EBU erlässt eine Lex Samoylova

Wie Dr. Eurovision, Irving Wolther, heute auf eurovision.de meldet, hat die European Broadcasting Union (EBU) in Reaktion auf Juliagate Anpassungen in den offiziellen Regeln für die Ausrichtung des und die Teilnahme am Eurovision Song Contest (ESC) vorgenommen. So müssen die einzelnen nationalen Sendeanstalten künftig eigenverantwortlich sicherstellen, dass die von ihnen ausgewählten Repräsentant/innen und Delegationsmitglieder „den Behörden des Gastgeberlandes“ keinen „Anlass dafür geben, aufgrund nationaler Gesetze ein Einreiseverbot gegen diese zu verhängen.“ Genau dieses war beim ESC 2017 in Kiew geschehen: der ukrainische Geheimdienst belegte die von Russland nominierte 28jährige Sängerin Julia Samoylova mit einer Einreisesperre, weil diese zuvor auf der annektierten Krim aufgetreten war. Was zu einem unschönen (von Moskau vermutlich gezielt herbeigeführten) Propagandakrieg und für die EBU zu unangenehmen Schlagzeilen führte. Nochmal will man sich in Genf verständlicherweise nicht vor den Karren spannen lassen und schiebt dieser Form der Kriegsführung damit einen Riegel vor.

Die Posterfrau der Krim-Krise: die EBU bestätigt mit ihrer neuesten Regeländerung im Nachhinein den Ausschluss von Julia Samoylova vom ESC 2017. 

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Juliagate: Ukraine will Einspruch gegen Geldstrafe einlegen

Die öffentlich-rechtliche ukrainische Rundfunkanstalt UA:PBC will Einspruch gegen die heute von der EBU wegen des Juliagates verhängte Geldstrafe einlegen, wie der Intendant Zurab Alasania gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte: „Formell gesehen haben nicht wir die Entscheidung getroffen, sie [Julia Samoylova] nicht zuzulassen“. Da hat er nicht ganz Unrecht: der faktische Ausschluss der russischen Repräsentantin basierte auf der Entscheidung des ukrainischen Geheimdienstes, der aufgrund eines Krim-Auftritts der Sängerin in Übereinstimmung mit geltenden ukrainischen Gesetzen ein dreijähriges Einreiseverbot verhängte, von dem auch der Staatschef keine Ausnahme für den Eurovision Song Contest 2017 machen wollte, wodurch dem Sender die Hände gebunden waren. Alasania, der die Höhe der von der EBU verhängten Geldstrafe auf 200.000 € bezifferte, meinte mokant, er glaube allerdings nicht, dass die Regierung die Forderung der EBU begleichen werde. Das scheint noch ein lustiges Hauen und Stechen zu werden: erst letzte Woche hatte Alasania durchblicken lassen, dass sein Sender eine schweizerische Anwaltsfirma eingeschaltet habe, weil die EBU eine dort für den ESC 2017 hinterlegte Sicherheit in Höhe von 15 Millionen € eingefroren habe. Ob ein Zusammenhang mit der heute angekündigten Geldstrafe besteht, ist bis dato unklar. Der Verlautbarung der EBU von heute Vormittag zufolge basiere die Buße allerdings auch auf dem organisatorischen Chaos, das UA:PBC bei der Vorbereitung des Eurovision Song Contest 2017 angerichtet hatte und das der „Reputation“ des Wettbewerbs abträglich gewesen sei. Holt schon mal das Popcorn raus: da dürfte wohl noch ein wenig gefeilscht werden zwischen Kiew und Genf…

Wird sich noch eine Zeit lang hinziehen: das Drama ums Juliagate

Geld heilt alle Wunden: die EBU legt Juliagate ad acta

Wie der Nachrichtendienst Reuters heute Vormittag meldete, wolle die EBU die gastgebende TV-Anstalt des Eurovision Song Contest 2017 aufgrund der massiven Verzögerungen bei der Vorbereitung des Events und des „unkooperativen Verhaltens“ der Ukraine im Zusammenhang mit dem Bann der russischen Vertreterin Julia Samoylova mit einer Geldstrafe belegen. Die Krise um die monatelangen Verspätungen bei der Organisation, die ein Einschreiten der Genfer und die Entsendung eines Rettungsteams rund um den schwedischen Melodifestivalen-Impresario Christer Björkman (→ SE 1992) notwendig machte, und das Drama um Juliagate hätten die mediale Aufmerksamkeit überlagert und die „Reputation der Marke Eurovision Song Contest gefährdet,“ so die EBU in einer Erklärung. „Daher schlägt der Lenkungsausschuss in Übereinstimmung mit den Wettbewerbsregeln vor, dass UA:PBC eine empfindliche Geldstrafe erhält“. Die ursprünglich mal ins Gespräch gebrachte Eurovisionssperre für die Ukraine ist damit wohl vom Tisch. Über die Höhe der Buße schwieg sich die EBU indes wie immer aus [Nachtrag: laut UA:PBC beläuft sich die Strafe auf 200.000 €]. Das von russischer Seite sehr offensichtlich in provokativer Absicht inszenierte Juliagate hat für den sowjetischen Staatssender unterdessen keine Konsequenzen: gegenüber dem Perwy Kanal sprach man nach einer Meldung von Eurovoix lediglich einen „Tadel“ aus, weil dieser nicht an den Vorbereitungstreffen für Kiew teilnahm. Durch die Verknüpfung der Geldstrafe mit den unbestreitbaren, massiven Organisationsmängeln der ukrainischen Sendeanstalt UA:PBC kann diese sich kaum gegen die Sanktion wehren [Nachtrag: anscheinend doch]. Damit geht man in Genf mal wieder den Weg des geringsten Widerstands: von den unbedingt notwendigen Anpassungen der Wettbewerbsregeln an die veränderte politische Weltlage war jedenfalls keine Rede, ebenso wenig wie von der Mitverantwortung der EBU für das Desaster um den bewusst kalkulierten Ausschluss der russischen Rollstuhlfahrerin aufgrund ihres Krim-Auftrittes, obwohl sich ein solcher Clash bereits frühzeitig angekündigt hatte, ohne dass man hierauf irgendwie reagierte.

Ist laut dem russischen Sender jetzt für 2018 gesetzt: Julia Samoylova (RU)

 

Juliagate: EBU kündigt Strafen an

Das unselige Drama um den Ausschluss der russischen Teilnehmerin Julia Samoylova vom Eurovision Song Contest 2017 in der ukrainischen Metropole Kiew wird Konsequenzen für beide Länder haben, wie die European Broadcasting Union am heutigen Tage nach einer Meldung von heute.de bekannt gab. Die Nachrichtensendung des ZDF zitiert den hauseigenen Leiter der Abteilung Internationale Angelegenheit und Vorsitzenden der EBU-Reference Group, Frank-Dieter Freiling, nach dessen Darstellung sich der gastgebende Sender sowie der ukrainische Premierminister verpflichtet hätten, alle Gäste der EBU wie des ESC in Kiew willkommen zu heißen. „Insofern ist das ein Verstoß gegen die Statuten, der sanktioniert werden muss“, so Freiling gegenüber heute.de. Doch auch die Russen müssten mit Sanktionen rechnen, „weil sie an verschiedenen verpflichtenden Sitzungen im Vorfeld in Kiew nicht teilgenommen haben“. Nächste Woche wolle man sich näher mit den Vorgängen beschäftigen. Dem ZDF-Mann zufolge gehe es dabei nicht mehr um das Ob, sondern nur noch um die Höhe der Strafe. „Unsere Statuten sehen manches bei Verstößen vor, von einer Geldstrafe, dem Entzug der Sponsorenanteile bis zu einer Sperre von bis zu drei Jahren“, so Freiling, der zwischen den Zeilen ziemlich klar für einen Ausschluss der beiden Länder von den Wettbewerben 2018 bis 2020 plädiert. Eine offizielle Verkündigung sei jedoch nicht vor dem 12. Juni 2017 zu erwarten, dem ersten turnusmäßigen EBU-Treffen nach den diesjährigen Festspielen.

Der Ukraine könnte das Feiern bald vergehen

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Juliagate: „Die Russen wollten niemals teilnehmen“

Einen Tag nach der offiziellen Bekanntgabe des russischen Rückzugs beim Eurovision Song Contest 2017 in Kiew lecken die Beteiligten ihre Wunden. So erneuerte der Senderchef des russischen Perwy Kanal, Konstantin Ernst, am heutigen Karfreitag das Versprechen gegenüber der ausgebooteten Julia Samoylova, dass die schwerbehinderte Sängerin fix für 2018 gesetzt sei. Diese Auftrittsgarantie sei laut Ernst mit der EBU abgestimmt, wie Die Presse unter Bezug auf die Moskauer Agentur Interfax berichtet. Damit steht gleichzeitig fest, dass sich die Föderation nach der geplatzten Teilnahme in Kiew nicht dauerhaft vom europäischen Wettsingen zurückzieht – eine gute Nachricht nicht nur für die EBU, der in diesem Jahr wegen der wegfallenden Ausstrahlung der Sendung auf dem Territorium des größten Teilnehmerlandes bis zu 15 Millionen Zuschauer/innen wegbrechen, wie EuroVisionary ausrechnete (beziehungsweise doppelt so viele, wenn man die außerhalb des Mutterlandes lebenden Russ/innen mitzählt, die nun vermutlich ebenfalls nicht mehr zuschalten), sondern auch für Europa und die völkervereinigende Idee der Show. Der austragende ukrainische Sender UA:PBC versuchte in einer heute veröffentlichten Stellungnahme (Quelle: escKAZ) unterdessen, den Schwarzen Peter von sich wegzuschieben und kartete nochmals in Richtung der Gegenseite nach: „Aus Respekt vor dem Wunsch der EBU, die Teilnahme aller 43 Länder am Song Contest sicherzustellen (…), hat die Ukraine die Russische Föderation mehrfach dazu eingeladen, einen Teilnehmer nach Kiew zu entsenden, der keine ukrainischen Gesetze verletzt hat. Aber die russische Seite hat es bei ihrer Entscheidung belassen. Die Weigerung des Perwy Kanal, den ESC zu übertragen, beweist allerdings (…), dass es von Anfang an nicht das Ziel Russlands war, am Wettbewerb teilzunehmen, sondern eine negative Atmosphäre rund um die Vorbereitungen und die Organisation des Events zu kreieren“.

Ra-ra-ras-Putin: Oh, those Russians!

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Offiziell: Russland nimmt nicht am ESC 2017 teil

Das andauernde Tauziehen um die Teilnahme der russischen Vertreterin Julia Samoylova am Eurovision Song Contest 2017 in Kiew hat ein so unerfreuliches wie erwartbares Ende gefunden: wie die EBU heute Abend offiziell auf ihrer Eurovisions-Website bekannt gab, findet der Wettbewerb nun definitiv ohne die im Rollstuhl sitzende Sängerin statt. Das Gastgeberland Ukraine ist, wie sich aus den Verlautbarungen der letzten Tage bereits abzeichnete, hinsichtlich des in Folge eines Auftrittes Samoylovas auf der annektierten Krim vom Geheimdienst verfügten Einreiseverbotes hart geblieben, Vermittlungsvorschläge aus Genf hinsichtlich einer externen Zuschaltung ihres Auftritts bzw. des Austauschs gegen einen anderen, unbelasteten Interpreten lehnte das russische Fernsehen ab. Stattdessen gab der Perwy Kanal heute bekannt, dass man die europäischen Liederfestspiele im Mai nicht übertragen wolle. „Das hat leider zur Folge, dass Russland nicht am diesjährigen Wettbewerb teilnehmen kann,“ so die EBU. „Wir hätten uns sehr gewünscht, dass alle 43 Länder hätten teilnehmen könne und wir haben alles versucht, dies zu ermöglichen“. Frank-Dieter Freiling vom ZDF, Vorsitzender der Reference Group, sprach deutliche Worte in Richtung des Gastgebers: „Wir verurteilen die Entscheidung der ukrainischen Behörden scharf, ein Einreiseverbot gegen Julia Samoylova zu verhängen, da wir glauben, dass dies die Integrität und unpolitische Natur des Eurovision Song Contest und seine Mission, alle Nationen in einem friedlichen Wettbewerb zu vereinen, untergräbt“. Über mögliche Konsequenzen für die Ukraine verlor die Mitteilung indes kein Wort, man wolle sich nun zunächst mit aller Kraft darauf konzentrieren, gemeinsam mit dem ausrichtenden Sender eine möglichst spektakuläre Show auf die Beine zu stellen.

Wie vermutet: Julias Flamme wird nicht in Kiew brennen

Juliagate: Kyrylenko sieht „keine Hoffnung“ auf Einigung

Der ukrainische Vizepräsident Wjatscheslaw Kyrylenko hat jede Hoffnung auf eine Einigung mit Russland bezüglich deren Teilnahme am Eurovision Song Contest 2017 in Kiew aufgegeben, wie er nach einer Meldung von Eurovoix in einem Interview mit der heimischen Tageszeitung Obozrevatel sagte. Nach dem vorausgegangenen Disput um die vom russischen Perwy Kanal nominierte Sängerin Julia Samoylova, die vom ukrainischen Geheimdienst aufgrund eines Auftritts auf der annektierten Krim mit einem dreijährigen Einreiseverbot belegt wurde, sei sein Land nach wie vor bereit, die russische Delegation in Kiew willkommen zu heißen – wenn diese einen anderen Repräsentanten benenne, der „nicht gegen ukrainische Gesetze verstoßen“ habe. Eine Ausnahmeregelung lehnte er erneut ab: „Niemand kann verlangen, dass wir zugunsten Russlands unsere eigenen Gesetze außer Kraft setzen“. Er glaube aber nicht mehr, dass die Föderation noch einen Ersatzkandidaten nominiere: Das bedeutet, dass wir einen Wettbewerb mit 42 Ländern statt 43 haben werden“. Nach seiner Wahrnehmung herrsche das Gefühl vor, dass Russland ohnehin nicht in Kiew teilnehmen wollte und es nur darum ginge, der Ukraine zu schaden. Die in den vergangenen Tagen aufgetauchten Gerüchte über eine mögliche Verlegung des Wettbewerbs nach Berlin wies er als „Falschmeldung“ zurück und betonte, man liege hinsichtlich der Vorbereitungen in der Zeit. Da man weitere „Provokationen“ von russischer Seite erwarte, werde man die Sicherheitsvorkehrungen vor dem Contest noch einmal verstärken. Die EBU hat sich bislang nicht mehr weiter zum Fall geäußert, auf der offiziellen Eurovisionsseite führt man Julia Samoylova weiterhin als Teilnehmerin.

Ihre Flamme wird in Kiew wohl nicht brennen: Julia Samoylova (RU)

Israel: Politik beschneidet Rundfunkfreiheit – Eurovisionsteilnahme in Gefahr?

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu greift nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau (FR) massiv in die Gestaltung der öffentlich-rechtlichen TV-Anstalt seines Landes ein – mit möglichen Konsequenzen hinsichtlich der Mitgliedschaft des Senders bei der European Broadcasting Union und damit auch auf die Teilnahme des Nahostlandes am Eurovision Song Contest. Wie die Tageszeitung rapportiert, wird die allgemein als aufgebläht und ineffektiv angesehene bisherige Sendeanstalt Israel Broadcasting Authority (IBA) derzeit gerade abgewickelt – am 30. April 2017 soll die neue, deutlich schlankere Station Kan den Betrieb aufnehmen, die auch die Ausstrahlung des ESC übernimmt. Der hat Netanjahu nun allerdings vorläufig untersagt, Nachrichten zu senden – wie die FR mutmaßt, weil ihm „einige Journalisten des geplanten staatlichen Senders nicht genehm“ seien. Stattdessen sollen die TV-News künftig von einer noch zu gründenden externen Organisation zugeliefert werden, unter Rückgriff auf die ehemaligen Strukturen und abgewickelten Mitarbeiter der IBA, womit sich der Premier allem Anschein nach ihm freundschaftlich gewogene Berichterstatter ins Boot holen will. Bis dieses Konstrukt die Arbeit aufnehmen kann, sollen beim neuen Sender eben nur Kultur und Unterhaltung über die Antenne gehen. Wie Eurovoix berichtet, ist die EBU über diesen „erstaunlichen“ politischen Eingriff nicht amüsiert: nach den aktuellen Statuten dürfen eigentlich nur Sender Mitglied der Union sein, die ein umfassendes Vollprogramm ausstrahlen, zu welchem Nachrichten als journalistisches Herzstück natürlich zwingend dazugehören. Verliert Kan die EBU-Zugehörigkeit, darf es aber auch nicht mehr den Eurovision Song Contest ausstrahlen – und dementsprechend auch nicht mehr teilnehmen. Darf Imri Ziv also nicht in Kiew singen?

Nach ihrem Eurovisionsbeitrag von 1991 benannte sich der neue Sender: das Duo Datz (IL)

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Juliagate: Eurovision Party in Moskau abgesagt

Das Juliagate hat seinen ersten Kollateralschaden gefordert: wie Eurovoix heute vermeldete, sagten die Veranstalter der für den 24. April 2017 in der russischen Hauptstadt geplanten Eurovision Party den Event vorläufig ab, nachdem etliche der eingeplanten Künstler/innen ihre Auftrittszusage angesichts des aktuellen Hauens und Stechens zurückgezogen hätten. Der Kartenvorverkauf sei daher bis auf Weiteres eingestellt. Neben Julia Samoylova, die am Sonntag noch in Moskau ihre Postkarte für Kiew drehte, als sei nichts geschehen, waren unter anderem Timebelle aus der Schweiz, der Israeli Imri Ziv und der Top-Favorit auf einen Eurovisionssieg, der Italiener Francesco Gabbani, zu der Sause angekündigt. Sollte Russland wider Erwarten doch noch in Kiew teilnehmen können, wolle man die Party aber steigen lassen, so hieß es seitens der Veranstalter.

Francesco (IT) am vergangenen Wochenende live bei einer Eurovision Party in London

Juliagate: die Ukraine keift zurück

Ja, ich weiß, die Geschichte nervt langsam nur noch, aber leider wird uns die Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine um die Teilnahme der Sängerin Julia Samoylova noch eine Weile beschäftigen. Heute Vormittag veröffentlichte der ukrainische Sender UA:PBC eine Stellungnahme zum Brief der Generaldirektorin der EBU, Ingrid Deltenre, von vorletzter Woche, in dem diese sich mit der sehr harsch formulierten Aufforderung an den Staatspräsidenten wendet, dafür Sorge zu tragen, dass die russische Repräsentantin in Kiew auftreten könne und den künftigen Ausschluss des diesjährigen Gastgeberlandes vom Eurovision Song Contest androht, falls es zu keinem für die EBU zufriedenstellenden Ergebnis komme. Wenig überraschend zeigt sich die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt wenig amüsiert über den Genfer Tonfall und weist die Forderung Deltenres, der Präsident möge das vom ukrainischen Geheimdienst verfügte Einreiseverbot temporär aufheben, als „Einmischung in die inneren Angelegenheiten“ zurück, die vom Mandat der EBU nicht gedeckt sei: „Wir ersuchen die EBU und Frau Deltenre, die Souveränität der Ukraine zu achten“.

Der Anlass des Streits: Julias brennende Flamme (RU)

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