Dem Arsch von Kiew droht der Knast

Wer vergangene Samstagnacht während der Wertungspause beim Finale des 62. Eurovision Song Contest in Kiew gerade kurz mit der Stimmabgabe, dem Plaudern mit Freunden oder dem Getränkenachschub beschäftigt war oder auch nur kurz blinzelte, verpasste womöglich die ärgerlich-unterhaltsamsten fünf Sekunden der gesamten Show: während die Vorjahressiegerin Jamala gerade ihre spektakulär langweilige und musikalisch erstaunlich farblose neue Single ‚I believe in U‘ vorstellte, enterte ein mit der australischen Flagge umhüllter Mann urplötzlich die Satellitenbühne, umtänzelte kurz die ukrainische Sängerin (die sich nichts anmerken ließ und ihren Auftritt professionell weiter durchzog), um dann überraschend blankzuziehen und seinen Allerwertesten in die Kamera zu strecken. So schnell, wie er kam, war er auch wieder weg: nur Sekunden später zog ihn die Security von der Bühne. Noch in der Nacht stellte sich heraus, dass es sich nicht, wie zunächst vermutet, um einen Fan-Hooligan aus Down Under handelte (wie auch, ein echter Grand-Prix-Fan würde so etwas Affiges niemals tun!), sondern um einen professionellen Störer. Vitalii Sediuk heißt der Mann, ein ehemaliger ukrainischer TV-Journalist, der seine massive Profilneurose auslebt, in dem er weltweit nichts Böses ahnende Prominente belästigt und für Tumulte bei glamourösen Veranstaltungen sorgt. Er vergrub unter anderem schon sein Gesicht im Schritt von Leonardo DiCaprio und versuchte, Kim Kardashians extraordinären Hintern zu küssen. Nun drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft, wie unter anderem der Spiegel unter Bezug auf die Nachrichtenagentur dpa kolportiert. Der von der internationalen Blamage erboste ukrainische Innenminister bezeichnete den offenbar sozial gestörten Mann bereits als „Schande des Landes“. Bei Sediuk handelt es sich nicht um den ersten Eurovisionsflitzer: bereits 2010 enterte der Spanier Jaume Marquet während des Auftritts seines Landsmannes Daniel Diges beim ESC in Oslo die Bühne und fügte sich für wenige Takte in die Harlekin-Choreographie des iberischen Walzers ‚Algo Pequeñito‘ ein, ohne allerdings irgendwelche Körperteile zu entblößen. Marquet kam seinerzeit mit einer milden Geldbuße davon.

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Zweites Semifinale 2017: We have lost our Verona

Zwei der irischen Backings (c) Martin Schmidtner

Warum macht ihr so etwas, liebe Bühnenbildverantwortliche? Warum versteckt ihr in diesem Jahr praktisch alle die Chorsänger/innen hinter der Bühne? Schon im ersten Semifinale 2017 am vergangenen Dienstag irritierte es maßlos, wenn man mit den Augen lediglich eine einzelne, völlig verloren im Farbenwirbel des Backdrops verschwindende Person auf der Bühne sah, gleichzeitig jedoch mit den Ohren wahre Choräle erschallen hörte und das völlig überforderte, bedauernswerte Gehirn diese beiden sich gegenseitig widersprechenden Sinneswahrnehmungen irgendwie zusammen bekommen sollte, ohne dabei zu implodieren. Bei der gestrigen zweiten Qualifikationsrunde dann, erneut ausgetragen in der nur mäßig besetzten Internationalen Ausstellungshalle zu Kiew, erneut bestückt mit der irgendwo zwischen Raumschiff Enterprise und der Außenreklame für das berühmt-berüchtigte Reeperbahn-Etablissement Zur Ritze changierenden Bühne sowie den drei komplett unlustigen Moderatoren Tick, Trick und Track, nervte es nur noch. Zumal man uns damit um einige Augenweiden brachte, so beispielsweise um die zwei rothaarigen Hingucker des milchbübigen Iren Brendan Murray, die deutlich mehr hergemacht hätten als der armselige, windschiefe und zu allem Übel auch noch am Boden bleibende Fesselballon, den die RTÉ-Delegation stattdessen als schlecht überlegtes Bühnengimmick mitbrachte.

Zweieinviertel Stunde fragwürdige Musik und noch fragwürdigere Garderoben: das zweite Semifinale 2017 am Stück

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Eurovision Deathmatch #15: Marleen, eine von uns beiden muss nun gehn

Der Samstag: Zeit für hemmungsloses Tanzvergnügen! Und da wir uns hier beim Eurovision Song Contest befinden, heißt das natürlich: Schlagerdisco! Gleich zwei Schlagerpärchen beliefern uns in diesem Jahr mit rettungslos altmodischem, herrlich campem, gnadenlos tanzbarem Schlagerspaß und geben gerade den Lebenserfahreneren unter uns (*hüstel*) den Glauben an den Grand Prix zurück. Anfangen möchte ich mit den estnischen Rückkehrern Koit Toome (→ EE 1998) und Laura Põldvere (→ EE 2005, ebenfalls in Kiew), die heuer gemeinsam die Eesti Laul gewannen und sich – in schlauer Vorahnung hinsichtlich des potentiellen Siegers des diesjährigen Contests – zum gemeinsamen romantischen Sommerurlaub auf den Spuren von Romeo und Julia ins italienische ‚Verona‘ begaben. Keine gute Idee: wie es manchmal so ist, brachte die viele zu Zweit verbrachte Zeit der beiden nach Eigenauskunft „rücksichtslosen“ Egoisten ihre bereits bröckelnde Beziehung endgültig zum Einsturz, so dass sie nun nach zu viel Vino Veritas und einem heftigen Streit verkatert und kopflos durch die sehenswerte Altstadt des norditalienischen Städtchens stolpern. Musikalisch entführen sie uns in die goldenen Achtzigerjahre zurück, klingt ihr Discofox-gesteuerter Trennungsschlager doch, wie es ein Fan mal so schön formulierte, als ob Ralph Siegel versucht, einen Dieter-Bohlen-Song zu schreiben. Also angenehm moderntalkinesk – angenehm natürlich nur dann, wenn man wie ich in diesem Jahrzehnt seine popmusikalische Prägung erfuhr und (peinliches Geständnis!) alle Singles des teutonischen Duos kaufte. Wie schon bei Modern Talking ist auch beim estnischen Duo die dunkelhaarige Dame für die tieferen Töne zuständig, während der Kerl die hochgepitchten Gesangsparts beisteuert.

„Western Type of Woman / Western Type of Man“ in Verona: in Italien scheint das ‚Karma des Okzidents‘ beheimatet zu sein! (EE)

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San Marino 2017: Oops, they did it again!

Oh! Mein! Gott! Sie sind tatsächlich zurück! Vor wenigen Minuten stellte das sanmarinesische Fernsehen seinen Beitrag zum Eurovision Song Contest 2017 vor, nachdem man bis zuletzt geheimnisvoll tat und lediglich das Gerücht streute, ein „international bekanntes“ Duo, bestehend aus einem EU- und einem Nicht-EU-Partizipanten, werde die Miniaturrepublik vertreten. Und das stimmt auch, ein bisschen: der mittlerweile in Deutschland lebende, gebürtige US-Amerikaner Jimmie Wilson (noch nie von ihm gehört!) und die Eurovisionslegende Valentina Monetta (→ SM 2012, 2013, 2014) treten mit einem schmissigen, hoffnungslos campen Eurodance-Schlager namens ‚Spirit of the Night‘ an. Das im Münchener Schickeria-Schuppen P1 gedrehte Video bebildert eine zarte Disco-Romanze zwischen der rothaarigen Grand-Prix-Queen und dem schwarzen, deutlich jüngeren Sänger. Und natürlich stammt die Nummer aus der Feder von Ralph Siegel und klingt genau so, wie sich ein alternder Grandseigneur wohl einen jugendlichen Clubabend vorstellt. Mit klassischem Aufbau, bollernden Beats, amtlicher → Rückung und dem vollem Programm! Und was soll man sagen: genau so einen unfreiwillig unterhaltsamen Beitrag hat dieser Jahrgang dringend gebraucht! Danke also an unseren allerliebsten Eurovisions-Opi, der dann doch noch mal das von SMTV gerüchtehalber geforderte Startgeld in Höhe von einer halben Million locker machte und ohne den ein Grand Prix kein richtiger Grand Prix wäre. Und danke an Valentina Monetta, die ja eigentlich nie wieder etwas mit der Veranstaltung zu tun haben und endlich wieder Jazz singen wollte, jetzt aber auf alle künstlerische Integrität scheißt und uns nochmal auf das Königlichste unterhält. Wie wunderbar!

Samantha Fox hat angerufen und will ihren Titel zurück (SM)

Siegel zurück in San Marino! Wie geil ist das denn?

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Perlen der Vorentscheidungen: Tanz den Horn, Muttersöhnchen!

Welch ein ereignisreiches Eurovisionswochenende! Es begann mit einem leider sehr traurigen Ereignis: nachdem in der Nacht von Freitag auf Samstag in der Nähe der italienischen Stadt Verona ein Reisebus mit ungarischen Schüler/innen verunglückte, verhängte die magyarische Regierung angesichts von 16 Todesopfern verständlicherweise Staatstrauer, woraufhin die eigentlich für Samstagabend geplante zweite Vorrunde der heimischen Eurovisionsvorentscheidung A Dal bis auf Weiteres um eine Woche verschoben wurde. Neben dieser Tragödie und den bereits verbloggten zwei nationalen Endausscheidungen vom Samstag in Weißrussland und Georgien blieb kaum noch Zeit für eine Sichtung der bereits am Freitagabend veröffentlichten zwölf Songs des für den 11. März 2017 terminierten isländischen Söngvakeppnin, die – wenn auch nur als Audio-Studiofassungen – jeweils in der landessprachlichen und englischen Version vorhanden sind und unter denen sich einige vielversprechende Titel befinden, wie beispielsweise das in beiden Fassungen sehr einprägsame ‚Bambarram‘ von Hildur, das hypnotische ‚Hypnotised / Þú hefur dáleitt mig‘ des Rick-Astley-Doppelgängers Aron Brink oder die hübsche Country-Liebesschnulze ‚You and I / Þú og ég‘ von Páll Rósinkranz und Kristina Bærendsen (Playlist mit allen 24 Beiträgen hier). Auch das moldawische Fernsehen TRM stellte zeitgleich die 14 Songs vor, die sie aus den insgesamt 39 Einsendungen für O Melodie Pentru Europa am 24. und 25. Februar 2017 ausgesiebt hatten. Wobei es der so unermüdliche wie legendäre Sascha Bognibov, Leser/innen dieses Blogs noch von Meisterwerken wie ‚The Girls of 13 Years old‘ und unzähligen anderen bekannt, so erwartbar wie skandalöserweise mal wieder nicht in die Auswahl schaffte, obschon er mit dem amtlich bretternden Metall-Stück ‚Stop the Liars‘ über einen herausragenden Beitrag verfügte. Und das meine ich völlig unironisch. Auch die Folk-Popper Che-MD und der putzige Pop-Rentner Tudor Bumbac, beide in früheren Jahrgängen schon mal am Start, konnten die Senderjury diesmal nicht überzeugen.

Saschas Kommentar zum gerade ernannten US-amerikanischen Präsidenten? Schande, Moldawien, dass er nicht dabei ist! (MD)

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Deutschland und der Geist der Eurovision

Das Erwartete ist eingetreten, und doch wurde es kurz vor Ende noch mal spannend: im Superfinale von Unser Lied für Stockholm setzte sich heute Abend die von vorne herein als Favoritin gehandelte The-Voice-Siegerin Jamie Lee Kriewitz gegen Alex Diehl und Avantasia durch. Für einen kleinen Schreckensmoment sah es so aus, als könne der dicke Bayer dem lustig aufgebrezelten Manga-Mädchen noch gefährlich werden, überzeugte sein zweiter Auftritt im Superfinale doch deutlich mehr als der von Jamie Lee. Und im After-Stage-Interview mit der fantastisch aufgelegten Barbara Schöneberger wirkte er supersymphatisch aufgeregt und authentisch, so dass ein kleiner ElaizaMoment der Verzauberung zu befürchten stand. Doch der Kelch ging an uns vorüber: mit knapp 45% der Stimmen konnte Frau Kriewitz (deren Pressekonferenz aus Gründen des Jugendschutzes bis Punkt 23 Uhr beendet sein musste – wir sind schließlich in Deutschland!) das Ticket nach Stockholm lösen, wo es für ihr sehr professionell präsentiertes, aber ziemlich ödes, rihanneskes Liedchen dann bestenfalls für einen unteren Mittelfeldplatz reichen dürfte. Und so will sich über den Ausgang von ULFS auch eher Erleichterung einstellen denn echte Begeisterung. Immerhin: dafür, dass der Vorentscheid nach dem NaidooDesaster so schnell aus dem Hut gezaubert werden musste, ist das Ergebnis recht vorzeigbar.

Ob sich der Geist von Cro in ihrem Kopfschmuck manifestierte?

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Auch 2015: Semis in die Sparte

Wie der Prinz-Blog gestern rapportierte, überträgt die ARD die beiden Qualifikationsrunden des Eurovision Song Contest 2015 live im Fernsehen, allerdings nicht im Ersten. Dafür kann man unter gleich drei der gefühlt 700 ARD-Spartensender wählen: für aufmerksamkeitsdefizitäre Internetaffine blendet EinsFestival zusätzlich zur Liveübertragung im Splitscreen-Verfahren wieder pseudojugendliche, uninteressante Facebook-Kommentare und Tweets ein. EinsPlus bietet mit einem Gebärdendolmetscher hingegen echten Mehrwert, auch wenn vermutlich nicht mit einer Darbietung im Stile von Tommy Krångh zu rechnen ist. Und für die Puristen überträgt der Ereigniskanal Phoenix die beiden Semis ohne jeglichen Begleitschnickschnack, aber in HD – sofern man nicht, wie der Blogger, Kunde des schlechtesten Kabelanbieters der Welt (Unitymedia) ist, der die ARD-Spartensender skandalöserweise nur in SD einspeist. Dennoch an dieser Stelle einen herzlichen Dank an die ARD, erinnern wir uns doch nur zu schmerzlich an die Zeiten, da die Semis nur auf eurovision.de ruckelgestreamt wurden (auch diesen Übertragungsweg bietet der Sender erneut an).  Das samstägliche Finale gibt’s natürlich wieder im Ersten, inklusive Begleitshow von der Reeperbahn, moderiert natürlich von „ESC-Allzweckwaffe“ (ARD-Auslobung) Barbara Schöneberger, die auch die Punkte nach Wien durchgibt (und vermutlich auch ‚Black Smoke‘ live aus Hamburg singt, sollte Ann Sophie Dürmeyer ebenfalls kneifen…).

Die zwei größten Eurovisionsikonen aller Zeiten, Dana International und Conchita Wurst, singen den größten Eurovisionshit aller Zeiten, Waterloo

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Der Lumpensammler nach Wien (NO, AZ, RU, SM 2015)

Eigentlich sollte heute Vormittag noch ein ausführlicher Bericht zum Melodi Grand Prix folgen, das ich am Samstag nicht mehr schaffte und Sonntag früh nachzuholen gedachte. Doch dann machte mir die Technik einen Strich durch die Rechnung – nie wieder PCs oder Laptops von Acer! Und zwischenzeitlich stapeln sich hier die noch in letzter Minute vor dem Einsendeschluss ausgewählten oder upgedateten Beiträge für Wien. Daher jetzt im Schnelldurchlauf alles Wichtige vom Wochenende. Die Norweger entschieden sich am Samstag sehenden Auges für noch eine Ballade – und sie trafen damit eine gute Wahl. ‚Monster like me‘ von Mørland und Debrah Scarlett klingt nicht nur vom Namen her wie die Titelmelodie einer Teenager-Vampir-Drama-Serie, auch musikalisch und textlich überzeugt das düstere und dramatische Stück durch Tiefgang und Hingabe. Selbst das interpretierende Duo sieht passend blutarm aus. Meine neue Lieblingsballade des aktuellen Jahrgangs!


Nick Cave und Kylie grüßen mit einer Wildrose freundlich aus Tralien: Mørland & Debrah (NO)

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1. Semi 2014: Drei Mal dabei, bitte weiterwählen!

Sie sind doch einfach jedes Mal für Überraschungen gut, diese Qualifikationsrunden und insbesondere die Antworten, die Europas Zuschauer und Juroren auf die Frage geben, welche der gezeigten Performances sie am Samstag im Finale wiedersehen wollen. So gut wie niemand hatte wohl ernsthaft Valentina Monetta auf seinem Tippzettel, und nachdem der unter langjährigen Leidensgenossen nur noch „der Unvermeidliche“ genannte Ralph Siegel diesmal auch noch prominent am Flügel saß, als sei er die Reinkarnation von Andrew Lloyd-Webber (UK 2009), sah ich offen gestanden endgültig schwarz für die sanmarinesische Lys Assia (CH 1956-1958). Ob die Verleihung der Finalkarte nun den Lohn für die Persistenz der Unermüdlichen darstellte oder das freundliche Abschiedsgeschenk der Juroren, da Valentina, so zu lesen war, in Kopenhagen angekündigt habe, dies sei ihr letzter Grand-Prix-Auftritt: „es muss uns für den deutschen Komponisten freuen“, so Peter Urban diplomatisch. Muss es das? Gut: ‚Maybe‘ war der beste seiner drei Versuche unter der Flagge der winzigen Republik, die ohne Frage Platz unter der Stoffmuschel fände, mit der er seine Künstlerin zur Venus von Milo aufzuhübschen gedachte. Und Frau Monetta wirkte diesmal gelöster als sonst und nicht so krampfhaft überperformativ. Dennoch bleibt es ein Titel, der 1974 (Siegels Erstteilnahme als Komponist) bereits als altbacken zu bezeichnen gewesen wäre. Der nun aber, so viel lässt sich schon jetzt vorhersagen, am Samstag besser abschneiden wird als der für den letzten Platz prädestinierte offizielle deutsche Beitrag von Elaiza. Womit Siegel über alle Modernitätsbemühungen des NDR der letzten zehn Jahre triumphiert. Kotz.


Welche Perle fanden die Juroren da nur? (SM)

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Conchita Wurst hat einen neuen Fan

Während die Medien noch immer die unsäglichen Äußerungen des armenischen Konkurrenten Aram MP3 breittreten, der Ende März einen armseligen homophoben Scherz darüber machte, dass er sich in Kopenhagen die Bühne mit einer bärtigen Frau teilen muss, ereilt die österreichische Vertreterin Conchita Wurst eine überraschende Hommage aus dem ebenfalls nicht gerade als Hort des gesellschaftlichen Fortschritts bekannten Nachbarland Aserbaidschan. Deren letztjährigem Repräsentanten und Zweitplatzierten Fərid Məmmədov (‚Hold me‘) nämlich gefiel Conchitas Song ‚Rise like a Phoenix‘ so gut, dass er die Nummer im heimischen Wohnzimmer nachsang und Ausschnitte davon ins Netz stellte. Da sehe ich doch vor meinem geistigen Auge bereits einen Überraschungsauftritt mit einem Duett der Beiden beim nächsten Eurovision in Concert! In Sachen Stimme, Aussehen und Bartwuchs geben sich die Zwei ja schon mal nichts und die nötigen großen Gesten hat Fərid auch schon drauf. Nur an der englischen Aussprache müsste er noch feilen. Aber da gibt ihm Frau Wurst sicher gerne Nachhilfe!


With a Wengeance: Farid gibt alles

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