Der eine ESC-Song, den nie­mand mag

Bei Dis­kus­sio­nen mit ande­ren Grand-Prix-Fans oder dem Lesen von Kom­men­ta­ren stellt man immer wie­der erstaunt fest: selbst die scheuß­lichs­ten Euro­vi­si­ons­bei­trä­ge haben ihre Anhänger*innen. Aber es muss doch in der lan­gen ESC-Geschich­te mit ihren vie­len musi­ka­li­schen Miss­grif­fen wenigs­tens einen ein­zi­gen Song geben, bei dem sich im Hin­blick auf sei­ne feh­len­de Attrak­ti­vi­tät mal aus­nahms­los alle einig sind? Dies her­aus­zu­fin­den, mach­te sich der selbst für eini­ge Rohr­kre­pie­rer wie zum Bei­spiel ‘Et cete­ra’ von Sinéad Mul­vey ver­ant­wort­li­che schwe­di­sche Kom­po­nist Jonas Glad­nik­off mit­hil­fe des inter­na­tio­na­len Fan-Bords auf ESC Nati­on zur Auf­ga­be und ver­an­stal­te­te dort ein Voting mit rund 70 Teilnehmer/innen über den am wenigs­ten gemoch­ten Euro­vi­si­ons­ti­tel von 1956 bis heu­te. Und sie­he da: es gibt tat­säch­lich ein Lied, das mit Nul Points als unfrei­wil­li­ger Sie­ger aus der Abstim­mung her­vor­ging und damit offi­zi­ell als unbe­lieb­tes­ter Grand-Prix-Bei­trag aller Zei­ten gel­ten darf. Die zwei­fel­haf­te Ehre geht an den gebür­ti­gen Grie­chen Jim­my Maku­lis, der im Jah­re 1961 mit der strei­cher­sat­ten Bal­la­de ‘Sehn­sucht’ Öster­reich ver­trat. Die ESCN-Voter*innen sind sich in der Bewer­tung übri­gens einig mit den dama­li­gen Juror*innen, die Maku­lis sei­ner­zeit einen geteil­ten letz­ten Platz zuwie­sen.

Nie­mand ver­spürt ‘Sehn­sucht’ nach die­sem Lied: Jim­my Maku­lis sülzt sich umsonst die See­le aus dem Leib.

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Pie­ro Este­rio­re bei Big Bro­ther

Ob sich die­se Stra­te­gie als klug erweist? Nach dem das eins­ti­ge Erfolgs­for­mat Big Bro­ther dem Trash­sen­der RTL II in der aktu­el­len neun­ten Staf­fel seit Aus­strah­lungs­be­ginn nur noch unter­ir­di­sche Quo­ten beschert, greift man dort in wil­der Ver­zweif­lung nach jedem Stroh­halm. So soll ab Mit­te März ein gewis­ser Pie­ro Este­rio­re für neu­es Zuschau­er­inter­es­se sor­gen. Den kennt man noch als Letzt­plat­zier­ten der Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de des Euro­vi­si­on Song Con­test 2004 in Istan­bul, wo er mit ‘Cele­bra­te’ sen­sa­tio­nel­le null Punk­te hol­te. Wenn sich das mal bei der Quo­ten­be­schaf­fung für RTL II nicht wie­der­holt!


Assi­ger als die­ser Auf­tritt kann’s ja nicht wer­den

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Pie­ro Este­rio­re ras­tet aus

Belei­di­ge nie­mals die Fami­lie eines Ita­lie­ners! Pie­ro Este­rio­re, der schwei­ze­ri­sche Nul­poin­ter aus 2004 (‘Cele­bra­te’) mit ita­lie­ni­schen Wur­zeln, nahm einen hämi­schen Arti­kel des Bou­le­vard­blatts Blick heu­te zum Anlaß, dem Ver­lags­haus Rin­gier einen Besuch abzu­stat­ten – mit dem Auto, durch die geschlos­se­ne Glas­tür! Este­rio­re wur­de von der Poli­zei fest­ge­nom­men. Spe­ku­la­tio­nen, es han­de­le sich um einen Pro­mo-Gag für sein neu­es Album, wies sei­ne Plat­ten­fir­ma zurück.


Schmeisst sei­ne CDs weg: Pie­ro Este­rio­re (CH 2004, 0 Punk­te)

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ESC Semi 2004: Take my Shoes and go strai­ght

Logo des Eurovision Song Contest 2004 (Finale)
Das Jahr der wil­den Tän­ze

Wer nicht zu den aller­ein­ge­fleisch­tes­ten Euro­vi­si­ons­fans gehört, für den könn­te der Begriff “Semi” bis heu­te Neu­land sein. Kein Wun­der: die deut­schen Medi­en – inklu­si­ve der ARD – schwei­gen die­se Neue­rung beharr­lich tot. Seit dem mas­sen­haf­ten Zustrom ost­eu­ro­päi­scher Län­der muss­ten bis­lang jedes Jahr etli­che Antritts­wil­li­ge aus­set­zen, was in den regel­mä­ßig betrof­fe­nen Län­dern zu einem star­ken Rück­gang des öffent­li­chen Inter­es­ses führ­te. Als Abhil­fe schuf die EBU 2004 ein brand­neu­es Vor­sor­tier­fah­ren: die Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de a.k.a. Semi, durch das alle durch­muss­ten, die 2003 schlech­ter als Platz 10 abge­schnit­ten hat­ten. Mit Aus­nah­me der Big Four: Frank­reich, Groß­bri­tan­ni­en, Spa­ni­en und Deutsch­land, die auf­grund ihrer Finanz­kraft und Zuschau­er­mas­sen stets direkt fürs Fina­le gesetzt sind. Wegen des zu erwar­ten­den gerin­gen Inter­es­ses ver­steck­te der NDR die Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­de in sei­nem drit­ten Pro­gramm.

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