ECG-Fan­tref­fen mit drei ESC-Schwer­ge­wich­ten

Das jähr­li­che Ver­an­stal­tungs­high­light für alle Grand-Prix-Fans – das Fan­tref­fen des Euro­vi­si­on Club Ger­ma­ny (ECG) am 14. Novem­ber 2015 in Köln – war­tet mit einem sen­sa­tio­nel­len Line-Up auf: zum fünf­zehn­jäh­ri­gen Bestehen hat der Fan­club tief in die Scha­tul­le gegrif­fen und prä­sen­tiert gleich drei Euro­vi­si­ons-Schwer­ge­wich­te: aus dem aktu­el­len Jahr­gang wird Fan-Lieb­ling Boja­na Sta­men­ov (‘Beau­ty never lies’) das Glo­ria zum Kochen brin­gen. Für erhöh­ten Blut­druck bei den Fans sorgt sicher­lich auch Baby-Bär­chen Roman Lob, der uns 2012 das bis­her letz­te deut­sche Ergeb­nis inner­halb der Top Ten bescher­te, und des­sen Teil­nah­me (als Ersatz für den ursprüng­lich geplan­ten John Kara­gi­an­nis [CY 2015]) der ECG heu­te bekannt gab. Der Haupt­au­gen­merk gebührt indes selbst­re­dend dem größ­ten deut­schen Grand-Prix-Star über­haupt, ihrer könig­li­chen ESC-Hoheit Kat­ja Ebstein, die dem Land 1970 den ers­ten Medail­len­rang ersang und uns mit ‘Wun­der gibt es immer wie­der’ und ‘Die­se Welt’ (1971) zwei der musi­ka­lisch wie text­lich erle­sens­ten Euro­vi­si­ons­per­len aller Zei­ten schenk­te.

Die­ses Lied hat die Kat­ja uns geschenkt

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Elai­za gewin­nen die Wild­card für USFD

Zehn kaum aus­ein­an­der zu hal­ten­de Varia­tio­nen des­sel­ben lau­war­men Gitar­ren­ge­grei­nes prä­sen­tier­te uns der NDR am Don­ners­tag­abend beim Club­kon­zert im Ham­bur­ger Edel­fett­werk. Nach dem im Vor­feld allei­ne eine Jury bestimm­te und aus den über 2.400 You­tube-Bewer­bun­gen die­se zehn “Schat­tie­run­gen von beige” (Roy Dela­ney) vor­aus­wähl­te, hat­ten beim Nach­wuchs­wett­be­werb für den deut­schen Vor­ent­scheid USFD Gott sei Dank die Tele­vo­ter allei­ne das Zep­ter in der Hand. Ziel­si­cher pick­ten sie die bei­den ein­zi­gen Bei­trä­ge mit einem Hauch von Eigen­stän­dig­keit her­aus: die in Paris gebo­re­ne Röck­röh­re Caro­li­ne Rose (Platz 2) sowie das sieg­rei­che Mäd­chen­trio Elai­za, die ihrem selbst geschrie­be­nen Neo-Folk-Titel ‘Is it right?’ mit dem groß­zü­gi­gen Ein­satz des Akkor­de­ons und einer leicht rot­zig gesun­ge­nen Hook das gewis­se Extra ver­pass­ten.


Muss ihre Mama anru­fen: Front­sän­ge­rin Ela

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USFD-Nach­wuchs­wett­be­werb: Schat­tie­run­gen von beige

Mehr als 2.200 Bewer­bungs­vi­de­os wur­den hoch­ge­la­den für den Kampf um die Wild­card für die deut­sche Vor­ent­schei­dung Unser Song für Däne­mark. Heu­te gab der NDR die zehn Acts bekannt, die beim Nach­wuchs­wett­be­werb am 27. Febru­ar im Ham­bur­ger Edel­fett­werk auf­tre­ten dür­fen (TV-Live­über­tra­gung ab 22:00 Uhr auf Eins­Plus und Nord3 sowie per Live­stream auf eurovision.de und eurovision.tv). Und was pick­te das Exper­ten­gre­mi­um aus Sen­der- und Indus­trie­ver­tre­tern aus der unglaub­li­chen Viel­falt an Skur­ri­lem, Tra­gi­schem, Alt­ba­cke­nem, Schrä­gem, Chan­cen­lo­sem, Gewöhn­li­chem, Fas­zi­nie­ren­dem, Bun­tem, Lang­wei­li­gem, Absei­ti­gem und Außer­ge­wöhn­li­chem? Aus die­sem schier unend­li­chen Füll­horn an Sti­len und Ide­en? Der gro­ße bri­ti­sche Blog­ger Roy Dela­ney fasst die ent­täu­schen­de Aus­wahl tref­fend zusam­men: “Alles, was wir beka­men, waren zehn Schat­tie­run­gen des­sel­ben beige”. 


Noch am ori­gi­nells­ten: das Damen­trio Elai­za

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Die Euro­vi­si­ons­mor­de von Litau­en

Die Litau­er sind ja seit­her ein etwas eige­nes Völk­chen und tun die Din­ge auf ihre beson­de­re Art. In die­sem Jahr bei­spiels­wei­se zie­hen sie ihre Euro­vi­si­ons­vor­ent­schei­dung als zehn­tei­li­ge (!) Cas­ting­show auf, in der pro Sen­dung zehn Kan­di­da­ten Cover­ver­sio­nen sin­gen müs­sen, unter denen dann das Publi­kum und eine Jury fünf in die nächs­te Run­de wei­ter wählt. Erst am Final­abend am 15. Febru­ar gibt es dann eige­ne Lie­der. Klingt soweit erst mal nach Unser Star für Oslo, wer­den Sie sagen? Rich­tig, nur dass sich hier kei­ne bis dato unbe­kann­ten Nach­wuchs­künst­ler an bekann­ten Pop­songs ver­su­chen, son­dern eta­blier­te Stars, die eigent­lich über eine eige­nes Reper­toire ver­fü­gen, wie der litaui­sche Euro­vi­si­ons­ver­tre­ter von 2009, Sasha Song. Der muss­te ges­tern Abend auf offe­ner Büh­ne Céli­ne Dions ‘Ne par­tez pas son moi’ (CH 1988) ermor­den. Denn es sind, um die Absur­di­tät auf die Spit­ze zu trei­ben, kei­ne belie­bi­gen Titel, die da zum Vor­tra­ge kom­men dür­fen, son­dern aus­nahms­los Grand-Prix-Klas­si­ker.


Wie heißt die­se Spra­che, Sasha? Kata­li­tau­an?

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Roman Lob und Mary Roos rich­ten über den deut­schen Bei­trag

Heu­te ver­kün­de­te der NDR die Namen der fünf Jury­mit­glie­der, deren Voten am 14. Febru­ar zu ins­ge­samt einem Drit­tel in das Abstim­mungs­er­geb­nis beim deut­schen Vor­ent­scheid Unser Song für Mal­mö ein­flie­ßen. Dar­un­ter zwei, die selbst schon beim Euro­vi­si­on Song Con­test auf der Büh­ne stan­den: die groß­ar­ti­ge Mary Roos, gewis­ser­ma­ßen Namens­pa­tro­nin mei­ner Sei­te, die uns 1972 mit dem sen­sa­tio­nel­len ‘Nur die Lie­be lässt uns leben’ und 1984 mit dem unsterb­li­chen ‘Auf­recht gehn’ ver­trat, sowie unser Baby­bär­chen vom Vor­jahr, Roman Lob. Die wei­te­ren Juro­ren sind Sil­ly-Front­frau Anna Loos, Kom­men­ta­to­ren­le­gen­de Peter Urban sowie der im Vor­feld gerüch­te­hal­ber selbst für den dies­jäh­ri­gen Vor­ent­scheid getipp­te Deut­sche-Schwer­mut-Sän­ger Tim Benzko. Und so sehr ich Mary (wie auch Herrn Urban) ver­eh­re und Roman anschmach­te: das dürf­ten weni­ger ermu­ti­gen­de Nach­rich­ten für die­je­ni­gen Vor­ent­schei­dungs­teil­neh­mer sein, die eher dance- oder elek­tro­las­ti­ge Titel prä­sen­tie­ren. Im Zwei­kampf der Popu­la­ri­täts­schwer­ge­wich­te Cas­ca­da vs. Söh­ne Mann­heims könn­te die­se Jury­zu­sam­men­set­zung die Gewich­te jeden­falls in Rich­tung Baden-Würt­tem­berg ver­schie­ben. Am ehes­ten dürf­te sich aber noch Finn Mar­tin über die­se Mel­dung freu­en. Und Mobi­lée, deren Chan­cen damit ver­mut­lich auch noch mal gestie­gen sind. Oder was meint Ihr?


Dan­ke, Mary!

Wer pro­fi­tiert am meis­ten von der Jury­zu­sam­men­set­zung beim Vor­ent­scheid? (Max. 3 Nen­nun­gen)

  • Bet­ty Ditt­rich (17%, 46 Votes)
  • Das lässt sich nicht vor­her­sa­gen. (12%, 32 Votes)
  • Söh­ne Mann­heims (11%, 29 Votes)
  • Mobi­lée (11%, 29 Votes)
  • Mia Die­kow (10%, 27 Votes)
  • Finn Mar­tin (9%, 25 Votes)
  • Saint Lu (9%, 24 Votes)
  • Nica & Joe (8%, 21 Votes)
  • LaBrass­Ban­da (4%, 12 Votes)
  • Ben Ivory (3%, 9 Votes)
  • Cas­ca­da (3%, 8 Votes)
  • Die Pries­ter mit Moj­ca Erd­mann (2%, 5 Votes)
  • Blitz­kids mvt. (2%, 5 Votes)

Total Voters: 141

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