Geor­gi­en 2019: Fly­ing the Flag

Ein “streng patrio­ti­sches” Lied über die “Stär­ke Geor­gi­ens” und dem Wunsch nach einem “Ende des Krie­ges und der Kon­flik­te”, so die Beschrei­bung des Kau­ka­sus-Kor­re­spon­den­ten von Wiwi­bloggs, gewann ges­tern Abend im Fina­le von Sakart­ve­los varsk­v­la­vi (Geor­gi­en sucht den Super­star) das Ticket nach Tel Aviv. Die seit Mona­ten lau­fen­de Cas­ting­show fand mit vier ver­blie­be­nen Kandidat/innen ihren Abschluss, wel­che sich ledig­lich drei Lie­der tei­len muss­ten: sowohl der aus­ge­spro­chen nied­li­che Gior­gi Naka­shid­ze als auch der in sei­nen zir­ka vier Num­mern zu gro­ßen Kla­mot­ten und mit Man­bun eher nach einem Obdach­lo­sen als nach einem Hips­ter aus­se­hen­de Jazz­sän­ger Oto Nemsad­ze brach­ten die sieg­rei­che, von einem mas­si­ven Flag­gen­ein­satz beglei­te­te Rock­bal­la­de ‘Sul tsin iare’ (‘Immer wei­ter’) zum Vor­trag. Und zwar im glei­chen Arran­ge­ment, wobei sich zeig­te, dass die Num­mer den ver­gleichs­wei­se zart besai­te­ten Gior­gi schnell an sei­ne Gren­zen brach­te, wäh­rend Oto mit sei­ner rau­en, kraft­vol­len Stim­me voll auf die Zwölf ging. Auch der fünf­köp­fi­ge männ­li­che Begleit­chor, der den leicht zu mer­ken­den “Var­aa­da vara­da, vara­da vara hee”-Part über­nahm, schaff­te sich in sei­ner Vari­an­te rich­tig rein. So sehr, dass es die mit ihrer blon­den Kurz­haar­fri­sur kaum wie­der zu erken­nen­de deut­sche Vor­ent­schei­dungs­letz­te von 2018, Natia Todua, vor lau­ter Begeis­te­rung von ihrem Juro­rin­nen­stuhl riss.

Gold­ma­rie­chen Todua und ‘I don’t wan­na put in’-Ste­phan las­sen sich von Oto begeis­tern.

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