Con­chi­ta Wurst hat einen neu­en Fan

Wäh­rend die Medi­en noch immer die unsäg­li­chen Äuße­run­gen des arme­ni­schen Kon­kur­ren­ten Aram MP3 breit­tre­ten, der Ende März einen arm­se­li­gen homo­pho­ben Scherz dar­über mach­te, dass er sich in Kopen­ha­gen die Büh­ne mit einer bär­ti­gen Frau tei­len muss, ereilt die öster­rei­chi­sche Ver­tre­te­rin Con­chi­ta Wurst eine über­ra­schen­de Hom­mage aus dem eben­falls nicht gera­de als Hort des gesell­schaft­li­chen Fort­schritts bekann­ten Nach­bar­land Aser­bai­dschan. Deren letzt­jäh­ri­gem Reprä­sen­tan­ten und Zweit­plat­zier­ten Fərid Məm­mədov (‘Hold me’) näm­lich gefiel Con­chi­tas Song ‘Rise like a Phoe­nix’ so gut, dass er die Num­mer im hei­mi­schen Wohn­zim­mer nach­sang und Aus­schnit­te davon ins Netz stell­te. Da sehe ich doch vor mei­nem geis­ti­gen Auge bereits einen Über­ra­schungs­auf­tritt mit einem Duett der Bei­den beim nächs­ten Euro­vi­si­on in Con­cert! In Sachen Stim­me, Aus­se­hen und Bart­wuchs geben sich die Zwei ja schon mal nichts und die nöti­gen gro­ßen Ges­ten hat Fərid auch schon drauf. Nur an der eng­li­schen Aus­spra­che müss­te er noch fei­len. Aber da gibt ihm Frau Wurst sicher ger­ne Nach­hil­fe!


With a Wen­ge­an­ce: Farid gibt alles

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Sie­gel: “ ‘Let’s get hap­py’ war für Anke Engel­ke”

Allei­ne bei der Vor­stel­lung fällt mir fast die Kaf­fee­tas­se aus der Hand: in einem Inter­view mit dem aus Deutsch­land stam­men­den mehr­fa­chen Schwei­zer Vor-Vor­ent­scheids-Teil­neh­mer Mave O’Rick (bekannt durch den Flum­mi­tech­no­re­mix von Anne-Marie Davids ‘Tu te recon­naî­tras’) für die Online­aus­ga­be des Schwu­len­ma­ga­zins Män­ner behaup­te­te der deut­sche Grand-Prix-Grand­sei­gneur ges­tern, er habe ‘Let’s get hap­py’ (DE 2003) ursprüng­lich nicht für Lou Hoff­ner, son­dern für Anke Engel­ke kom­po­niert. “Und fast hät­te sie den Song gesun­gen. Ich bin mir ziem­lich sicher, dass dann ein bes­se­rer Platz dabei her­aus gesprun­gen wäre,” so Sie­gel. Das lässt nun Raum für Spe­ku­la­tio­nen: schei­ter­te es wie wei­land 1997 am schnö­den Mam­mon, als der Mün­che­ner Song­schrei­ber sei­nen Titel ‘Zeit’ von der ursprüng­lich ange­frag­ten Esther Ofa­rim (CH 1963) auf­grund derer hohen Gagen­for­de­rung, die Sie­gel nicht erfül­len woll­te, an die Bie­le­fel­der Bank­kauf­frau Bian­ca Shom­burg wei­ter­rei­chen muss­te? Ver­lei­te­te ein ver­dutzt-höf­li­ches “Ich den­ke drü­ber nach” der genia­len Come­di­en­ne und spä­te­ren Euro­vi­si­ons­mo­de­ra­to­rin Sie­gel zur irri­gen Annah­me, sie zöge sein Ela­bo­rat ernst­haft in Betracht? Oder sind das doch die ers­ten Zei­chen einer begin­nen­den Alz­hei­mer?


Zu vie­le bun­te Glücks­pil­len genom­men? Laut Sie­gel soll­te Anke ursprüng­lich den Song sin­gen

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ESC 2014: Deutsch­land ist das neue Schwe­den

In den zurück­lie­gen­den Jah­ren konn­te sich beim Euro­vi­si­on Song Con­test Schwe­den als Pop-Export-Nati­on eta­blie­ren, deren Song­schrei­ber zuneh­mend regel­mä­ßig auch ande­re Län­der mit ihren Kom­po­si­tio­nen belie­fer­ten. Zwar ist die­ser Trend unge­bro­chen – nicht zuletzt das wei­ter­hin sie­ges­hung­ri­ge Aser­bai­dschan ver­lässt sich erneut auf ein Lied aus bewährt skan­di­na­vi­scher Feder. Doch auch Deutsch­land ist in die­sem Jahr, wenn man so will, mit mehr als nur dem Hei­mat­bei­trag in Kopen­ha­gen ver­tre­ten. Gleich sechs der 39 37 Ein­sen­dun­gen des dies­jäh­ri­gen Wett­be­werbs ver­fü­gen in irgend­ei­ner Form auch über ger­ma­ni­sche Wur­zeln. Neben Elai­za und dem selbst geschrie­be­nen ‘Is it right?’ gilt dies bei­spiels­wei­se, wenn auch in der denk­bar schwächs­ten Form, für die geor­gi­sche Jazz-Com­bo The Shin, die sich 1998 in Stutt­gart grün­de­te, wo die drei Musi­ker schwer­punkt­mä­ßig leben und arbei­ten. Ein wenig stär­ker wird der Bezug beim grie­chi­schen Rap­per Ris­ky­Kidd, des­sen Vater Deut­scher ist (aller­dings wuchs Ris­ky in Lon­don auf und lebt seit vier Jah­ren in Athen). Doch es kommt noch mehr!


Grie­chen­land: ger­ma­nisch unter­wan­dert

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San Mari­no 2014: Mit Dir viel­leicht, viel­leicht auch nicht

Eins vor­weg: ich will mit mei­ner Kri­tik am san­ma­ri­ne­si­schen Bei­trag kei­nes­falls Ralph Sie­gel dis­sen. Der Mann nötigt mir mit sei­ner weit über nor­ma­len Alters­starr­sinn hin­aus­ge­hen­den Hin­ga­be zum Grand Prix eine Art von Respekt ab und nichts wür­de ich ihm mehr gön­nen, als es für ein klei­nes Außen­sei­ter­land wie San Mari­no noch ein­mal zu schaf­fen. Ich fürch­te nur, dar­aus wird auch die­ses Jahr nichts. ‘May­be’, der mitt­ler­wei­le drit­te Titel in Fol­ge, den der deut­sche Alt­meis­ter für Valen­ti­na Monet­ta schrieb, lehnt sich am Kon­zept des Vor­jah­res­bei­trags ‘Cri­sali­de’ an und kommt bal­la­desk daher – im bal­la­den­schwan­ge­ren ers­ten Semi, durch das Ralphs ver­läss­lichs­te Abneh­me­rin muss, kei­ne gute Vor­aus­set­zung. Den Feh­ler, nach zwei Drit­teln zum Sieb­zi­ger­jah­re-Dis­co­sound zu wech­seln, wie­der­holt Onkel Ralph nicht: zwar brin­gen ein paar dezen­te Beats ab der zwei­ten Stro­phe etwas Fahrt in die Num­mer, ohne jedoch das Lied zu ver­ge­wal­ti­gen. Den­noch fasst der Titel ‘May­be’ den Song ganz gut zusam­men: er plät­schert unent­schlos­sen vor sich hin, wirkt unge­schlif­fen und unfer­tig, will nir­gends erkenn­bar hin. Selbst in der heu­te prä­sen­tier­ten Stu­dio­fas­sung schei­nen der Chor und die irgend­wie nusche­lig klin­gen­de Valen­ti­na gegen­ein­an­der zu sin­gen statt mit­ein­an­der. Und von einem ein­präg­sa­men Refrain zeigt sich das Lied so weit ent­fernt wie Herr Sie­gel von sei­ner letz­ten Chart­plat­zie­rung. 2015 der nächs­te Ver­such, Valen­ti­na?


Über­per­for­ma­tiv wie ein Soap-Stern­chen: die Monet­ta

Was schätzt Du: wie vie­le Anläu­fe wird Sie­gel mit Valen­ti­na noch machen?

  • So vie­le, wie er braucht, um ins Fina­le zu kom­men. Und wenn es hun­dert sind. (50%, 50 Votes)
  • Dass die Monet­ta das mit­macht! Jeder ernst­haf­te Künst­ler wür­de doch… oh, war­te.… (34%, 34 Votes)
  • Man kann nur hof­fen, dass ihm bald das Geld aus­geht und der Spuk ein Ende hat. (16%, 16 Votes)

Total Voters: 100

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Aller guten Sie­gel sind drei: Valen­ti­na singt auch 2014!

Der san­ma­ri­ne­si­sche Sen­der SMTV hät­te sich kei­nen pas­sen­de­ren Tag aus­su­chen kön­nen: prak­tisch zeit­gleich mit den his­to­ri­schen Wor­ten Ange­la Mer­kels anläss­lich ihrer Pres­se­kon­fe­renz zum Besuch des US-Prä­si­den­ten Barack Oba­ma in Ber­lin – “Das Inter­net ist für uns alle Neu­land” – bestä­tig­te die kleins­te Repu­blik der Welt Euro­pas offi­zi­ell, dass die 2012 durch den ‘Soci­al Net­work Song (oh oh uh oh oh)’ zum Kult­ob­jekt gewor­de­ne Valen­ti­na Monet­ta 2014 das Land bereits zum drit­ten Mal in Fol­ge ver­tre­ten soll. Natür­lich erneut mit einem Titel aus der Feder Ralph Sie­gels, der die kom­plet­te Sau­se ver­mut­lich bezahlt. Viel­leicht kann Valen­ti­na unse­rer Kanz­le­rin bei Gele­gen­heit mal auf eine Ent­de­ckungs­rei­se in das ihr bis­lang unbe­kann­te Land mit­neh­men?


Fin­det Ange­la auf Face­book ja auch “a Mil­li­on Friends”?

Wird Valen­ti­na nun so lan­ge teil­neh­men, bis sie es end­lich ins Fina­le schafft?

  • …oder sie stirbt. Je nach­dem, was eher ein­tritt. (34%, 56 Votes)
  • …oder Ralph Sie­gel das Geld aus­geht. Je nach­dem, was eher ein­tritt. (34%, 56 Votes)
  • Wie sag­te schon Heck: Drei Mal dabei – bit­te nicht wie­der­wäh­len! (32%, 53 Votes)

Total Voters: 165

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Eins­Fes­ti­val der Lie­be: ARD packt Semis in die Spar­te

Schon ein lus­ti­ger Hau­fen, die­se ARD: noch am Mitt­woch die­ser Woche über­rasch­ten die Inten­dan­ten des föde­ra­len Sen­der­ver­bun­des die Öffent­lich­keit mit dem – ver­mut­lich nicht ganz ernst gemein­ten – Vor­schlag, ihre seit Jah­ren wegen inhalt­li­cher Pro­fil­lo­sig­keit in der Kri­tik ste­hen­den digi­ta­len Spar­ten­ka­nä­le mit denen des ZDF zu fusio­nie­ren. Was die Main­zer – wie ver­mut­lich ein­kal­ku­liert – natür­lich post­wen­dend zurück­wie­sen. Nun hat die ARD einen Weg gefun­den, den Zuschau­er­schnitt von 0,3 Pro­zent Markt­an­teil für Eins­Fes­ti­val zumin­dest im Won­ne­mo­nat mal kurz ein wenig anzu­he­ben: sie über­trägt dort am Diens­tag, dem 14. Mai, das ers­te Semi­fi­na­le des Euro­vi­si­on Song Con­test. Live, ab 21:00 Uhr. Das zwei­te Semi am Don­ners­tag hin­ge­gen, das, in dem die deut­schen Fern­seh­zu­schau­er mit abstim­men dür­fen, das läuft nicht auf Eins­Fes­ti­val. Wäre ja auch zu leicht zu mer­ken. Das läuft, eben­falls live ab 21:00 Uhr, auf dem “Ereig­nis­ka­nal” Phoe­nix. Also dort, wo sonst Bun­des­tags­de­bat­ten gezeigt wer­den.

Nach­satz: Ent­ge­gen mei­ner ursprüng­li­chen Quel­le zeigt die ARD auch das zwei­te Semi am Don­ners­tag ab 21:00 Uhr live auf Eins­Fes­ti­val sowie zusätz­lich zeit­gleich auf Phoe­nix. Brav!


Aus dem Semi 1: Alyo­na Lanska­ya (und ja, das ist Alex­an­der Rybak bei Minu­te 2:50!)

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Wer sind Sie und was haben Sie Herrn Sie­gel ange­tan? (SM, MK 2013)

Und erneut über­schlu­gen sich ges­tern, nur weni­ge Tage vor der EBU-Dead­line, die Euro­vi­si­ons­er­eig­nis­se wie­der so stark, dass ich sie hier nur gesam­melt nach­rei­chen kann. Begin­nen wir mit dem erstaun­lichs­ten Gesche­hen die­ses Jah­res, ach was: die­ses Jahr­zehnts! Ralph Sie­gel hat ein Lied für den Grand Prix geschrie­ben – und es ist gut! Doch, wirk­lich! Wenn ich es doch sage! Der deut­sche Alt­meis­ter ver­fass­te bekannt­lich erneut den san­ma­ri­ne­si­schen Bei­trag, erneut gesun­gen von Valen­ti­na Monet­ta. Und wer jetzt, wie ich, ein erneu­tes Trash-Spek­ta­kel à la ‘Face­book, uuh-uuh’, erwar­te­te, sah sich bei der gest­ri­gen Song­prä­sen­ta­ti­on hef­tig über­rascht. Denn ‘Cri­sali­de’ ist eine rund­weg gelun­ge­ne Euro­vi­si­ons­bal­la­de, mit jeweils exakt den rich­ti­gen Antei­len an Dra­ma­tik, Power, Melo­die, Schmalz und einer stim­mi­gen Instru­men­tie­rung. Sie erfin­det das Gen­re nicht neu, sticht aber selbst in der dies­jäh­ri­ge Bal­la­den­see posi­tiv her­vor – auch auf­grund Valen­ti­nas stimm­li­cher Leis­tung, zwi­schen Stär­ke und Ver­letz­lich­keit genau den rich­ti­gen Punkt tref­fend.


Und ohne Por­no­zopf sieht Valen­ti­na sogar gut aus!

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Ralph Sie­gel for­dert eine Lex Assia

Ent­täuscht und scho­ckiert” zeig­te sich Lys Assia heu­te  erwar­tungs­ge­mäß im Tele­fon­in­ter­view mit dem Schwei­zer Fern­se­hen von ihrer Nicht­zur­las­sung zum dor­ti­gen Vor­ent­scheid. Gera­de wo sie doch extra ein Lied “für die Jun­gen” auf­ge­nom­men habe: “Ich hät­te für ein ande­res Land antre­ten sol­len”. Ihr Kom­po­nist Ralph Sie­gel griff unter­des­sen Lys’ letzt­jäh­ri­ge Aus­re­de von der feh­len­den Inter­netaf­fi­ni­tät ihrer Alters­grup­pe auf und for­der­te eine “Son­der­re­ge­lung” (lies: eine Wild­card) für sei­nen Schütz­ling. Dies habe er “schon vor Mona­ten” dem Sen­der vor­ge­schla­gen, “aber es scheint nie­mand genü­gend Fein­ge­fühl und Ver­ständ­nis für die Situa­ti­on zu haben”, so der Grand-Prix-Grand­sei­gneur. Das Schwei­zer Fern­se­hen indes denkt gar nicht dar­an, die­sem anma­ßen­den Ansin­nen statt zu geben, son­dern reibt Onkel Ralph lie­ber genüß­lich sei­ne unbe­dach­te Aus­sa­ge wäh­rend der Pro­duk­ti­on des Video­clips hin: “Wenn das nicht klappt, gebe ich es auf”! Was ja nun ein­ge­tre­ten sei, wie man in Bern spitz bemerkt: “Er lässt die ent­spre­chen­de schrift­li­che Fra­ge von glanz & glo­ria mehr­mals unbe­ant­wor­tet. Es käme einer Sen­sa­ti­on gleich, wenn der Deut­sche sich tat­säch­lich zurück­zie­hen wür­de”. Solch einen sub­ver­siv-bös­ar­ti­gen Humor hät­te ich den Schwei­zern gar nicht zuge­traut!


Was folgt nächs­tes Jahr? Death Metal?

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Per­len der Vor­ent­schei­dung: erwischt, Kalk­o­fe!

Wäh­rend uns Alt­meis­ter Ralph Sie­gel und sein 88jähriges “Hip-Hop-Babe” (Pres­se­text Schwei­zer Fern­se­hen) Lys Assia mit klei­nen Bröck­chen hin­hal­ten (mehr dazu spä­ter), reicht die umtrie­bi­ge Kon­kur­renz ein Meis­ter­werk nach dem ande­ren zum eid­ge­nös­si­schen Vor­ent­scheid ein. Neben einem tat­säch­lich hör­ba­ren, beim schnarch­na­si­gen Alpen­pu­bli­kum aber völ­lig chan­cen­lo­sen Rock­song namens ‘Rus­si­an Rou­let­te’ der All­men­din­ger Schü­ler­kap­pel­le Grey Mon­day und einer put­zi­gen, Bon­tempisound-und-Wal­zer­takt-beglei­te­ten “Na na na”-Melo­dei namens ‘The­re is one Boy named Ilya’ ste­chen zwei Num­mern beson­ders her­aus: da ist zum einen der für sei­ne preis­ge­krön­ten Par­odi­en bekann­te deut­sche TV-Komi­ker Oli­ver Kalk­o­fe, der sich unter dem beson­ders lis­ti­gen Tarn­na­men Mar­cel­lo Alex­an­der ein­ge­schli­chen hat und die unfass­li­che volks­tüm­li­che Schla­ger­tra­ves­tie ‘Im Hotel Mama’ zum Bes­ten gibt. Natür­lich stil­echt vor male­ri­scher Fluss­ku­lis­se und begeis­tert schun­keln­dem Senio­ren­pu­bli­kum. Um die offen­sicht­li­che Täu­schung etwas authen­ti­scher wir­ken zu las­sen, rich­te­te Kalk­o­fe gar eine eige­ne Künst­ler­web­site mit sen­sa­tio­nel­len Kult­fo­tos (sie­he oben) der ver­schie­dens­ten Sta­tio­nen (Hotel­bars, Gar­ten­lo­ka­le, Möbel­haus­er­öff­nun­gen) der angeb­li­chen lang­jäh­ri­gen “Kar­rie­re” des mops­ge­sich­ti­gen Andy-Borg-Scham­haar­fri­su­ren­trä­gers ein. Groß­ar­tig!

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Schweiz: Lys Assia gibt nicht auf

Sie gehört ein­fach zum Euro­vi­si­on Song Con­test wie die Wes­pen zum Zwetsch­gen­ku­chen: das mitt­ler­wei­le 88jährige Grand-Prix-Urge­stein Lys Assia, die ers­te Sie­ge­rin von 1956. Und sie scheint fest ent­schlos­sen, auf Bie­gen und Bre­chen noch ein­mal mit­zu­ma­chen: wie sie dem Bou­le­vard­blatt Blick erzähl­te, will sie erneut bei der schwei­ze­ri­schen Vor­ent­schei­dung antre­ten – wie­der­um mit einem Song aus der Feder von Ralph Sie­gel. Nach­dem sie 2012 mit ihrer gro­ßen Final-Curtain-Bal­la­de ‘C’e­tait ma Vie’ nicht zum Zuge kam, will sie es dies­mal mit einem “moder­nen” Titel ver­su­chen: einem “Pop­song mit Rap-Ein­la­gen”, bei dem sie vier “Ber­ner Buben” von New Jack, einem Hip-Hop-Act, unter­stüt­zen. “Das Lied hat Pfiff und spricht auch die Jun­gen an,” zeigt sich die Assia über­zeugt. Und auch für ihre jun­gen, schwar­zen Beglei­ter fin­det sie nur loben­de Wor­te: “Sie sind höf­lich, wohl­erzo­gen und über­aus talen­tiert,” so die Gran­de Dame begeis­tert (ver­mut­lich wird sie von den Her­ren gesiezt, wie es sich geziemt). Bis Ende der Woche soll das Bewer­bungs­vi­deo abge­dreht und auf das Vor­ent­schei­dungs­por­tal des Schwei­zer Fern­se­hens hoch­ge­la­den sein. Und ich weiß gar nicht, wie ich bis dahin mei­ne Vor­freu­de noch unter Kon­trol­le hal­ten soll!


War die ers­te Hip-Hop­pe­rin der Musik­ge­schich­te: Lys Assia 1958