchs die Zuschau­er­zahl der dies­jäh­ri­gen Fest­spie­le des ita­lie­ni­schen Can­zo­ne, die per Euro­vi­si­on erneut in eini­gen ande­ren Län­dern eben­falls zur Aus­strah­lung gelang­te, auf geschätz­te 20 Mil­lio­nen. Auch in der ligu­ri­schen Kur­stadt, so weiß Wiki­pe­dia zu berich­ten, stürm­ten die Fans die Hotels und das städ­ti­sche Kasi­no, wo der Wett­be­werb statt­fand. Der Rum­mel for­der­te mit San-Remo-Star Clau­dio Vil­la gar ein ers­tes Opfer: reni­ten­te Autogrammjäger/innen bela­ger­ten ihn so hart, dass er sich eine Ver­ren­kung der Schul­ter zuzog. Auch im Wett­streit mit alten und neu­en Konkurrent/innen lief es für ihn heu­er nicht so präch­tig: der erfolgs­ver­wöhn­te Schnul­zensän­ger muss­te sich dies­mal mit den bei­den hin­ters­ten Rän­gen zufrie­den­ge­ben.

Da schau: nicht nur die tum­ben Deut­schen mögen Faschings­schla­ger und Marsch­mu­sik, son­dern auch die Italiener/innen!

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San-Remo-Fes­ti­val 1958: Heu­te blau und mor­gen blau

Er soll­te einen unsterb­li­chen Welt­hit her­vor­brin­gen, die­ser Jahr­gang des San-Remo-Fes­ti­vals (SRF). Der ita­lie­ni­sche Staats­sen­der Rai hat­te die Orga­ni­sa­ti­on des Wett­be­werbs voll­stän­dig in die Hän­de des Tou­ris­mus­bü­ros der ligu­ri­schen Kur­stadt gelegt und beschränk­te sich auf die Über­tra­gung der Show. Inhalt­lich blieb jedoch alles beim Alten: es gab erneut zwei Vor­run­den mit je zehn Lie­dern, die jeweils von zwei meist arri­vier­ten Künstler/innen unter­schied­lich inter­pre­tiert wur­den. Zehn davon schaff­ten es ins Fina­le am Sams­tag. Dar­un­ter auch eine ein­gän­gi­ge, ohr­wurm­haf­te Melo­die namens ‘Nel blu dipin­to di blu’ (‘In blau gemal­tes blau’: nach Anga­ben des Text­dich­ters sol­len im Rah­men des Krea­tiv­pro­zes­ses meh­re­re Liter Wein geflos­sen sein, was die Wort­wahl viel­leicht erklärt). Vor­ge­tra­gen wur­de sie unter ande­rem von John­ny Dorel­li, einem in Nea­pel gebo­re­nen, aber in New York auf­ge­wach­se­nen New­co­mer, der auf­grund sei­ner jugend­li­chen Aus­strah­lung als einer der Favo­ri­ten galt und mit sei­ner leicht sphä­risch-jaz­zi­gen Inter­pre­ta­ti­on des Titels den Wett­be­werb auch gewann.

Ent­rückt im Welt­all: hier kommt John­ny!

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San-Remo-Fes­ti­val 1957: Kein Ent­kom­men

Rin in die Kar­tof­feln – raus aus die Kar­tof­feln: hat­te man 1956 beim San-Remo-Fes­ti­val (SRF), dem als ita­lie­ni­schem Vor­ent­scheid genutz­ten ligu­ri­schen Musik­fes­ti­val, die gro­ßen Namen raus­ge­wor­fen, um dem Nach­wuchs eine Chan­ce zu geben, so erklär­te der ver­ant­wort­li­che Sen­der Rai die­ses Expe­ri­ment auf­grund des gerin­gen öffent­li­chen Zuspruchs schnell als geschei­tert und hol­te bereits 1957 die Stars wie­der zurück. Es gab zwei Semi­fi­na­le mit jeweils zehn Titeln, die Hälf­te davon kam ins sams­täg­li­che Fina­le (das Kon­zept kommt uns heu­te sehr bekannt vor, nicht wahr?). Aller­dings wur­de jedes Lied gleich zwei Mal von ver­schie­de­nen Künstler/innen unter­schied­lich inter­pre­tiert, eine in den Anfangs­jah­ren des Wett­be­werbs weit ver­brei­te­te und auch von ande­ren Län­dern kopier­te Her­an­ge­hens­wei­se. Den­noch bewer­te­ten die Jurys in der End­ab­stim­mung nur den Song und nicht den Sän­ger.

Da läuft der Schmalz liter­wei­se aus dem Laut­spre­cher: Clau­dio Vil­la mit dem San-Remo-Sie­ger­lied.

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