Zwei­tes Semi 2018: vom Tod und ande­ren Tabus

Sie haben es tat­säch­lich geschafft. Der mut­maß­li­che, sinis­te­re Plan der Rus­sen, erst­ma­lig seit der Ein­füh­rung der Qua­li­fi­ka­ti­ons­run­den im Jah­re 2004 in einer sol­chen aus­zu­schei­den, ging auf. Zum zwei­ten Mal hin­ter­ein­an­der wies das kalt­her­zi­ge Euro­pa die im Roll­stuhl sit­zen­de Inter­pre­tin Julia Samo­yl­o­va ab: 2017 aus poli­ti­schen Grün­den, 2018 aus purer Bös­ar­tig­keit und in Negie­rung des von der EBU ver­brei­te­ten Mär­chens der Inklu­si­on, die beim Euro­vi­si­on Song Con­test eben nur für bär­ti­ge Frau­en gilt. So ver­mut­lich die Melo­die des Lie­des, wel­ches Putins Staats­me­di­en ab sofort ver­brei­ten dürf­ten. Dabei tat das rus­si­sche Team selbst alles, um den Final­ein­zug zu ver­hin­dern: es ver­sorg­te sei­ne (auf­grund ihrer mut­maß­lich unfrei­wil­li­gen Rol­le in die­ser PR-Schlacht wirk­lich zu bemit­lei­den­de) Reprä­sen­tan­tin mit einem abso­lut grot­ti­gen Song und ertränk­te ihre krank­heits­be­dingt schwa­che Stim­me wei­test­ge­hend in einem See von beson­ders laut ein­ge­stell­ten Cho­ris­ten, was es nur noch offen­sicht­li­cher mach­te. In der völ­lig absur­den und sinn­be­frei­ten Insze­nie­rung rund um den Mount Rus­sia­mo­re distan­zier­ten sich die Backings, eben­so wie das über­flüs­si­ge Tän­zer­paar, noch dazu visu­ell und räum­lich von der Sän­ge­rin, soweit es die Büh­ne gera­de eben zuließ, stell­ver­tre­tend für das Land. Kein Wun­der, dass nie­mand für Julia anrief.

It’s lonely at the Moun­tain Top: Julia Samo­yl­o­va als nuscheln­der Berg­gip­fel (RU).

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Micha­el Schul­te auf LSD: der sechs­te Pro­ben­tag in Lis­sa­bon

Eine Wun­der­tü­te an Pro­ben brach­te der heu­ti­ge Tag in Lis­sa­bon, mit Star­tern aus allen drei Shows auf der Büh­ne der Alti­ce-Are­na. Über die­je­ni­gen des Vor­mit­tag kön­nen wir schnell hin­weg­sprin­gen, für die Qualifikationsrundenteilnehmer/innen von Arme­ni­en (sym­pa­thi­scher­wei­se unaus­ge­schla­fen, aber immer noch der schöns­te Bart 2018) bis Däne­mark war das schließ­lich bereits der zwei­te Durch­lauf, und all zu viel Nen­nens­wer­tes änder­te sich nicht. Die Ser­ben (zweit­schöns­ter Bart) haben ihre Lakritz­schnü­re wohl auf­ge­fut­tert, die bei­den für San Mari­no star­ten­den Ladys war­fen sich heu­te immer­hin in – dem Mode­the­ma des Jah­res fol­gend – teils extrem durch­sich­ti­ge Büh­nen­kla­mot­ten. Und bewie­sen Humor, in dem sie den eigent­li­chen Star ihres Auf­trit­tes, dem größ­ten der vier put­zi­gen Spiel­zeug­ro­bo­ter, dies­mal ein Schild mit der Auf­schrift “Jus­ti­ce for Valen­ti­na” hoch­hal­ten lie­ßen. Ich bin mal gespannt, was im TV-Semi auf der Demo­ta­fel steht! Doch was uns alle wirk­lich inter­es­siert, spiel­te sich heu­te Nach­mit­tag ab: da prob­te Micha­el Schul­te zum ers­ten mal in der Hal­le! Und zwar zu mei­ner Über­ra­schung mit einem im Ver­gleich zu Unser Lied für Lis­sa­bon visu­ell deut­lich auf­ge­frisch­ten Sta­ging. Das, soweit man in den Blogs nach­le­sen konn­te, einen span­nen­den Effekt auf Fans und Hater zei­tigt.

Man gewinnt nicht den Ein­druck, dass sich Jes­si­ka wirk­lich über die Unter­stüt­zung von Jeni­fer freut…

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We can’t move a Moun­tain: drit­ter Pro­ben­tag in Lis­sa­bon

Auch am Tag der Arbeit gehen die Pro­ben für den Euro­vi­si­on Song Con­test 2018 in der Alti­ce-Are­na zu Lis­sa­bon wei­ter, heu­te mit der ers­ten Hälf­te des zwei­ten Semi­fi­na­les. Das eröff­net bekannt­lich, in Per­son Alex­an­der Rybaks, ein ehe­ma­li­ger Euro­vi­si­ons­ge­win­ner. Und wie­wohl sein Bei­trag ‘That’s how you wri­te a Song’ die euro­päi­schen Schwur­na­lis­ten in Fans und beken­nen­de Has­ser spal­tet, herrscht unter den Blogger/innen ziem­li­che Einig­keit, dass auch die­ser Titel erneut um den Sieg mit­spie­len könn­te. Rybak, der Dori­an Gray der Euro­vi­si­on, der seit sei­ner letz­ten Grand-Prix-Teil­nah­me offen­sicht­lich kei­nen Tag alter­te und noch immer über sei­nen Laus­bu­ben­charme ver­fügt, bringt – wie schon 2009 – das bereits aus­ge­reif­te audio­vi­su­el­le Gesamt­kon­zept des nor­we­gi­schen Melo­di Grand Prix mit zum Con­test und setzt es dort Punkt für Punkt um, mit­samt den per Zei­chen­trick hin­zu­ge­füg­ten und um eini­ge Herz­chen erwei­ter­ten Bild­schirm­gra­fi­ken, die sei­ne Cho­reo­gra­fie ergän­zen. Und war­um auch nicht, der Mann weiß schließ­lich, was er tut. Im Pres­se­zen­trum machen sich die Ers­ten nun schon Sor­gen, dass sie nächs­tes Jahr für ein Bier im Euro­club zu Oslo eine wei­te­re Hypo­thek aufs Haus auf­neh­men müs­sen. Und dass, wo doch das Super Bock in Lis­sa­bon so herr­lich güns­tig ist!

Nur echt mit der Vio­li­ne: der Rybak.

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Geld­sor­gen: ukrai­ni­sche Teil­nah­me 2018 ist in Gefahr

Das kurz­fris­ti­ge Wackeln von Euro­vi­si­ons­teil­nah­men aus peku­niä­ren Grün­den scheint sich zu einem wie­der­keh­ren­den The­ma zu ent­wi­ckeln, an das wir uns wohl oder übel gewöh­nen müs­sen. Wie die EBU heu­te mor­gen in einer Pres­se­er­klä­rung ver­laut­bar­te, ist der ukrai­ni­sche Sen­der UA:PBC auf­grund chro­ni­scher Unter­fi­nan­zie­rung unmit­tel­bar in sei­nem Bestand gefähr­det. Bereits Ende April 2018, also in weni­gen Wochen, könn­te das öffent­lich-recht­li­che Fern­se­hen gezwun­gen sein, den Sen­de­be­trieb ein­zu­stel­len, da der sich in einem mas­si­ven Umstruk­tu­rie­rungs­pro­zess befind­li­che Sen­der der­zeit nur die Hälf­te der benö­tig­ten Mit­tel erhal­te. Muss das EBU-Mit­glied wirk­lich dicht machen, kann auch der für den Euro­vi­si­on Song Con­test 2018 aus­ge­wähl­te Emo-Boy Melóvin nicht am Wett­be­werb teil­neh­men. Was man natür­lich als Glück im Unglück bezeich­nen könn­te, da so den euro­päi­schen Zuschauer/innen zumin­dest die musi­ka­li­sche Mons­tro­si­tät ‘Under the Lad­der’ erspart blie­be. Im Hin­blick auf die Medi­en­viel­falt und Pres­se­frei­heit in der Ukrai­ne wür­de der Crash von UA:PBC aber natür­lich ein ver­hee­ren­des Zei­chen set­zen.

Erlei­det Melóvin das­sel­be Schick­sal wie sein rumä­ni­scher Kol­le­ge Ovi­diu Anton 2016?

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SM 2018: Zwei zum Preis von 8.000 €

Mit einem unrühm­li­chen Ergeb­nis ging ges­tern Abend in der slo­wa­ki­schen Metro­po­le Bra­tis­la­va das undurch­sich­tigs­te und fischigs­te Vor­ent­schei­dungs­ver­fah­ren der Sai­son 2018 zu Ende, das (rein spe­ku­la­tiv) womög­lich vor allem den Zweck ver­folg­te, die Taschen der öster­rei­chi­schen Euro­vi­si­ons­teil­neh­me­rin von 2016, Zoë Straub, zu fül­len. Bezie­hungs­wei­se die ihres Vaters Chris­tof, dem Pro­du­zen­ten der Show. Immer­hin einen gewis­ser­ma­ßen mild­tä­ti­gen Zweck erfüll­te 1in360: die bereits sie­ben­fach (!) beim Vor­ent­scheid in ihrer Hei­mat Mal­ta geschei­ter­te Jes­si­ka Mus­cat konn­te sich zum güns­ti­gen Schnäpp­chen­preis von nur 8.000 € (plus Jury­spe­sen) nun end­lich ihre lang ersehn­te Euro­vi­si­ons­teil­nah­me erkau­fen. Dafür erhielt sie aus dem Hau­se Straub einen hor­ri­blen, bil­li­gen ‘Heroes’-Abklatsch namens ‘Who we are’, den sie sich aller­dings mit der Deut­schen Jeni­fer Bre­ning tei­len muss, wel­che in dem Song die ursprüng­lich dem per Wild­card hin­zu­ge­los­ten, ein­zi­gen san­ma­ri­ne­si­schen 1in360-Teil­neh­mer Irol zuge­dach­ten Rap-Parts über­nahm. Und dabei übri­gens her­vor­ra­gend ablie­fer­te!

Die der­zeit gras­sie­ren­de Erkäl­tungs­wel­le scheint auch Jes­si­ca erwischt zu haben. Oder tropf­te der Schweiß bis zur Lip­pe?

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1in360, Fina­le

Eine wahr­lich inter­na­tio­na­le Affä­re, die Euro­vi­si­ons-Vor­ent­schei­dung der brief­mar­ken­gro­ßen Repu­blik San Mari­no. Eine in Lon­don und Wien behei­ma­te­te Pro­duk­ti­ons­fir­ma trägt die Ver­ant­wor­tung für die teils in 360-Grad-Tech­nik (daher der Name) auf­ge­zeich­ne­te Sen­de­rei­he; die ins­ge­samt elf über das Inter­net gecas­te­ten Bewerber/innen stam­men aus neun ver­schie­de­nen Natio­nen, dar­un­ter Sim­bab­we. Die Vor­ent­schei­dungs­ti­tel ent­stan­den in einem Song­wri­ting­camp in den Wie­ner Echo-Pilot-Stu­di­os von Chris­tof Straub, Vater von Zoë (AT 2016), die an allen bis auf zwei Songs kom­po­si­to­risch ver­tre­ten ist, gleich­zei­tig jedoch in der Aus­wahl­ju­ry saß (im Fina­le darf sie nach ent­spre­chen­dem Fan-Pro­test nun nicht mehr mit­stim­me). Nepo­tis­mus, anyo­ne?

Die TV-Shows wur­den hin­ge­gen kos­ten­güns­tig im benach­bar­ten Bra­tis­la­va (Slo­wa­kei) auf­ge­zeich­net. In den vor­aus­ge­gan­ge­nen zwei Semis stel­len alle elf Teilnehmer/innen jeweils einen Song pro Show vor, und zwar als akus­ti­sche Ver­si­on. Nur einer von bei­den kam nach Jury-Aus­le­se ins heu­ti­ge, live über­tra­ge­ne Fina­le. In den zwei Wochen zwi­schen dem letz­ten Semi und heu­te soll­ten die elf Finalist/innen bei ihren Fans per Crowd­fun­ding bis zu 8.000 € zur Finan­zie­rung der Pro­duk­ti­ons­kos­ten der voll instru­men­tier­ten Ver­si­on ein­sam­meln. Fün­fen von ihnen ist das Maxi­mal­ziel gelun­gen, womit sie gleich­zei­tig jeweils über 12 Punk­te im “Tel­e­vo­ting” ver­fü­gen, denn das ein­ge­nom­me­ne Geld wird gleich­zei­tig in Publi­kums­stim­men umge­rech­net. Pech für die rest­li­chen sie­ben, die sich nun kaum noch eine rea­lis­ti­sche Chan­ce auf das Ticket nach Lis­sa­bon aus­rech­nen brau­chen.

Live­stream SMRTV

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Die Songs:

Vor­ent­scheid SM 2018

1in360. Sams­tag, 3. März 2018, aus den TV Joj Stu­di­os in Bra­tis­la­va, Slo­wa­kei. 11 Teilnehmer/innen. Mode­ra­ti­on: Nick Earles und Kris­tin Stein.
#Inter­pretTitelCrowdJuryPlatz
01Camil­la NorthYo no soy tu Chi­ca12
02Gio­van­ni Mon­tal­ba­noPer quel­le che mi dai12
03Jeni­fer Bre­ningUntil the morning Light12
04Jes­si­ka Mus­cat + Jeni­fer Bre­ningWho we are121201
05Sarah de BlueOut of the Twi­light121002
06Fran­k­lin Cal­le­jaStay5
07Sebas­ti­an SchmidtStay4
08Tinas­he Maku­raFree yours­elf3
09Emma Sand­strömDia­monds2
10Judah Gav­raStay1
11Irol + Sebas­ti­an SchmidtSor­ry0

San Mari­no: Give me Chan­ce to refi­nan­ce

Eine kost­spie­li­ge Ange­le­gen­heit ist die Teil­nah­me am Euro­vi­si­on Song Con­test, und gera­de die TV-Sta­tio­nen klei­ne­rer und finanz­schwä­che­rer Län­der müs­sen hier oft krea­ti­ve Wege gehen. So wie die gera­de mal 30.000 Ein­woh­ner star­ke Winz-Repu­blik San Mari­no. Jah­re­lang ließ man sich dort den Bei­trag von Ralph Sie­gel bereit­stel­len und bezah­len, was einer gewis­sen Valen­ti­na Monet­ta (→ SM 2012, 2013, 2014, 2017) zu frag­wür­di­ger Berühmt­heit ver­half. In die­sem Jahr leg­te das san­ma­ri­ne­si­sche Fern­se­hen die Ver­ant­wor­tung in die Hän­de des öster­rei­chi­schen Musik­pro­du­zen­ten Chris­toph Straub, des Vaters von Zoë (→ AT 2016), die ihrer­seits als Co-Kom­po­nis­tin an fast allen Titeln des Vor­ent­schei­dungs­for­mats 1in360 betei­ligt ist. Und gleich­zei­tig der Jury vor­sitzt, die über näm­li­che Lie­der urteilt. Vater Straub, der unter ande­rem die Crowd­s­haring-Platt­form Glo­bal Rock­star betreibt, ver­sucht nun, sich einen Teil sei­ner Aus­ga­ben bei den Fans wie­der­zu­ho­len: wer beim 1in360-Fina­le am 3. März 2018 als Zuschauer/in mit­vo­ten möch­te, muss dazu Antei­le an dem Song kau­fen, den er unter­stüt­zen möch­te. Min­dest­in­vest­ment laut Web­site: 40 Euro.

Singt die sanf­te Bal­la­de ‘Stay’: der Deut­sche Sebas­ti­an Schmidt will für San Mari­no zum Euro­vi­si­on Song Con­test 2018.

wei­ter­le­senSan Mari­no: Give me Chan­ce to refi­nan­ce

1in360, 2. Semi

Eine wahr­lich inter­na­tio­na­le Affä­re, die Euro­vi­si­ons-Vor­ent­schei­dung der brief­mar­ken­gro­ßen Repu­blik San Mari­no. Eine in Lon­don und Wien behei­ma­te­te Pro­duk­ti­ons­fir­ma trägt die Ver­ant­wor­tung für die teils in 360-Grad-Tech­nik (daher der Name) auf­ge­zeich­ne­te Sen­de­rei­he; die ins­ge­samt elf über das Inter­net gecas­te­ten Bewerber/innen stam­men aus neun ver­schie­de­nen Natio­nen, dar­un­ter Sim­bab­we. Die Vor­ent­schei­dungs­ti­tel spiel­te man Mit­te Janu­ar unter der künst­le­ri­schen Lei­tung von Chris­tof Straub, Vater von Zoë (AT 2016), im Wie­ner Echo-Pilot-Stu­dio ein, wäh­rend die TV-Shows kos­ten­güns­tig im benach­bar­ten Bra­tis­la­va (Slo­wa­kei) auf­ge­nom­men wur­den. In den bei­den Semis stel­len alle elf Kandidat/innen jeweils einen für sie geschrie­be­nen Song vor, und zwar als Akus­tik-Fas­sung. Nur einer der bei­den Lie­der kommt – nach Ent­schei­dung einer Jury – ins Fina­le am 3. März, der ein­zi­gen tat­säch­lich live aus­ge­strahl­ten Sen­dung.

→ Live­stream Rtv

You­tube-Kanal

Teilnehmer/innen:

  • Emma Sand­ström (Finn­land)
  • Gio­van­ni Mon­tal­ba­no (Ita­li­en)
  • Irol (San Mari­no)
  • Sara de Blue (Öster­reich)
  • Fran­k­lin Cal­le­ja (Mal­ta)
  • Jes­si­ka Mus­cat (Mal­ta)
  • Judah Gav­ra (Isra­el)
  • Tinas­he Maku­ra (Sim­bab­we)
  • Camil­la North (Nor­we­gen)
  • Sebas­ti­an Schmidt (Deutsch­land)
  • Jeni­fer Bre­ning (Deutsch­land)

1in360, 1. Semi

Eine wahr­lich inter­na­tio­na­le Affä­re, die Euro­vi­si­ons-Vor­ent­schei­dung der brief­mar­ken­gro­ßen Repu­blik San Mari­no. Eine in Lon­don und Wien behei­ma­te­te Pro­duk­ti­ons­fir­ma trägt die Ver­ant­wor­tung für die teils in 360-Grad-Tech­nik (daher der Name) auf­ge­zeich­ne­te Sen­de­rei­he; die ins­ge­samt elf über das Inter­net gecas­te­ten Bewerber/innen (sie­he Lis­te unten) stam­men aus neun ver­schie­de­nen Natio­nen, dar­un­ter Sim­bab­we. Die Vor­ent­schei­dungs­ti­tel spiel­te man Mit­te Janu­ar unter der künst­le­ri­schen Lei­tung von Chris­tof Straub, Vater von Jury-Mit­glied Zoë (AT 2016), im Wie­ner Echo-Pilot-Stu­dio ein, wäh­rend die TV-Shows kos­ten­güns­tig im benach­bar­ten Bra­tis­la­va (Slo­wa­kei) auf­ge­nom­men wur­den. In den bei­den Semis stel­len alle elf Kandidat/innen jeweils einen für sie geschrie­be­nen Song vor, und zwar als Akus­tik-Fas­sung. Nur einer der bei­den Lie­der kommt – nach Ent­schei­dung einer Jury – ins Fina­le am 3. März, der ein­zi­gen tat­säch­lich live aus­ge­strahl­ten Sen­dung.

Live­stream Rtv

Teilnehmer/innen:

  • Emma Sand­ström (Finn­land)
  • Gio­van­ni Mon­tal­ba­no (Ita­li­en)
  • Irol (San Mari­no)
  • Sara de Blue (Öster­reich)
  • Fran­k­lin Cal­le­ja (Mal­ta)
  • Jes­si­ka Mus­cat (Mal­ta)
  • Judah Gav­ra (Isra­el)
  • Tinas­he Maku­ra (Sim­bab­we)
  • Camil­la North (Nor­we­gen)
  • Sebas­ti­an Schmidt (Deutsch­land)
  • Jeni­fer Bre­ning (Deutsch­land)

You­tube-Dra­ma um San Mari­no

Ein gesperr­ter You­tube-Kanal und öffent­li­che Anpran­ge­run­gen auf Face­book: rund um das dies­jäh­ri­ge san­ma­ri­ne­si­sche Vor­ent­schei­dungs­ver­fah­ren 1in360 ist ein hoch unter­halt­sa­mer Zicken­krieg ent­brannt. Pop­corn bereit­ge­stellt? Gut! Was bis­her geschah: bekannt­lich ent­schied sich der Sen­der der chro­nisch erfolg­lo­sen Minia­tur­re­pu­blik, die Ermitt­lung ihres Bei­trags für das euro­päi­sche Wett­sin­gen in Lis­sa­bon an die bri­tisch-öster­rei­chi­sche Pro­duk­ti­ons­fir­ma Naff Naff Ltd. aus­zu­la­gern. Die eröff­ne­te einen You­tube-Kanal namens 1in360, auf dem jeder, der woll­te, ein Bewer­bungs­vi­deo hoch­la­den durf­te, was natür­lich eine Spring­flut größ­ten­teils tra­gi­scher Ein­sen­dun­gen nach sich zog.

Gehört zu den 1in360-Fina­lis­t/in­nen: Jes­si­ca Mus­kat aus Mal­ta (Reper­toire­bei­spiel).

wei­ter­le­senYou­tu­be-Dra­­ma um San Mari­no