Schlagwort: Pasha Parfeny

2020, Die Zwanzigzwanziger, Internationale Vorentscheidungen, Jurys sind Wichser, Schwules

O Melo­di pen­tru Euro­pa 2020: Ins Gefäng­nis mit ihm!

Sie sind die Eiterpickel am Gesäß des Eurovision Song Contests: Grand-Prix-Komponisten, die sich einen Startplatz für ihre Lieder beim Wettbewerb kaufen. Über Ralph Siegel gibt es das (natürlich unbewiesene) Gerücht, dass er immer wieder Valentina Monetta für San Marino ins Rennen schicken durfte, weil er die gesamten Auftritte aus eigener Tasche finanziert haben soll. Und auch seinem russischen Pendant Phillip Kirkorov unterstellt man gelegentlich ein solches Vorgehen. Er bediene sich dabei gerne des bitterarmen Moldawiens, denn nirgends ist das Televoting mit so wenig Aufwand zu manipulieren. Und den dortigen Juror:innen sagen böse Zungen ebenfalls eine gewisse Offenheit für finanzielle Argumente nach. 2018 platzierte er so das im russlandfreundlichen Transnistrien beheimatete Trio DoReD...
2015, Die Zwanzigzehner, Internationale Vorentscheidungen, Jurys sind Wichser, Unsere Lieblinge

Mol­da­wi­en 2015: ein gekauf­ter Sieg?

Sie gehören beim Eurovision Song Contest mittlerweile zum Standardverfahren, insbesondere in den osteuropäischen Staaten: Vorwürfe über Stimmenkauf und Manipulation. Die Fetzen flogen entsprechend hoch beim moldawischen Vorentscheid am vergangenen Samstag, wie escKaz, eurofire und Eurovision Apocalypse in den letzten Tagen übereinstimmend berichteten. Dort richtete sich der geballte Zorn der Vorentscheid-Teilnehmer gegen den aus der Ukraine stammenden Eduard Romanyuta, der die Melodie pentru Europa haushoch gewann. Zu haushoch vielleicht: bereits nach dem Semifinale, als er im Televoting mehr Stimmen auf sich vereinte als alle Konkurrenten zusammen, riefen einige Acts wie z.B. das SunStroke Project (MD 2010) ihre Fans aus Protest dazu auf, sich das Geld für Anrufe und SMS zu sparen, da das...
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Vier­ter Super­sams­tag: der gei­le Kata­stro­phen­tag (FI, HU, MD 2015)

Neben Slowenien entschieden am heutigen vierten Supersamstag noch drei weitere Länder über ihre Beiträge. Im Gegensatz zu den sich selbst als Mitteleuropäer verstehenden Balkanbewohnern gingen in Finnland, Ungarn und Moldawien den heutigen Entscheidungen jeweils zahlreiche Vorrunden voraus. Wie in Slowenien siegten auch hier die im Vorfeld als Favoriten getippten Acts, allerdings handelt es sich bei allen drei Neuzugängen für Wien um recht umstrittene Siegertitel. Und ich finde sie alle drei geil! Das gilt natürlich im besondere Maße für Finnland, das mit der Wahl der aus vier ruppig aussehenden Kerlen mit Lernbehinderung bestehenden Punkband Pertti Kurikan Nimipäivät erneut seinen Sinn für unübertreffliche Coolness und Risikobereitschaft unter Beweis stellte. Das ging bekanntlich 2006 mit...
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Opa, Pasha!

In erschreckender Weise führt uns die griechische Eurovisionsvorentscheidung die verheerenden Folgen der Austeritätspolitik vor: noch nicht mal mehr Autos können sich die Hellenen leisten, so dass in Athener Parkhäusern nun ganze Etagen leerstehen. Dies nutzte der vom Staatssender NERIT mit der Eurovisionsauswahl beauftragte private Musikkanal MAD und drehte die Clips zu den fünf diese Woche der Öffentlichkeit präsentierten Vorentscheidungsbeiträge in einer schäbigen, klaustrophobieauslösenden Parketage. Andererseits könnte man sich das für den kommenden Mittwoch terminierte Finale auch ganz sparen, gibt es doch ohnehin nur einen einzigen denkbaren Siegertitel: 'Jazz & Sirtaki' von Thomaï Apergi! Der Song liefert exakt das ab, was sein Titel verspricht, und obwohl ich Tempowechsel in e...