Portugal

Fes­ti­val da Can­ção 2021: May­be not tonight

Fes­ti­val da Can­ção 2021: May­be not tonight

Mit einem Dissens zwischen Jury und Zuschauer:innen endete gestern Nacht mal wieder das traditionsreiche portugiesische Festival da Canção. Während die Televoter:innen mit Neevs 'Dancing in the Stars' eine so augenfällige wie musikalisch schwächliche Eins-zu-Eins-Kopie von Duncan Laurences Klavierballade 'Arcade' nach Rotterdam entsenden wollten, wohl in der stillen Hoffnung, Europa glauben machen zu können, 2021 sei noch 2019 und es werde schon niemandem auffallen, optierten die regionalen Jurys für die Castingshowteilnehmerin Carolina Deslandes und ihre so todtraurige wie triste Ballade einer vor dem (imaginären) Altar stehengelassenen Frau, 'Por um Triz' ('Beinahe'). Die in schwarzweiß gefilmte und passend zum Thema ihres Liedes…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: The Mamas <span class="amp">&</span> the Papa

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: The Mamas & the Papa

In seiner vierten Vorrunde lief das hier so oft und viel gescholtene Melodifestivalen am gestrigen Abend dann doch noch mal stellenweise zu altem Glanz auf. Gleich zwei Direkt Til Finalen-Acts präsentierte es uns, die einmal mehr demonstrierten, wie man musikalische Mittelmäßigkeit so überzeugend verpackt, dass uns nichts weiter übrigbleibt, als es zu lieben. Das gilt natürlich zum einen für das Pop-Gospel-Trio The Mamas, das bereits 2019 als Backgroundchor den ESC-Auftritt von John Lundvik in Tel Aviv mit 'Too late for Love' zu etwas Besonderem veredelte und 2020 mit 'Move' den schwedischen Vorentscheid gewann, dann aber aufgrund der Covid-bedingten Absage des…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: der dop­pel­te Uku

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: der dop­pel­te Uku

Trotz der in diesem Jahr coronabedingt deutlich reduzierten Zahl an nationalen Vorentscheidungen ballte es sich am gestrigen langen Supersamstag dank der mangelnden Abstimmungsbereitschaft der einzelnen Rundfunkstationen mal wieder gewaltig: neben drei Finalrunden gingen ebenso viele Halbfinale über die Bühne, für deren Aufarbeitung ich mich daher schwerpunktmäßig auf die ausgeschiedenen Titel beschränken muss. Den Auftakt machte das zweite Semi der Eesti Laul, mit welcher der Sender bei der ersten Runde noch hilfreich auf den Donnerstag ausgewichen war. Warum nicht auch mit dieser, ETV? Die erfreulichste Mitteilung zuerst: kein Weiterkommen gab es für die Rockband Alabama Watchdog und ihren gleichnamigen, transphoben und…
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World’s Worst Wohn­zim­mer: das deut­sche ESC-Halb­fi­na­le 2020

World’s Worst Wohn­zim­mer: das deut­sche ESC-Halb­fi­na­le 2020

Ein tödlicher Verkehrsunfall mit zahllosen Beteiligten, dessen schaurig-morbider Faszination man sich über geschlagene vier Stunden nicht zu entziehen vermochte, so lässt sich das gestrige deutsche Eurovisions-Halbfinale 2020 beschreiben. Mit welchem die ARD versuchte, trotz der seuchenbedingten Absage des offiziellen europaweiten Wettbewerbs wenigstens auf nationaler Ebene ein adäquates Ersatz-Event auf die Beine zu stellen, wofür der Senderverbund gar nicht oft genug gelobt werden kann. Grundsätzlich nicht verkehrt auch die Idee zur Zusammenarbeit mit Funk, der hauseigenen Youtube-Spielwiese, mit welcher die Öffentlich-Rechtlichen darauf reagieren, dass Zuschauer:innen unter 30 mittlerweile durch klassisches lineares Fernsehen praktisch nicht mehr zu erreichen sind. Zu Funk gehören…
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Fes­ti­val da Can­ção 2020: Un Banc, un Arb­re, une Rue

Fes­ti­val da Can­ção 2020: Un Banc, un Arb­re, une Rue

Das Zweitbeste ist immer das Erstschlechteste. Diese Lektion lehrte uns (mal wieder) das gestrige Finale des Festival da Canção, bei dem sich in der Abstimmung Publikum und Jurys nicht einigen konnten und in Folge dessen sich die in beiden Votings lediglich Zweitplatzierte Elisa Silva durchsetzen konnte. Mit einer für meine Ohren grauslich gesungenen, steinschweren Ballade namens 'Medo de Sentir' ('Angst vor dem Gefühl'), mit denen sich das Urlaubsland mal wieder als aussichtsreicher Bewerber für den letzten Platz im ESC-Semifinale in Stellung bringt. Nicht nur, dass das kaum zu ertragende, depressive Geflenne der aus Madeira stammenden Künstlerin im diesjährigen, sich gerade…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Child­ren of the Revolution

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Child­ren of the Revolution

Bevor es mit dem bereits am Donnerstag startenden, nächsten Vorentscheidungs-Wochenende wieder in die maximale Überforderung geht, gilt es, noch zwei Semis vom vergangenen Samstag nachzureichen. In Portugal bot das traditionsreiche Festival da Canção, wie wir es von dem kleinen Land gewohnt sind, mal wieder eine frappierende Mischung aus völlig aus der Zeit gefallenen Musical-Nummern, lendenlahmen Schnarchballaden, abseitigem Ethnofolk und bizarren Darbietungen. Acht Acts kämpften am späten Abend um vier Finalplätze. Und leider erlaubten sich (genau weiß man es noch nicht, die Split-Voting-Ergebnisse hält der Sender RTP unter Verschluss) entweder das Publikum oder, deutlich wahrscheinlicher, die Jury beim Heraussieben einen massiven…
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Ers­tes ESC-Semi 2019: Strah­lend weiß muss sie sein!

Ers­tes ESC-Semi 2019: Strah­lend weiß muss sie sein!

Gleich zweifach erfuhr die fabelhafte Dana International, die 1998 beim Eurovision Song Contest in Birmingham den mit weitem Abstand bedeutsamsten Sieg in der über sechzigjährigen Geschichte des Grand Prix errang, die ihr gebührende Ehrung im gestrigen ersten Semifinale 2019 zu Tel Aviv, wo sie als Interval Act auftrat. Der für seine 40 Lenze erstaunlich jung aussehende Assi Azar, einer der überflüssigerweise erneut vier (!) Gastgeber/innen des Abends, benannte die offensichtlich in den selben Jungbrunnen gefallene LGBTQI*-Ikone in seiner Anmoderation als sein persönliches Idol. War es doch ihr seinerzeitiger Sieg, der dem damals Zwanzigjährigen aus dem Versteck half und ihm die…
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Rank and File 2019: Platz 13 – Telemóveis

Rank and File 2019: Platz 13 – Telemóveis

Mutig sind sie geworden, die Portugiesen, seit ihnen mit der (nur dank der Jurys ausgewählten) skurrilen Ballade 'Amar pelois dois' 2017 ein Überraschungssieg gelang. Platz 13: Portugal - Conan Osíris: Telemóveis (Mobiltelefone) "Ist das Kunst oder kann das weg"? Kaum ein anderer Beitrag dieses Jahrgangs - bis auf den isländischen - dürfte die Fans so sehr spalten wie der lusitanische. Eine "schräge Collage aus treibenden Elektrobeats, China-Restaurant-Beschallung auf Pilzen und osmanischen Klagegesängen," um mich selbst zu zitieren, präsentiert uns der eindeutige Sieger des diesjährigen Festival da Canção, Conan Osíris, gemeinsam mit seinem anmutigen Tänzer João Reis Moreira. In ihrer Bühnenshow…
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Fes­ti­val da Can­ção 2019: Neu­es aus dem Funkloch

Fes­ti­val da Can­ção 2019: Neu­es aus dem Funkloch

Acht Acts traten an im gestrigen Finale des portugiesischen Festival da Canção, übriggeblieben aus doppelt so vielen Semifinalist:innen. Und dennoch drehte sich der ganze Abend nur um einen einzigen Künstler und die Frage, ob er es schaffen wird, die Stimmen des Publikums und der Jurys zu gewinnen. Er schaffte es: Tiago Miranda oder, wie wir ihn kennen, Conan Osíris führte am Ende mit zweimal Douze Points das Feld klar an. Alles andere hätte sicherlich auch zu tumultartigen Szenen geführt, schließlich erhielten der gebürtige Lissabonner und sein absolut anmutiger Tänzer João Reis Moreira als einzige der Teilnehmer/innen stehende Ovationen im Saal.…
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Vier­ter Super­sams­tag 2019: raus mit den Sitzhomos

Vier­ter Super­sams­tag 2019: raus mit den Sitzhomos

Bevor sie ganz unter den Tisch fallen: neben den fünf nationalen Vorentscheidungen des vergangenen Wochenendes mit ihren fünf furchtbaren Beiträgen für Tel Aviv fanden am vergangenen Samstag in zahlreichen Ländern diverse Semifinale statt, die nun hier in Windeseile abgearbeitet sein wollen. Beginnen wir bei den Gastgebern des letzten Jahres: in der ersten von zwei Vorrunden des portugiesischen Festival da Canção kam der Favorit Conan Osíris erwartungsgemäß eine Runde weiter, landete mit dem rundweg experimentell-bizarren 'Telemóveis' ('Mobiltelefon') jedoch bei der augenscheinlich ausschließlich mit Kulturbanausen besetzten Jury lediglich auf dem vierten Rang. Das wesentlich sachverständigere Publikum bedachte ihn hingegen mit der Höchstwertung. Der…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: kan­ni­ba­li­sche Hamster

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: kan­ni­ba­li­sche Hamster

So langsam geht es in die Vollen: heute Abend steigt der erste Supersamstag der Vorentscheidungssaison 2019. Um so dringender ist es daher an der Zeit, rasch noch ein paar der in den letzten Wochen liegen gebliebenen Vorentscheidungsperlen abzuarbeiten. Und da kein ESC-Jahrgang komplett wäre ohne ihn, darf, nein: muss die moldawische Eurovisionslegende Alexandru "Sasha" Bognibov natürlich den Auftakt geben. Der machte bekanntlich erstmals 2008 von sich reden, als er sich mit dem lyrisch fragwürdigen Titel 'I love the Girls of 13 Years old' für den Vorentscheid des Landes bewarb und auch auf die vom Sender vorab veröffentlichte Auswahlliste kam, es dann aber nicht…
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Von Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­le 2018

Von Peli­ka­nen und Kame­len: das ESC-Fina­le 2018

Hat das Land so eine Art von Geheimvertrag mit dem Karma? Oder wie schafft Israel es sonst, seine Eurovisionssiege mit einer derartigen mathematischen Präzision in Abständen von jeweils exakt 20 Jahren über die Grand-Prix-Geschichte zu verteilen? Und das auch noch mit einem jeweils ziemlich ähnlichen Konzept: 1978 schaffte es Izhar Cohen auf dem Höhepunkt der Discowelle mit einem tanzbaren, von der universalen Liebe unter den Menschen handelnden Kinderlied namens 'A Ba Ni Bi' und einer sensationellen Marge-Simpson-Frisur, die Jurys im Sturm zu erobern; 1998 gelang der kämpferischen Transsexuellen Dana International mit dem Tanzflächenfüller 'Diva' der bis heute wichtigste, weil ein…
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Micha­el Schul­te auf Pap­pe: der sechs­te Pro­ben­tag in Lissabon

Micha­el Schul­te auf Pap­pe: der sechs­te Pro­ben­tag in Lissabon

Eine Wundertüte an Proben brachte der heutige Tag in Lissabon, mit Startern aus allen drei Shows auf der Bühne der Altice-Arena. Über diejenigen des Vormittag können wir schnell hinwegspringen, für die Qualifikationsrundenteilnehmer/innen von Armenien (sympathischerweise unausgeschlafen, aber immer noch der schönste Bart 2018) bis Dänemark war das schließlich bereits der zweite Durchlauf, und all zu viel Nennenswertes änderte sich nicht. Die Serben (zweitschönster Bart) haben ihre Lakritzschnüre wohl aufgefuttert, die beiden für San Marino startenden Ladys warfen sich heute immerhin in - dem Modethema des Jahres folgend - teils extrem durchsichtige Bühnenklamotten. Und bewiesen Humor, in dem sie den eigentlichen Star ihres…
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Fes­ti­val da Can­ção 2018: Dans les Jardins du Lisboa

Fes­ti­val da Can­ção 2018: Dans les Jardins du Lisboa

Bevor heute Abend mit dem norwegischen Melodi Grand Prix und dem Finale des schwedischen Melodifestivalen zwei der drei letzten nationalen Vorentscheide der Eurovisionssaison 2018 über die Bühne gehen, gilt es noch ein Ergebnis des zurückliegenden Wochenendes nachzureichen, das mir bislang durchgerutscht ist. Nämlich das des Gastgeberlandes Portugal. Dort setzte sich vergangenen Sonntag im Finale des traditionsreichen Festival da Canção die 23jährige, bereits über mannigfache Casting-Show-Erfahrung verfügende Cláudia Pascoal durch. Und zwar mit dem Titel 'O Jardim' ('Der Garten'), einer fragilen Trauerballade, von der pinkhaarigen Interpretin mit passgenauer, zurückhaltender Hingabe und zum Schluss hin fast brüchiger Stimme gesungen. Dabei erfuhr die…
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Nach Pla­gi­ats­vor­wür­fen: Dio­go Piçar­ra schmeißt beim FdC hin

Nach Pla­gi­ats­vor­wür­fen: Dio­go Piçar­ra schmeißt beim FdC hin

Vergangenen Sonntag gewann er mit doppelten Douze Points aus dem Jury- und dem Publikumsvoting das zweite Semifinale des portugiesischen Eurovisionsvorentscheids Festival da Canção: der bereits als heißer Favorit für den FdC-Gesamtsieg gehandelte 27jährige Singer-Songwriter Diogo Piçarra. Doch kurze Zeit später erschütterten die bei Grand-Prix-Fans mit zu viel Freizeit so beliebten Plagiatsvorwürfe die Medien: sein selbstkomponierter Wettbewerbsbeitrag 'Canção do Fim' ('Lied vom Ende') klinge haargenau wie der Erweckungssong 'Abre os meus Olhos' ('Öffne meine Augen') des Predigers und Sektengründers Walter McCallister aus dem Jahre 1986. Heute verkündete der langhaarige Künstler mit den auffälligen Augenbrauen auf Facebook seinen Rückzug vom Vorentscheid, da er "die…
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Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Ein Fisch namens Dracula

Per­len der Vor­ent­schei­dun­gen: Ein Fisch namens Dracula

Am vergangenen Sonntag ging im Gastgeberland des diesjährigen Eurovision Song Contest, in Portugal, die erste von zwei Halbfinalen des Festival da Canção über die Bühne. Auf der Halbinsel glaubt man noch fest an das Konzept des → Komponistenwettbewerbs, und so lud der Sender 26 Songschreiber ein, ein Lied für Lissabon zu komponieren und entweder selbst zu singen oder einen passenden Interpreten mitzubringen. Die Hälfte von ihnen, also 13, durften gestern ihre Ergebnisse vorstellen. Und wie zu erwarten, wurde es ein langer, lahmer Abend voll von sanften Balladen und introvertierten Auftritten. Wie ein Fanal stach da die völlig bizarre Darbietung des Singer-Songwriters…
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Mada­le­na Iglé­si­as ist tot

Wie der Blog EuroVisionary berichtet, verstarb die portugiesische Eurovisionsvertreterin von 1966, die fabelhafte Madalena Iglésias, heute Morgen im Alter von 78 in einer Klinik in Barcelona. Die Sängerin mit dem charakteristisch kantigen Gesicht nahm in den Sechzigern mehrfach am heimischen Festival da Cançāo teil, das sie 1966 mit gleich drei Beiträgen deutlich dominierte und mit dem Schlager ‚Ele e ela‘ (‚Er und sie‘), heute ein immer wieder gerne gehörter Evergreen, sehr klar gewann. Dabei wagte ihr Titel für portugiesische Verhältnisse geradezu Unerhörtes, handelte es sich doch – man mag es angesichts des Hangs ihrer Landsleute zu fadem Fado kaum glauben – um einen Uptemposong! Beim…
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Ein Herz kann man nicht reparier’n: ein Spen­der­or­gan für Sal­va­dor Sobral

Seit September bangten Fans um den diesjährigen Gewinner des Eurovision Song Contest, den Portugiesen Salvador Sobral. Seither lag der an einer chronischen Herzinsuffizienz leidende Hippie-Schlumpf, der im Mai 2017 einen ganzen Kontinent mit seiner verträumten Ballade 'Amar pelos dois' verzaubern konnte, auf der Intensivstation eines Lissabonner Krankenhauses. Am vergangenen Freitag transplantierten ihm die Ärzte nun ein Spenderorgan. Nach Mitteilung des Krankenhauses sei "der Eingriff gut verlaufen", der Patient wohlauf, wie unter anderem das Hamburger Abendblatt meldete. Dennoch ist die kritische Phase noch nicht überwunden: bis zu zwei Wochen nach der Operation können noch Infektionen oder Abstossreaktionen auftreten. Sollte alles gut…
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Offi­zi­ell: 42 Län­der sind 2018 an Bord, Maze­do­ni­en ist raus

In einer Pressemitteilung stellte die EBU heute Nachmittag das offizielle Contest-Logo für den Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon vor, das aus einer stilisierten Muschel besteht, ergänzt um 11 weitere maritime Motive, die vom nährenden Plankton bis zur bissigen Qualle alles abbilden, was im Meer so vorkommt (schwimmender Plastikmüll gehört allerdings nicht dazu). Für das Motto ließ man sich offensichtlich vom Neunzigerjahre-Megahit 'Last Train to Transcentral' des britischen Musikprojekts The KLF inspirieren: es lautet 'All abord' ('Alle an Bord'). Es soll laut EBU-Prosa für "Kernbotschaften wie Diversität, Respekt und Toleranz" stehen. Der Kreativ-Chef des gastgebenden portugiesischen Senders, Gonçalo Madaíl, äußert sich…
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Ein Kunst­herz für Sal­va­dor Sobral?

Es ist nicht ohne eine gewisse, bittere Ironie: in seiner Siegeransprache beim Eurovision Song Contest 2017 in Kiew teilte der sympathisch verschrobene Portugiese Salvador Sobral noch gegen artifizielle "Plastikmusik" aus - nun muss er sich unter Umständen ein künstliches Herz einpflanzen lassen, wie esctoday am Donnerstag unter Bezug auf einen Artikel des französischen Portals Voici berichtete. Danach habe sich der Zustand des 27jährigen, der zuletzt in der Intensivstation eines Lissabonner Krankenhauses ums Überleben kämpfte, zwar zwischenzeitlich leicht verbessert, sei aber nach wie vor kritisch. Er stehe zwar ganz oben auf der Liste für ein Spenderorgan, das er laut dem Pressebericht…
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Sal­va­dor Sobral unter­bricht Karriere

Sal­va­dor Sobral unter­bricht Karriere

Sorge um den diesjährigen Gewinner des Eurovision Song Contest, Salvador Sobral: wie der 27jährige Portugiese, der im Mai 2017 mit seiner verschrobenen, intimen Performance beim europäischen Wettsingen einen ganzen Kontinent verzauberte und den ersten Sieg in der über vierzigjährigen, an Enttäuschungen nicht armen Grand-Prix-Geschichte seines Landes holte, gestern in einem Youtube-Video erklärte, muss er seine Musikkarriere bis auf Weiteres unterbrechen, um sich die Hände der Ärzte zu begeben. Schon bei den Proben in Kiew hatte sich der charmante Hipster-Schlumpf krankheitsbedingt von seiner Schwester Luísa, der Autorin seiner verträumten Jazzballade 'Amar pelos Dois', vertreten lassen. Seinerzeit - und auch aktuell wieder…
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Alex Flo­rea bezich­tigt Sal­va­dor Sobral des Theaterspiels

Alex Flo­rea bezich­tigt Sal­va­dor Sobral des Theaterspiels

Nach dem Schweden Robin Bengtsson hat sich nun auch der rumänische Rapper Alex Florea ('Yodel it!') kritisch über den am vergangenen Samstag siegreichen Portugiesen Salvador Sobral geäußert. Wie Wiwibloggs rapportiert, äußerte er heute früh in einem live ausgestrahlten Video-Interview mit der rumänischen Tageszeitung Adevarul Zweifel an den gesundheitlichen Problemen des schlumpfigen Hipsters und verbreitete die Theorie, es handele sich dabei um Mitleids-"Marketing", wie es in Castingshows an der Tagesordnung sei: "Seine Hintergrundstory funktionierte, das Publikum hat es geschluckt," so Florea. Sobral war auf Anraten seiner Ärzte erst später als seine Konkurrent/innen nach Kiew angereist und etlichen Proben ferngeblieben, in den Medien machten…
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Getrof­fe­ne Elche blö­ken: Robin Beng­ts­son kri­ti­siert Sobral

Getrof­fe­ne Elche blö­ken: Robin Beng­ts­son kri­ti­siert Sobral

Es sei ein Sieg der "echten Musik," so formulierte es der portugiesische Gewinner des Eurovision Song Contest 2017, Salvador Sobral, bei seiner Siegeransprache am vergangenen Samstagabend, über das, was er als wegwerfbare "Fast-Food-Musik" bezeichnete: den inhaltsleeren Mainstreampop nämlich, der keinerlei authentische Geschichte erzähle oder keine Gefühle transportiere. Und, sind wir ganz ehrlich: die Meisten von uns werden in diesem Moment intuitiv an den klassischen, hochglanzpolierten Schwedenschlager gedacht haben, der seit Jahren den Grand Prix nicht nur für sein Heimatland dominiert. Das ging wohl auch dem diesjährigen schwedischen Vertreter Robin Bengtsson so, der mit 'I can't go on', einem geradezu prototypischen Beispiel…
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Dem Arsch von Kiew droht der Knast

Dem Arsch von Kiew droht der Knast

Wer vergangene Samstagnacht während der Wertungspause beim Finale des 62. Eurovision Song Contest in Kiew gerade kurz mit der Stimmabgabe, dem Plaudern mit Freunden oder dem Getränkenachschub beschäftigt war oder auch nur kurz blinzelte, verpasste womöglich die ärgerlich-unterhaltsamsten fünf Sekunden der gesamten Show: während die Vorjahressiegerin Jamala gerade ihre spektakulär langweilige und musikalisch erstaunlich farblose neue Single 'I believe in U' vorstellte, enterte ein mit der australischen Flagge umhüllter Mann urplötzlich die Satellitenbühne, umtänzelte kurz die ukrainische Sängerin (die sich nichts anmerken ließ und ihren Auftritt professionell weiter durchzog), um dann überraschend blankzuziehen und seinen Allerwertesten in die Kamera zu strecken. So schnell, wie er…
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ESC-Fina­le 2017: Gift im Instrument

ESC-Fina­le 2017: Gift im Instrument

Es war ein denkwürdiger Abend der Verzauberung am gestrigen Samstag in Kiew. Ein Mann schaffte es, einem ganzen Kontinent den Kopf zu verdrehen und Millionen von Menschen tief in ihren Herzen berühren. Und das mit einer extrem zurückgenommenen Inszenierung und einem völlig aus der Zeit gefallenen Lied, das klang, als sei es für eine romantische Filmschnulze aus den Fünfzigerjahren geschrieben worden, bei dem man im eigenen Kopfkino die junge Audrey Hepburn mit tränenvernebeltem Blick durch das schwarzweiß fotografierte Lissabon spazieren sehen konnte. Salvador Sobral, so der Name des koboldhaften jungen Portugiesen, verweigerte sich als Einziger der 26 Finalacts der Nutzung…
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